Am Montagmittag, 2. September 2024, kurz vor 12.15 Uhr, kam es bei der Tramhaltestelle „Hofmatt“ in Münchenstein BL zu einer Kollision zwischen einem Tram und einem Trottinettlenker.
Der Trottinettlenker wurde dabei schwer verletzt.
Wegen Reparaturen am Fahrbahnbelag, an defekten Lärmschutzwänden und weiteren Unterhaltsarbeiten wird die A22 zwischen dem Anschluss Liestal Nord und Liestal Süd an einem Wochenende gesperrt.
Am südlichen Ende des Ergolzviadukts in Liestal befindet sich der Fahrbahnbelag in einem schlechten Zustand und muss ersetzt werden.
Heute Montag, 2. September 2024, gegen 14.00 Uhr, kam es aufgrund einer Verkehrsdosierung auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süd im Bereich des Taubachtunnels zu einer Staubildung.
Aus derzeit nicht abschliessend geklärten Gründen kam es dabei zu einer Auffahrkollision zwischen vier Personenwagen, wobei drei Personen verletzt wurden.
Hier sehen wir das Fluchtfahrzeug für einen doch sehr speziellen Diebstahl!
In der Nacht vom 6. auf den 7. Juli 1936 klaute ein damals 21-jähriger Metzger Jungschweine aus einem Stall in Uetwilen bei Wigoltingen.
Am Montagabend (02.09.2024) stellte ein Ehepaar aus Schleitheim eine Schlange in ihrem Wohnzimmer fest.
Vor Ort konnte die Schaffhauser Polizei die Ringelnatter einfangen.
Heute ist Cecilia, eine Meteorologin der MeteoSvizzera zu Besuch bei uns in Zürich.
Das Gesprächsthema war natürlich das Wetter, wobei vor allem die Unterschiede zwischen der Alpensüdseite und der Alpennordseite im Vordergrund standen.
Am Sonntagnachmittag ist ein Mann beim Schwimmen in der Aare in Not geraten. Drittpersonen konnten den leblosen Schwimmer an Land bringen. Er wurde mit der Ambulanz ins Spital gebracht, wo er kurz darauf verstarb.
Ermittlungen zum Unfall wurden aufgenommen.
Bei einem Arbeitsunfall stürzte am Montagnachmittag (2.9.2024) in Kyburg (Gemeindegebiet Illnau-Effretikon) eine Frau von einem Teleskoplader.
Sie erlag auf der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen.
Gestern kam es auf den Strassen des Kantons zu mehreren gefährlichen Verhaltensweisen. In Estavayer-le-Lac entzog sich ein Autofahrer einer Polizeikontrolle und legte mehrere Dutzend Kilometer zurück, bevor er angehalten werden konnte.
In Jaun erfasste eine Radarkontrolle einen Motorradfahrer mit 123 km/h auf einer auf 60 km/h begrenzten Strecke. Die Fahrzeuge der Betroffenen wurden beschlagnahmt.
Mehrere Tausend Besucherinnen und Besucher sowie viele Partnerorganisationen haben mit uns die Eröffnung des neuen Schwerverkehrs-Kontrollzentrums gefeiert.
Vielen herzlichen Dank, dass ihr Teil davon wart!
Am Montagvormittag ist in Trub ein Mann mit einem Traktor bei einem Selbstunfall eine Böschung hinuntergestürzt.
Der Mann wurde dabei verletzt und von einem Helikopter der Air Glaciers ins Spital gebracht. Der Unfall wird untersucht.
Am Montag (02.09.2024), um 06:55 Uhr, ist es auf der Wasserfluhstrasse zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen.
Die 23-jährige Autofahrerin wurde dabei leicht verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie ins Spital. Es entstand Sachschaden von rund 10'000 Franken.
Am frühen Montagmorgen hat die Kantonspolizei Thurgau in Berg einen Mann festgenommen, der zuvor mehrere unverschlossene Autos durchsuchte.
Am frühen Montagmorgen gingen bei der Kantonalen Notrufzentrale mehrere Meldungen ein, dass eine unbekannte Person an der Kehlhofstrasse unverschlossene Autos durchsuche.
Vier Reinigungsmitarbeiterinnen haben ohne Bewilligung gearbeitet und sich widerrechtlich in der Schweiz aufgehalten.
