Schweiz

Romont FR: Radfahrer (84) prallt frontal gegen einen Lkw

Heute Morgen prallte ein Radfahrer in Romont frontal gegen das Heck eines stehenden Lastwagens. Er wurde von Drittpersonen und Sanitätern versorgt und anschliessend in ein Krankenhaus geflogen. Der genaue Unfallhergang wird nun untersucht. Heute Morgen, Dienstag, 19. Juli 2022, gegen 10 Uhr, wurde die Einsatz- und Alarmzentrale der Kantonspolizei wegen eines Verkehrsunfalls zwischen einem Radfahrer und einem Lastwagen in Romont alarmiert.

Weiterlesen

Stadt Schaffhausen SH: Autobrand - keine verletzten Personen

Am Dienstagmorgen (19.07.2022) hat in der Stadt Schaffhausen ein Auto gebrannt. Personen sind dabei keine verletzt worden. Gemäss ersten Ermittlungen der Schaffhauser Polizei ist ein technischer Defekt die Brandursache. Um 08.00 Uhr am Dienstagmorgen (19.07.2022) bemerkte eine Frau bei der Schweizersbildstrasse in der Stadt Schaffhausen wie Rauch aus der Kühlerhaube ihres Autos entwich und sich dieser zu einem Fahrzeugbrand entwickelte. In der Folge brachte sie zwei Pferde, die sie im angehängten Pferdetransporter mitführte, in Sicherheit.

Weiterlesen

Kantonspolizei Obwalden: Erste Hürde der Polizeiausbildung geschafft

Die erste Hürde der Polizeiausbildung ist geschafft. Unsere vier Anwärter des Lehrgang 2022_1 haben die Basisausbildung hinter sich gebracht, in welchem sie sich polizeirelevante Grundlagenkenntnisse und Grundfertigkeiten angeeignet haben. Aktuell verbringen sie einen einwöchigen Praxiseinsatz bei uns im Korps, wo sie den Kolleginnen und Kollegen über die Schultern schauen können.

Weiterlesen

Stadt Winterthur ZH: Zwei Fahrradfahrende verletzt – Zeugenaufruf

Am Sonntagabend, 17. Juli 2022, meldete sich ein E-Bike-Fahrer bei Stadtpolizei und gab an, dass er von einem Personenwagen angefahren worden sei. Das Fahrzeug sei einfach weitergefahren. Am Montagnachmittag, 18. Juli 2022, wurde in Reutlingen eine verletzte Fahrradlenkerin aufgefunden und musste ins Spital gebracht werden. Die Umstände des Unfalles sind unklar. Die Polizei sucht in beiden Fällen Zeugen.

Weiterlesen

Kerenzerbergtunnel: Vorbereitung ist alles

Bei der Gesamterneuerung des Kerenzerbergtunnels wird nun der Tunnel selbst instandgesetzt. Die komplexen, nur wochentags und während der Nachtzeiten ausgeführten Arbeiten bedingen eine vollständige Sperrung der Tunnelanlage. Der Verkehr wird dann über die Seestrecke geleitet. Im Anschluss an den Bau des Sicherheitsstollens wird die zweite Hauptmassnahme im Rahmen der Gesamterneuerung des Kerenzerbergtunnels umgesetzt: Die Instandsetzung des Tunnels. Dies bedingt eine vollständige Sperrung der Tunnelanlage. Der Verkehr wird währenddessen über die Seestrecke geleitet, welche im Gegenverkehr betrieben wird. Um die notwendigen Umstellungen der Verkehrsführung reibungs- und gefahrlos durchführen zu können, werden Anpassungen und Ergänzungen an der Seestrecke vorgenommen.

Weiterlesen

Kreisverkehr: Velos und E-Bikes in 40% der Unfälle verwickelt

Kreisel bieten viele Vorteile für die Verkehrssicherheit und sind in der Schweiz weit verbreitet. Schlecht gebaut können sie jedoch vor allem für Velofahrerinnen und Velofahrer und E-Bike-Fahrende gefährlich werden. In den letzten fünf Jahren war bei über 40% aller Unfälle in Kreiseln ein Velo oder E-Bike beteiligt. In einer neuen Analyse stellt die BFU Massnahmen vor, um die Sicherheit für den Veloverkehr im Kreisel zu verbessern.

