Schweiz

Schweizer Armee: Psychologisch-Pädagogischer Dienst modernisiert seine Grundausbildung

Der Psychologisch-Pädagogische Dienst der Armee (PPD A) entwickelt sich per Ende 2022 weiter. Die Grundausbildung für die knapp 40 angehenden Spezialistinnen und Spezialisten wurde modernisiert und erstmals in eine Rekrutenschule integriert. Der Frauenanteil im Technischen Lehrgang wächst auf über 35 Prozent und im Fachstab PPD A auf 13 Prozent.

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Schaffhausen SH / A4: Autolenker bei Auffahrkollision verletzt (Video)

Bei einer Auffahrkollision auf der A4 ist am Freitag (02.09.2022) eine Person verletzt worden. Der Unfall ereignete sich um 13:25 Uhr in Fahrtrichtung Thayngen. Zum Aufprall kam es, weil ein Autolenker auf der 80er-Strecke verkehrsbedingt anhalten musste und der hinterherfahrende Lenker sein Auto nicht rechtzeitig bremsen konnte.

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Kanton Glarus: Schulbeginn – Polizei wirkt präventiv bei Schulhäusern & Kindergärten

Am Montag, 15.08.2022, begann im Kantons Glarus das neue Schuljahr. Damit wurden viele Kinder das erste Mal mit dem Verkehrsgeschehen konfrontiert. Von den Fahrzeuglenkern wird gegenüber den Kindergarten- und Primarschülern im Strassenverkehr ein besonders rücksichtsvolles Verhalten erwartet. Aus diesem Grund hat die Kantonspolizei Glarus als Schwerpunktaktion während den ersten beiden Schulwochen die Verkehrswege in der Nähe von Schulhäusern und Kindergärten in den drei Gemeinden überwacht.

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Stadt Schaffhausen SH: Polizei sucht Zeugen von Diebstahl aus Auto

Am Sonntagvormittag (04.09.2022) hat eine unbekannte Täterschaft in der Stadt Schaffhausen eine Handtasche und zwei Portemonnaies aus einem parkierten Auto gestohlen. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesem Diebstahl und weist auf ihre entsprechende Präventionskampagne hin.

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Schweizer Armee: Bereit für den Fall der Fälle

Vom 24. August bis am 3. September 2022 hat die Schweizer Armee im Rahmen der mehrtägigen Volltruppenübung „Stabante“ die Bereitschaft der Luftwaffe im Verteidigungsfall überprüft. Sie ist erfolgreich und ohne Zwischenfälle beendet worden. Unter anderem hat die Luftwaffe dabei ihre Helikopter und Kampfflugzeuge ab externen Standorten eingesetzt.

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Start der nationalen Sensibilisierungskampagne zur Cybersicherheit

Cyberangriffe per E-Mail oder Messenger-Nachrichten nehmen zu. Durch eine kritische Prüfung der Nachrichten können die Angriffe erkannt und damit grosser finanzieller Schaden, wie auch persönliches Leid, vermieden werden. Um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung zu fördern, starten das Nationale Zentrum für Cybersicherheit NCSC und die Schweizerische Kriminalprävention SKP gemeinsam mit den kantonalen und städtischen Polizeikorps am 5. September 2022 die nationale Sensibilisierungskampagne S-U-P-E-R.ch zum Thema Cybersicherheit.

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Stadt Luzern LU: Begegnungszonen in Wohnquartieren

Auf Abschnitten der Trüllhofstrasse, der Friedbergstrasse und der Ruflisbergstrasse wurden diesen Sommer auf Anregung der Anwohnenden Begegnungszonen eingeführt. Neben den farblichen Bodenmarkierungen und der Ausstattung mit Picknicktischen und Sitzbänken wurden in der Trüllhofstrasse die freigespielten Flächen zusätzlich entsiegelt und begrünt, um die Aufenthaltsqualität für alle Nutzenden zu erhöhen.

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Kanton Wallis: Tunnel Les Evouettes - Tag der offenen Tür am Samstag, 10. September

Am Samstag 10. September 2022 wird die Bevölkerung die Baustelle des Tunnels Les Evouettes besichtigen können. Diese Kunstbaute mit einer Gesamtlänge von 657 Metern ist derzeit zu drei Vierteln ausgebrochen. Die Gesamtkosten des Bauwerks belaufen sich auf 133.8 Millionen Franken. Der Bau soll frühestens bis Ende 2024 fertiggestellt sein.

