Am Donnerstag, den 14. April 2022, gegen 11:30 Uhr, verlor ein Fahrer auf der Autobahn A9 die Kontrolle über sein Auto und fuhr unter den Anhänger eines Lastzuges, der aufgrund einer Verkehrsüberlastung zum Stehen gekommen war.
Trotz des schnellen Eingreifens der Rettungskräfte verstarb der Pkw-Fahrer im Universitätsspital CHUV an den Folgen seiner Verletzungen.
Am Donnerstag, 14. April 2022, führte die Kantonspolizei Uri im Schwerverkehrszentrum (SVZ) in Erstfeld eine Carkontrolle durch.
Während rund sieben Stunden wurden in Fahrtrichtung Süd und Nord 14 Gesellschaftswagen (1 CH / 10 EU / 3 Drittstaaten) und deren Lenkerinnen und Lenker einer umfassenden Kontrolle unterzogen.
Am Freitag hat die Kantonspolizei Bern im Grossraum Biel gezielte Verkehrskontrollen durchgeführt.
Insgesamt wurden 14 Autolenkende wegen unerlaubter Abänderungen an den Fahrzeugen und Verursachen von unnötigem Lärm angezeigt. Drei Autos wurden nach einer technischen Überprüfung sichergestellt.
Wie die Kantonspolizei mitteilt, ist der 27-jährige niederländische Staatsangehörige mit Wohnsitz im Kanton Graubünden, der am 15. April kurz vor 17:30 Uhr in Linescio einen Sportunfall [Polizei.news berichtete] erlitt, verstorben.
Der Samstag stand ganz im Zeichen einer immer kräftiger werdenden Bisenströmung. Damit kam aus Nordosten vorübergehend ein Wolkenschub eines Tiefs über Osteuropa in die Deutschschweiz.
Ansonsten zeigte sich das Wetter hochdruckbestimmt schön und südlich der Alpen erneut sehr warm.
Am Samstagmittag (16.04.2022) gingen bei der Schaffhauser Polizei mehrere Meldungen über zwei auffällig fahrende Sportwagen ein.
Kurze Zeit später konnten die Fahrzeuge angehalten und die Lenker zur Anzeige gebracht werden.
In der vergangenen Nacht entdeckte die Kantonspolizei ein illegal organisiertes Fest im Wald von Semsales.
Am Samstag, 16. April 2022, gegen 23 Uhr, entdeckte die Kantonspolizei ein illegal organisiertes Fest in einem Waldstück, auf den Höhen der Gemeinde Semsales, im Sektor Joux-des-Ponts. Vor Ort wurde die Anwesenheit von mehr als 200 Personen festgestellt, die ein Fest feierten.
Bei der Feuerstelle Herrenbödeli in Schwanden wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt ein Einbruch in einen Baustellencontainer verübt sowie der Grillplatz verwüstet.
Eine unbekannte Täterschaft brach das Vorhängeschloss des Baustellencontainers ab und verschaffte sich Zutritt zum Innenraum. Dabei wurden die darin vorhandenen Schränke geöffnet und durchwühlt. Ob dabei Deliktsgut erbeutet wurde, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.
Von Montag (04.04.2022) bis Sonntag (10.04.2022) hat die Schaffhauser Polizei im Rahmen einer koordinierten Aktion auf dem ganzen Kantonsgebiet Gurtenkontrollen durchgeführt.
Insgesamt trugen 16 Personen keinen Sicherheitsgurt.
Wie die Kantonspolizei mitteilt, ereignete sich gestern, kurz vor 17.30 Uhr, ein Sportunfall in Linescio.
Nach einer ersten Rekonstruktion war ein 27-jähriger Niederländer, der im Kanton Graubünden lebt, mit einem Begleiter beim Canyoning im Rovana-Bach. Aus noch zu klärenden Gründen blieb der junge Mann beim Abseilen in einem Pool stecken.
Am Freitag (15.04.2022), kurz nach 18:30 Uhr, ist auf einer Terrasse an der Löwengartenstrasse ein Kugelgasgrill in Brand geraten.
Es wurde niemand verletzt. Am Gebäude entstand Sachschaden von rund 20'000 Franken.
Bei einem Einfamilienhaus in Schnottwil geriet am Samstagmorgen, 16. April 2022, ein Grüncontainer in Brand, in welchem vorgängig Asche aus einer Feuerschale entsorgt wurde.
Dank raschem Löscheinsatz der Feuerwehr konnte ein Vollbrand der betroffenen Liegenschaft verhindert werden.
Am Montag, 11.04.2022, gegen 23:05 Uhr, kam es auf der Verzweigung Feldbergstrasse / Hammerstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Personenwagen.