Weiterlesen

Autobahn A1 / Nachtsperrung: Bauarbeiten zwischen Birrfeld AG und Dietikon ZH

Im Rahmen des Projektes zur Erneuerung der Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen zwischen Birrfeld und Dietikon stehen Bauarbeiten an, welche zu Verkehrsbeeinträchtigungen und einer Sperrung der Ausfahrt Spreitenbach in Fahrtrichtung Zürich führen. Auf der A1 wird im Bereich der Ausfahrtsrampe die Strassenbeleuchtung zurückgebaut. Die Arbeiten führen in diesem Bereich in der Nacht von Dienstag, 26. Juli, auf Mittwoch, 27. Juli 2022, zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

Weiterlesen

Willisau LU: Polizei stoppt Italiener, welcher mit gestohlenem Auto Unfall verursachte und flüchtete

Am Montagabend fuhr ein Mann mit einem gestohlenen Auto in Willisau einen Velofahrer an und flüchtete. Nach dem Unfall brannte sein Auto aus. Er entwendete ein weiteres Fahrzeug und konnte mit einer polizeilichen Strassensperre gestoppt werden. Dabei kam es auch zu einer Schussabgabe der Polizei. Der 21-jährige Italiener wurde festgenommen. Er erlitt vom Autobrand leichte Brandverletzungen und Schürfungen.

Weiterlesen

Appenzell AI: Temporäre Durchfahrtsbeschränkung Schmäuslemarkt wird umgesetzt

Keiner der acht Rekurse gegen die temporäre Durchfahrtsbeschränkung über den Schmäuslemarkt in Appenzell wurde an das Kantonsgericht weitergezogen. Somit ist die Verkehrsanordnung vom 8. Januar 2022 rechtskräftig. Zwischen 1. Mai und 31. Oktober ist die Durchfahrt auf der Süd-Nordverbindung vom Postplatz zur Marktgasse für motorisierten Verkehr von 11.00 bis 17.00 Uhr gesperrt.

Weiterlesen

Zwingen BL: Brandausbruch im Eingangsbereich zu einem Vorgarten

Am Montagabend, 18. Juli 2022, gegen 17.30 Uhr, kam es im Eingangsbereich zum Vorgarten einer Liegenschaft an der August-Cueni-Strasse in Zwingen BL zu einem Brandausbruch. Personen wurden dabei keine verletzt. Die entsprechende Meldung, wonach es im gedeckten Eingangsbereich zu einem Vorgarten einer Liegenschaft an der August-Cueni-Strasse in Zwingen BL zu einem Brandausbruch gekommen sei, ging am Montagabend um 17.40 Uhr bei der Einsatzleitzentrale der Polizei Basel-Landschaft ein.

Weiterlesen

Monthey VS: Brand in einem Gebäude – zwei Feuerwehrmänner leicht verletzt

Am Montagabend, 18. Juli 2022, brach in einem Gebäude in Monthey ein Brand aus. Dabei wurden zwei Feuerwehrleute leicht verletzt. Das Gebäude wurde durch den Brand vollständig zerstört. Kurz vor 20:30 Uhr, meldete eine Drittperson der Einsatzzentrale der Kantonspolizei einen Brandausbruch in einem Gebäudekomplex mit mehreren Unternehmen, Geschäften und Wohnungen an der Avenue du Simplon in Monthey.

