(Frick AG). Im Zusammenhang mit dem Leitungsbau für den Wärmeverbund der IWB kann es ab dem 24. September 2026 im Bereich des Römerwegs bis zum Oberen Rainweg zu Verkehrsbehinderungen kommen.
Der Zugang zu den Liegenschaften wird über Ausweichrouten immer möglich sein.
(Rohr/Stüsslingen, Solothurn). Die Wasserversorgung des Ortsteils Rohr ist vollumfänglich abhängig von den eigenen Quellfassungen.
Infolge der anhaltenden Trockenheit hat der Quellertrag ein sehr tiefes Niveau erreicht. Versiegen diese Quellen, kann kein eigenes Trinkwasser mehr bezogen werden.
(Auw AG). Am Donnerstag, 01. Oktober 2026, und Freitag, 02. Oktober 2026, werden auf der Kantonsstrasse K 124 in Auw und Rüstenschwil Belagsarbeiten ausgeführt.
Während der Arbeiten wird der Verkehr je nach Abschnitt durch einen Verkehrsdienst oder eine Lichtsignalanlage geregelt.
(Auw AG). Auf den Wald- und Flurstrassen in Auw sind viele Pferde unterwegs.
Die Verunreinigung der öffentlichen Strassen durch Pferdemist haben wieder zugenommen.
(Schweiz). Betrüger versenden gefälschte Reisebestätigungen und leiten die Empfänger auf eine betrügerische Website, auf der sie die angebliche Buchung stornieren und eine Rückerstattung veranlassen sollen.
Die Masche zielt darauf ab, Kreditkartendaten zu erbeuten und Zahlungen durch die Betroffenen selbst bestätigen zu lassen.
(Solothurn SO). An der Dornacherstrasse in Solothurn ist es am Montagabend, 21. September 2026, zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen.
Dabei wurde ein Mann verletzt.
(Zürich ZH). Am Mittwochmorgen rückte ein Grossaufgebot an Rettungskräften zu einem Dachstockbrand in einem Mehrfamilienhaus im Kreis 3 aus.
Die Löscharbeiten gestalteten sich aufwendig, der Sachschaden dürfte beträchtlich sein.
(Willerzell SZ). Am Mittwochnachmittag, 23. September 2026, meldeten aufmerksame Anwohner kurz vor 15 Uhr, dass eine Hecke und mehrere Bäume bei einem Ferienhaus im Gebiet Fuchsberg in Willerzell in Brand geraten waren.
Durch das schnelle Eingreifen der aufgebotenen Polizeipatrouille und der Stützpunktfeuerwehr Einsiedeln konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Ferienhaus verhindert werden.
(Genf GE). Die Genfer Polizei hat am 23. September 2026 Fotos von Schmuckstücken und Wertgegenständen veröffentlicht, die von der Polizei gefunden oder sichergestellt wurden.
Damit sollen die rechtmässigen Besitzerinnen und Besitzer der Gegenstände ausfindig gemacht werden.
Ein Mann auf einer Bieler Baustelle starb durch stumpfe Gewalt, ein 47-Jähriger wird nach einem Teppichmesser-Angriff auf seine Ex-Partnerin wegen versuchten Mordes angeklagt und Telefonbetrüger verursachen im Kanton St.Gallen rund 750’000 Franken Schaden: Der 23. September 2026 brachte mehrere besonders schwere Polizeimeldungen aus der Schweiz.
Auch die Anklage gegen drei Männer nach einem Sexualdelikt in Bern sowie die Festnahme zweier 16-Jähriger nach dem Diebstahl von Luxusautos beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.
(Schweiz). In Bambussprossen-Konserven (Streifen) der Marke Royal Orient wurde ein zu hoher Gehalt an Bisphenol A gemessen.
Eine Gesundheitsgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden.
(Bellach SO). In Bellach ist am Dienstag, 8. September 2026, ein Firmengebäude in Brand geraten und schliesslich komplett ausgebrannt.
Eine Person kam dabei ums Leben.
(Chur, Graubünden). Kurz vor 10:30 Uhr überquerte ein Fussgänger den Fussgängerstreifen auf der Oberalpstrasse.
Dabei wurde er von einem stadteinwärts fahrenden Personenwagen erfasst.
(Chur GR). Am Mittwoch (23.09.2026) um 08:30 Uhr fuhr ein Personenwagenlenker auf der Ringstrasse zum Kreisel Ring-/Rheinstrasse.
Er beabsichtigte, über die Rheinstrasse stadteinwärts zu fahren.
(Zug ZG). Die Zuger Polizei hat gemeinsam mit dem Strassenverkehrsamt des Kantons Zug an zwei Nachmittagen im September im gesamten Kantonsgebiet landwirtschaftliche Fahrzeuge kontrolliert.
Dabei wurden verschiedene Mängel festgestellt.
