In der Nacht auf Freitag ist in einer Bäckerei in Thun ein Brand ausgebrochen. Ein Mann wurde zur Kontrolle ins Spital gebracht.
Die Backstube und ein Büro sind komplett ausgebrannt, mehrere Wohnungen des angrenzenden Gebäudeteils sind aktuell unbewohnbar. Die Brandursache wird untersucht.
Ein Mädchen ist am Donnerstagabend in Grindelwald bei einer Kollision mit einem Auto schwer verletzt und ins Spital gebracht worden.
Der Unfall wird untersucht.
Am Donnerstagabend ist es auf der Autostrasse A13 im Tunnel Brusei zu einer Kollision zwischen drei Personenwagen gekommen. Ein Fahrzeug fing dabei Feuer.
Alle vier Unfallbeteiligten wurden verletzt.
Gestern Donnerstag, 30. Juni 2022, kurz vor 17.00 Uhr, fuhr der Lenker eines Motorrads mit Urner Kontrollschild auf der Dorfstrasse in Richtung Bauen.
Im Bereich «Grund» überholte der Motorradlenker einen Fahrradfahrer.
Mit Unterstützung des Verkehrssicherheitszentrums OW/NW überprüfte die Kantonspolizei Obwalden am gestrigen Vormittag zwischen 6 Uhr und 12 Uhr auf dem Vorplatz des Polizeigebäudes bzw. des Verkehrssicherheitszentrums in Sarnen insgesamt 19 schwere Motorfahrzeuge.
Dabei wurde der Fokus bei der polizeilichen Kontrolle auf die Einhaltung der Arbeits- und Ruhezeiten, den Zustand der Fahrzeugführer und die Überprüfung der Ladung und Gewichte gelegt.
Am Donnerstagabend ist in Inkwil ein Mann mit seinem Motorrad verunfallt. Er wurde dabei schwer verletzt.
Ein Ambulanzteam versorgte ihn notfallmedizinisch vor Ort, ehe er von der Rega ins Spital geflogen wurde. Der Unfallhergang wird untersucht.
Das kantonale Tiefbauamt realisiert vom 4. bis 12. Juli 2022 auf der Hauptstrasse in Sennwald im Bereich Äugstisriet und beim Einlenker Staatsstrasse verschiedene Belagsarbeiten.
Damit kommen die Arbeiten an der neuen Fussgängerquerung und der Bushaltestelle «Äugstisriet» zu einem Ende. Während der Bauarbeiten sind einzelne Sperrungen erforderlich.
Der Kanton Zürich trägt die Bestrebungen auf Bundesebene zur Verbesserung des Schutzes und der Sicherheit von besonders gefährdeten Minderheiten von Anfang an mit. So beteiligt er sich jedes Jahr mit eigenen Beiträgen an baulichen Massnahmen.
Analog zum Bund wird das jetzt auch für entsprechende Sicherheitsprojekte im betrieblichen Bereich möglich.
Der Kanton Uri investiert in die Erhaltung des Urner Strassennetzes. In den kommenden Wochen wird ein 420 Meter langes Teilstück der Furkastrasse zwischen Zumdorf und Realp komplett saniert.
Als Erstes werden ab 4. Juli 2022 die Stützmauer sowie das Rückhaltesystem erneuert.
Einmal ins Visier der Betrüger geraten, lassen diese keine Gelegenheit aus, ihre Opfer erneut über den Tisch zu ziehen.
So hat unlängst ein Betroffener eines Liebesbetrugs ein Jahr später die Nachricht über den vermeintlichen Tod seiner Online-Beziehung erhalten.
"Me nehnd no ees" komm wir nehmen noch eins. So wird es in Appenzell Innerhoden gesagt, wenn noch ein "Ruggusseli" angestimmt wird.
Damit wird aber auch gesagt, dass noch eins gemütlich zusammen getrunken wird.
Am Donnerstag (30.06.2022), kurz nach 13:45 Uhr, hat sich auf der Poststrasse ein Verkehrsunfall zwischen einem E-Bike und einem E-Rollstuhl ereignet.
Der 91-jährige E-Bike-Fahrer wurde dabei leicht verletzt. Es entstand geringer Sachschaden.
