Ab Dienstag, dem 3. Januar 2023 und während der Winterzeit führen die Kantonspolizei und die Waadtländer Gemeindepolizeien eine Verkehrspräventionskampagne durch, um den Verkehrsteilnehmern bewusst zu machen, wie wichtig es ist, mit einem Fahrzeug in perfektem Wartungszustand (Fenster, Beleuchtung, freie Nummernschilder und angemessene Ausrüstung) unterwegs zu sein.
Die Polizei betont die Sicherheitshinweise für den Winter, um Verkehrsunfälle zu verhindern.
Am Montag, den 2. Januar 2023, gegen 18.00 Uhr, entdeckte eine gemischte Patrouille (GDM - PRM) ein Fahrzeug, das andere Autofahrer gefährdete, und versuchte, es anzuhalten.
Das verdächtige Fahrzeug weigerte sich, den Aufforderungen der Polizei Folge zu leisten, woraufhin es zu einer Verfolgungsjagd kam. Der Flüchtende wurde bei der Autobahnausfahrt Lausanne-Maladière gestoppt. Dort verlor der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug und fuhr in den Kreisverkehr, wo er festgenommen wurde.
Am Montag, 2. Januar 2023, kurz vor 17.15 Uhr, wurde an der Bahnhofstrasse in Aesch BL einem Fussgänger die Halskette entrissen. Die beiden Täter entfernten sich in Richtung Bahnhof. Das Opfer wurde leicht am Hals verletzt.
Die Polizei sucht Zeugen.
Auf der Solothurnstrasse in Luterbach wurde am Montagnachmittag ein schwarzes Auto mit überhöhter Geschwindigkeit festgestellt.
Die Polizei sucht Personen, die Angaben zu Fahrweise und Fahrzeuginsassen machen können.
In Chur ist es am Montag zu einem Arbeitsunfall gekommen. Eine Frau wurde verletzt.
Eine 52-jährige Arbeiterin war am Montagvormittag zirka 11 Uhr mit demontieren von Werbetafeln in einem Verkaufsgeschäft beschäftigt.
Am Montag (02.01.2023), kurz vor 23:15, hat ein 30-jähriger Mann mit seinem Auto auf der Autobahn A1 einen Selbstunfall verursacht und anschliessend die Autobahn als Geisterfahrer verlassen. Er wurde als fahrunfähig eingestuft.
Es entstand Sachschaden im Wert von mehreren tausend Franken. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.
Am Montag (02.01.2023), um 15:30 Uhr, ist es auf der Bennenmosstrasse zu einem Zusammenprall zwischen einem Motorrad und einer Hirschkuh gekommen.
Ein 67-jähriger Motorradfahrer wurde dabei unbestimmt verletzt und musste von der Rega ins Spital geflogen werden. Die Hirschkuh erlag auf der Unfallstelle ihren Verletzungen.
Am Montag (02.01.2023), kurz nach 15:40 Uhr, ist eine 78-jährige Frau mit ihrem Auto auf der Kirchstrasse in einen Pfosten geprallt.
Sie wurde als fahrunfähig eingestuft.
Am Montag (02.01.2023), um 19:25 Uhr, ist eine 16-jährige Jugendliche auf der Eichbergstrasse mit dem Motorrad gestürzt.
Dabei wurde sie leicht verletzt und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Am frühen Montagmorgen wurden zwei Personen beobachtet, welche versuchten parkierte Autos zu öffnen.
Die beiden Männer konnten in der Folge angehalten werden. Sie wurden vorläufig festgenommen.
Anfangs Dezember brannte im Sonnenbergtunnel in der Stadt Luzern ein Autotransporter.
Das Feuer ist wegen einer technischen Ursache im Bereich der Bremsen ausgebrochen.
Ein Neulenker verlor auf einer Nebenstrasse im Wald die Kontrolle über seinen Wagen. Dieser überschlug sich und blieb auf der Seite liegen.
Verletzte wurde niemand.
Die Air Zermatt hat intensive Tage hinter sich. Über Weihnachten und Neujahr standen die Rettungscrews im Dauereinsatz. Teilweise standen vier Rettungshelikopter der Air Zermatt gleichzeitig in der Luft. Doch nicht nur die Festtage waren intensiv.
Das Unternehmen flog im vergangenen Jahr so viele Rettungen wie noch nie.
Ab heute werden wir im ganzen Kantonsgebiet zusätzliche Patrouillen einsetzen und so im Ereignisfall flächendeckend rascher Hilfe anbieten können.
Dafür werden Anpassungen bei den Dienstzeiten der Polizistinnen und Polizisten sowie bei den Öffnungszeiten der Polizeiposten vorgenommen.
Am Montag, 2. Januar 2023, kurz vor 14.00 Uhr, ereignete sich auf dem Eselweg in Rümlingen BL ein Selbstunfall mit einem Feuerwehr-Fahrzeug.
