Schweiz

Neue Betrugsmasche: Facebook-Gruppe „Ermässigter Bahnspass“ ist Phishing

Cyberkriminelle bieten über eigens dafür erstellte Facebook-Gruppen Waren oder Dienstleistungen zu Schnäppchenpreisen an. Das vorrangige Ziel der Betrüger ist es, die Kreditkartendaten der Opfer zu erlangen.

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Stadt Basel BS: Prävention - Sommeraktion gegen Gewaltdelikte

Die Kantonspolizei Basel-Stadt hat von Mitte Juli bis Ende August ihre Präsenz während der Wochenendnächte an populären Treffpunkten in der Stadt, wie bereits in den vergangenen Jahren, intensiviert. Mit dieser Initiative zielte sie darauf ab, Gewaltdelikte im öffentlichen Raum sowohl vorbeugend als auch aktiv zu bekämpfen.

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Stadt Schaffhausen SH: Zeugenaufruf zu Hundebiss

Am Sonntagabend (27.08.2023) wurde eine Frau auf dem Emmersberg in der Stadt Schaffhausen von einem angeleinten Hund gebissen und verletzt. Die Schaffhauser Polizei bittet Personen, die sachdienliche Hinweise zu diesem Vorfall geben können, sich zu melden. Insbesondere werden die zwei Frauen gebeten sich zu melden, die mit dem Hund am Spazieren waren.

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Kanton Zürich: Seniorinnen und Senioren schützen

Eine der verletzlichsten Personengruppen in der Zürcher Bevölkerung sind die Seniorinnen und Senioren. Immer wieder geraten sie gezielt in den Fokus von kriminellen Gruppierungen. Dadurch steigt das Risiko, dass sie physischer, psychischer, finanzieller oder sexueller Gewalt ausgesetzt sind. Die Kantonspolizei Zürich setzt sich mit der Fachstelle Seniorenschutz und zusammen mit Netzwerkpartner für den Schutz dieser Personen ein.

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Stadt Schaffhausen SH: Motorradfahrerin (16) nach Kollision mit Lieferwagen verletzt

Am Dienstagmorgen (29.08.2023) hat sich auf der Flurlingerbrücke zwischen Flurlingen ZH und der Stadt Schaffhausen eine Kollision zwischen einem Motorrad und einem Lieferwagen inkl. Anhänger ereignet. Dabei wurde die Motorradfahrerin verletzt. Die Schaffhauser Polizei sucht Zeugen des Unfallherganges.

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Stadt Chur GR: Ausgebüxter Windhund von Polizei auf Autobahn A13 eingefangen

Ein Windhund hat am Dienstagnachmittag (29.08.2023) in der Stadt Chur und auf der Autobahn A13 sechs Polizisten auf Trab gehalten. In gemeinsamer Zusammenarbeit zwischen der Stadt- und der Kantonspolizei Graubünden konnte der Hund eingefangen werden. Zum Schluss gab es ein glückliches Ende für Mensch und Tier.

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Stadtpolizei Zürich: Schulbetrieb im neuen Bildungszentrum Blaulicht (BZB)

Nachdem vor zwei Wochen der Schulbetrieb im neuen Bildungszentrum Blaulicht (BZB) begonnen hat, fand gestern die symbolische Schlüsselübergabe vom Bau an den Betrieb statt. Unter den Augen von Vertreter*innen aus der Politik und Personen, die in das Projekt involviert waren, überreichte Stadtrat André Odermatt, Vorsteher des Hochbaudepartements, den symbolischen BZB-Schlüssel an die Vorsteherin des Sicherheitsdepartements, Stadträtin Karin Rykart.

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Wolfenschiessen NW: Diebstahl aus Fahrzeug – Tunesier (24) festgenommen

Aufgrund Meldungen von Anwohnern, wonach eine Person diverse Fahrzeuge geöffnet und durchsucht habe, konnte der mutmassliche Täter beim Bahnhof in Wolfenschiessen festgenommen werden. Am Montag, 28. August 2023, um zirka 22.30 Uhr, meldeten aufmerksame Anwohner der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Nidwalden, dass ein vorerst unbekannter Täter an der Oberrickenbachstrasse, der Hangstrasse und der Humligenstrasse in Wolfenschiessen diverse Fahrzeuge geöffnet und durchsucht habe.

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Hangrutsch in Schwanden GL: Erdmassen pflügen Bäume um

Am Dienstag, 29. August 2023, ca. 17.05 Uhr, kam es bei der Wagenrunse oberhalb Schwanden GL zu einem Erdrutsch, der sich auf einer Länge von über 400 Metern erstreckte. Die Erdmassen zogen diverse Gebäude in Mitleidenschaft. Weitere Erdmassen schoben sich um ca. 19.30 Uhr nach. Gemäss bisherigem Informationsstand gab es keine Verletzten. Angaben über das Ausmass von Sachschäden sind zurzeit noch nicht möglich; nach ersten Erkenntnissen sind gut ein halbes Dutzend Häuser verschüttet oder zerstört.

