Schweiz

Zürich HB und Region Oberland ZH: Zwei Sexualstraftäter festgenommen

Die Kantonspolizei Zürich nahm nach Ermittlungen auf Chatplattformen am Dienstagnachmittag (14.5.2024) sowie in der Woche zuvor, am Mittwochnachmittag (8.5.2024), je einen Schweizer fest, denen pädokriminelle Taten vorgeworfen werden. Ein anfangs unbekannter Mann kontaktierte am vergangenen Sonntag auf einer öffentlichen Chatplattform ein vermeintliches Mädchen und begann eine Konversation.

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Gossau SG: Auffahrkollision zwischen E-Bike und Auto - Velofahrer (50) verletzt

Am Donnerstag (16.05.2024), kurz vor 9 Uhr, ist es auf der Bahnhofstrasse zu einer Auffahrkollision zwischen einem E-Bike-Fahrer und einem Auto gekommen. Der 50-jährige E-Bike-Fahrer wurde leicht verletzt. Er wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Es entstand Sachschaden von mehreren hundert Franken.

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Altdorf UR: Mutmassliche Einbrecher (Algerier, 28, 30) in flagranti erwischt

Gestern Mittwoch, 15. Mai 2024, kurz nach 23.00 Uhr, wurde die Kantonspolizei Uri von einem aufmerksamen Bürger über unbekannte Personen informiert, welche sich mit einer Taschenlampe in einem Wohnmobil an der Bahnhofstrasse in Altdorf befanden. Die unmittelbar ausgerückte Polizeipatrouille erwischte zwei algerische Staatsangehörige im Alter von 28 und 30 Jahren in flagranti in ebendiesem Wohnmobil und konnte beide kontrollieren.

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Sissach BL: Diebstahl aus Fahrzeug – Täter (Marokkaner, 17) angehalten

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 14. / 15. Mai 2024, kurz nach 03.15 Uhr, konnte die Polizei Basel-Landschaft in Sissach BL einen mutmasslichen Dieb anhalten und vorübergehend festnehmen. Er wird verdächtigt, mehrere Fahrzeuge aufgebrochen, durchsucht und daraus Deliktsgut gestohlen zu haben.

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Tötungsdelikt Bergdietikon AG: Gerichtsverhandlung vor Bezirksgericht Baden

Im Strafverfahren gegen den Beschuldigten des Tötungsdelikts Bergdietikon kommt es ab Montag, 10. Juni 2024, zur Gerichtsverhandlung vor dem Bezirksgericht Baden. Die Urteilseröffnung ist auf Freitagnachmittag, 14. Juni 2024, geplant. Die Verhandlung findet in den Räumlichkeiten der Kantonspolizei Aargau in Schafisheim – unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Vom Ausschluss sind Medienschaffende ausgenommen; diese werden gebeten, sich anzumelden.

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Unterterzen SG / Autobahn A3: Autofahrerin (35) kollidiert mit Leitplanke

Am Mittwoch (15.05.2024), um 16:15 Uhr, ist es auf der Autobahn A3 in Richtung Chur zu einem Selbstunfall einer Autofahrerin gekommen. Die 35-Jährige wurde dabei unbestimmt verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie ins Spital. Es entstand Sachschaden von rund 20'000 Franken.

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Kapo Appenzell Innerrhoden: Merkmale eines Phishing-Angriffs

Um das Internet mit seinen Möglichkeiten nutzen zu können, müssen Internet-Nutzerinnen und -Nutzer immer wieder gewisse persönliche Daten angeben. Diese Notwendigkeit nutzen Kriminelle aus, indem sie unsere persönlichen Daten stehlen oder uns mit allerlei Tricks dazu bringen wollen, ihnen unsere persönlichen Daten zu verraten.

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Schweizer Bevölkerung vertraut dem TCS mehr als der Armee

Der erste Notfallbarometer des TCS zeigt, dass die Schweizerinnen und Schweizer die Arbeit von Rettungskräften sehr positiv beurteilen. Rund ein Viertel der Befragten erlebte in den letzten zwei Jahren selber oder im näheren Umfeld eine Notfallsituation. Dabei sind nur 35 Prozent sehr überzeugt, im Notfall das Richtige zu tun. Auch über die Kostenfolgen medizinischer Dienstleistungen im Notfall bestehen Unsicherheiten.

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Stadt Schaffhausen SH: Auffahrkollision zwischen zwei Autos – eine Person verletzt

Am späteren Montagnachmittag (13.05.2024) hat sich in der Stadt Schaffhausen bei einem Fussgängerstreifen eine Auffahrkollision zwischen zwei Autos ereignet. Die Beifahrerin des "vorderen Autos" wurde bei dieser Kollision leicht verletzt. An den beiden Unfallautos entstand Sachschaden in der Höhe von mehreren tausend Franken.

