Schweiz

Bellach SO: Zeugenaufruf – Vortrittsrecht im „Tell-Kreisel“ missachtet

Weil ein derzeit unbekannter Automobilist bzw. eine unbekannte Automobilistin am Dienstagnachmittag, 13. Juni 2023, im „Tell-Kreisel“ in Bellach das Vortrittsrecht missachtete, musste eine Motorradlenkerin eine Vollbremsung einleiten und stürzte. Ohne sich um die verletzte Frau zu kümmern, fuhr der Autolenker bzw. die Autolenkerin in Richtung Solothurn davon.

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Kanton Schaffhausen: Verkehrskontroll-Aktion der Polizei

Von Mitte Mai (15.05.2023) bis Mitte Juni (11.06.2023) führte die Schaffhauser Polizei im Rahmen einer Aktion des Ostschweizer Polizeikonkordats im Kanton Schaffhausen Verkehrskontrollen mit Fokus Technik und Ladungssicherung durch. Dabei konnten mehrere Mängel festgestellt werden. 13 Personen müssen sich aufgrund der vorgefundenen Mängel bzw. unkorrekter Ladungssicherung vor der Staatsanwaltschaft des Kanton Schaffhausen verantworten.

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Stadt Schaffhausen SH: Fieser Trickbetrug an Seniorin - Warnung

Am Montagnachmittag (12.06.2023) wurde eine ältere Frau Opfer eines Trickbetruges. Dabei wurden ihr Schmuck und Geld im Wert von mehreren Tausendfranken entwendet. Die Schaffhauser Polizei bittet darum, insbesondere Seniorinnen und Senioren über diese Masche zu informieren, da diese gezielt von den Betrügern angesprochen werden.

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Stadt Bern BE: Verkehrseinschränkungen anlässlich Kundgebung

Am Mittwoch findet in Bern der feministische Streik statt, an dem eine hohe Anzahl Teilnehmende erwartet wird. Im Zusammenhang mit der bewilligten Kundgebung werden mehrere Strassen gesperrt sein. In der Innenstadt ist mit grösseren Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Am Mittwoch, 14. Juni 2023, findet der feministische Streik in Bern statt. Die Kantonspolizei Bern steht anlässlich der bewilligten Kundgebung zur Gewährleistung der Sicherheit mit einem entsprechenden Dispositiv im Einsatz. Es wird eine hohe Zahl an Teilnehmenden erwartet. Diese werden sich voraussichtlich um 17.30 Uhr bei der Schützenmatte versammeln und gegen 18.00 Uhr zum Bundesplatz marschieren, wo eine Platzkundgebung folgen wird.

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Boll BE: Autoraser konnte identifiziert werden

Die Polizei im Kanton Bern kümmert sich um einen reibungslosen Ablauf im Verkehr. (Bildquelle: Kapo Bern)

Ende März wurde ein Auto in Boll von einem Geschwindigkeitsmessgerät mit 107 km/h bei einer erlaubten Geschwindigkeit von 50 km/h erfasst. Nun konnte der mutmassliche Lenker des Fahrzeugs ermittelt werden. Er wird sich vor der Justiz zu verantworten haben. Am Samstag, 25. März 2023, wurden durch die Kantonspolizei Bern auf der Lindentalstrasse zwischen Boll und Lindental (Gemeinde Vechigen), Geschwindigkeitsmessungen gemacht. Kurz nach 18.00 Uhr, wurde ein Auto, welches von Boll in Richtung Lindenthal unterwegs gewesen war, mit einer Geschwindigkeit von 107 km/h nach Abzug der gesetzlichen Toleranz, erfasst. Erlaubt sind auf dem betreffenden Strassenabschnitt 50 km/h.

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Altenrhein SG: 14-jähriger Junge im Bodensee vermisst (Update 3)

Am Sonntag (11.06.2023), kurz vor 18:30 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung erhalten, dass auf dem Bodensee vor Altenrhein, in der Nähe des Seezeichens 1, ein 14-jähriger Junge vermisst werde [Polizei.news berichtete hier, hier und hier]. Die Kantonspolizei St.Gallen berichtete drei Mal darüber. Die Suche nach ihm dauert an und wird auch morgen fortgesetzt. Heute Dienstag standen verschiedenste Organisationen im Einsatz.

