Unbestimmte Verletzungen hat sich am Sonntag, 9. Juli 2023, der Lenker eines Motorrades bei einem Selbstunfall in Speicher zugezogen.
Ein 49-jähriger Lenker fuhr um 18.40 Uhr mit seinem Motorrad von Speicher kommend auf der Haldenstrasse in Richtung Speicherschwendi.
Unbestimmte Verletzungen hat sich am Sonntagmittag, 9. Juli 2023, der Lenker eines Motorrades mit Seitenwagen bei einem Selbstunfall in Gais zugezogen.
Ein 64-Jähriger lenkte um 11.45 Uhr sein Motorrad mit Seitenwagen vom Gäbris kommend auf der Nebenstrasse talwärts in Richtung Gais.
Am Mittwoch findet in Bern ein Konzert von Muse statt. Im Raum Wankdorf ist mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.
Besucherinnen und Besuchern wird empfohlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen und genügend Zeit einzurechnen.
Sexualisierte Gewalt bezeichnet jeden Übergriff auf die sexuelle Selbstbestimmung – und damit eine Missachtung der persönlichen Grenze der betroffenen Person. Dazu zählen sowohl körperliche sexuelle Übergriffe als auch alle Formen unerwünschter sexueller Kommunikation.
Dieser Blogbeitrag erzählt die Geschichte von Barbara, die Opfer einer Vergewaltigung wurde.
Am Freitag, 7. Juli 2023, führte die Kantonspolizei Uri vormittags auf der Oberalppassstrasse sowie nachmittags auf der Gotthardpassstrasse Geschwindigkeitskontrollen im Rahmen der polizeilichen Aktion „Feuerstuhl“ durch.
Am Vormittag passierte ein Sportwagen mit Kontrollschildern aus Grossbritannien die Messstelle mit 152 km/h anstelle der erlaubten 80 km/h.
Mitte Juni hat die Kantonspolizei Bern anlässlich einer Fahrzeugkontrolle in Oberdiessbach rund ein Kilogramm Kokain sichergestellt.
Der Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft. Weitere Ermittlungen sind im Gang.
Am vergangenen Sonntag musste die Wildhut einen kranken Wolf in einem Garten in Valens im Sarganserland erlösen.
Eine Einwohnerin im Dorf Valens im Taminatal meldete am Sonntag, 9. Juli 2023, der Kantonspolizei, dass sich in ihrem Garten ein Wolf befindet.
Am Wochenende von Freitag bis Sonntag, 07.-09.07.2023, führte die Kantonspolizei Glarus während rund 18 Stunden Geschwindigkeitskontrollen durch.
Dabei wurden auf dem ganzen Kantonsgebiet innerorts und ausserorts Messungen durchgeführt.
Ab Donnerstag (10.08.2023), werden die Polizeistation Gossau und Teile des Gefängnisses renoviert und erweitert.
Während rund drei Monaten werden die Mitarbeitenden aus Gossau in Flawil arbeiten und von dort aus die Gemeinden der Polizeistation Gossau betreuen und die polizeiliche Grundversorgung sicherstellen.
Am Sonntag (09.07.2023), kurz vor 17:15 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung von einem Brand auf dem Areal eines Recyclinghofs an der Floozstrasse erhalten.
Aus bislang unbekannten Gründen war ein Sperrguthaufen in Brand geraten und griff auf eine Mulde und drei Fahrzeuge über. Es entstand Sachschaden.
Hohe Temperaturen sind eine Belastung für den Körper und können für Personen, die im Freien arbeiten, gefährlich sein.
Eine statistische Analyse zeigt, dass sich an Tagen mit Temperaturen über 30°C sieben Prozent mehr Unfälle ereignen als an anderen Sommertagen.
Am Sonntag musste in Sirnach ein fahrunfähiger Autofahrer seinen Führerausweis abgeben.
Im Fahrzeug wurde zudem eine geringe Menge Betäubungsmittel gefunden.
Die aktuell hohen Temperaturen führen schnell zu Hitze im Auto, was für Mensch und Tier lebensgefährlich sein kann. In der prallen Sonne heizt sich ein Auto sehr schnell auf bis zu 80 Grad auf.