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Schaffhausen SH: Einschleichediebstahl in Physiotherapie-Praxis

Am späteren Montagvormittag (13.05.2024) hat eine unbekannte Täterschaft einen Einschleichediebstahl in einer Physiotherapie-Praxis in der Stadt Schaffhausen begangen. Sie stahl einen Rucksack inkl. einem Portemonnaie. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesem Vorfall.

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Interkantonaler Polizeieinsatz "Operation Contralpi" - rund 30 Beamte beteiligt

Die Kantonspolizei teilt mit, dass in den vergangenen Tagen im Rahmen der Operation Contralpi, die in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Uri, der Kantonspolizei Graubünden und dem Bundesamt für Zoll und Grenzschutz (BZG) durchgeführt wurde, eine Reihe von Kontrollen durchgeführt wurden. Auf Kantonsgebiet konzentrierten sich die Kontrollen, an denen rund 30 Beamte beteiligt waren, auf das Gebiet des Rastplatzes Moleno (bzw. auf der Süd-Nord- und Nord-Süd-Autobahnachse).

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Silenen UR: Mehrere Raser auf Autobahn A2 festgestellt

Am Samstag, 11. Mai 2024 sowie am Sonntag, 12. Mai 2024 fuhren insgesamt drei Personenwagen, eines mit deutschen Kontrollschildern und zwei mit italienischen Kontrollschildern auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süden, welche dabei die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h massiv überschritten haben. In Amsteg wurden die Fahrzeuge mit Nettogeschwindigkeiten zwischen 143 und 147 km/h gemessen.

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Rorschach SG: E-Bike-Fahrerin (14) kollidiert mit Auto und verletzt sich

Am Dienstag (14.05.2024), kurz vor 11:15 Uhr, ist es zu einem Unfall zwischen einem Auto und einer E-Bike Fahrerin gekommen. Der genaue Unfallhergang ist unklar. Die 14-jährige E-Bike-Fahrerin wurde dabei leicht verletzt. Sie wurde von einer Drittperson ins Spital gebracht. Der unbekannte Autofahrer entfernte sich von der Unfallstelle, ohne sich um das verletzte Mädchen zu kümmern. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Val Müstair GR: Verkehrsbehinderungen wegen Giro d'Italia

Am Dienstag, 21. Mai 2024 führt eine Etappe des Giro d'Italia durch das Val Müstair. Um einen reibungslosen Ablauf sicherstellen zu können, wird die Ofenbergstrasse gesperrt. Auf der Durchfahrtsroute der 16. Etappe des Giro d'Italia 2024 durch das Val Müstair muss die Ofenbergstrasse H28 auf dem Abschnitt zwischen Sta. Maria i.M. und der Landesgrenze in Müstair gesperrt werden.

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Thayngen SH: Polizei sucht Zeugen von acht illegalen Sprayereien

Zwischen Mittwochmorgen (01.05.2024) und Montagmorgen (13.05.2024) hat eine unbekannte Täterschaft in Thayngen an acht verschiedenen Oertlichkeiten illegale Sprayereien (Schriftzüge) angebracht. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Franken. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesen Sachbeschädigungen.

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Stadt Basel BS: Festnahme nach versuchter Tötung - Zeugenaufruf

Am Dienstag, 14. Mai 2024, circa 21.00 Uhr, hat ein Mann beim Centralbahnplatz einen 51- Jährigen schwer verletzt. Die Kantonspolizei Basel-Stadt konnte den Tatverdächtigen während einer umgehend eingeleiteten Fahndung anhalten und im Auftrag der Staatsanwaltschaft Basel- Stadt festnehmen. Die Sanität der Rettung Basel-Stadt brachte den Verletzten ins Spital.

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Lauftenbach AI: Belagsarbeiten an Teilen der Gaiserstrasse

Der Deckbelag der Gaiserstrasse wird ab Lauftenbach bis zum Restaurant Schäfli mit einem Dünnschichtbelag ergänzt. Gleichzeitig werden die Markierungen vom Kreisel Rank bis zum Kreisel Gais neu gesetzt. Die Arbeiten werden vom 21. bis 24. Mai 2024 unter Verkehr durchgeführt, weshalb es zu kurzfristen Behinderungen kommen kann.

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Stadt Schaffhausen SH: Einbruchdiebstahl in Bücherladen

In der Nacht auf Sonntag (12.05.2024) hat eine unbekannte Täterschaft einen Einbruchdiebstahl in einen Bücherladen in der Stadt Schaffhausen verübt. Dabei verursachte sie einen Sachschaden von rund 1'000.- Franken. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesem Vorfall.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.