Schweiz

Basel BS: Polizei entdeckt gestohlene E-Bikes – Lieferwagen mit gefälschten Kennzeichen

Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) haben kürzlich bei einer Zollkontrolle in Basel zehn vermutlich gestohlene E-Bikes gefunden. Die Fahrräder waren in einem Lieferwagen mit gefälschten Schweizer Kennzeichen.

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Kanton Luzern: Drei Raser mit bis zu 160 km/h gestoppt – Autos sichergestellt

Seit vergangenem Mittwoch hat die Luzerner Polizei drei Raser gestoppt. Die drei Autofahrer waren alle in 80er-Zonen mit massiv überhöhter Geschwindigkeit unterwegs.

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Schweiz: Cybersexualdelikte nehmen zu – immer mehr Fälle mit KI-Nacktbildern

Täglich gehen rund sieben Meldungen zu pädokriminellen Inhalten im Netz bei der Melde- und Beratungsstelle clickandstop.ch ein. Gleichzeitig nutzen täglich rund 190 Personen die Dienstleistungen von clickandstop.ch.

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Kanton BL: Polizei stoppt Raser und Poser – mehrere Fahrzeuge sichergestellt

Die Polizei Basel-Landschaft führte vom Karfreitag, 3. April bis Ostermontag, 6. April 2026, im gesamten Kantonsgebiet intensivierte Verkehrskontrollen durch. Ein Schwerpunkt lag dabei auf Geschwindigkeitsdelikten.

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Schweiz: TCS warnt vor Kindersitzen – schwere Sicherheitsmängel entdeckt (inklusive Videos)

Beim aktuellen Kindersitztest gibt der TCS Produktewarnungen zu zwei Kindersitzmodellen sowie sieben bauähnlichen Modellen ab. Die Problematik liegt in kopierten Modellen, die auf vorwiegend asiatischen Online-Portalen angeboten werden. Vom Kauf dieser Produkte wird dringend abgeraten.

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Wetter am Mittwoch, 08.04.2026: Sonnig und mild, bis 25 Grad, meist trocken

Ein umfangreiches Hochdruckgebiet bestimmt bis am Donnerstag das Wetter im Alpenraum. Mit nördlicher Höhenströmung gelangt dabei trockene und milde Luft zur Schweiz. Am Freitag zieht ein vor allem in höheren Luftschichten ausgeprägtes Tief von der Nordsee Richtung Balkan. Es steuert aus Nordwesten etwas weniger milde und vorübergehend auch feuchte Luft zur Alpennordseite.

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Gurtnellen/Wassen UR: Lawinengefahr gebannt – Kantonsstrasse wieder frei befahrbar

Die Kantonsstrasse zwischen Gurtnellen und Wassen ist ab heute Dienstag, 19:00 Uhr, wieder ohne Einschränkungen befahrbar. Wegen Lawinengefahr musste der Abschnitt Gurtnellen-Wassen über das Osterwochenende aus Sicherheitsgründen für mehrere Stunden pro Tag gesperrt werden.

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Caslano TI: 21-Jähriger nach Waldbränden festgenommen – Verdacht auf Brandstiftung

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei geben bekannt, dass am 3. April 2026 im Rahmen von Ermittlungen zur Aufklärung der Umstände und zur Identifizierung des Verursachers der Waldbrände vom 28. März 2026 in Caslano (Via Torrazza) und vom 30. März 2026 in Ponte Tresa (Via Ronchi) ein 21-jähriger italienischer Staatsbürger aus der Region Lugano festgenommen wurde. Die einstweilige Verfügung wurde inzwischen vom zuständigen Richter für Zwangsmassnahmen bestätigt.

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Zürich ZH: Lastwagen erfasst Fussgängerin – Frau (71) lebensbedrohlich verletzt

Am Dienstagnachmittag, 7. April 2026, kam es im Kreis 7 zu einer Kollision zwischen einem Lastwagen und einer Fussgängerin. Die Frau erlitt schwere Verletzungen. Die Stadtpolizei Zürich sucht Zeugen.