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Urdorf ZH: Zwei Verletzte nach heftiger Auseinandersetzung

Bei einer heftigen Auseinandersetzung unter drei Männern sind am Dienstagvormittag (29.8.2023) in Urdorf zwei Beteiligte verletzt worden. Kurz nach neun Uhr erreichte die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Zürich über die Notrufnummer 117 die Meldung, dass im Rückkehrzentrum für abgewiesene Asylsuchende in Urdorf eine heftige Auseinandersetzung unter drei dort wohnhaften Personen im Gange sei.

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Kanton SH: Neue Leiterin Fach- u. Beratungsstelle gegen Radikalisierung u. gewalttägigen Extremismus

Nadja Stäheli ist die neue Leiterin der Fach- und Beratungsstelle gegen Radikalisierung und gewalttätigen Extremismus im Kanton Schaffhausen. Sie arbeitet seit August 2023 bei der Schaffhauser Polizei und verstärkt – nebst ihrer Fachstellentätigkeit - insbesondere auch die Präventionsarbeit im Bereich "Häusliche Gewalt".

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Drei Höfe SO: Auto prallt bei Selbstunfall in Baum und kippt anschliessend auf Seite

Ausserhalb der Gemeinde Drei Höfe, in Richtung Hersiwil fahrend, hat ein Automobilist am Montagabend, 28. August 2023, aus noch zu klärenden Gründen die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und ist am rechten Strassenrand in einen Baum geprallt. Dabei hat sich der Fahrzeuglenker Verletzungen zugezogen, die eine Einweisung in ein Spital erforderlich machten.

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Kapo Bern: Ein „Mobiler Polizeiposten“ der zu Ihnen kommt (Videos)

Seit April wird in mehreren Gemeinden im Berner Jura abwechslungsweise ein mobiler Polizeiposten eingesetzt. Hierbei handelt es sich um ein Pilotprojekt, das bis Ende des Jahres laufen soll. Dieses wurde im Anschluss an eine Bevölkerungsbefragung bei der Berner Bevölkerung eingeführt. Die Ziele des Projekts sind unter anderem, die Polizeipräsenz und die Bürgernähe zu stärken.

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Stadt Zürich ZH: Verkehrsmeldung zu „Weltklasse Zürich 2023“

Rund um die Veranstaltung „Weltklasse Zürich 2023“ am Donnerstag, 31. August 2023 kann es um das Stadion Letzigrund zu Verkehrseinschränkungen kommen. Die Stadtpolizei Zürich bittet die Besucher/innen des Leichtathletik-Meetings für die Anreise zum Stadion Letzigrund die öffentlichen Verkehrsmittel zu benützen.

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Herisau AR: Einbruchdiebstahl in Bar

Schaden in noch nicht bekannter Höhe ist in der Nacht auf Dienstag, 29. August 2023, bei einem Einbruchdiebstahl in eine Bar in Herisau entstanden. Die unbekannte Täterschaft verschaffte sich in der Zeit zwischen 20.30 Uhr – 05.45 Uhr über ein Fenster gewaltsam Zutritt in die Räumlichkeiten der Bar, behändigte dort eine noch nicht bestimmte Menge an Zigaretten, alkoholischer Getränke sowie Lose und verliess die Örtlichkeit über die Eingangstüre wieder.

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A4 / Axenstrasse UR / SZ: Temporäre Aufhebung Velofahrverbot

Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wurden an der A4 Axenstrasse per 11. Juli 2023 Massnahmen umgesetzt. Eine der Massnahmen ist das Velofahrverbot zwischen Brunnen und Sisikon. Am 10. September 2023 findet der Anlass „Klausen Monument“ statt, in dessen Rahmen der Klausenpass für den motorisierten Verkehr gesperrt wird.

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Unfall in Schänis SG: Junglenker (19) landet im Bach – Auto weggespült

Am Montag (28.08.2023), kurz vor 20:25 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung erhalten, dass ein Auto bei einem Selbstunfall im Ramisbach, entlang der Ramisbachstrasse, gelandet sei. Der 19-jährige Autofahrer konnte sich selbständig aus dem Auto befreien und blieb unverletzt. Das Auto wurde weggeschwemmt und muss im Verlaufe des Dienstags mithilfe der Polizeitaucher geborgen werden.

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Mörschwil SG: Unfall mit vier Autos auf der Autobahn A1 - drei Personen verletzt

Am Montag (28.08.2023), kurz vor 12:30 Uhr, hat sich auf der Autobahn A1, zwischen St.Gallen Neudorf und Meggenhus, ein Unfall mit vier beteiligten Autos ereignet. Drei Personen wurden dabei leicht verletzt und mussten vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden. Es entstand Sachschaden im Wert von mehreren zehntausend Franken.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.