Mitte Dezember ist in einer Wohnung in Kehrsatz eine Frau leblos aufgefunden worden. Gemäss den bisher getätigten Abklärungen muss davon ausgegangen werden, dass die Frau Opfer eines Tötungsdelikts geworden ist.
Der Ehemann der Verstorbenen wurde angehalten und befindet sich in Untersuchungshaft.
Bei einem Selbstunfall eines Autofahrers sind am frühen Donnerstagmorgen (29.12.2022) in Sternenberg (Gemeindegebiet Bauma) zwei Personen leicht verletzt worden.
Ein Mitfahrer blieb unverletzt.
Einsätze im Bereich der Schwerstkriminalität, als Unterstützung in polizeitaktischen heiklen Situationen für die Frontpolizei oder im Personenschutz von völkerrechtlich geschützten Personen, fallen in Zuständigkeit der Interventionseinheit „Luchs“.
Nebst den taktischen Basics, die jeder Luchs beherrschen muss, gibt es diverse Spezialisierungen.
In der Nacht auf den Stephanstag (26.12.2022) ereignete sich in Dörflingen ein Alleinunfall mit Sachschaden.
Der Lenker des Personenwagens entfernte sich pflichtwidrig von der Unfallstelle.
In Kestenholz hat ein Mann am Mittwoch Wertgegenstände aus einem Haus gestohlen. Die Kantonspolizei Solothurn konnte den mutmasslichen Täter kurz darauf anhalten. Dem 26-Jährigen werden mehrere Diebstähle zur Last gelegt.
Er wurde vorläufig festgenommen.
Wegen der Überhitzung eines Wäschetrockners kam es am Mittwochabend in einem Wohnhaus in Diessenhofen zu einer starken Rauchentwicklung.
Verletzt wurde niemand.
Mit einem XIV. Nachtrag zum Polizeigesetz möchte die Regierung die Präventionsarbeit der Kantonspolizei auf verbindliche Rechtsgrundlagen stellen.
Namentlich will sie für das Bedrohungs- und Risikomanagement und den Daten- und Informationsaustausch zukunftsgerichtete Rechtsnormen erlassen. Mit einer separaten Vorlage soll sodann die Videoüberwachung im öffentlichen Raum in Form eines Rahmengesetzes geregelt werden. Die zwei Vorlagen unterstehen bis Ende April 2022 einem Vernehmlassungsverfahren.
Am Mittwoch, 28. Dezember 2022, kurz nach 14.00 Uhr, fuhren eine Lenkerin eines Personenwagens mit Urner Kontrollschildern und eine Lenkerin eines Motorrads mit Urner Kontrollschild in dieser Reihenfolge auf der Seedorferstrasse in Richtung Altdorf.
Zur gleichen Zeit überquerten Passanten den Fussgängerstreifen kurz vor Ortseingang.
Am Mittwochnachmittag geriet ein Lastwagen auf den Pannenstreifen und kollidierte dort mit einem stehenden TCS-Patrouillenfahrzeug. Nur durch grosses Glück wurde niemand verletzt.
Es entstand grosser Sachschaden.
In der Nacht vom 28. auf den 29. Dezember hat die Glarner Wildhut im Rahmen der bewilligten Rudelregulation einen männlichen Jungwolf in Engi erlegt.
Der Abschuss erfolgte im Rahmen der Regulation des Kärpfrudels, welche Ende November vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) bewilligt wurde.
Am Mittwoch, 28.12.2022, kurz vor 23 Uhr, ereignete sich auf der Netstalerstrasse in Mollis ein Verkehrsunfall mit Verletzungsfolge.
Der 19-jährige Lenker eines Personenwagens war mit drei Mitfahrern von Netstal herkommend auf der Netstalerstrasse unterwegs.
Am frühen Mittwochabend (28.12.2022), kurz nach 17:40, ist in einem Recyclingbetrieb an der Langenhabstrasse ein Feuer ausgebrochen.
Die ausgerückte Feuerwehr konnte dieses rasch löschen.
Am Mittwochabend (28.12.2022), vor 23:00 Uhr, hat ein 32-jähriger Mann, an der Schönauerstrasse, mit seinem Auto einen Selbstunfall verursacht.
Er wurde unbestimmt verletzt. Die Atemalkoholmessung ergab einen Wert von 0.8 mg/l.
Am frühen Mittwochabend wurde ein Fussgänger beim Überqueren eines Fussgängerstreifens von einem PW erfasst und zu Boden geschleudert.
Er wurde mit unbekannten Verletzungen in ein Spital eingeliefert.
Am Mittwochvormittag (28.12.2022) hat ein Autolenker vermutlich aufgrund eines medizinischen Problems einen Selbstunfall verursacht.
Zwei Personen mussten mit unbestimmten Verletzungen durch den Rettungsdienst in ein Spital überführt werden.
Am Mittwoch, den 28. Dezember 2022, ereignete sich in der Tiefgarage des Geschäfts Lidl ein Verkehrsunfall. Ein Fussgänger wurde dabei von einem Fahrzeug erfasst.
Im Rahmen der Ermittlungen verbreitet die Staatsanwaltschaft den vorliegenden Zeugenaufruf.
Am späten Dienstagabend ist auf der Autobahn A1 beim Neufeld ein Auto mit massiv überhöhter Geschwindigkeit geblitzt worden. Der Lenker konnte am Mittwochmorgen angehalten werden.
Er wird sich vor der Justiz verantworten müssen.
Am Mittwochvormittag ist es auf der Nordspur der Autobahn A13 kurz vor dem Anschluss Maienfeld zu einer Auffahrkollision gekommen.
Die Kantonspolizei Graubünden sucht Zeugen.