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Goldiwil BE: Tödlicher Unfall auf Biketrail – Mountainbiker stirbt nach Sturz

Am Montagnachmittag kam es auf einem Biketrail in Goldiwil zu einem Selbstunfall eines Mountainbikers. Die Person wurde dabei schwer verletzt und verstarb noch auf der Unfallstelle. Der Unfall wird untersucht.

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Oberkirch LU: Kollision zwischen Velo und Trottinett – Velofahrer (45) verletzt

Am Montagnachmittag (6. April 2026, ca. 15:45 Uhr) kam es auf der Bahnstrasse in Oberkirch zu einer Kollision zwischen einem Velofahrer und einem Trottinettfahrer. Der 45-jährige Velofahrer wurde dabei verletzt und vom Rettungsdienst 144 ins Spital gebracht.

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Kanton Zug: Polizei stoppt Tuning-Sünder und Raser – mehrere Autos sichergestellt

Über die vergangenen Ostertage haben Spezialisten der Verkehrspolizei fünf Fahrzeuge aus dem Verkehr genommen und sichergestellt, an denen die Lenkenden ein Software-Tuning am Steuergerät vorgenommen haben. Weiter wurden vier Fahrzeuglenkende gestoppt, die deutlich zu schnell unterwegs waren.

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Zürich ZH: Franzosen und Kongolese nach Einbruchversuch in Autohandel festgenommen

Am frühen Samstagmorgen, 4. April 2026, nahm die Stadtpolizei Zürich drei Männer nach einem Einbruchversuch in einen Autohandel im Kreis 12 fest. Kurz nach 4.30 Uhr erhielt die Stadtpolizei Zürich die Meldung, dass soeben bei einem Autohandel im Kreis 12 eine Scheibe eingeschlagen worden sei.

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Stadt St.Gallen SG: Feuer auf Balkon eines Mehrfamilienhauses – Schaden über 10'000 Fr.

In der Nacht von Sonntag auf Montag (06.04.2026) sind auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses an der Bruggwaldstrasse diverse Gegenstände in Brand geraten. Es entstand Sachschaden in der Höhe von mehreren tausend Franken.

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Schweizer Armee: Keine Belastung durch Munition in Seen – durch Monitoring bestätigt

Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS betreibt gemeinsam mit den betroffenen Kantonen zur versenkten Munition im Thunersee, Brienzersee und Vierwaldstättersee ein periodisches Explosivstoffmonitoring. Im Herbst 2024 und Winter 2025 wurden dazu erneut Seewasserproben entnommen.

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Sisikon UR: Heftiger Crash auf Axenstrasse – mehrere Verletzte nach Kollision

Gestern Sonntag, 6. April 2026, kurz vor 14.00 Uhr, wurde die Kantonspolizei Uri über einen Verkehrsunfall auf der Axenstrasse in Sisikon informiert. Gemäss ersten Erkenntnissen fuhr der Lenker eines Autos mit italienischen Kontrollschildern auf der Axenstrasse in Fahrtrichtung Süd.

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Wermatswil ZH: Töfffahrer prallt in Baum – mit Rega schwer verletzt ausgeflogen

Bei einem Selbstunfall hat sich am Dienstagvormittag (7.4.2026) in Wermatswil (Gemeinde Uster) ein Motorradfahrer schwer verletzt. Kurz nach 11 Uhr fuhr ein 24-jähriger Mann mit seinem Motorrad auf der Freudwilerstrasse in Richtung Uster.

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Luzern LU: Unfall auf A2 Richtung Süden – drei Personen nach Crash im Spital

Am Sonntag (5. April 2026, nach 12:30 Uhr) kam es auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süden zu einer Kollision zwischen zwei Autos. Drei Personen wurden vom Rettungsdienst 144 zur Kontrolle ins Spital gebracht.