Der Lenker verstarb kurze Zeit später im Spital.
Am Montagabend, 02. Januar 2023, kurz nach 21.15 Uhr, kam es in einem Baustellenwagen, welcher auf dem Areal eines Schulhauses am Birsackerweg in Grellingen BL stand, zu einem Brandausbruch.
Personen wurden keine verletzt.
Am Montag, den 2. Januar 2023, gegen 18:40 Uhr, ereignete sich zwischen den Ortschaften Courroux und Vicques auf der Höhe der Kreuzung Rue du 23 Juin Rue de la Ribe ein Verkehrsunfall.
Ein Autofahrer, der von der Rue de la Ribe in Richtung Vicques fuhr, übersah ein zweites Fahrzeug, das aus der letztgenannten Ortschaft kam. Trotz eines Ausweichversuchs kam es zu einem Zusammenstoss.
Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei geben bekannt, dass am 30.12.2022 ein 39-jähriger albanischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Montenegro festgenommen wurde, nachdem die Ermittlungen zu seiner Identifizierung geführt hatten.
Der Mann, gegen den ein internationaler Haftbefehl der Tessiner Justiz vorlag, wurde im Oktober von den montenegrinischen Behörden festgenommen und dann an die Schweiz ausgeliefert.
Am Montag, 2. Januar um 10:20 Uhr fuhr ein Auto, das von einem 47-jährigen Einwohner von Neuenburg gesteuert wurde, auf der AR A5 in Richtung Neuenburg.
Kurz nach der Autobahneinfahrt Vaumarcus fuhr er auf das Trottoir auf der linken Strassenseite, prallte gegen eine Trennmauer und kam weiter hinten auf dem Pannenstreifen zum Stillstand.
Auch heute hielt der Zustrom von sehr milder Luft aus Südwesten an. Bereits die Nacht auf heute war es in den Föhntälern und in Teilen des Juras sehr mild.
Im Laufe des Tages stiegen die Temperaturen weiter an und erreichten lokal 19 Grad.
Am Freitagnachmittag (30.12.2022) meldete eine Frau, dass in der Stadt Schaffhausen das Mobiltelefon ihres Vaters in den Rhein gefallen sei.
Durch die ausgerückten Polizisten konnte das Mobiltelefon in der Folge aus dem Rhein geborgen werden.
Im Vergleich zu den eher ruhigen Weihnachtstagen war die Rega über das verlängerte Neujahrs-Wochenende mehr gefordert.
Vom 30. Dezember 2022 bis und mit 2. Januar 2023 standen die Rega-Crews über 170 Mal im Einsatz, davon über 60 Mal bei Nacht oder bei schwierigen Sichtverhältnissen.
Am Sonntag (01.01.2023), um 15:40 Uhr, ist ein 68-jähriger Mann mit seinem E-Bike in den Littenbach gefallen. Er konnte durch Passanten und Angehörige der Feuerwehr aus dem Wasser gezogen werden.
Der Mann musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
In der Zeit zwischen Donnerstag, 29. Dezember 2022 bis Sonntag, 1. Januar 2023, sind bei der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden mehrere Meldungen über Einbruchdiebstähle in Herisau und Heiden eingegangen.
Während der Abwesenheit der Besitzer verschaffte sich in Heiden eine unbekannte Täterschaft zwischen Donnerstag, 29. Dezember und Samstag, 31. Dezember 2022, gewaltsam Zutritt über ein Fenster in ein Einfamilienhaus.
Am Sonntag, 02.01.2023, ca. 12.50 Uhr, ereignete sich auf der Sernftalstrasse in Schwanden ein Verkehrsunfall mit Sachschadenfolge.
Eine 55-jährige Lenkerin fuhr auf der Plattenaustrasse in Schwanden in Richtung Sernftalstrasse. An der Kreuzung zur Sernftalstrasse beabsichtigte sie, nach links in Richtung Bahnhof Schwanden abzubiegen.
Nach Meldungen aus der Bevölkerung über verdächtiges Verhalten konnte die Kantonspolizei Solothurn am Sonntag zwei Männer anhalten und festnehmen.
In Oberbuchsiten ging es um einen Diebstahl aus einem Auto, in Olten um einen Einbruch.
In der Nacht auf Montag, 2. Januar 2023, ist in Herisau eine Matratze wegen einer brennenden Zigarette in Brand geraten.
Eine Person musste mit der Ambulanz in Spitalpflege gebracht werden.
Am Samstagnachmittag, 31. Dezember 2022, ist es in Wolfhalden zu einem Selbstunfall eines E-Bike Fahrers gekommen.
Der Mann hatte offensichtlich während der Fahrt ein gesundheitliches Problem erlitten und ist noch auf der Unfallstelle verstorben.
Der Jahreswechsel ist aus Sicht der Kantonspolizei Thurgau ohne grössere Zwischenfälle verlaufen. Vereinzelt kam es zu Bränden oder Sachschäden durch missbräuchliche Verwendung von Feuerwerk.