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Schweizer Armee: Tag der Angehörigen mit interessanten Einblicken

Am Tag der Angehörigen erhalten Familienangehörige, Bekannte und Freunde der Rekrutinnen und Rekruten die Gelegenheit, einen repräsentativen Teil der Rekrutenschule mitzuverfolgen. Interessante Einblicke in die Ausbildung, den Waffenplatz und den militärischen Alltag sind garantiert und bleiben meist bei allen Beteiligten als besonderes Erlebnis in Erinnerung.

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Klausenpass GL: Vorsorgliche Verkehrsmeldung „Klausen Monument“

Am Sonntag, 11.09.2022, findet am Klausenpass der Veloanlass „Klausen Monument“ statt. Damit der Anlass für die Velofahrer, aber auch für die übrigen Verkehrsteilnehmenden und Zuschauerinnen und Zuschauer gefahrlos durchgeführt werden kann, wird die Klausenstrasse ab Linthal bis Unterschächen am Sonntag, 11.09.2022, von 10.00 bis 16.00 Uhr, für den Individualverkehr in beide Fahrtrichtungen gesperrt.

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La Fouly VS: Tödlicher Wanderunfall – Mann (†75) verstorben

Am Sonntagmorgen, den 4. September 2022, kam es in La Fouly zu einem Wanderunfall. Dabei kam eine Person ums Leben. Gegen 10:45 Uhr war eine Gruppe von Wanderern auf dem Abstieg von der Pointe de Drône in Richtung des Col de Fenêtre d'en Haut unterwegs. Aus noch nicht geklärten Gründen stürzte ein Gruppenmitglied zirka 50 Meter in die Tiefe.

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Reinach AG: Abgeänderte Autos sichergestellt

Rund um ein Autotreffen in Reinach führte die Polizei am Sonntag Kontrollen durch und zog sechs illegal abgeänderte Sportwagen aus dem Verkehr. Das auf sozialen Medien beworbene und auch bewilligte Tuner-Treffen fand am Sonntag, 4. September 2022, auf dem grossen Parkplatz des Coop-Baumarktes in Reinach statt. Bei friedlicher Stimmung versammelte sich ein eher jüngeres Publikum mit weit über hundert Autos aus der ganzen Deutschschweiz.

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Mols SG: 17-jährige Taucherin verliert unter Wasser das Bewusstsein

Am Sonntagmorgen (04.09.2022), kurz vor 10:15 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung von einem Tauchunfall im Walensee bei Mols erhalten. Eine 17-jährige Taucherin hatte unter Wasser das Bewusstsein verloren. Nach der Bergung wurde sie vom Rettungshelikopter in eine Spezialklinik geflogen.

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Kirchberg SG: Motorradfahrer (63) nach Selbstunfall verletzt - ins Spital geflogen

Am Sonntagnachmittag (04.09.2022), um zirka 15:15 Uhr, ist es auf der Dietschwilerstrasse zu einem Selbstunfall mit einem Motorrad gekommen. Der Motorradfahrer wurde dabei verletzt und musste von der Rega ins Spital geflogen werden. Am Motorrad entstand Sachschaden im Wert von zirka 5'000 Franken.

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Gossau SG: Autofahrerin (37) verursacht Selbstunfall – zwei Personen verletzt

Am Sonntagabend (04.09.2022), kurz nach 18:30 Uhr, ist es auf Wilerstrasse zu einem Selbstunfall mit einem Auto gekommen. Das Auto einer Lernfahrerin geriet auf einen Erdwall. Dabei wurde die Lernfahrerin sowie eine Mitfahrerin verletzt. Die Autofahrerin musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden. Der Sachschaden dürfte sich auf zirka 25'000 Franken belaufen.

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A2 / Schänzli BL: Nachtsperrungen Tunnel Schänzli und Vorzonen

Im Rahmen der Erneuerung der Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen werden im Tunnel Schänzli und in den Vorzonen Arbeiten ausgeführt. Diese bedingen Sperrungen der Röhren in Fahrtrichtung Delémont und Basel sowie verschiedener Ein- und Ausfahrten. Um die Verkehrsbehinderung so gering wie möglich zu halten, werden die Arbeiten nachts ausgeführt.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.