Im Anschluss an den Verkehrsunfall entfernte sich der Lenker des Verursacherfahrzeuges, ohne sich um den entstandenen Sachschaden zu kümmern, von der Unfallstelle, wodurch er sich pflichtwidrig verhielt.
Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizei geben bekannt, dass in der Woche 16 vom 18.04.2022 bis 24.04.2022 an folgenden Orten mobile und halbstationäre Geschwindigkeitskontrollen zur Prävention im Strassenverkehr durchgeführt werden:
Wie die Kantonspolizei mitteilte, wurde am 13.04.2022, kurz vor 9.30 Uhr, die Leiche einer 76-jährigen Frau im See in der Nähe des Ufers der Via Meriggi in Caslano gefunden.
Die Ermittlungen zur Klärung der Todesursache sind im Gange.
Am Donnerstag und Freitag, 14./15. April 2022, haben sich in Lohn-Ammannsegg, Olten und Solothurn drei Lenker von Elektrofahrzeugen bei Selbstunfällen verletzt.
Beteiligt waren zwei Elektro-Trottinetts und ein Elektroroller.
Am Freitag, 15. April 2022, kurz nach 16.30 Uhr, ereignete sich auf der Bachtalenstrasse in Langenbruck BL eine Kollision zwischen einem Fahrrad und einem Motorrad.
Der Fahrradlenker wurde dabei verletzt.
Am Karfreitagabend (15.04.22), um 23:30 Uhr, ist auf der Bahnhofstrasse ein Auto verunfallt.
Beim Eintreffen der Rettungskräfte waren zwei junge Männer tot. Ein dritter verstarb kurze Zeit später. Eine Frau wurde unbestimmt und eine weitere schwer verletzt. Die Unfallhergang ist unklar. Ein Grossaufgebot an Rettungskräften rückte aus.
Die Kantonspolizei Zürich hat in der Nacht vom Karfreitag auf Ostersamstag (15./16.4.2022) auf dem Rastplatz Kemptthal beteiligte Fahrzeuge eines Tuningtreffens kontrolliert.
Durch die Präsenz der Polizei löste sich das Treffen automatisch auf.
Bei einer gezielten Aktion gegen Autoposer durch die Gemeindepolizei Volketswil und die Stadtpolizei Uster mussten diverse Fahrzeuglenkende zur Anzeige gebracht werden.
Am Freitagabend (15.04.2022) führten die Gemeindepolizei Volketswil und die Stadtpolizei Uster während rund sechs Stunden in der Umgebung des Einkaufszentrums Volkiland sowie des Bahnhofs Uster gezielte Verkehrskontrollen gegen lärmverursachende Fahrzeuglenkende durch.
Das Osterwochenende startete im Westen und Süden meist sonnig. Im Osten trübten die Reste einer Kaltfront zeitweise die Besonnung.
In den Niederungen der Alpensüdseite konnte teils der erste Sommertag des Jahres verzeichnet werden.
Wichtige Tipps:
Vorausschauend und defensiv fahren
Grenzen respektieren
Immer damit rechnen, übersehen zu werden
Motorrad jederzeit in technisch einwandfreiem Zustand halten
Bei einem Selbstunfall in Uitikon hat sich am frühen Freitagabend (15.4.2022) die Lenkerin eines Personenwagens unbestimmte Verletzungen zugezogen.
Gegen 18 Uhr fuhr eine 78-jährige Lenkerin auf der Schlierenstrasse Richtung Schlieren. Aus bislang nicht bekannten Gründen fuhr sie eingangs einer leichten Rechtskurve geradeaus und kam von der Fahrbahn ab.
In der Nacht von Donnerstag (14.4.2022) auf Freitag (15.4.2022) ist es in Balzers zu zwei Einbrüchen in Geschäftsbetriebe gekommen.
Eine unbekannte Täterschaft begab sich im Industriegebiet in Balzers über die Feuerleiter auf das Vordach eines Geschäftsbetriebes und verschaffte sich durch das Aufbrechen eines Fensters Zutritt in die Cafeteria des Betriebs.
Am Donnerstag (14.04.2022) ist es in Vaduz zu einer Kollision zwischen zwei Fahrzeugen gekommen, wobei eine Person verletzt worden ist.
Die Lenkerin eines Personenwagens fuhr gegen 12:05 Uhr vom Vorplatz eines Anwesens in die Nebenstrasse „Am Irakles“ ein und kollidierte dabei mit einer vortrittsberechtigten Autolenkerin und in weiterer Folge mit einem Holzzaun.