Am Donnerstag (30.06.2022), gegen 13:30 Uhr, ist es auf der Trogenerstrasse zum Selbstunfall eines Quads gekommen. Die 29-jährige Fahrerin wurde dabei unbestimmt verletzt.
Die Rega flog sie ins Spital.
Ein Traktorfahrer verursachte am Donnerstagabend in Affeltrangen einen Selbstunfall. Dabei kippte ein mit Strohballen beladener Anhänger.
Verletzt wurde niemand.
Ein 33-jähriger Mann wurde am Donnerstagabend in Romanshorn festgenommen, nachdem er sich gegenüber Passanten und Einsatzkräften aggressiv verhielt und Drohungen ausgesprochen hatte.
Kurz vor 17.45 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass ein Mann am Bahnhof Passanten verbal bedrohe.
Am Freitag, 1. Juli 2022, kurz vor 00.30 Uhr, ereignete sich im Arisdorf-Tunnel auf der Autobahn A2, Fahrtrichtung Bern/Luzern, eine seitliche Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Lieferwagen.
Zwei Personen wurden leicht verletzt.
Am Mittwochnachmittag, 29.06.2022 wurden durch die Kantonspolizei Basel-Stadt im Gundeli 14 Fahrzeuge kontrolliert.
Neben mehreren Bussen wegen der Benutzung des Handys während der Fahrt, gingen der Polizei ein Lieferwagenlenker und ein E-Rollerfahrer unter Drogeneinfluss ins Netz.
Eine Aargauerin ging im Internet einem falschen Märchenprinzen auf den Leim und verlor mehrere zehntausend Franken.
Sie ist nur eines von etlichen Opfern, welche diese fiese Betrugsmasche laufend fordert.
Die Sperrung der Strasse zwischen Freienbach und Pfäffikon aufgrund der Überflutung durch den Sarenbach konnte am Freitag, 1. Juli 2022, um 8.45 Uhr wieder aufgehoben werden.
Wir wünschen eine gute Fahrt.
Die Rettung Basel-Stadt hat am Donnerstagabend die traditionelle Jahresfeier der Jahre 2020 und 2021 nachgeholt, die pandemiebedingt in den beiden Vorjahren nicht durchgeführt werden konnten.
Rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Angehörige der Betriebsfeuerwehren und Armee wurden befördert, geehrt und verabschiedet.
Am späteren Dienstagnachmittag (28.06.2022) hat sich in Stein am Rhein ein Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem E-Bike ereignet.
Der E-Bikefahrer wurde bei diesem Unfall leicht verletzt. In der Folge hat sich die unfallverursachende Person, die das Auto gelenkt hatte, pflichtwidrig von der Unfallstelle entfernt.
Am Samstag findet in Bern ein Konzert von Andreas Gabalier statt. Im Raum Wankdorf ist daher mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen.
Besucherinnen und Besuchern wird empfohlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.
In der Nacht auf Freitag, 1. Juli 2022, musste die Stützpunktfeuerwehr Pfäffikon für vier Wasserwehreinsätze in der Gemeinde Freienbach aufgeboten werden.
Der Sarenbach, an dem aktuell Unterhaltsarbeiten ausgeführt werden, setzte die Hauptstrasse zwischen Pfäffikon und Freienbach unter Wasser.
Am Donnerstagnachmittag (30.06.2022) hat sich eine Kollision zwischen einem schwarzen BMW und einem Kinderwagen ereignet.
Dabei wurde niemand verletzt. Die Schaffhauser Polizei sucht Zeugen, die Angaben zum schwarzen BMW und dessen Lenkerin machen können.
Ein Autofahrer prallte gestern Morgen auf der Autobahn A12 in Schmitten in einen Lieferwagen des Interkantonalen Dienstes für den Unterhalt des Strassennetzes (SIERA).
Ein Mitarbeiter dieses Dienstes wurde verletzt.
Am Donnerstag, den 30. Juni 2022 um 17:15 Uhr rückte die Feuerwehr der DPS 2 von Couvet nach St-Sulpice zu den Räumlichkeiten des Vieux-Vapeur aus, wo ein Holzstapel in Brand geraten war.
Vor Ort hatten die Feuerwehrleute den Brand schnell unter Kontrolle.
