Die Kantone Zürich und Bern haben an einer gemeinsamen Medienkonferenz über ihren Modellversuch Untersuchungshaft informiert.
Der Modellversuch zielt darauf ab, die Ressourcen der Inhaftierten zu erhalten und Haftschäden zu verhindern. Damit setzen die beiden Kantone ihre Bemühungen fort, die Untersuchungshaft zu reformieren.
In einem Industriebetrieb in Luterbach ist am Montagnachmittag, 24. Juni 2024, ein Mann bei einem Arbeitsunfall tödlich verletzt worden.
Zur Klärung des genauen Hergangs wurde eine Untersuchung eingeleitet.
Im Zusammenhang mit dem 51. Albanifest werden sämtliche Zufahrten in die Winterthurer Altstadt, die Stadthausstrasse und die Museumstrasse von Freitag, 28. Juni, 9 Uhr bis Montag, 1. Juli 2024, 5 Uhr, für sämtlichen Fahrzeugverkehr gesperrt.
Durch den gestaffelten Aufbau des Festareals am Freitag, dem 28. Juni 2024, ab 9 Uhr, wird während des Aufbaus mit weniger Verkehrsbehinderungen gerechnet. Das Fest startet am Freitag um 18 Uhr.
Am Montag (24.06.2024) kam es auf der Schönaustrasse zu einer Konfrontation zwischen zwei Hunden.
Die Hundehaltenden konnten die Tiere nicht voneinander trennen. Ein Anwohner beobachtete die Situation und schlug dem Pitbull mit einer Axt in den Rücken. Der Pitbull verstarb auf dem Weg zum Tierarzt.
Am Montag (24.06.2024), kurz nach 15 Uhr, ist im Weiler obere Schieb eine Landwirtin von einem Zweiachs-Mäher überrollt worden.
Die 55-jährige Frau wurde schwer verletzt. Sie wurde von einem Rettungshelikopter der Alpine Air Ambulance ins Spital geflogen.
Am Dienstag (25.06.2024), um 2:20 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in einen Tankstellenshop an der Staatsstrasse eingebrochen.
Dank einer sofort eingeleiteten Fahndung konnten die drei mutmasslichen Täter, ein 15- und 16-jähriger Deutscher sowie ein 16-jähriger Schweizer festgenommen werden.
In der Zeit zwischen Samstag um 10 Uhr und Montag (24.06.2024), um 6:10 Uhr, ist es an der Haltelhusstrasse zu einem Einbruch gekommen.
Eine unbekannte Täterschaft verschaffte sich gewaltsam über ein Fenster Zutritt in das Gebäude.
Am Montag (24.06.2024), kurz nach 20:05 Uhr, ist ein vorerst unbekannte Person mit einem Auto in einen Verkehrspfahl an der Gerbestrasse geprallt.
Die Person entfernte sich von der Unfallstelle ohne sich um die Schadenregulierung zu kümmern.
Am Montag (24.06.2024), um 22:40 Uhr, ist es auf der Kriessernstrasse zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen. Ein 61-jähriger Autofahrer wurde dabei schwer verletzt.
Er wurde von der Rega ins Spital geflogen. Es entstand Sachschaden von rund 150'000 Franken.
Am Montag (24.06.2024), kurz vor 18:45 Uhr, ist es auf der Autobahn A3 zu einem Selbstunfall eines Motorradfahrers gekommen.
Der 21-jährige Motorradfahrer wurde dabei schwer verletzt. Er wurde von einem Rettungshelikopter der Alpine Air Ambulance ins Spital geflogen.
Am Montag (24.06.2024), kurz nach 15 Uhr, ist es auf der Flawilerstrasse zu einem Unfall einer E-Bike-Fahrerin gekommen, nachdem sie von einem Sattelmotorfahrzeug überholt worden ist.
Die 72-jährige Frau wurde dabei schwer verletzt. Sie wurde von der Rega ins Spital geflogen.
Am Mittwochnachmittag (19.06.2024) kollidierte in Hallau an der Kreuzung Obere Ifangstrasse-Oberwiesenstrasse ein Auto mit einem Velo.
Die Schaffhauser Polizei bittet den Fahrer des silbergrauen Autos sich bei ihr zu melden und die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zum Vorfall.
Auf der Rosenstrasse in Kriens kollidierte am Montag (24. Juni 2024, ca. 13:30 Uhr) aus noch ungeklärten Gründen ein Auto mit einem Steinpfosten.
Dadurch wurde das Auto angehoben und kippte anschliessend aufs Dach.