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Kriens LU: 22-Jähriger verliert Kontrolle über Fahrzeug – Auto kracht in Hauswand

Am Sonntagabend (5. April 2026, nach 21:15 Uhr) ereignete sich auf der Obernauerstrasse in Kriens ein Verkehrsunfall. Ein 22-jähriger Autofahrer verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug, geriet damit ins Schleudern und prallte anschliessend gegen eine Hausmauer.

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Schweizerhalle BL: A2-Tunnel nachts gesperrt – Verkehr im Gegenverkehr geführt

Ab Mitte April 2026 werden im Tunnel Schweizerhalle die Querträger über der Fahrbahn in Richtung Luzern instandgesetzt. Im Vorfeld dieser Massnahme sind zusätzliche Markierungsarbeiten notwendig. Für diese Arbeiten muss der Tunnel in Fahrtrichtung Luzern für eine Nacht gesperrt werden.

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Zetzwil AG: Autofahrerin (71) stirbt nach Unfall – medizinischer Notfall vermutet

Oberhalb von Zetzwil kam eine Automobilistin am Ostermontag von der Strasse ab und fuhr unkontrolliert über die Wiese. Trotz Reanimation verstarb die Seniorin vor Ort. Dem Unfall dürfte eine medizinische Ursache zugrunde liegen.

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Küttigen AG: Massive Tempoverstösse – Polizei kassiert gleich fünf Führerausweise ein

Bei Geschwindigkeitskontrollen über Ostern stoppte die Kantonspolizei in Küttigen und Würenlos zehn Auto- und Motorradfahrer. Alle waren so schnell gefahren, dass ihnen der Führerausweisentzug droht. Fünf Lenker mussten ihren Ausweis auf der Stelle abgeben.

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Kanton Wallis: Air Zermatt und Air-Glaciers stark gefordert – über 120 Einsätze über Ostern

Intensives Osterwochenende für Air Zermatt und Air-Glaciers. Das schöne Wetter und die hervorragenden Bedingungen in den Skidestinationen haben am Osterwochenende zahlreiche Menschen auf die Pisten und in die Berge gelockt. Entsprechend stark gefordert waren die Rettungsteams der Air Zermatt und der Air-Glaciers. Von Karfreitag bis Ostermontag wurden die Walliser Flugretter zu insgesamt 121 Einsätzen mit dem Helikopter gerufen.

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Viamala GR: A13 nachts gesperrt – Bauarbeiten bis Juli sorgen für Umleitungen

Das Bundesamt für Strassen ASTRA teilt mit, dass die Nationalstrasse A13 entlang der Viamalaschlucht zwischen Zillis und Thusis vom Dienstag, 7. April, bis Freitag, 10. Juli 2026, wegen Instandhaltungsarbeiten an der Fahrbahn sowie an den Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen nächtlichen Sperrungen unterliegt. Die nächtlichen Sperrungen zwischen Zillis und Thusis erfolgen von Dienstag, 7. April, bis Freitag, 10. Juli 2026, zwischen 22.00 und 05.00 Uhr.

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Stadt Basel BS: Trams fallen 10 Wochen aus – Marktplatz wird komplett umgebaut

Ab Montag, 13. April 2026 erneuern die BVB, IWB und der Kanton die Tramhaltestelle Marktplatz und die darunter liegenden Leitungen. Ab den Schulsommerferien 2026 werden für rund zehn Wochen keine Trams zwischen Barfüsserplatz und Schifflände verkehren.

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Kreuzlingen TG: Zoll findet Drogenversteck im Auto – mehrere Kilo Kokain sichergestellt

Eine Patrouille des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) hat bei einer Zollkontrolle in Kreuzlingen in einem Fahrzeug ein eingebautes Versteck gefunden. Darin befanden sich vier Kilogramm Kokain. Der 38-jährige niederländische Fahrzeuglenker wurde für weitere Ermittlungen an die Kantonspolizei Thurgau übergeben.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.