(Gandria TI). Beim Zoll in Gandria haben unsere Teams und jene der Stadtpolizei Lugano einem Touristenpaar geholfen, das Rad ihres Wohnwagens wieder zu montieren.
Das Rad war kurz vor dem Grenzübertritt verloren gegangen.
(Thayngen SH). Beim Zoll beschränkt sich der Arbeitsalltag unserer Teams nicht auf Kontrollen im Freien.
Ein grosser Teil der Arbeit findet auch im Büro statt, wie diese Aufnahmen aus Thayngen zeigen.
(Bülach ZH). Die Stadtpolizei Bülach setzt die Strategie 2026-2030 erfolgreich um.
Sie freut sich, dass sie im September 2026 ihren ersten Polizeiaspiranten nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung vereidigen konnte.
(Wigoltingen TG). Bei einer Kollision mit einem Auto wurde am Dienstagabend in Wigoltingen ein Motorradfahrer mittelschwer verletzt.
Er wurde durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht.
(Kreuzlingen TG). Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau nahmen am Dienstagabend in Kreuzlingen einen Mann fest, der in ein Haus eingebrochen war.
Er wurde inhaftiert.
(Lukmanierpass GR). Am Dienstagnachmittag ist auf dem Lukmanierpass ein Personenwagen mit einem Fahrradfahrer kollidiert.
Der Fahrradfahrer stürzte und wurde verletzt.
(St.Gallen SG). Am 25. und 26. September 2026 finden in St.Gallen die Viehschauen St.Georgen und Schlössli Haggen statt.
Während des Aufzugs am Morgen und der Rückkehr zu den Höfen am Nachmittag ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.
(Biel BE). Nachdem vergangene Woche in Biel ein lebloser Mann aufgefunden worden war, steht gemäss den bisherigen Ermittlungen eine Dritteinwirkung im Vordergrund.
Im Zuge einer internationalen Personenfahndung konnte inzwischen ein Mann in Polen angehalten werden.
(Brittnau AG). Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm hat ihre Untersuchung zum Messerangriff vom 1. Juli 2025 in Brittnau abgeschlossen und Anklage gegen einen heute 47-jährigen Iren erhoben.
Sie wirft ihm vor, seine ehemalige Partnerin mit einem Messer angegriffen und dabei ihren Tod in Kauf genommen zu haben.
(Silvaplana GR). Unsere Sicherheitsassistenten schauen beim Silvaplanersee genau hin.
Denn wer mit einem kennzeichenpflichtigen Boot das Gewässer wechselt, muss es melden und reinigen lassen, damit invasive Neobiota – Tiere, Pflanzen oder andere Organismen – draussen bleiben.
(St.Gallen SG). Rund 750'000 Franken. Ein Anruf genügt. Und plötzlich steht das Ersparte eines Menschen auf dem Spiel.
Seit Anfang August wird die Deliktsumme bei Telefonbetrügen im Kanton St.Gallen auf rund 750'000 Franken geschätzt. Das zeigen die ersten Tatbestandsaufnahmen.
(Hinterfultigen BE). Am Dienstagabend ist in Hinterfultigen ein Bauernhaus in Brand geraten und komplett niedergebrannt.
Es wurden keine Personen, sowie nach aktuellem Kenntnisstand auch keine Tiere, verletzt.
(Basel BS). Heute startet das Bau- und Verkehrsdepartement die Online-Mitwirkung für die Neugestaltung des Barfüsserplatzes.
Sie dauert bis zum 31. Oktober 2026.
(Sargans SG). Für Belagsarbeiten am Anschluss Sargans muss dieser zwischen dem 27. September und 10. Oktober teilweise gesperrt werden.
Die Sperrungen führen zu Verkehrseinschränkungen, Umleitungen werden signalisiert.
(Zürich ZH). Am Sonntagmorgen, 20. September 2026, und am Montagnachmittag, 21. September 2026, nahm die Stadtpolizei Zürich in verschiedenen Stadtkreisen insgesamt fünf mutmassliche Fahrzeugeinbrecher fest.
Am Sonntagmorgen, kurz nach 6 Uhr, kontrollierten Polizisten im Kreis 3 zwei Männer, nachdem eine Autobesitzerin einen Fahrzeugeinbruch bei der Stadtpolizei Zürich gemeldet und die beiden Männer verfolgt hatte.
(Ajoie JU). Zwei 16-jährige Jugendliche sind am Wochenende in der Ajoie nach einer Serie von Vorfällen mit gestohlenen Fahrzeugen festgenommen worden.
Die beiden in Frankreich wohnhaften Jugendlichen stehen im Verdacht, zwei Luxusfahrzeuge im Kanton Luzern gestohlen zu haben.
(Appenzell AI). Mit Freude präsentieren wir ein Einsatzfahrzeug der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden, das durch uns beschriftet werden durfte.
