Schweiz

Küsnacht ZH: E-Trottinett-Fahrer (61) nach Sturz schwer verletzt

Bei einem Selbstunfall mit einem E-Trottinett hat sich in Küsnacht am Dienstagabend (6.9.2022) ein Mann schwere Verletzungen zugezogen. Kurz nach 19 Uhr fuhr ein 61 Jahre alter Mann mit einem E-Trottinett den steil abfallenden Teil der Oberen Bühlstrasse hinunter. Aus bislang nicht bekannten Gründen stürzte er und zog sich dabei schwere Verletzungen zu.

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Grenchen / Derendingen BE: Drei Männer angehalten und Drogen sichergestellt

Die Kantonspolizei Bern hat unter der Leitung der Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben am letzten Montag nach umfangreichen Ermittlungen eine gezielte Aktion durchgeführt. Dabei wurden im Kanton Solothurn drei Männer angehalten und mehrere Hausdurchsuchungen durchgeführt. Es wurden mehrere Kilogramm Kokain und Haschisch sichergestellt. Weitere Ermittlungen sind im Gang.

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Engi GL: Lieferwagen nach Frontalkollision in Brand geraten – drei Personen verletzt

Am Dienstag, 06.09.2022, 17.05 Uhr, ereignete sich auf der Sernftalstrasse in Engi ein Verkehrsunfall. Die 59-jährige Lenkerin eines Personenwagens war in Fahrtrichtung Engi unterwegs. Bei einem Überholmanöver in der Galerie, Höhe Wartstalden, kam es zu einer Frontalkollision mit einem korrekt in Richtung Schwanden fahrenden Lieferwagen, welcher durch die Kollision in Brand geriet.

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Kapo Zürich: Mit Belastungen umgehen lernen

Körperliche und kognitive Aufgaben lösen, Einsatztrainings unter erschwerten Bedingungen absolvieren, marschieren, laufen und Lasten schleppen, für Verpflegung sorgen, wenig schlafen – all das und noch einiges mehr gehört zur Belastungsübung „Limit“, welche die Aspirantinnen und Aspiranten im zweiten Grundausbildungsjahr absolvieren. Der Polizeiberuf stellt hohe Anforderungen an zukünftige Polizistinnen und Polizisten.

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Gollion VD: Arbeitsunfall - Ausbilder und zwei Wehrpflichtige durch Flammen verletzt

Am Dienstag, den 6. September 2022, wurden die Schutzdienstpflichtigen des Zivilschutzes für einen Weiterbildungstag für leichte Löschmittel am Standort Gollion mobilisiert. Bei einer Übung wurden aus Gründen, die die Ermittlungen klären müssen, ein Ausbilder und zwei Wehrpflichtige durch umherfliegende Flammen verletzt. Die beiden Wehrpflichtigen erlitten schwere Verbrennungen.

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Enges NE: Fahrzeug prallte gegen Metallpfosten und überschlug sich

Am Dienstag, den 6. September um 07:05 Uhr, fuhr ein Auto, das von einem 55-jährigen Einwohner von Montezillon gesteuert wurde, von Chaumont in Richtung Lignières. Auf der Route du Lordel, etwa 200 Meter vor der Hausnummer 9, überquerte sein Fahrzeug die Fahrbahn von rechts nach links, prallte gegen einen Metallpfosten und dann gegen einen zweiten.

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Stadt Uster ZH: Verkehrsführung am Greifensee-Lauf vom Samstag, 17. September

Einer der grössten Sportanlässe im Kanton Zürich, der Greifenseelauf, wird bald wieder ausgetragen: Die Läufe werden am Samstag, 17. September 2022, nach drei Jahren wieder in bekannter Art durchgeführt. Rund 15 000 Sportlerinnen und Sportler werden auch diesmal für die verschiedenen Distanzen und Kategorien an den Start gehen. Uster soll am Renntag grossräumig umfahren werden, da zahlreiche Strassen und insbesondere das Zentrum gesperrt sind.

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Glarner Polizei für Bundesratssitzung im Münstertal GR

Zwei Glarner Kantonspolizisten leisten Personenschutz für eine Bundesratssitzung, die im Herbst im bündnerischen Münstertal durchgeführt wird. Der Regierungsrat bewilligt einen entsprechenden Antrag der Kantonspolizei Graubünden. Am 11. und 12. Oktober hält der Bundesrat eine externe Sitzung in Müstair ab. Der Kanton Glarus leistet personelle Hilfe aufgrund der Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze (IKAPOL) und entsendet zwei Personenschützer ins Münstertal.

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Wiler b. Utzenstorf BE: Brand auf menschliches Verschulden zurückzuführen

Die Ermittlungen zum Brand eines Ökonomieteils mit angrenzendem Wohnhaus in Wiler b. Utzenstorf von Mitte Mai sind abgeschlossen. Das Feuer ist auf menschliches Verschulden zurückzuführen. Die polizeilichen Ermittlungen zum Brand in einem Ökonomieteil mit angrenzendem Wohnhaus in Wiler b. Utzenstorf (Gemeinde Utzenstorf) vom Dienstag, 17. Mai 2022, sind abgeschlossen (Polizei.news berichtete).