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Kanton Basel-Stadt: Festnahme nach versuchtem Betrug – Warnung

Am Montag, 12. Juni 2023, kurz vor 19.30 Uhr, hat die Kantonspolizei Basel-Stadt einen mutmasslichen Betrüger angehalten und im Auftrag der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt festgenommen. Dem 35-Jährigen hätte nach einem so genannten „Schocktelefon“ – eine der Maschen der Telefonbetrüge – Geld übergeben werden sollen. Die Staatsanwaltschaft wird dem Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft beantragen.

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Stadt Luzern LU: Mehrere Abfalleimer angezündet – Zeugen gesucht

In der Stadt Luzern hat in der Nacht auf Dienstag eine unbekannte Täterschaft mehrere Abfalleimer angezündet sowie einen Kartonstapel und mehrere Abfallsäcke in Brand gesteckt. Die Brände konnten rasch gelöscht werden. Verletzt wurde niemand. Die Luzerner Polizei sucht Zeugen.

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Oberägeri ZG: Mann (81) nach Sturz erheblich verletzt

Bei der Schiffstation Naas in Oberägeri ist ein 81-jähriger Mann eine Böschung hinuntergestürzt. Er wurde durch die Rega ins Spital eingeliefert. Der Selbstunfall ereignete sich am Dienstagvormittag (13. Juni 2023), um 11:15 Uhr, bei der Schiffstation Naas in Oberägeri. Ein 81-jähriger Mann stieg von seinem Fahrrad, verlor das Gleichgewicht und fiel am Ufer des Ägerisees eine Böschung hinunter. Bei dem Sturz auf den Kiesstrand zog er sich erhebliche Verletzungen zu.

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Teufen AR: Radfahrerprüfung - 39 vorzügliche & 11 ungenügende Leistungen

Die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler der Primarschulen im Appenzeller Mittelland sind am Dienstagmorgen, 13 Juni 2023 in Teufen zur Radfahrerprüfung angetreten. Sie haben mit ihrer Fahrt durch das Dorf in Teufen eine der durch die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden organisierten Fahrradprüfungen abgelegt.

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Adetswil ZH: Brand in Mehrfamilienhaus verursacht hohen Sachschaden

Beim Brand eines Dachstockes eines Mehrfamilienhauses ist am Montagvormittag (12.06.2023) in Adetswil (Gemeindegebiet Bäretswil) ein Sachschaden in der Höhe von mehreren hunderttausend Franken entstanden. Verletzt wurde niemand. Kurz vor 11.30 Uhr ging bei der Einsatzzentrale von Schutz & Rettung Zürich die Meldung ein, dass in einem Dachstock eines Wohnhauses, an welchem Renovationsarbeiten ausgeführt wurden, ein Feuer ausgebrochen sei. Die sofort ausgerückten Einsatzkräfte brachten den Brand rasch unter Kontrolle. Zwei Bauarbeiter wurden durch medizinisches Fachpersonal wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung überprüft. Es wurde niemand verletzt.

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Pratteln BL / A2: Tankcontainer verliert Essigsäure – Autobahn komplett gesperrt

Am Dienstagmorgen, 13. Juni 2023, kurz nach 08.00 Uhr, kam es auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Basel zu einem Zwischenfall. Dabei verlor ein Sattelmotorfahrzeug mit einem Tankcontainer eine unbestimmte Menge Essigsäure. Während der Ereignisbewältigung musste die Autobahn A2 in Richtung Basel komplett gesperrt werden.

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Kantonspolizei Basel-Stadt informierte über Prävention, Polizei und Polizeiberuf

Am Samstag feierte das Burggarten-Schulhaus sein 10-jähriges Bestehen. Unsere Kolleginnen und Kollegen von der Verkehrsprävention, von der Jugend- und Präventionspolizei sowie von der Prävention gegen Gewalt waren vor Ort und informierten die jüngeren und älteren Festbesucher über allerlei Wissenswertes zum Thema Prävention, Polizei und Polizeiberuf.

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Safenwil AG / A1: Nickerchen am Steuer mit Folgen

Weil der Lenker am Steuer einnickte, prallte ein mit fünf Personen besetzter Wagen gegen die Leitplanke und landete auf der Seite. Ein Beteiligter wurde leicht verletzt. Der Unfall ereignete sich am Montag, 12. Juni 2023, um 18.30 Uhr auf der A1 auf Höhe Safenwil. Ein mit fünf Männern besetzter Toyota Hiace war in Richtung Bern unterwegs, als der Lenker am Steuer einnickte. Der Wagen kam rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Leitplanke. Dadurch kippte er und kam auf der Seite liegend auf dem Pannenstreifen zum Stillstand.