Der TCS gibt Tipps rund um das Thema Hitze und Auto für Verbrenner und E-Fahrzeuge.
In der Nacht auf Montag brannte es auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses in Wohlen. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden. Die Liegenschaft musste kurzzeitig evakuiert werden.
Es gab keine Verletzten.
Beim Dachstockbrand eines unbewohnten Einfamilienhauses ist am Sonntagabend (09.07.2023) in Stäfa ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken entstanden.
Verletzt worden ist niemand.
Am Sonntagnachmitag, 9. Juli 2023, gegen 12.45 Uhr, verunfallte ein Gleitschirmflieger auf der Rigi Kulm kurz nach dem Start.
Der 35-Jährige geriet aus bislang ungeklärten Gründen kurz nach dem Start in Not und stürzte ab.
Am Samstag (08.07.2023), um 21:30 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung erhalten, dass an der Oberen Bahnhofstrasse, vor dem Cinewil, eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern im Gang sei.
Die ausgerückte Patrouille traf auf einen verletzten Mann. Im Zuge der Ermittlungen wurden zwei weitere beteiligte Männer ausfindig gemacht. Alle drei wurden festgenommen.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Wochenende (07.–09.07.2023) am Rand des "Züri Fäschts" mehrere Personen festgenommen.
Die mutmasslichen Straftäter begingen vorwiegend Vermögensdelikte oder verstiessen gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz.
Am Sonntagmittag, ca. 13.20 Uhr, ereignete sich in der Dorfmitte von Mitlödi ein Verkehrsunfall zwischen einem Radfahrer und einem Personenwagen.
Der 54-jährige Radfahrer sowie die Personenwagenlenkerin fuhren auf der Hauptstrasse Richtung Schwanden.
Am Samstagabend, ca. 18.00 Uhr, fuhr ein 32-jähriger Personenwagenlenker mit einem Beifahrer auf der Strecke Filzbach Richtung Mollis und verlor aufgrund überhöhter Geschwindigkeit auf der Kerenzerbergstrasse oberhalb Mollis die Beherrschung über sein Fahrzeug.
Das Fahrzeug kam auf einer Länge von ca. 180 Metern zuerst ins Schleudern, kollidierte mit der linkseitigen Mauer, drehte sich um die eigene Achse, prallte rückwärts in eine Stützmauer und kam auf der linken Fahrzeugseite liegend zum Stillstand.
Am Samstagabend hat in Biel ein Unbekannter eine Mitarbeiterin eines Kinos mit einem gefährlichen Gegenstand bedroht und die Herausgabe von Bargeld gefordert.
Die Frau wurde leicht verletzt. Der Täter flüchtete ohne Beute. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen aufgenommen.
Eine alkoholisierte Autofahrerin verursachte am Samstag in Kreuzlingen einen Selbstunfall. Verletzt wurde niemand.
Die 36-Jährige musste ihren Führerausweis abgeben.
Das Openair Frauenfeld verlief aus Sicht der Kantonspolizei Thurgau verhältnismässig ruhig und mehrheitlich friedlich.
Die meisten Meldungen gingen wegen Vermögensdelikten ein.
Am Samstag, 8. Juli 2023, gegen 13:30 Uhr, fuhr eine 60-jährige Personenwagenlenkerin von Urigen herkommend in Richtung Spiringen.
Vermutlich aufgrund eines Sekundenschlafes geriet sie von der Strasse ab und kollidierte frontal mit der rechtsseitigen Leitplanke.
Am Samstag, 8. Juli 2023, besuchten deutlich mehr Besucher/innen das Züri Fäscht als am Freitag. Rund um das erste Feuerwerk wurden daher vereinzelt geplante Personenumlenkungsmassnahmen und Sperrungen wegen des hohen Personenandrangs vorgenommen.
Bei hohen Temperaturen strömten erneut mehrere hunderttausend Personen, deutlich mehr als am Freitagabend, an das Züri Fäscht.
Am Samstag, 8. Juli 2023, kam es im Appenzeller Mittelland zu zwei Selbstunfällen mit E-Bikes.
Zwei Personen mussten mit mittelschweren Verletzungen ins Spital überführt werden.
Am Samstagnachmittag ist es auf der Voa Principala in Lenzerheide zu einer heftigen Kollision zweier Fahrzeuge gekommen.