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Schweizer Armee: Ich mag alles, was fährt

Eines haben alle Fahrer im Transportzug des SWISSCOY Kontingents 46 gemeinsam: Sie sind fasziniert von der Technik der Fahrzeuge und sie lieben es, unterwegs zu sein. Mit einem Einsatz bei der SWISSCOY können sie genau das ausleben und lernen dabei noch dazu – beispielsweise geschützte Mannschaftsfahrzeuge oder andere Sonderfahrzeuge zu führen. Fünf LKW-Fahrer erzählen von ihren Erlebnissen, die sie während ihrem Einsatz als Fahrer im 46. SWISSCOY Kontingent gemacht haben.

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Stadt Basel BS: Vor Kontrolle geflüchtet und in Polizeifahrzeug gedonnert

Die Police nationale erhielt die Meldung, wonach in Mulhouse eine Frau entführt worden sei. Aufgrund dieser Meldung versuchten die französischen Kolleginnen und Kollegen einen zur Tat verdächtigten Fahrzeuglenker zu kontrollieren. In der Folge flüchtete dieser mit überhöhter Geschwindigkeit via Deutschland nach Basel, wo er schliesslich in der St. Jakobstrasse durch Mitarbeitende der Kantonspolizei Basel-Stadt angehalten wurde.

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Kanton Schaffhausen: Verfahren wegen Amtsmissbrauchs eingestellt

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen hat das Verfahren gegen den ehemaligen Leiter des Arbeitsamtes, Vivian Biner, wegen Amtsmissbrauchs und ungetreuer Amtsführung eingestellt. Anfang September 2019 wurde bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen gegen den ehemaligen Dienststellenleiter des Arbeitsamtes eine Strafanzeige wegen Verdachts des Amtsmissbrauchs und der ungetreuen Amtsführung erstattet.

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A2 / Hagnau – Augst BL: Verkehrsbehinderungen

Die Signalisationen der Verkehrsleitsysteme auf der A2/A3 zwischen der Verzweigung Hagnau und dem Anschluss Rheinfelden Ost werden erneuert. Die Montagearbeiten der ersten Etappe auf der A3 zwischen der Verzweigung Augst und dem Anschluss Rheinfelden Ost können wie geplant per Ende September 2022 abgeschlossen werden. Es folgen die Anlagetests und die Inbetriebnahme des neuen Leitsystems.

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Mühlrüti SG: 16-jähriger Motorradfahrer verursacht Selbstunfall – leicht verletzt

Am Montagnachmittag (05.09.2022), kurz vor 16 Uhr, ist es auf der Hulftegg zu einem Selbstunfall mit einem Motorrad gekommen. Ein 16-jähriger Motorradfahrer kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Erdwall. Er wurde dabei leicht verletzt und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.

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Sennwald SG: Sattelschlepper prallt gegen Leitplanke – niemand verletzt

Am Dienstagmorgen (06.09.2022), kurz nach 05:30 Uhr, ist es auf der Autobahn A13 zu einem Selbstunfall mit einem Sattelschlepper gekommen. Dieser kam ins Schleuder und prallte gegen die Leitplanken. Der Fahrer blieb unverletzt. Der Sachschaden dürfte sich auf mehreren zehntausend Franken belaufen. Durch den Unfall kam es zu Verkehrsbehinderungen.

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Stadt Zürich ZH: Verkehrsmeldung zum Leichtathletik-Meeting „Weltklasse Zürich 2022“

Rund um die Veranstaltung „Weltklasse Zürich 2022“ am Donnerstag, 8. September 2022 kann es um das Stadion Letzigrund zu Verkehrseinschränkungen kommen. Die Stadtpolizei Zürich bittet die Besucher/innen des Leichtathletik-Meetings für die Anreise zum Stadion Letzigrund die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen.

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Zernez GR: Motorradfahrer kollidiert mit Signaltafel und verletzt sich schwer

Am Montagmittag ist am Ofenpass in Zernez ein Motorradfahrer gestürzt. Er kollidierte mit einer Signaltafel und zog sich schwere Verletzungen zu. Der Mann fuhr als Lenker eines in Österreich immatrikulierten Motorrads am Montag um 11.30 Uhr auf der Ofenpassstrasse H28 von Zernez in Richtung Münstertal.

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Schutz & Rettung Zürich: Empfang beim Kinderspital Zürich

Vor einer Woche hat Frau PD KD Dr. Kathrin Neuhaus, Leitende Ärztin der plastischen Chirurgie des Kinderspitals Zürich, stellvertretend die Berufsfeuerwehr empfangen. Dabei konnten wir ihr anlässlich des 100-Jahre-Jubiläums einen Scheck im Wert von CHF 1'500.- übergeben. Dieses Geld stammt aus der Kollekte des Jubiläumsgottesdienstes und kommt brandverletzten Kindern, die im Kispi behandelt werden, zugute.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.