Schweiz

Galgenen SZ: Brand in Industriegebäude im Bodenwis

Am Mittwochmorgen, 27. Dezember 2023, 06:20 Uhr, gingen bei der Kantonspolizei Schwyz mehrere Meldungen ein, dass aus dem Dach eines Industriegebäudes im Bodenwis in Galgenen Rauch dringt. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Galgenen schlugen bereits erste Flammen aus dem Gebäudedach.

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Grenchen SO: Mutmasslicher Einbrecher (Schweizer, 28) angehalten

Eine vorerst unbekannte Täterschaft hat in der Nacht auf Mittwoch, 27. Dezember 2023, an der Bahnhofstrasse in Grenchen einen Einbruch in einen Kiosk verübt. Im Verlauf der eingeleiteten Fahndung ist es einer Patrouille der Kantonspolizei Solothurn gelungen, den mutmasslichen Täter anzuhalten. Dieser wurde für weitere Ermittlungen vorläufig festgenommen.

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Stadt St.Gallen SG: Auseinandersetzung zwischen vier Personen – zwei Verletzte

Am Dienstag (26.12.2023), kurz vor 21:30 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung erhalten, dass am Bahnhof St.Gallen eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen stattfinde. Zwei 20-jährige Männer wurden mit einem Gegenstand verletzt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Sie und zwei weitere Beteiligte im Alter von 17 und 18 Jahren wurden festgenommen.

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Unfall im Skigebiet Andermatt UR: Skifahrer (18†) prallt heftig gegen Baum – tot

Am Dienstag, 26. Dezember 2023, kurz nach 14.00 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Uri die Mitteilung zu einem verunfallten Skifahrer im Skigebiet Andermatt, Gütsch ein. Gemäss aktuellem Kenntnisstand befuhr der 18-jährige Skifahrer eine Skipiste im Bereich Dürstelen, als er aus derzeit ungeklärten Gründen von der Piste abkam und in einem Wald gegen einen Baum prallte.

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Engelberg OW: Selbstunfall unter Alkohol

Heute kurz vor 04 Uhr verursachte ein 24-jähriger Autofahrer in Engelberg, Wydenstrasse, aufgrund überhöhter Geschwindigkeit und unter Alkoholeinfluss (0.88 mg/l) einen Selbstunfall. Er kam von der Fahrbahn ab und kollidierte heftig mit einer Sitzbank, einer Strassentafel, mehreren Zaunpfosten und einem Heiligenkreuz. Verletzt wurde zum Glück niemand.

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Kanton Bern: Zahlreiche Einbrüche über die Weihnachtstage – 18 Personen angehalten

Während den Weihnachtstagen sind zahlreiche Einbrüche im ganzen Kanton Bern verübt worden. Bei mehreren Fällen konnte die mutmassliche Täterschaft in flagranti oder nach kurzer Flucht angehalten werden. Die Ermittlungen zu den Einbrüchen und Diebstählen wurden aufgenommen.

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Viel beschäftigte Rega über die Festtage '23

Von Heiligabend bis zum Stephanstag standen die Helikopter-Crews der Rega rund 130-mal für in Not geratene, verletzte oder schwer erkrankte Menschen im Einsatz. Nicht nur in der Schweiz, auch im Ausland war die Hilfe der Rega gefragt: Die drei Ambulanzjets der Rega waren über die Festtage weltweit für Patientinnen und Patienten unterwegs, unter anderem in Amerika und Afrika.

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Wetter-News: Nur in der Höhe winterlich

Der diesjährige Winter hielt Einzug mit Pauken und Trompeten. Dann übernahm jedoch milde Atlantikluft das Zepter im Wettergeschehen. In der Folge zog sich der Winter weit in die Höhe zurück, wo zum Teil immer noch deutlich mehr Schnee als üblich liegt. Wir ordnen die aktuelle Schneesituation ein.

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Vater will Sohn (4) retten und stürzt in Tod - Bub nun Vollwaise

Am Nachmittag des 24. Dezember stürzten ein Vater (38) und sein Sohn (4) aus dem sechsten Stock eines Hauses in Palermo (IT) auf das Dach eines Restaurants. Wie der "Corriere della Sera" schreibt, wurden beide mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Der Sturz des Kindes wurde vermutlich durch die Dachplatten abgefedert, heisst es weiter.

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Hölstein BL: Festnahme nach Einbruch in Einfamilienhaus

Am Montagnachmittag, 25. Dezember 2023, kurz nach 12.30 Uhr, wurde in Hölstein BL in ein Einfamilienhaus eingebrochen. Die Polizei Basel-Landschaft konnte in der Folge den mutmasslichen Einbrecher festnehmen. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft hat ein entsprechendes Verfahren eröffnet.

