Schweiz

Cham ZG: Parfüm, Akkubohrer und Kleider - Ladendiebe (drei Rumänen) geschnappt

Drei rumänische Ladendiebe haben in verschiedenen Verkaufsgeschäften Ware im Wert von rund 4`000 Franken gestohlen. Zivilen Einsatzkräften ist es gelungen, die Männer in flagranti festzunehmen. Bei einer gezielten Aktion gegen Ladendiebe haben zivile Einsatzkräfte der Zuger Polizei am Mittwochnachmittag (28. September 2022) drei Diebe auf frischer Tat ertappt und festgenommen.

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Vereidigung der Aspirantinnen und Aspiranten der Kantonspolizei Zürich

Am Freitag (30.9.2022) sind im Fraumünster in Zürich 37 Polizeiaspirantinnen und Polizeiaspiranten (28 Männer / 9 Frauen) in feierlichem Rahmen durch den Sicherheitsdirektor vereidigt worden. Regierungsrat Mario dankte den Vereidigten, „dass Sie sich entschlossen haben, den Polizeiberuf zu ergreifen. Sie haben sich den harten Anforderungen der Polizeischule gestellt. Entsprechend stolz dürfen Sie sein, dass Sie die Grundausbildung erfolgreich absolviert haben.“ Er betonte zudem, dass der Kanton Zürich ein hohes Sicherheitsniveau erreicht habe: „Das hat zu einem ganz entscheidenden Teil mit der Arbeit der Polizei, unserer Polizistinnen und Polizisten, zu tun.“

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Kapo Obwalden: Eine Polizistin vereidigt, zwei langjährige Mitarbeiter verabschiedet

Am Donnerstagabend wurde eine Polizistin ins Polizeikorps Obwalden aufgenommen, zwei Mitarbeiter nach 25 respektive 40 Dienstjahren in die Pension verabschiedet und ein Offizier befördert. Am Donnerstag, 29. September 2022 leistete Wachtmeister Sandra Muster vor Landammann Christoph Amstad ihren Amtseid und ist damit ins Polizeikorps aufgenommen worden. Nach 20-jähriger Tätigkeit bei einem anderen Polizeikorps verstärkt sie seit 1. September 2022 die Kantonspolizei Obwalden.

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St. Margrethen SG: Einbruchdiebstähle in Firma und Lebensmittelladen

In der Zeit zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen (29.09.2022), sind unbekannte Täterschaften in eine Firma an der Hauptstrasse und einen Lebensmittelladen an der Johannes-Brasselstrasse eingebrochen. Sie stahlen unter anderem Bargeld, Autobahnvignetten und E-Zigaretten. Das Deliktsgut sowie der Sachschaden betragen mehrere tausend Franken.

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Kanton Schaffhausen: Eine Polizistin und sechs Polizisten wurden feierlich vereidigt

Grosseinsatz anderer, und zwar feierlicher Art: Nach zwei Jahren Ausbildung heissen wir eine neue Kollegin und sechs neue Kollegen in unserem Korps als vereidigte Polizisten willkommen. Gleichzeitig können wir unseren vier Aspirantinnen und sechs Aspiranten zur bestandenen Prüfung der polizeilichen Einsatzfähigkeit gratulieren.

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Kanton Zürich: Sicherheitsdirektor Mario Fehr besuchte Zivilschutzangehörige der ZSO Zimmerberg

Im Kanton Zürich gibt es insgesamt 37 Zivilschutzorganisationen (ZSO), eine davon ist die ZSO Zimmerberg. Der Zweckverband Zivilschutz Zimmerberg betreibt diese für die Gemeinden Adliswil, Horgen, Kilchberg, Langnau am Albis, Oberrieden, Richterswil, Rüschlikon, Thalwil und Wädenswil. Sicherheitsdirektor Mario Fehr besuchte am 29.09.2022 die Zivilschutzangehörigen an deren Arbeitsplätzen im Wiederholungskurs und zeigte sich beeindruckt vom Know-how und von der Professionalität.

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Kanton Glarus: Klöntalerstrasse, Abschnitt Abzweiger Schlattberg-Fulenchopf wird vorübergehend gesperrt

Die Klöntalerstrasse zwischen dem Abzweiger Schlattberg und Fulenchopf muss infolge Bauarbeiten von Mittwoch, 5. Oktober 2022, 20 Uhr bis Donnerstag, 6. Oktober 2022, 06 Uhr und von Donnerstag, 6. Oktober 2022, 20 Uhr bis Freitag, 7. Oktober 2022, 06 Uhr gesperrt werden. Die Umleitung via Glarus Sackbergstrasse ist signalisiert. Die geltenden Verkehrseinschränkungen auf der Sackbergstrasse sind zu beachten.

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Le Cerneux-Péquignot NE: Verkehrsunfall mit Verletzten

Am Donnerstag, 29. September um 07:00 Uhr fuhr ein Auto, das von einer 26-jährigen Frau aus Morteau (F) gesteuert wurde, von Gardot in Richtung Neuenburg. An der Kreuzung beim Restaurant du Moulin kam es zu einer Kollision mit dem Auto, das von einem 55-jährigen Einwohner von St-Sulpice gesteuert wurde und in Richtung Le Locle unterwegs war.