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Diepoldsau SG: Brand in Wohnung ausgebrochen – Frau leicht verletzt

Am Dienstag (13.06.2023), kurz nach 10:45 Uhr, wurde der Kantonalen Notrufzentrale St.Gallen ein Brand in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Dammstrasse gemeldet. Die Brandursache ist Gegenstand aktueller Untersuchungen. Eine Frau erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung, musste aber nicht in Spitalpflege. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf über 100'000 Franken.

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Kapo Wallis: Europäisches Unfallprotokoll – praktische Gebrauchsanleitung

Wenn sich auf öffentlichen Strassen Unfälle mit Sachschaden ereignen und keine Personen verletzt werden, ist ein Polizeieinsatz nicht zwingend erforderlich. Das Ausfüllen eines Unfallprotokolls stellt für viele Verkehrsteilnehmer jedoch eine Herausforderung dar. Aus diesem Grund hat die Kantonspolizei beschlossen, eine digitale Gebrauchsanleitung für die Erstellung eines europäischen Unfallprotokolls zu verfassen.

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Wienacht-Tobel AR: Fahrzeugführer (20) massiv zu schnell unterwegs

Am Montagnachmittag, 12. Juni 2023, hat ein Autofahrer eine Kontrollstelle der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden mit einer massiven Geschwindigkeitsüberschreitung passiert. Der verantwortliche Lenker, welcher nicht im Besitz eines Führerausweises war, konnte durch die Polizei ermittelt werden.

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Kapo Freiburg: Eine Frage an die Kapo? Wählen Sie die Nummer 026 347 01 17

Am Dienstag, 13. Juni 2023, ändert die Einsatz- und Alarmzentrale der Kantonspolizei Freiburg ihre Telefonnummer für allgemeine Anfragen. Die Nummern für Notrufe bleiben hingegen unverändert: 117 Notfall Polizei / 118 Notfall Feuerwehr / 144 Notfall Ambulanz / 112 allgemeine Notrufnummer in der Schweiz und in Europa. Am Dienstag, 13. Juni 2023, wird die Bevölkerung gebeten, die neue Telefonnummer 026 347 01 17 für allgemeine Anfragen oder Informationen bei der Kantonspolizei Freiburg zu wählen. Wer die alte Nummer wählt, wird von einem Anrufbeantworter darüber informiert, dass die Nummer geändert wurde.

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Baar ZG: Grill geht in Flammen auf – erheblicher Sachschaden

Am Montagabend (12. Juni 2023) ist auf einem Gartensitzplatz eines Mehrfamilienhauses ein Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist erheblich. Kurz vor 20:00 Uhr erreichte die Einsatzleitzentrale der Zuger Polizei ein Notruf, dass es auf einem Gartensitzplatz eines Mehrfamilienhauses an der Deinikonerstrasse in Baar brenne.

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Unterenfelden AG: Wer fuhr trotz roter Ampel? Zeugen gesucht

Vor einigen Tagen stiessen auf einer Kreuzung in Unterentfelden zwei Autos zusammen. Weil immer noch unklar ist, wer trotz roter Ampel gefahren war, sucht die Polizei Augenzeugen. Der Unfall ereignete sich am Pfingstsamstag, 27. Mai 2023, um 15.30 Uhr auf der Hauptstrasse in Unterentfelden. Dabei fuhr ein grauer Honda CR-V von Aarau kommend in Richtung Oberentfelden.

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Kanton Uri: Verkehrsbehinderungen wegen der Tour de Suisse

Am kommenden Donnerstag, 15. Juni 2023, führt die fünfte Etappe der Tour de Suisse von Fiesch über den Furkapass, Andermatt und über den Oberalppass in Richtung des Etappenziels La Punt. Damit die Tour de Suisse für die Radrennfahrer, aber auch für die übrigen Verkehrsteilnehmenden und Zuschauerinnen und Zuschauer gefahrlos durchgeführt werden kann, muss zwischen 11.15 und 13.15 Uhr mit Verkehrsbehinderungen sowie kurzzeitigen Sperrungen im Bereich Furkapass, Realp, Hospental, Andermatt, Oberalppass gerechnet werden.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.