Der in der Nacht auf der A1 von einem Auto erfasste Fussgänger ist heute Morgen im Spital verstorben.
Der 34-jährige Kosovare erlag am Freitagmorgen, 15. April 2022, im Kantonsspital Aarau seinen schweren Verletzungen.
Am Donnerstag, 14. April 2022, hat die Kantonspolizei Appenzell Ausserroden in Herisau eine technische Verkehrskontrolle durchgeführt.
Dabei mussten mehrere Fahrzeuge beanstandet werden.
Am Freitagmittag (15.04.2022) um 12:25 Uhr ist es auf der Deutschen Strasse zu einem Selbstunfall mit einem Motorrad gekommen.
Der Motorradlenker wurde dabei verletzt.
Am Karfreitag (15.04.2022) fuhr eine 52-jährige Frau von Appenzell her kommend in Richtung Enggenhütten.
Kurz nach dem Dorfausgang Appenzell verlor sie aus noch nicht vollständig geklärten Gründen die Herrschaft über ihr Fahrzeug.
Am Donnerstag (14.04.2022), um 17:10 Uhr, ist an der Schwammstrasse eine 19-jährige E-Bikefahrerin bei einer Kollision mit einem Auto verletzt worden. Sie musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Ein 45-jähriger Mann fuhr mit seinem Auto auf der Schwammstrasse in Richtung Montlinger Schwamm. Bei der Verzweigung Schwammstrasse-Kobelwieserstrasse beabsichtigte er die Kobelwieserstrasse zu überqueren.
Bei einer Geschwindigkeitskontrolle hat die Kantonspolizei Zürich am Donnerstagmorgen (14.4.2022) einen Raser gestoppt.
Der Mann war um 90 km/h und am Vortag um 115 km/h zu schnell unterwegs.
Letzte Nacht verursachte ein Automobilist in Spreitenbach einen Selbstunfall.
Weil die beiden alkoholisierten Autoinsassen die Aussagen verweigerten, nahm sie die Kantonspolizei vorläufig fest.
Der gesellschaftliche Wandel, komplexe Aufgaben und hohe Anforderungen im Polizeialltag stellen Polizistinnen und Polizisten immer wieder vor grosse Herausforderungen.
Fürs erfolgreiche Bestehen im Polizeidienst ist es unabdingbar sich auf dem neusten Wissensstand zu halten, Gelerntes zu repetieren und sich auf nicht alltägliche Ereignisse vorzubereiten.
Am Donnerstag, 14. April 2022, ist es in Herisau zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Personenwagen gekommen.
An den Fahrzeugen entstand Sachschaden.
Über 18 000 Einsätze organisierte die Einsatzzentrale der Rega 2021.
Das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Zahlen gab CEO Ernst Kohler an der Jahresmedienkonferenz am Mittwoch bekannt.
Ein alkoholisierter Autofahrer verursachte am frühen Freitagmorgen auf der Autobahn A1 bei Sirnach einen Selbstunfall. Verletzt wurde niemand.
Der 50-jährige Autofahrer war vor 3 Uhr auf der Autobahn A1 in Richtung Zürich unterwegs.
Am Donnerstag (14.04.2022), um 10:15 Uhr, ist an der Ebnaterstrasse ein 48-jähriger Velofahrer bei einer Kollision mit einem Auto verletzt worden.
Er musste vom Rettungsdienst betreut und ins Spital gebracht werden.
Am Donnerstag (14.04.2022), um 11:45 Uhr, ist es am Wiedenhofweg zu einem Unfall zwischen zwei Velofahrenden gekommen. Eine 78-jährige Frau wurde verletzt.
Ein unbekannter Velofahrer kümmerte sich zuerst um die Frau, fuhr dann aber weiter. Er und andere Personen werden als Zeugen gesucht.
Heute war die Druckverteilung über dem Alpenraum flach und auch in der Höhe waren die Winde schwach.
Dementsprechend konnte ein vom Tagesgang bestimmter Wetterablauf erwartet werden.
Am Donnerstagmittag ist auf einem Parkplatz in Schwarzenburg ein Motorradlenker in eine Hauswand geprallt.
Er wurde dabei schwer verletzt und musste mit der Ambulanz ins Spital gefahren werden. Der Unfallhergang wird untersucht.
Ein 27-jähriger Mann hat sich am Montagmorgen (11.04.2022) massiv selbst verletzt. Er fügte sich im Gefängnis Zürich mit einem scharfen Gegenstand tödliche Schnittwunden zu.
Sanität und Polizei wurden umgehend verständigt, konnten aber nur noch den Tod des Häftlings feststellen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.