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Fontaines NE: Motorradfahrer prallte gegen Baum, der quer über Fahrbahn lag - verletzt

Am Mittwoch, den 28. September um 16:05 Uhr fuhr ein 16-jähriger Einwohner von La Chaux-de-Fonds mit einem Motorrad auf der Vue-des-Alpes-Passstrasse zwischen Les Hauts-Geneveys und dem Ort Les Loges. In einem Moment prallte er gegen einen Baum, der quer über die Fahrbahn lag, nachdem er aus dem Wald oberhalb der Strasse gerutscht war.

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N20 / Neuenburg NE: Kollision zwischen zwei Autos - Abschleppdienst im Einsatz

Am Mittwoch, den 28. September 2022 um 17 Uhr fuhr ein Auto, das von einem 54-jährigen Einwohner von Peseux gesteuert wurde, auf der linken Spur des Champs-Coco-Kreuzes in Richtung La Chaux-de-Fonds. Als er gerade dabei war, einen Spurwechsel vorzunehmen, kam es zu einer Kollision mit einem Auto, das von einem 28-jährigen Mann aus Berbenno di Valtellina/I gesteuert wurde.

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La Chaux-de-Fonds NE: Kollision zwischen zwei Fahrzeugen - Sachschaden

Am Dienstag, 27. September, um 17:15, fuhr ein Lieferwagen, der von einem 24-jährigen Neuenburger gelenkt wurde, auf der Rue de la Jardinière in südlicher Richtung. An der Kreuzung mit der Rue Guillaume-Ritter kam es zu einer Kollision mit einem Fahrzeug, das auf der Rue Guillaume-Ritter unterwegs war und von einer 39-jährigen Frau aus La Chaux-de-Fonds gelenkt wurde.

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Bilanz des Starkregens

Zwischen Dienstagabend und Donnerstagmittag regnete es in weiten Teilen der Alpennordseite länger anhaltend und zum Teil ergiebig. Der Niederschlag fiel relativ gleichmässig, so dass glücklicherweise keine grösseren Überschwemmungen registriert wurden. Im Gegenteil überwogen wohl die positiven Effekte des vielen Regens.

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Stadt Zürich ZH: Fast eine halbe Million Lenker wurden geblitzt

Die Einhaltung der angegebenen Höchstgeschwindigkeit, sowie das korrekte Anhalten an einer Verkehrsampel trägt viel zur Verkehrssicherheit in den Strassen Zürichs bei. Darum führen wir automatische Verkehrskontrollen durch, besser bekannt als Blitzkästen. Ganze 241 555 934 Durchfahrten haben wir im Jahr 2021 kontrolliert, 478 905 davon waren zu schnell unterwegs, oder sind bei Rot über die Kreuzung gefahren.

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Kapo Wallis: Foire du Valais 2022 - "Äs wird güet löifu"

Vom 30. September bis 9. Oktober 2022 werden Tausende von Menschen die Foire du Valais in Martinach besuchen. Die Kantonspolizei sowie die Stadtpolizei von Martinach werden in der Messe aber auch rund um das Gelände präventiv und sichtbar präsent sein. Die Foire du Valais setzt bei ihrer 62. Ausgabe auf leichte Mobilität. Ziel der Polizei wie auch aller anderen: Das Fest soll während dieser 10 Tage, die für unseren Kanton von grosser Bedeutung sind, schön und unbeschwert bleiben.

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Stadt Basel BS: Fussgänger von PW angefahren und verletzt – Zeugenaufruf

Am Montag, 26.09.2022, ca. 23:00 Uhr, ereignete sich in Basel, Duggingerhof, ein Verkehrsunfall. Ein Fussgänger überquerte die Strasse und wurde von einem Personenwagen angefahren. Der Fussgänger stürzte dabei und verletzte sich. Nach der Kollision fuhr der/die Lenker/in einfach weiter - ohne sich um den verletzten Fussgänger zu kümmern.

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Erpresser Mail – „Your Site Has Been Hacked“

Aktuell erhalten wir vermehrt Meldungen von Unternehmen, die ein Email erhalten haben, in dem behauptet wird, dass die Website des Unternehmens gehackt worden sei. Das Email scheint vom eigenen Mailkonto verschickt worden zu sein oder wurde über das Kontaktformular der betroffenen Website versendet.

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Rega: Kaufvertrag für Rettungshelikopter des Typs AW169-FIPS aufgehoben

Die Schweizerische Rettungsflugwacht Rega und der italienische Helikopterhersteller Leonardo haben den Kaufvertrag für drei neue, voll enteiste Rettungshelikopter des Typs AW169-FIPS aufgehoben, weil diese nicht gemäss den vertraglich vereinbarten Spezifikationen entwickelt werden konnten. Die Auslieferung der drei Rettungshelikopter war für das Jahr 2023 vorgesehen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.