Schweiz

Fällanden ZH: Mann (56) bei Brand in Wohnung lebensgefährlich verletzt

Am Freitagabend (11.08.2023) ist es in einer Wohnung in Fällanden zu einem Brand gekommen, bei welchem sich ein Mann und eine Frau Verbrennungen zugezogen haben. Gegen 21.30 Uhr ging bei der Einsatzzentrale von Schutz & Rettung Zürich die Meldung ein, dass ein Mann und eine Frau, welche sich zusammen mit der Tochter in der gemeinsamen Wohnung befanden, Brandverletzungen erlitten hätten.

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Züberwangen SG: Update zu Autounfall auf der A1 – Mann (†21) verstorben

Am Mittwoch (09.08.2023), kurz vor 21:10 Uhr, hat sich auf der Autobahn A1 zwischen Uzwil und Wil, kurz vor der Autobahnraststätte Thurau Nord, ein Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Sattelschlepper mit Anhänger ereignet. Ein 21-jähriger Autofahrer wurde dabei lebensbedrohlich verletzt und musste von der Rega ins Spital geflogen werden (Polizei.news berichtete).

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SKI Gossau SG saniert Jonschwilerstrasse

Am Montag, 21. August 2023, beginnt das Strassenkreisinspektorat Gossau mit der Sanierung der Jonschwilerstrasse in Oberuzwil und Jonschwil. Dabei werden zwischen der Wilerstrasse und Oberbettenau Strassenbauarbeiten durchgeführt. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Dezember 2023. Es muss mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden.

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Gossau SG: Neue Fuss- und Veloquerung

Am Montag, 21. August 2023, startet das Tiefbauamt mit den Bauarbeiten für die neue Fuss- und Veloquerung in Gossau. Die Bischofszellerstrasse kann auf Höhe GNG Garage in Zukunft sicherer überquert werden. Während den Arbeiten regelt eine Lichtsignalanlage den Verkehr mit Busbevorzugung. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende November 2023.

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Flugplatz Mollis FL: Vorsorgliche Verkehrsmeldung für das ZigAirMeet 2023

Am Freitag und Samstag, 18./19.08.2023, findet auf dem Flugplatz Mollis das ZigAirMeet 2023 statt. Aufgrund dieses Anlasses ist auf den Hauptachsen zwischen Glarus - Näfels - Niederurnen, beim Autobahnzubringer A3 sowie bei der „Stichstrasse“ mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Ebenfalls wird die Verbindungsstrasse zwischen Netstal und Mollis an beiden Tagen gesperrt.

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Stadt Chur GR: Frontalkollision zwischen Auto und Motorrad – Zeugenaufruf

Am Sonntagabend (13.08.2023) um 19 Uhr ist es auf der Malixerstrasse oberhalb dem Araschger Rank zu einer Frontalkollision zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen. Die Stadtpolizei Chur bittet Personen, welche Angaben zum Unfallhergang machen können, sich unter Tel. 081 254 53 00 zu melden.

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Autobahn A2/Pratteln BL: Verkehrskontrolle im Nachgang zur „Street Parade“

Die Polizei Basel-Landschaft hat im Nachgang zur „Street Parade“ in Zürich in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 12./13. August 2023, in der Zeit von 21.30 Uhr bis 05.30 Uhr, auf der Autobahn A2 in Pratteln eine Verkehrskontrolle in Bezug auf die Fahrfähigkeit durchgeführt. Dabei wurden 350 Fahrzeuge kontrolliert.

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Hauptbahnhof Zürich ZH: 19 Verhaftungen am Samstag

Die Kantonspolizei Zürich hat am Samstag (12.08.2023) im Rahmen verschiedener Personenkontrollen 19 Personen am Hauptbahnhof Zürich festgenommen. Aufgrund des hohen Personenaufkommens hatte die Kantonspolizei die Polizeipräsenz im Hauptbahnhof am Samstag und in der Nacht auf Sonntag erhöht, um die Sicherheit aller Reisenden zu gewährleisten.