Per 1. Januar 2023 wird die Polizei Stadt Grenchen in die Kantonspolizei Solothurn integriert.
Wir freuen uns, Tag und Nacht für deine Sicherheit in Grenchen im Einsatz zu sein.
Am 27. Dezember 2022 ereignete sich in Commeire, in der Gemeinde Orsières, ein Verkehrsunfall. Eine Person kam dabei ums Leben.
Ein Automobilist verkehrte mit seinem Personenwagen auf einer Waldstrasse im Ortsteil „Riondet“ bei Commeire in der Gemeinde Orsières.
Am Dienstagabend, 27. Dezember 2022 wurde im Kreis 11 ein Mann in einem Lokal durch eine Schussabgabe verletzt.
Kurz vor 23.30 Uhr erhielt die Notrufzentrale der Stadtpolizei die Meldung, dass in einem Lokal im Kreis 11 ein Mann durch eine Schussabgabe verletzt worden sei.
Weisst du noch, damals..
Aber was war denn damals? Sicher war so einiges anders. Im Laufe der Zeit haben wir grosse Meilensteine erreicht, viele Hürden überwunden und beachtliche Fortschritte erzielt.
Für die Durchführung des „Silvesterzauber 2022“ vom Samstag, 31. Dezember 2022, auf Sonntag, 1. Januar 2023, erlässt die Stadtpolizei Zürich für die Innenstadt sowie das untere Seebecken temporäre Verkehrsvorschriften.
Das Abbrennen von Feuerwerk auf dem Festgelände ist verboten.
Am Dienstagabend kam es auf der Autobahn A2 zu einem Selbstunfall. Verletzt wurde niemand.
Bergungs- und Reinigungsarbeiten führten vorübergehend zu Verkehrsbehinderungen.
In der Nacht auf Mittwoch, 28. Dezember 2022, stoppte die Stadtpolizei Winterthur ein Fahrzeug.
Es stellte sich heraus, dass der Lenker erst 17-jährig war und das Auto von seinem Vater entwendet hatte.
Am frühen Mittwochmorgen kollidierte ein PW-Lenker mit einem Baum. Die beiden Insassen blieben unverletzt. Am Fahrzeug entstand jedoch erheblicher Sachschaden.
Der Lenker war stark alkoholisiert.
Material im Wert von 2'000 Franken entwendet.
Im Zeitraum zwischen Samstagnachmittag und Dienstagvormittag (27.12.2022) hat eine unbekannte Täterschaft aus einer Werkstatt an der Bahnhofstrasse 300 kg Kupferkabel im Wert von rund 2'000 Franken gestohlen.
Im Zeitraum zwischen Freitagabend und Dienstagmorgen (27.12.2022) ist eine unbekannte Täterschaft in ein Verlaufsgeschäft an der Flawilerstrasse eingebrochen.
Sie verschaffte sich gewaltsam durch eine Türe Zutritt ins Geschäft.
Am Dienstag, 27. Dezember 2022, kurz nach 16:15 Uhr fuhr der Lenker eines Personenwagens mit Urner Kontrollschilder auf der Axenstrasse von Sisikon in Richtung Flüelen. Im Bereich des Gumpischtal kam sein Fahrzeug ins Schleudern. Dadurch touchierte das Fahrzeug einen Baustellencontainer sowie ein Betonelement und geriet auf die Gegenfahrbahn.
In der Folge kollidierte das Fahrzeug mit einem entgegenkommenden Personenwagen mit Tessiner Kontrollschilder.
Der Alpenraum befand sich auch heute noch in einer Westströmung. Die Kaltfront welche in der Schweiz für Regen oder sogar auch etwas Neuschnee sorgte, ist heute allmählich abgezogen.
Ziehen wir Bilanz der bisherigen Schneesituation.
Am Montag, 26. Dezember 2022, ist es in Heiden zu einem Selbstunfall mit einem Personenwagen gekommen.
Verletzt wurde niemand. Es entstand Sachschaden.
Am Dienstagmorgen (27.12.2022) gab es verschiedene Hinweise auf eine mögliche Hausbesetzung an der Wassergasse. Bislang konnten lediglich Transparente festgestellt werden und keine Besetzung.
Die Eigentümerschaft ist über den Vorfall informiert.
Am Dienstagnachmittag ist in Latterbach ein Auto in eine Felswand geprallt. Ein Autolenker sowie zwei mitfahrende Kinder wurden verletzt und mit jeweils einer Ambulanz ins Spital gebracht.
Der betreffende Strassenabschnitt war für rund eineinhalb Stunden gesperrt. Der Unfall wird untersucht.
Gestern waren das Amt für Wald und Natur sowie die Kantonspolizei wegen einer Verschmutzung des Baches „Crêt Moron“ in Châbles im Einsatz. Das Ökosystem wurde in Mitleidenschaft gezogen.
Eine Untersuchung wurde eingeleitet.
In einem Mehrfamilienhaus ist ein Wäschetrockner in Brand geraten. Zwei Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital eingeliefert.
Die Brandursache wird abgeklärt.
Am Montag, 26. Dezember 2022, kurz nach 15.00 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit Urner Kontrollschildern, auf der Verzweigung Gründligasse / Stoffelgasse in die enge Stoffelgasse ein.
Auf der Höhe der Stoffelmatte 11, blieb der 81-jährige Lenker mit seinem Fahrzeug stecken.
In der Nacht auf Freitag hat sich ein Autolenker in Bern einer Polizeikontrolle entzogen. Er flüchtete mit massiv überhöhter Geschwindigkeit. Der Lenker konnte ermittelt werden.
Im Auto dürften sich weitere Personen befunden haben, die Kantonspolizei Bern sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.