Ein Autofahrer fuhr am Montag (24. Juni 2024, ca. 13:20 Uhr) auf der Autobahn A2 auf dem linken Fahrstreifen in Richtung Norden.
Eingangs Sonnenberg-Tunnel fuhr der Mann aus noch ungeklärten Gründen gegen das linksseitige Bankett.
Die Kantonspolizei Bern konnte Mitte April einen mutmasslichen Täter anhalten, der in Zusammenhang mit acht Einbruchdelikten steht, die zwischen Februar und April 2024 im Seeland verübt wurden.
Er befindet sich derzeit in Haft.
Die Kantonspolizei Nidwalden nahm am Mittwochvormittag, den 19. Juni 2024 zwei mutmassliche Trickbetrüger fest.
Zuvor gaben sich die zwei Männer als Kuriere eines falschen Polizisten aus.
Am Montag, 1. Juli 2024, bis Donnerstag, 4. Juli 2024, führt das Strassenkreisinspektorat Gossau Belagsarbeiten an der Flawilerstrasse in Uzwil und Oberuzwil aus.
Die Strasse wird während dieser Zeit für sämtlichen Verkehr gesperrt. Ein lärmarmer Belag reduziert innerorts in Zukunft die Lärmbelastung und erhöht den Fahrkomfort.
Am Montag, 24. Juni 2024, um 14.35 Uhr, ereignete sich am Wiesenschanzweg ein Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einem Fahrrad.
Dabei wurden zwei weitere parkierte Personenwagen beschädigt. Ohne sich um den Schaden an den parkierten Personenwagen zu kümmern, entfernten sich beide Unfallbeteiligten von der Unfallstelle.
Die Nationalstrasse A13 ist zwischen Lostallo und Mesocco seit Freitagabend, 21. Juni 2024, für den Verkehr gesperrt.
Grund dafür ist ein Unwetterschaden an der Strasse. Seit Samstag laufen die Aufräumarbeiten und seit heute Morgen ersten Arbeiten für die Instandsetzung.
Bei einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Motorrad ist am späten Montagnachmittag (24.06.2024) in Pfäffikon der Zweiradlenker schwer verletzt worden.
Kurz nach 17.15 Uhr fuhr ein 26-jähriger Motorradlenker auf der Usterstrasse in Richtung Pfäffikon.
Ganz nach diesem Motto wurden letzte Woche kantonsweit Verkehrskontrollen durchgeführt, bei welchen das Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss im Fokus stand.
Knapp 800 Fahrzeuglenkende wurden kontrolliert.
Am Montagnachmittag ist in Zollikofen ein Lieferwagen auf einem Parkplatz in Vollbrand geraten. Es wurde niemand verletzt.
Die Ermittlungen zur Brandursache und der Höhe des Sachschadens sind im Gang.
Am Sonntagnachmittag, 24. Juni 2024, kurz vor 14.40 Uhr, kam es auf der Hardstrasse in Birsfelden BL zu einer Kollision zwischen einem Lieferwagen und einem Motorrad. Eine Person wurde leicht verletzt.
Die Polizei sucht Zeugen.
Eine Unwetterlage am Freitagabend im Misox hat zu mindestens einer toten Person und weiteren Vermissten geführt.
Eine Person konnte lebend geborgen werden. Die Kantonspolizei Graubünden übergab die von ihr aufgebaute Einsatzorganisation am Montag an den regionalen Führungsstab.
Am vergangenen Samstag waren wir zu Besuch bei Insieme Ausserschwyz und führten unsere Diensthunde einer Gruppe von Beeinträchtigten vor.
Wir haben uns sehr über die vielen strahlenden Gesichter gefreut!
Am kommenden Montag, 24. Juni, beginnt die neue Phase der Bau- und Belagssanierung der Verzweigung Lugano Sud.
In dieser neuen Phase, die in der zweiten Augusthälfte abgeschlossen sein wird, wird der gesamte Belag der Struktur zwischen der Ausfahrt A2 (McDonald's) und dem Friedhof Paradiso erneuert, da der derzeitige Belag beschädigt ist.
Am Montagmittag ist ein Kleinflugzeug während einer Notlandung in der Region Ranflüh verunfallt.
Der Pilot, sowie eine weitere Person wurden dabei verletzt. Der Unfallhergang wird untersucht.
Mit der Übernahme des auf Notfallrettungsdienste spezialisierten Waadtländer Unternehmens ASV Ambulances setzt TCS Swiss Ambulance Rescue seine Wachstumsstrategie in der Schweiz fort und baut seine führende Position im Bereich Notfallrettung und Krankentransporte aus.
