Schweiz

Kanton St.Gallen: Temporäre Schliessungen von Polizeistationen

Die Kantonspolizei St.Gallen sieht sich gezwungen, gewisse Polizeistationen ab Montag, 18. Juli 2022 bis in den Herbst 2022 temporär zu schliessen. Grund dafür sind Personalengpässe aufgrund personalintensiver Veranstaltungen und zunehmende Einsätze zur Regelung zwischenmenschlicher Probleme. Mit diesen Massnahmen stellt die Kantonspolizei jederzeit die Verfügbarkeit von polizeilichen Einsatzmitteln in diesen personalintensiven Zeiten bis nach den Herbstferien sicher.

Weiterlesen

Sierre-Ouest – Sion-Est / A9: Teilsperrung wegen Schaden auf dem Pannenstreifen

Auf der A9 zwischen den Anschlüssen Sierre-Ouest und Sierre-Est hat sich unter dem Pannenstreifen ein Hohlraum gebildet. Der Pannenstreifen und die Normalspur wurden deshalb aus Sicherheitsgründen gesperrt und Lastwagen werden umgeleitet. Das ASTRA hat Untersuchungen zum genauen Schadensausmass und dem weiteren Vorgehen eingeleitet.

Weiterlesen

Was tun bei herumliegenden Gegenständen auf der Autobahn?

Herumliegende Gegenstände auf der Autobahn, was nun? Wie verhält man sich in einem solchen Fall richtig? Tempo reduzieren, keine brüsken Brems- und Lenkmanöver, wenn möglich ausweichen ohne zu gefährden und schnellstmöglich die Polizei 📞117 informieren.

Weiterlesen

Polizei Oberes Fricktal: Kinder bekamen Einblick in die Polizeiarbeit

Im Rahmen von Ferienspass Region Laufenburg und Ferienspass Region Frick wurde verschiedenen Kindern im Alter zwischen sieben bis zwölf Jahren ein Einblick in die Arbeit der Polizei Oberes Fricktal und der Kantonspolizei Frick gewährt. An verschiedenen Posten durften sich die Kinder zu Themen wie Verkehrsunfall, Personen- und Fahrzeugkontrolle sowie einer Fahrzeugshow aktiv betätigen.

Weiterlesen

Schaffhauser Polizei: 65 Kinder hatten Ferienspass bei der Polizei

65 Kinder fanden im Rahmen vom Ferienspass Schaffhausen den Weg zu uns. Neben viel nützlichem Wissen im Strassenverkehr, wie dem Kennen der Verkehrstafeln und dem Wissen, was denn genau der tote Winkel bei einem LKW ist, durften sie auch ihre Fahrkünste auf GoCarts unter Beweis stellen. Sie lernten das Binden eines Seemannknotens, die Böötlifahrt gab's jedoch nur auf dem Trockenen, was aber den Spassfaktor offensichtlich nicht minderte.

Weiterlesen

Herisau AR: Personenwagen kollidiert mit Anhänger

Sachschaden ist am Donnerstagabend, 14. Juli 2022, bei einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem in der Fahrbahn abgestellten Sachentransportanhänger in Herisau entstanden. Ein 21-jähriger Lenker fuhr um 20.25 Uhr mit seinem Personenwagen von der Eggstrasse kommend in die untere Steinegg und kollidierte dort mit einem in der Fahrbahn abgestellten Sachentransportanhänger.

Weiterlesen

Ausweichverkehr A13 im Kanton Graubünden: Massnahmen werden für die Sommerreisewelle weitergeführt

An den kommenden Wochenenden mit dem grössten Reiseverkehr werden die über die Frühlingsfeiertage (Ostern, Auffahrt, Pfingsten) umgesetzten Massnamen als Pilotversuch weitergeführt. Die Wirkung der Massnahmen wird intensiv verfolgt und analysiert. Resultate werden in der zweite Septemberhälfte vorliegen.

Weiterlesen

Granges VS: Loch auf der Autobahn A9 zwischen Siders und Sitten

Am 14. Juli 2022, gegen 12:45 Uhr meldeten Drittpersonen der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Wallis ein Loch, das sich auf dem Pannenstreifen der Autobahn A9 gebildet hat. Der Verkehr wird daher vorübergehend auf einer Spur geführt. Für Fahrzeuge mit einem Gewicht mit mehr als 3.5 Tonnen ist die Autobahn zwischen Siders und Sitten temporär gesperrt.