Die vier Frauen wie auch die Geschäftsführerin eines Reinigungsunternehmens wurden festgenommen.
Am Montagmorgen ereignete sich in Menznau ein Verkehrsunfall. Vier Personen wurden leicht verletzt.
Die Wolhuserstrasse musste für mehrere Stunden gesperrt werden.
In Pfeffikon wurden am Dienstag (27. August 2024) zwei mutmassliche Drogendealer festgenommen.
Es wurden Bargeld sowie mutmassliches Heroin und Kokain sichergestellt. Die Untersuchung führt die Staatsanwaltschaft Sursee.
Am Montag (02.09.2024), kurz vor 06:15 Uhr, ist es bei der Autobahnausfahrt Uzwil (Westumfahrung) zu einer Auffahrkollision zwischen einem Lieferwagen und einem Motorrad gekommen.
Der 64-jährige Motorradfahrer wurde dabei unbestimmt verletzt. Der Rettungsdienst brachte ihn ins Spital.
Die Kantonspolizei Zürich hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit am Samstag (31.8.2024) am Flughafen Zürich einen Drogenkurier verhaftet und dabei mehrere Kilogramm Marihuana sichergestellt.
Der 27-jährige Brite reiste von Bangkok via Dubai nach Zürich.
Bei Tatbestandsaufnahmen kommt es manchmal vor, dass wir nochmals an den Ort des Geschehens zurückkehren.
Wir erstellen dann zum Beispiel zusätzliche Fotos oder suchen nach weiteren Spuren.
Am Sonntagabend zog ein starkes Gewitter über den Kanton Aargau. Bei der Kantonalen Notrufzentralen gingen diverse Meldungen ein.
Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Es entstand Sachschaden.
Im Rahmen des Erhaltungsprojekts Sissach–Eptingen werden im September die diesjährigen Instandsetzungsarbeiten abgeschlossen.
Die Aufhebung des Baustellenbetriebs sowie die damit einhergehenden Markierungsarbeiten machen nächtliche Sperrungen nötig. Von den Sperrungen betroffen sind die Fahrbahnen in Fahrtrichtung Basel und Chiasso.
Am Samstag, 31. August 2024, kam es Winterthur Seen zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Personen.
Der Tatverdächtige konnte kurze Zeit später verhaftet werden.
Am Freitag (30. August 2024, ca. 12:00 Uhr) geriet der Verkehr im Reussporttunnel auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süden ins Stocken.
Ein Lieferwagenfahrer bemerkte dies zu spät und prallte gegen das Heck des stehenden Autos vor ihm, welches wiederum in den vorderen Pickup geschoben wurde.
Ein Autofahrer geriet am Freitag (30. August 2024, ca. 19:00 Uhr) in Malters im Gebiet Witenthor aus noch ungeklärten Gründen von der Strasse ins Wiesland und prallte dort gegen einen Zaun.
Verletzt wurde beim Unfall niemand.
Am Freitag (30. August 2024, ca. 21:15 Uhr) fuhr Auto von Sursee herkommend in den Kreisverkehrsplatz Zellfeld.
Aus noch ungeklärten Gründen kippte das Auto im Kreisel zur Seite und kam auf der rechten Fahrzeugseite liegend zum Stillstand. Verletzt wurde beim Unfall niemand.
Aus noch ungeklärten Gründen geriet am Samstag (31. August 2024, ca. 08:15 Uhr) ein Auto auf der Schlösslistrasse in Luzern auf die Gegenfahrbahn.
In der Folge kam es zur seitlich frontalen Kollision mit einem entgegenkommenden Auto.
Eine Autofahrerin fuhr am Samstag (31. August 2024, ca. 12:20 Uhr) auf der Kantonsstrasse von Büron in Richtung Sursee.
In Geuensee bog sie nach links in die Schulhausstrasse ab. Dabei kam es zur Kollision mit einem entgegenkommenden Radfahrer.
Am Sonntag (1. September 2024, kurz nach 02:00 Uhr) stürzte ein Kleinmotorradfahrer auf dem Kiesweg entlang der Reuss im Bereich der Autobahn Raststätte St. Katharina.
Der Jugendliche verletzte sich dabei und musste durch den Rettungsdienst 144 ins Spital gebracht werden.
Ein alkoholisierter Autofahrer verursachte am Sonntag in Müllheim einen Selbstunfall.