Beide Lenker erlitten leichte Schürfungen und Prellungen.
Am Sonntag (09.07.2023), um 00:45 Uhr, ist auf der Wilenstrasse ein Auto in eine Beton-Signalisation geprallt. Der vorerst unbekannte Fahrer entfernte sich anschliessend mit seinem Auto, ohne sich um die Schadenregulierung zu kümmern.
Er konnte kurze Zeit später angetroffen und als fahrunfähig eingestuft werden. Der entstandene Sachschaden wird auf mehrere hundert Franken geschätzt.
Am Sonntag (09.07.2023), um 00:15 Uhr, ist es auf der Poststrasse zu einem Auffahrunfall zwischen zwei Autos gekommen.
Ein 27-jähriger Autofahrer war dabei alkoholisiert. Verletzt wurde niemand.
Am Samstag (08.07.2023), um 23:40 Uhr, ist auf der Seestrasse ein Auto in einen Betonsockel einer Parkuhr geprallt. Ohne sich um den Schaden zu kümmern, setzte der 54-jährige Autofahrer seine Fahrt fort.
Er konnte kurze Zeit später angetroffen und als fahrunfähig eingestuft werden.
Am Samstag (08.07.2023), um 20:30 Uhr, ist es auf der Hauptstrasse zu einer Kollision zwischen drei Autos gekommen. Ein 49-jähriger Mann war dabei fahrunfähig unterwegs.
Verletzt wurde niemand, jedoch entstand hoher Sachschaden.
Am Samstag (08.07.2023), kurz nach 18:15 Uhr, ist es auf der Junkersbühlstrasse zu einer Streifkollision zwischen zwei Autos gekommen.
Dabei musste festgestellt werden, dass ein 37-jähriger Mann in fahrunfähigem Zustand unterwegs war.
Ein Unbekannter hat am Samstagmorgen einen Tankstellenshop in Biel überfallen. Er bedrohte eine Angestellte mit einem Gegenstand und flüchtete zu Fuss mit der Beute.
Im Rahmen der Ermittlungen konnte ein mutmasslicher Täter identifiziert und in der Folge angehalten und festgenommen werden.
Am Samstagabend, 8. Juli 2023, kam es im Kreis 4 zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Dabei wurde einer der beiden mit einer Stichwaffe verletzt.
Der mutmassliche Täter wurde festgenommen. Die Polizei sucht Zeug/innen.
Am Samstag (08.07.2023) hielt die Stadtpolizei St.Gallen zwei Autofahrer zur Kontrolle an. Bei beiden war die Sicht auf die rechte Seitenscheibe sowie den Aussenspiegel durch Möbel eingeschränkt.
Die Gegenstände mussten umgeladen werden. Die Fahrzeuglenker werden angezeigt.
Am Samstagabend, 08.07.2023, hat auf dem Parkplatz Dreispitz in Schaffhau-sen der Führerraum eines Lieferwagens Feuer gefangen.
Verletzt wurde niemand.
Am Samstagabend ist in einem Mehrfamilienhaus in Münchenbuchsee ein Brand ausgebrochen. Eine Person wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar.
Zur Brandursache wurde eine Untersuchung eingeleitet.
Bei einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Motorrad ist der Zweiradlenker am Samstagmittag (08.07.2023) in Brütten schwer verletzt worden.
Kurz vor 12.30 Uhr war eine 79-jährige Automobilistin auf der Tüfistrasse Richtung Effretikon unterwegs.
Am Freitag, 07. Juli 2023, ca 15.30 Uhr, wollte eine Fahrzeuglenkerin in Näfels vom Europaweg nach links in die Hauptstrasse einbiegen und kollidierte bei diesem Manöver mit einem auf der Hauptstrassse fahrenden, vortrittsberechtigten Personenwagen.
Verletzt wurde niemand, jedoch entstand an beiden Fahrzeugen erheblicher Sachschaden.
Am Samstagmorgen, 08. Juli 2023, kurz nach 08.00 Uhr, kam es im Einmündungsgebiet Stephan Gschwind-Strasse/Hauptstrasse in Oberwil BL zu einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Lieferwagen.
Eine Person wurde dabei leicht verletzt.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.