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Unfallträchtiger Samstag auf den Strassen im Kanton Uri

Gemeinde: Realp Kurz nach 13.45 Uhr fuhr ein Lenker eines Motorrades mit deutschem Kontrollschild auf der Furkastrasse vom Pass herkommend in Richtung Realp hinter einem Personenwagen mit Urner Kontrollschildern. Der Personenwagenlenker musste in einer Fahrbahnverengung wegen des Gegenverkehrs abbremsen, was der nachfolgende Motorradlenker zu spät bemerkte und frontal mit dem Heck des Personenwagens kollidierte. Der 61-jährige Motorradlenker verletzte sich dabei erheblich und wurde mit der Air Glacier in ein ausserkantonales Spital überflogen. Der 59-jährige Personenwagenlenker bliebt unverletzt. Der Sachschaden an den unfallbeteiligten Fahrzeugen beläuft sich auf rund 6'000 Franken. Die Furkastrasse musste im Unfallbereich kurzzeitig gesperrt und während rund eineinhalb Stunden wechselseitig geführt werden. Im Einsatz standen der Rettungsdienst Uri, die Air Glacier, ein lokales Abschleppunternehmen und die Kantonspolizei Uri.

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Bezirke Dietikon ZH und Zürich ZH: Rund 70 Fahrzeuge und deren Insassen kontrolliert

Die Kantonspolizei hat am frühen Sonntagmorgen (13.08.2023) in den Bezirken Zürich und Dietikon Verkehrskontrollen durchgeführt und dabei rund 70 Fahrzeuge und deren Insassen überprüft. An verschiedenen Kontrollstellen in den Bezirken Dietikon und Zürich wurden rund 70 Fahrzeuge angehalten. Vier Personen führten ein Fahrzeug in nicht fahrfähigem Zustand infolge Alkohol- oder Drogenkonsums und werden bei den zuständigen Untersuchungsbehörden angezeigt. Zwei Fahrzeuglenkenden wurde der Führerausweis auf der Stelle abgenommen, zwei Lenkende erhielten ein Fahrverbot für die Schweiz. Fünf Personen lenkten ihr Fahrzeug in angetrunkenem Zustand und ein Neulenker missachtete das Alkoholverbot. Alle sechs Personen werden bei den zuständigen Statthalterämtern verzeigt.

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Schluss-Bilanz Street Parade 2023 (Video)

Die Street Parade mit mehreren hunderttausend Besucher/innen verlief grösstenteils friedlich. Die Sicherheitsmassnahmen des Veranstalters und der Stadtpolizei Zürich haben sich wiederum bewährt. 41 Personen wurden wegen verschiedener Delikte festgenommen. Ein junger Mann wurde bei einem Sturz lebensgefährlich verletzt. Die Stadtpolizei Zürich war an der diesjährigen Street Parade mit einem Grossaufgebot rund ums Zürcher Seebecken präsent. Unterstützt wurde sie dabei auch von der Kantonspolizei Zürich, Aspirant/innen der Zürcher Polizeischule und einem Hundeführer der Kantonspolizei Aargau.

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Street Parade 2023: Schlussbilanz - sehr gut versorgt mit Schutz & Rettung Zürich

Schutz & Rettung Zürich hat an der diesjährigen Street Parade 615 medizinische Behandlungen durchgeführt, was dem Vorjahresniveau entspricht. Die häufigsten Behandlungsgründe waren wiederum Schnittverletzungen/Schürfungen sowie übermässiger Alkohol- und Betäubungsmittelkonsum. Insgesamt zieht SRZ eine erfreuliche Bilanz, die jedoch durch sechs schwer verletzte Personen getrübt wurde.

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Kanton Luzern: Zwei verletzte Personen bei Unfällen und mehrere Festnahmen

In der Stadt Luzern haben sich am Wochenende auf der Haldenstrasse und auf der Autobahn mehrere Unfälle ereignet, die zu Verkehrsbehinderungen führten. Zwei Personen wurden verletzt. Ausserdem wurden bei einer Verkehrskontrolle diverse Widerhandlungen gegen die Gesetzgebung festgestellt. Drei Personen wurden festgenommen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.