Das Unternehmen leistet in der Schweiz jährlich rund 35'000 Einsätze.
Aufmerksam begleiten wir EM-Feiern und sorgen so tolerant wie möglich und so konsequent wie nötig für Ordnung und Sicherheit.
Einer unserer Einsatzkräfte, die man in den nächsten Tagen und Wochen an Schwerpunktorten antrifft, ist Stéphane Besle.
Nach dem Bootsunglück am Samstagnachmittag auf dem Zugersee wurde in einer Tiefe von rund 80 Metern ein Segelschiff sowie eine männliche Person geortet.
Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Bergung.
In Habstetten ist am Dienstagmorgen ein Motorradfahrer mit massiv überhöhter Geschwindigkeit gemessen worden. Der Lenker konnte einvernommen werden.
Er wird sich vor der Justiz zu verantworten haben.
Gestern Morgen verhaftete die Freiburger Kantonspolizei in Remaufens zwei Männer, nachdem sie Diebstähle aus Autos begangen hatten.
Einer der Männer wurde bereits zur Verhaftung wegen Diebstahls für eine Freiheitsstrafe gesucht. Nach ihrer Befragung wurden sie inhaftiert.
Am Wochenende vom 28. bis 30. Juni 2024 wird in Davos das Radrennen ÖKK Bike Revolution durchgeführt.
In diesem Zusammenhang kommt es zu Verkehrsbehinderungen und Wartezeiten.
In einem Mehrfamilienhaus in Selzach wurde in der Nacht auf Sonntag eine Seniorin mit schweren Verletzungen aufgefunden.
Die Umstände sind unklar, die Polizei sucht Zeugen.
Im Berner Oberland werden seit dem Wochenende drei Personen in Fliessgewässern vermisst. Beim Iffigbach an der Lenk im Simmental wird seit dem Samstagnachmittag eine Frau vermisst, die auf einem Spaziergang unterwegs war.
Seit dem Sonntagnachmittag werden zudem ein Mann und ein Kleinkind vermisst, die zuvor an den Giessbachfällen in Brienz unterwegs waren. Trotz intensiver Suchmassnahmen konnten die Vermissten bislang nicht gefunden werden. Die Suche wird weitergeführt.
Weiter geht's mit euren Fragen an unsere Aspiranten Andy und Dani.
Die Zusammenarbeiten unter den Blaulichtorganisationen werden bereits während der Ausbildung gefördert.
Heutzutage findet Debit- und Kreditkartenbetrug hauptsächlich online statt.
Die meisten Kartendelikte lassen sich vermeiden, wenn Karteninhaber/innen einige grundlegende Regeln beachten.
Der Stadtpolizei St.Gallen wurde am vergangenen Mittwoch (19.06.2024) im Westen der Stadt ein verletzter Hund gemeldet.
Da die Umstände unklar waren, wurde nach Zeugen gesucht (Polizei.news berichtete). Die Abklärungen haben ergeben, dass der Hund von einem Zug angefahren wurde.
Ab Montag (12.08.2024), wird die Polizeistation St. Margrethen renoviert.
Während knapp drei Monaten werden die Mitarbeitenden von St. Margrethen auf andere Dienststellen in der Region verteilt und von dort aus die Gemeinden der Polizeistation St. Margrethen betreuen sowie die polizeiliche Grundversorgung sicherstellen.
Am Sonntag (23.06.2024), um 23:50 Uhr, ist es auf der Bahnhofstrasse zu einem Entreissdiebstahl gekommen.
Einem 58-jährigen Mann wurde durch eine vorerst unbekannte Person das Mobiltelefon und eine Uhr gestohlen. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen konnte ein 15-jähriger Algerier festgenommen werden.
Am Sonntag (23.06.2024), kurz nach 22:15 Uhr, ist es auf der Heldaustrasse zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen.
Der 25-jährige Autofahrer war in alkoholisiertem Zustand unterwegs. Ihm wurde der Führerausweis auf der Stelle abgenommen. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.
Am Sonntag (23.06.2024), kurz nach 19:30 Uhr, ist es auf der Uznacherstrasse zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen.
Ein 23-jähriger Beifahrer wurde durch den Unfall unbestimmt verletzt. Er wurde von der Rega ins Spital geflogen. Es entstand Sachschaden von mehreren zehntausend Franken.
In der Zeit zwischen Samstag um 23:45 Uhr und Sonntag (23.06.2024), um 15 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Restaurant an der Industriestrasse eingebrochen.
Sie verschaffte sich gewaltsam über eine Tür Zutritt in das Gebäude.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.