Weiterlesen

Die Arbeitswelt unter der Lupe: Stichprobenkontrollen in Unternehmen

Die Kantonspolizei gibt bekannt, dass vom 15. bis 21. Juni 2022 im Rahmen einer internationalen Aktionswoche zur Bekämpfung des Menschenhandels und der Ausbeutung in der Arbeitswelt Stichprobenkontrollen in Unternehmen des Baugewerbes, der Landwirtschaft, des Friseurgewerbes und der Kosmetikbranche durchgeführt wurden. Bei der Aktion, an der auch die Stadtpolizei Locarno, die Gemeindepolizei Minusio, das Arbeitsinspektorat (UIL), die Paritätische Kommission des Kantons (GPK) und die Interprofessionelle Inspektionsvereinigung (AIC) mitwirkten, wurden im ganzen Kanton 177 Personen kontrolliert. Fünf von ihnen wurden anschliessend wegen Verstössen gegen das Bundesausländer- und Integrationsgesetz (LStrl) angezeigt.

Weiterlesen

Kanton Waadt: Montreux Jazz 2022 - Positive Sicherheitsbilanz

Im Rahmen des 56. Montreux Jazz Festivals, das vom 1. bis 16. Juli 2022 stattfand, besuchten fast 250'000 Festivalbesucher die Uferpromenade von Montreux, die meisten davon mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit nur 7 gemeldeten Fällen stellte die Polizei einen starken Rückgang der Diebstähle während des 16-tägigen Festivals fest. Die Massnahmen im Bereich der urbanen Mediation und die verstärkte Polizeipräsenz ermöglichten es, die Belästigungen zu verringern und Schlägereien und Aggressionen einzuschränken.

Weiterlesen

Kanton Waadt: Betrügereien mit falschem technischen Support

Wir beobachten derzeit in der ganzen Schweiz einen deutlichen Anstieg der Fälle von Betrügereien mit gefälschtem technischen Support (auch Microsoft-Betrug genannt). Allein in der Westschweiz haben die Betrüger seit Anfang des Jahres bereits fast 900'000 CHF erbeutet. Aus diesem Grund bitten die Kantonspolizeien die von Betrügern kontaktierten Personen eindringlich, nicht auf ihre Warnungen vor angeblichen Computerproblemen einzugehen.

Weiterlesen

Aquino TI: Bergunfall im Verzascatal - Mann lebensbedrohlich verletzt - Rega im Einsatz

Wie die Kantonspolizei mitteilt, kam es heute kurz vor 16 Uhr in der Gegend von Aquino zu einem Unfall in den Bergen. Nach einer ersten Rekonstruktion war ein 34-jähriger italienischer Staatsbürger mit Wohnsitz in der Provinz Mailand in Begleitung einer anderen Person im Gebiet Valegg von Cansgell aus zu Fuss unterwegs.

Weiterlesen

La Chaux-de-Fonds NE: Kollision zwischen zwei Autos - Sachschaden

Am Samstag, den 16. Juni 2022 um 22:15 Uhr fuhr ein von einer 62-jährigen Frau aus Boudry gesteuertes Auto auf der Rue de la Fusion in La Chaux-de-Fonds in südlicher Richtung. An der Kreuzung mit der Rue Numa-Droz kam es zu einer Kollision mit einem Auto, das von einem 20-jährigen Einwohner von La Chaux-de-Fonds gesteuert wurde, der normalerweise auf der letztgenannten Strasse von Ost nach West fuhr.

Weiterlesen

Greifen- und Pfäffikersee ZH: Fischerei-Kontrollen durchgeführt

Im Rahmen von koordinierten Aktionen hat die Kantonspolizei Zürich zusammen mit den Stadtpolizeien Uster sowie Wetzikon, der Kommunalpolizei Fehraltorf, der kantonalen Fischerei- & Jagdaufsicht und den Rangerdiensten an verschiedenen Tagen der vergangenen Woche Fischerei-, Umwelt- und Naturschutzkontrollen um und auf dem Greifensee sowie Pfäffikersee durchgeführt. Der Schwerpunkt bei den Kontrollen vom 8. bis 15.7.2022 lag jeweils bei der Einhaltung des Fischereigesetzes sowie der Beachtung der Regeln für die Naturschutzzonen. Kleinere Verstösse wurden mit Gesprächen und Belehrungen geklärt. Der Grossteil der Kontrollierten hielt sich an die gesetzlichen Vorgaben.

Weiterlesen

Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.