Am Donnerstag, den 30. Juni 2022, gegen 17:50 Uhr, fuhr ein Autofahrer auf der A16 von Porrentruy in Richtung Courgenay.
Zu einem bestimmten Zeitpunkt setzte er zum Überholen eines anderen Autofahrers an.
Am Donnerstag, 30. Juni, gegen 07:00 Uhr, fuhr ein Auto, gelenkt von einem 31-jährigen Einwohner von Bottens/VD, auf der N20 in Richtung La Chaux-de-Fonds.
Im Vue-des-Alpes-Tunnel kam es zu einer Kollision mit einem Fahrzeug, das von einem 62-jährigen Neuenburger gelenkt wurde und verkehrsbedingt angehalten hatte.
Die Kantonspolizei und die Luftwaffe kündigen an, dass am Freitag, 1. Juli 2022, in Vorbereitung auf die Ukraine Recovery Conference (URC 2022) eine Gerätekontrolle durchgeführt wird.
Aus diesem Grund ist im Zeitfenster zwischen 10 und 12 Uhr Ortszeit im Gebiet des Mitteltessins und insbesondere im Raum Lugano mit Lärmemissionen und Tiefflugpassagen zu rechnen.
Bei einer Schwerverkehrskontrolle hat die Zuger Polizei ein ausländisches Sattelmotorfahrzeug aus dem Verkehr gezogen.
Der Chauffeur musste eine Bussenkaution hinterlegen und den Schaden beheben lassen.
Bei der Verzweigung Rotsee auf der Autobahn A2 bei Ebikon brannte heute Mittag ein Linienbus vollständig aus. Verletzt wurde niemand.
Die Autobahn A2 musste in Richtung Basel während mehrerer Stunden gesperrt werden.
Auf der Autobahn A1 bei Oberbuchsiten in Fahrtrichtung Bern hat sich am Donnerstagmorgen, 30. Juni 2022, eine Auffahrkollision mit Folgeunfall ereignet.
Insgesamt waren drei Fahrzeuge beteiligt. Dabei sind drei Fahrzeuglenker verletzt worden.
Der Diebstahl eines E-Trottinetts hatte einen Drogenfund zur Folge.
Der mutmassliche Drogenhändler wurde festgenommen und befindet sich in Untersuchungshaft.
Rund 320 Schülerinnen und Schüler haben an der diesjährigen Veloprüfung in Stans ihr Können im Strassenverkehr unter Beweis gestellt.
29 Kinder meisterten die gestellten Herausforderungen fehlerfrei.
Am Mittwoch (29.06.2022), kurz nach 22:15 Uhr, ist der Kantonalen Notrufzentrale St.Gallen gemeldet worden, dass an der Mythenstrasse soeben ein Einbruchversuch verübt worden sei. Die Täterschaft sei geflüchtet.
Im Zuge der sofortigen Fahndungsmassnahmen konnte daraufhin ein 43-jähriger Mann durch die Kantonspolizei St.Gallen festgenommen werden.
Heute Donnerstag, 30. Juni 2022, um ca. 08.00 Uhr, ereignete sich ein Arbeitsunfall auf einer Baustelle in Göschenen.
Ein Mann war damit beschäftigt, Revisionsarbeiten an einer Steinbrechmaschine durchzuführen, als er von einer schweren Kunststoffmatte getroffen und eingeklemmt wurde.
Bei einem Selbstunfall hat sich in der Nacht auf Donnerstag (30.06.2022) ein Personenwagenlenker in Urdorf tödliche Verletzungen zugezogen.
Am frühen Donnerstagmorgen wurde der Kantonspolizei ein 62 Jahre alter Mann als vermisst gemeldet. Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmassnahmen konnte der Aufenthaltsort des Vermissten bis zum Morgen nicht eruiert werden.
Am Mittwochmorgen (29.06.2022) wurden an der Martinsbruggstrasse, Verzweigung Schaugentobelstrasse, Fahrzeugteile und Flurschäden in einer Wiese festgestellt. Es konnte niemand vor Ort angetroffen werden.
Die Stadtpolizei sucht nach Zeugen.
Am Donnerstagmorgen ist in Niederwangen bei Bern eine Velofahrerin von einem Auto erfasst und verletzt worden.
Ein Ambulanzteam brachte sie ins Spital. Der Unfall wird untersucht.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.