Der Mann blieb unverletzt, er musste seinen Führerausweis abgeben.
Gestern Nachmittag hat in einer Garage in Ostermundigen ein Elektro-Trottinett gebrannt.
Als die Feuerwehr Ostermundigen eintraf, war bereits mit einem Handfeuerlöscher interveniert worden.
Das Gewitter am Sonntagabend hat zu überschwemmten Kellern, Tiefgaragen und Waschküchen sowie umgestürzten Bäumen und Bauabschrankungen geführt.
Angehörige der Feuerwehr und Einsatzkräfte der Zuger Polizei standen im Dauereinsatz.
Am Sonntagabend (1. September 2024, ab etwa 18:30 Uhr) zog ein heftiges Unwetter über den Kanton Luzern hinweg. Die Einsatzleitzentrale der Luzerner Polizei registrierte rund 90 Meldungen und Notrufe aus der Bevölkerung.
Besonders stark betroffen waren die Gemeinden Ruswil, Inwil und Eschenbach. Verletzt wurde niemand.
In der Nacht auf Montag (02.09.2024) ist ein Dachstock eines freistehenden Hauses mit zwei Wohnungen in Neuhausen am Rheinfall in Brand geraten.
Der Brand konnte von der Feuerwehr gelöscht werden. Personen wurden bei diesem Vorfall keine verletzt. Die Brandursache ist Gegenstand laufender Ermittlungen.
Die Kommission Verkehr und Bau (VBK) des Luzerner Kantonsrates stimmt den Sonderkrediten für ein Strassenprojekt in Alberswil in der Höhe von 16,9 Mio. Franken einstimmig und für den Hochwasserschutz und die Renaturierung Kleine Emme im Abschnitt Malters, Ruswil und Werthenstein für 8,2 Mio. Franken grossmehrheitlich zu.
Bedauert wird der Verlust von Fruchtfolgeflächen.
Heute legen der Kanton St.Gallen zusammen mit der Gemeinde Wil und der Psychiatrie St.Gallen den Grundstein für eine neue Forensik-Station.
Die Station auf dem Gelände der Psychiatrie St.Gallen in Wil ermöglicht künftig höher gesicherte stationäre Krisenbehandlungen für Menschen, die in Haft psychisch erkranken oder im stationären Massnahmenvollzug behandelt werden müssen.
Von Montag, 9. September 2024, bis Freitag, 13. September 2024, ist die Strasse zwischen Berlingen und Mannenbach wegen Belagsarbeiten gesperrt.
Der Verkehr wird umgeleitet.
Die Sicherheitsdirektion hat am 2. September 2024 eine Abschussverfügung für einen schadenstiftenden Wolf erlassen, nachdem die Schadensschwelle gemäss Bundesrecht erreicht worden war.
Die Abschussverfügung gilt für 60 Tage. Der Abschussperimeter entspricht dem Alpperimeter der Wolfrisse.
Am Sonntag, 8. September 2024 wird auf der Schanfiggerstrasse das 42. Rad-Bergrennen von Chur nach Arosa durchgeführt.
In diesem Zusammenhang kommt es zwischen 11:00 und 13:15 Uhr, zu Verkehrsbehinderungen mit Wartezeiten.
Ein alkoholisierter Autofahrer wurde am Sonntag in Sirnach aus dem Verkehr gezogen.
Kurz vor 14.30 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau an der Rosetstrasse einen Autofahrer.
Am Freitagabend ist es auf der Oberen Dürrmühlestrasse in Niederbipp zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Auto gekommen.
Der Motorradfahrer wurde leicht verletzt ins Spital gebracht. Ermittlungen zum Unfall wurden aufgenommen. Es werden Zeugen gesucht.
Nach zwei Jahren Bauzeit haben das Bundesamt für Strassen ASTRA und der Kanton Solothurn am 30. August 2024 das neue Schwerverkehrskontrollzentrum Oensingen offiziell eröffnet.
ASTRA-Vizedirektor Guido Biaggio übergab dabei symbolisch den Schlüssel an Regierungsrätin Susanne Schaffner.
Debit- und Kreditkartenbetrug findet heute meist im Netz statt.
Die Mehrheit der Kartendelikte kann verhindert werden, wenn Kartenbesitzer/innen wenige, wichtige Grundregeln befolgen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.