Die Mercedes-Benz V-Klasse wurde mit unserer bewährten Level 2-1 Technik umgesetzt und verbindet ein modernes Erscheinungsbild mit höchster Funktionalität.
(Langenthal BE). Am Montagnachmittag ist in Langenthal ein Autolenker mit massiv überhöhter Geschwindigkeit gemessen worden.
Der Lenker wurde in der Folge angehalten und muss sich vor der Justiz verantworten.
(Weinfelden TG). Bei einem Zusammenstoss mit einem Auto wurde am Dienstagnachmittag in Weinfelden ein E-Trottinett-Fahrer verletzt.
Er wurde durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht.
(Arbon TG). Anfang Januar 2027 wird Stefan Ritz bei der Stadt Arbon seine neue Stelle als Leiter des Bereichs Sicherheit antreten.
Er wurde als Nachfolger von Beat Schmid gewählt, welcher per 31. August 2026 sein Arbeitsverhältnis gekündigt hat.
(Solothurn SO). Für elf Polizeianwärterinnen und Polizeianwärter der Kantonspolizei Solothurn war der Dienstag, 22. September 2026, ein besonderer Tag: Mit ihrer Vereidigung wurden sie feierlich ins Polizeikorps aufgenommen.
Die sechs Frauen und fünf Männer legten im Beisein von Angehörigen sowie Gästen aus Politik, Verwaltung und Polizei ihren Eid auf die Verfassung ab.
(Bern BE). Nach Abschluss der umfangreichen Ermittlungen im Zusammenhang mit einem Sexualdelikt vom Juni 2025 in Bern hat die regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland drei Männer wegen Missbrauch einer urteilsunfähigen oder zum Widerstand unfähigen Person, eventuell Vergewaltigung angeklagt.
Drei erwachsene Männer befinden sich zurzeit in Haft.
(Wittenbach SG). Am frühen Dienstagabend (22.09.2026) ist ein zehnjähriger Junge auf einem Fussgängerstreifen von einem Auto erfasst worden.
Das Kind wurde beim Unfall leicht verletzt.
Das bei uns wetterbestimmende Hochdruckgebiet über Deutschland verlagert sich am Mittwoch unter Abschwächung ostwärts.
Es bestimmt aber noch unser Wetter und die Bise lässt nach. Am Donnerstag wird der Osten der Schweiz von einer schwachen Kaltfront gestreift. Auf Freitag baut sich über Mitteleuropa wieder ein Hoch auf.
(Buchs ZH). Am Dienstagnachmittag ist in einem Autoverwertungsbetrieb ein Grossbrand ausgebrochen, der eine Industriehalle vollständig erfasste.
Die anwesenden Arbeiter konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Verletzt wurde niemand.
Ein 38-jähriger Arbeiter stirbt unter einem umgekippten Gabelstapler, ein siebenjähriges Mädchen wird auf einem Fussgängerstreifen erheblich verletzt und zwei Insassen der JVA Pöschwies attackieren sich mit teilweise spitzen Gegenständen: Der 22. September 2026 brachte mehrere folgenschwere Polizeimeldungen aus der Schweiz.
Auch ein grosser Betrugsfall mit 77 Verdächtigen und über 100’000 Franken Schaden sowie eine Frontalkollision mit vier Verletzten beschäftigen die Behörden. Polizei.news fasst fünf der brisantesten Meldungen des Tages zusammen.
(Kanton Luzern). Die Luzerner Polizei hat ihre offizielle Übersicht der aktuellen Tempomessungen angepasst. Neu wird eine semistationäre Geschwindigkeitsmessanlage an der Hauptstrasse in Reussbühl ausgewiesen.
Insgesamt sind auf der offiziellen Standortseite derzeit drei semistationäre Messanlagen veröffentlicht. Der beim vorherigen Abruf noch aufgeführte Standort an der Eschenbachstrasse in Rothenburg erscheint nicht mehr in der aktuellen Übersicht.
(Bülach ZH). Ende August nahm die Jugendfeuerwehr von Schutz & Rettung Zürich am Zürcher Jugend-Feuerwehr-Wettkampf in Bülach teil.
Die jungen Feuerwehrangehörigen hatten dabei sichtlich Freude und konnten ihr Können im kameradschaftlichen Wettbewerb zeigen.
(Siebnen SZ). Am Samstag begleitete die Kantonspolizei Schwyz den Alpabzug in Siebnen.
Die Einsatzkräfte unterstützten vor Ort, damit die Tiere und ihre Begleitpersonen ihre Reise sicher abschliessen konnten.
(Bern BE). Vier Haltekanten wurden bereits im Rahmen eines Pilotprojekts angepasst, nun folgt die nächste Etappe.
Ab dem 21. September werden sechs weitere Haltekanten bei den Haltestellen Bachmätteli, Breitfeld, Wylerbad und Hardegg Vidmar umgebaut.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.