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Kapo St.Gallen blickt auf vergleichsweise ruhigen ersten Weihnachtstag

Die Kantonspolizei St.Gallen blickt auf einen vergleichsweise ruhigen ersten Weihnachtstag (25.12.2023) zurück. Neben Einbrüchen und Vorfällen im Strassenverkehr beschäftigten die Mitarbeitenden der Kantonspolizei St.Gallen ausserdem zahlreiche Hilfe- und Kontrollersuchen sowie Probleme im zwischenmenschlichen Bereich. Zudem ereignete sich in Schwarzenbach ein Fassadenbrand, über welchen bereits berichtet wurde.

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Gais / Wald AR: Einbruchdiebstähle in zwei Einfamilienhäuser

Schaden in noch bestimmter Höhe ist am Montag, 25. Dezember 2023, bei zwei Einbruchdiebstählen in Einfamilienhäuser in Gais und Wald entstanden. In Gais verschaffte sich die unbekannte Täterschaft in der Zeit zwischen 15.30 – 20.00 Uhr über ein Fenster gewaltsam Zutritt zur Liegenschaft, durchsuchte sämtliche Räumlichkeiten und entwendete Wertgegenstände.

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Göschenen UR: Auto gerät im Gotthard-Strassentunnel in Brand - niemand verletzt

Heute Dienstag, 26. Dezember 2023, kurz nach 05.00 Uhr, detektierten die Sicherheitssysteme des Gotthard-Strassentunnels sowie die Mitarbeitenden der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Uri den Brand eines Personenwagens im Gotthard-Strassentunnel. Der Lenker eines Personenwagens mit deutschen Kontrollschildern war im Gotthard-Strassentunnel in Fahrtrichtung Süden unterwegs, als aus derzeit ungeklärten Gründen das Fahrzeug in Brand geriet.

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Die Kantonspolizei Zürich ist die Polizei des Kantons Zürich (Imagevideo)

Die Kantonspolizei Zürich übernimmt die Verantwortung für die Sicherheit im Kanton Zürich. Sie bietet eine Vielzahl an beruflichen Möglichkeiten und handelt verlässlich, angemessen und vernetzt. Die Kantonspolizei Zürich ist keine Polizei wie jede andere – und sie bietet keine Arbeit wie jede andere.

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Kapo Zürich: Marius Weyermann und Mario Fehr bedanken sich bei Mitarbeitenden

Sicherheitsdirektor Mario Fehr und Kommandant Marius Weyermann haben gestern Mitarbeitende der Verkehrsstützpunkte Neubüel und Urdorf, der Verkehrsleitzentrale, der Grenz- und Sicherheitsabteilung sowie der Sicherheitskontrolle am Flughafen Zürich besucht. Sie bedankten sich bei ihnen stellvertretend für alle Mitarbeitenden der Kantonspolizei Zürich für ihren Einsatz während dem Jahr sowie über die Festtage und wünschten ihnen alles Gute für den speziellen Dienst.

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Selbstunfall in Mollis GL / Linthdamm: Frau nach Irrfahrt aus Auto befreit

Am gestrigen Sonntag 24. Dezember 2023, ca 15.40 Uhr, kam es im Bereich der Hinterdorfstrasse in Mollis zu einem Verkehrsunfall mit Sachschadenfolge. Die 69-jährige Fahrerin eines Personenwagens war gestern von Netstal herkommend auf der Hinterdorfstrasse in Richtung Norden unterwegs. Aufgrund mangelnder Ortskentnisse befuhr sie den Linthdamm, anstatt über die Linthbrücke in Richtung Näfels zu fahren.

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Stadt St.Gallen SG: Täterschaft verschaffte sich über Fenster gewaltsam Zutritt

Im Zeitraum zwischen Sonntagnachmittag und Sonntagnacht (24.12.2023) ist es an der Marweesstrasse und der Wolfgangstrasse zu je einem Einbruch in ein Einfamilienhaus gekommen. Die unbekannte Täterschaft verschaffte sich jeweils über ein Fenster gewaltsam Zutritt zum Gebäude und durchsuchte die Räumlichkeiten.

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Gossau SG: Auto prallt in Randleitpfosten und entfernt sich – Fahrer alkoholisiert

Am Sonntag (24.12.2023), um 12:30 Uhr, ist ein vorerst unbekannter Autofahrer mit seinem Auto in einen Randleitpfosten geprallt. Der Autofahrer entfernte sich, ohne den Schaden zu melden. Eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen konnte den 79-jährigen Mann antreffen. Es stellte sich heraus, dass er sein Auto in alkoholisiertem Zustand lenkte.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.