Von Samstagabend bis Sonntagmorgen gingen bei der Kantonalen Notrufzentrale rund 20 Meldungen über Ruhestörungen, Sachbeschädigungen oder Unfug durch Missbrauch von Feuerwerk ein. In Frauenfeld, Weinfelden, Amriswil, Diessenhofen und Kreuzlingen mussten die Feuerwehren Brände in Unterflurcontainern löschen.
Eine fahrunfähige Autofahrerin verursachte am Freitagabend in Weinfelden einen Selbstunfall.
Die Frau musste sich einer Blutprobe unterziehen und ihren Führerausweis abgeben.
Die Kantonspolizei Thurgau hat am Freitagabend in Frauenfeld einen alkoholisierten Autofahrer aus dem Verkehr gezogen.
Der Mann musste seinen Führerausweis abgeben.
Beim Zusammenstoss mit einem Auto wurde am Samstagvormittag in Roggwil ein Velofahrer verletzt und musste ins Spital gebracht werden.
Gegen 11.20 Uhr bog ein 75-jähriger Autofahrer von der Hubgasse nach links in die St. Gallerstrasse ein.
Am Sonntagnachmittag sind zwei Autos auf der Autobahn A8 in Leissigen frontal miteinander kollidiert. Dabei wurden vier Personen verletzt, drei davon schwer. Sie wurden mit Rettungshelikoptern und Ambulanzen ins Spital gebracht.
Ermittlungen zum Unfallhergang sind im Gange.
Am Sonntagnachmittag hat sich in Gunten ein Verkehrsunfall ereignet. Bei einer Frontalkollision von zwei Autos wurden sechs Personen verletzt, drei davon schwer.
Die Verletzten wurden mit zwei Regahelikoptern und zwei Ambulanzen ins Spital gebracht.
Um Mitternacht hat Marius Weyermann das Kommando der Kantonspolizei Zürich übernommen.
Er trat damit die Nachfolge des in den Ruhestand getretenen Bruno Keller an. In einem kleinen feierlichen Akt in der Einsatzzentrale in Zürich überreichte der Sicherheitsdirektor Mario Fehr die neuen Gradabzeichen dem Kommandanten.
Am 01.01.2023, nach 16.30 Uhr, kam es am Eisenbahnweg bei der Grenzacher-Promenade zu einem Brandfall in einem Einfamilienhaus.
Es wurde niemand verletzt.
An diesem Neujahrstag gab es einige Temperaturrekorde. Darunter wies eine Station einen ganz speziellen Temperaturverlauf auf.
Wir schauen uns das Ganze im Detail an.
In der Silvesternacht sind aus dem Kantonsgebiet rund 30 Meldungen im Zusammenhang mit Feuerwerk eingegangen. Zudem wurden über 20 Meldungen wegen Streitereien und ebenso viele wegen Ruhestörung verzeichnet.
In einzelnen Fällen wurden Personen verletzt. Ermittlungen dazu sind im Gange.
Am Sonntag (01.01.2023), kurz vor 13:40 Uhr, ist auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses an der Badstrasse ein Brand entdeckt worden.
Er griff auf den Dachstock über. Es entstand Sachschaden von rund 100'000 Franken.
In der Neujahrsnacht wurde die Kantonspolizei über eine illegale Rave Party in einem Wald in Bulle informiert. Der Oberamtmann des Greyerzerbezirks ordnete die Beendigung der Veranstaltung an. Der Organisator wurde identifiziert und wird angezeigt. Die Polizeiintervention verlief friedlich.
Am Samstag, 31. Dezember 2022, gegen 21:30 Uhr, wurde die Kantonspolizei über eine Rave Party, welche in Bulle in einer Waldlichtung namens "Grande Cithard" stattfand, informiert.
Am Sonntag, 01.01.2023, ca. 09.00 Uhr, ereignete sich auf der Kantonsstrasse in Netstal, Fahrtrichtung Glarus, ein Selbstunfall mit einem Personenwagen.
Ein 18-jähriger Lenker kam eingangs Netstal wegen eines Sekundenschlafs mit hohem Tempo von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Kandelaber.
Eine Frau, die am Samstag bei einem Brand eines Bauernhauses in Wasen im Emmental schwer verletzt worden war, ist verstorben. Sie war in kritischem Zustand ins Spital gebracht worden.
Die Ermittlungen zum Brand dauern an.
Am Samstagabend ist in Niederscherli ein Weihnachtsbaum in einer Wohnung in Brand geraten. Drei Personen wurden verletzt, zwei davon schwer.
Die Wohnung ist derzeit nicht bewohnbar.
In Lohn-Ammannsegg ist am Samstagnachmittag ein Mann von drei Personen beraubt worden.
Die Polizei konnte die mutmasslichen Täter kurz darauf in Biberist anhalten und festnehmen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.