Weiterlesen

Herisau AR: Motorradfahrer bei Kollision mit Personenwagen verletzt

Unbestimmte Verletzungen hat sich am Donnerstagmorgen, 14. Juli 2022, ein Motorradfahrer bei einer Kollision mit einem Personenwagen in Herisau zugezogen. Ein 58-jähriger Automobilist fuhr um 09.45 Uhr mit seinem Fahrzeug von der Durchgangsstrasse auf die St. Gallerstrasse und wollte von dieser nach links zu einer Bäckerei abbiegen.

Weiterlesen

Frümsen SG: Kollision zwischen Motorrad und Auto

Am Mittwochnachmittag (13.07.2022), um zirka 16:45 Uhr, ist es an der Verzweigung Hauptrasse/Wislenstrasse zu einer Streifkollision zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen. Der Motorradfahrer und seine Beifahrerin wurden dabei leicht verletzt und mussten von der Rettung ins Spital gebracht werden. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf über 2'000 Franken.

Weiterlesen

Zug ZG: Mann von Freunden in Schliessfach eingesperrt

Drei junge Männer haben im Bahnhof Zug einen Rettungseinsatz ausgelöst. Einer von ihnen musste von der Feuerwehr aus einem Schliessfach befreit werden. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht auf Donnerstag (14. Juli 2022), kurz nach 04:00 Uhr. Aus Spass kletterte ein 18-Jähriger am Bahnhof Zug selbstständig in ein Schliessfach für Gepäckstücke, welches im Anschluss von seinen beiden Kollegen geschlossen und verschlossen wurde.

Weiterlesen

Bern BE: Verkehrseinschränkungen anlässlich Fussballspiel

In Bern findet am Samstag das Fussballspiel zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Zürich statt. Im Raum Wankdorf ist mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen. Matchbesucherinnen und -besuchern wird eine frühzeitige Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen. Am Samstag, 16. Juli 2022, wird um 18.00 Uhr das Fussballspiel zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Zürich im Stadion Wankdorf in Bern angepfiffen. Der Einlass ins Stadion erfolgt ab 16.30 Uhr.

Weiterlesen

Alpnachstad OW / A8: Nach Sekundenschlaf mit Mittelleitplanke kollidiert

Gestern kurz nach 17 Uhr kam es zu einer Kollision mit der Mittelleitplanke. Der Fahrzeuglenker wurde nicht verletzt. Die Mittelleitplanke wurde beschädigt und musste provisorisch repariert werden. Die A8 musste für rund 1 1/4 Stunde in Fahrtrichtung Luzern einspurig gesperrt werden. Dabei kam es zu Verkehrsbehinderungen und einem Rückstau auf der A8.

Weiterlesen

Kantonspolizei Solothurn veröffentlicht Standorte der Radaranlagen

Seit heute veröffentlicht die Polizei Kanton Solothurn im Rahmen eines Pilotprojekts unter so.ch/radar die Standorte der stationären und semistationären Geschwindigkeitsmessanlagen. In einem parlamentarischen Auftrag vom September 2021 wurde der Regierungsrat gebeten, die nötigen Rechtsgrundlagen zu schaffen, um die Standorte der stationären und semistationären Geschwindigkeitsmessanlagen zu veröffentlichen. In seiner Stellungnahme zeigte sich der Regierungsrat offen für das Anliegen. Er hat die Polizei beauftragt, die Standorte im Rahmen eines Pilotprojekts auf angemessene Weise zu veröffentlichen (vgl. RRB Nr. 2021/1833 vom 6. Dezember 2021). Der Kantonsrat stimmte diesem Beschluss der Regierung im Mai 2022 zu.

Weiterlesen

Brunnen SZ: Zulässige Dachlast und Gesamtgewicht überschritten

Am Mittwoch, 13. Juli 2022, ging bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz kurz nach 13 Uhr die Meldung ein, dass auf der Autobahn A4 ein massiv überladener Personenwagen unterwegs sei. Die aufgebotene Patrouille konnte das Fahrzeug anhalten und einer Kontrolle beim Verkehrsamt unterziehen. Dabei stellte sich heraus, dass die zulässige Dachlast nach Abzug der Toleranz um 147 kg und das Gesamtgewicht des Fahrzeugs um 162 kg überschritten wurde. Zudem war die Dachlast ungenügend gesichert.

Weiterlesen

Pratteln BL: Neulenker verursacht Selbstunfall

Am Mittwoch, 13. Juli 2022, kurz vor 15.15 Uhr, ereignete sich auf einer Parkplatz-Zufahrt an der Grüssenstrasse in Pratteln BL ein Selbstunfall mit einem Personenwagen. Verletzt wurde niemand. Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft fuhr der 20-jährige Personenwagenlenker in eine Parkplatz-Zufahrt an der Grüssenstrasse in Pratteln.

Weiterlesen

Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.