In Biel ist am Samstag ein seit Freitag vermisster Mann tot aufgefunden worden. Passanten fanden den Mann am Ufer der Schüss, es konnte durch die Rettungskräfte jedoch nur noch sein Tod festgestellt werden.
Zur Todesursache sind Ermittlungen im Gang, wobei eine medizinische Ursache oder ein Unfallgeschehen im Vordergrund stehen.
Am Freitag, 20. Mai 2022, ca. 17.30 Uhr, wurde auf dem Radweg der Linth-Escherstrasse, Höhe Smart Markt, ein 30-jähriger Velofahrer von einem das Parkfeld verlassenden 46-jährigen Lenker eines Personenwagens angefahren.
Der Velofahrer zog sich leichte Verletzungen zu, an Fahrrad wie am Personenwagen entstand Sachschaden.
Am Freitag, 20. Mai 2022, ca. 17.45 Uhr, beim Bahnhof Glarus sowie um ca. 22.45 Uhr im Bahnhof Niederurnen wurden die Selecta Warenautomaten beschädigt.
In beiden Fällen konnte die unterschiedliche Täterschaft ermittelt werden.
In Basel-Stadt kam es Sonntagnacht, den 22.05.22, zu einem Brandereignis an der Gundeldingerstrasse, bemerkt durch eine Anwohnerin.
Den bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt zufolge hat eine unbekannte Täterschaft einen manipulierten Feuerwerkskörper im Vorgarten der Liegenschaft deponiert und entzündet.
Am Samstagabend, 21. Mai 2022 wurde im Kreis 6 eine Patrouille der Stadtpolizei Zürich von Passanten auf einen Mann mit einer Schusswaffe aufmerksam gemacht, der einen anderen Mann bedrohte.
Die sofort eingeleitete Nahbereichsfandung führte zur Festnahme von einem jungen Mann. Ein Diensthund spürte die mutmassliche Tatwaffe kurz danach auf.
Beim Abbiegen auf die Gibelinstrasse (Westtangente) verlor am Samstagnachmittag, 21. Mai 2022, ein Autolenker die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte in der Folge mit der Leitplanke.
Dabei wurden die beiden Beifahrer verletzt.
Gestern Abend kam eine E-Bikefahrerin auf der Kantonsstrasse in Stansstad zu Fall und verletzte sich erheblich.
Eine vor Ort durchgeführte Atemalkoholprobe ergab einen Wert von 0.84 mg/l.
Am Samstag, 21. Mai 2022, im Zeitraum zwischen 18.00 Uhr und 19.45 Uhr, kam es an der Blumattstrasse in Wintersingen BL zu einem Brandausbruch.
Dabei wurde ein Gartenhaus komplett zerstört. Beim Brand wurde niemand.
Ein alkoholisierter Traktorfahrer kollidierte am Samstag in Münchwilen mit einer offenen Bahnschranke und der Signalisation.
Der 60-Jährige wurde nicht verletzt. Der Bahnverkehr war für rund vier Stunden unterbrochen.
Bei einer Patrouille unserer Seepolizei sind die Kollegen auf das Werk eines Biber gestossen.
Haben Sie gewusst, dass der Biber in den 1970er Jahren wieder angesiedelt wurde und seither grosse Teile seines ursprünglichen Lebensraumes zurückerobert hat.
In Berlingen (TG) verstarb am Samstag (21.05.22) eine Frau bei einem Badeunfall. Die 65-Jährige wurde zuvor noch erfolglos reanimiert.
Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau begab sich die 65-Jährige kurz nach 16 Uhr beim «Chloose-Park» zum Baden ins Wasser.
Am Samstag (21.05.2022), 13:15 Uhr, ist es auf der Dorfstrasse in Amden zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Velo gekommen. Der 20-jährige Velofahrer wurde unbestimmt verletzt.
Er wurde nach der Erstversorgung vor Ort durch den Rettungsdienst mit der Rega ins Spital geflogen. Es entstand Sachschaden.
Am Samstag (21.05.2022), kurz vor 19:30 Uhr, ist es auf der Hauptstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Fussgänger auf dem Fussgängerstreifen gekommen.
Der Fussgänger wurde unbestimmt verletzt und durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht.
In der Zeit zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen (22.05.2022) hat die Kantonspolizei St.Gallen sechs Verkehrsteilnehmer angehalten, die ihr Fahrzeug in Fahrunfähigem Zustand oder unter Alkoholeinfluss gelenkt hatten.
Allen wurde der Führerausweis abgenommen oder für die Schweiz aberkannt.
Am Samstagabend (21.05.2022) hat sich ein Verkehrsunfall auf der Bahntalstrasse in Neuhausen am Rheinfall ereignet.
Der alkoholisierte Fahrzeuglenker verletzte dabei vier Personen und entfernte sich pflichtwidrig von der Unfallstelle.
In Kriegstetten drang am Samstagabend, 21. Mai 2022, starker Rauch aus dem Alten Schulhaus. Personen wurden keine verletzt.
Die Polizei hat Ermittlungen zur Ursache aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.
Gestern Nachmittag zerstörte ein Feuer ein Bauernhaus in Albeuve. Es wurde niemand verletzt. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.
Am Samstag, 21. Mai 2022, gegen 16:15 Uhr, wurde die Kantonspolizei über einen Brand in Albeuve, Route de la Sarine, informiert.
Am Sonntagmittag kollidierte auf der Thur bei Warth-Weiningen ein Schlauchboot mit einem Baumstamm.
Die Kantonspolizei Thurgau rettete erfolgreich fünf Personen, es wurde niemand verletzt.
Der seit Dienstag, 17.05.2022, als vermisst gemeldete 65-jährige Mann aus Muhen kehrte selbständig an den Wohnort zurück.
Kurz nach dem Mittag des 21.05.2022 kehrte der seit Dienstag als vermisst gemeldete 65-jährige Mann aus Muhen selbständig an seinen Wohnort zurück.
In der Nacht auf Samstag, 21. Mai 2022, hat eine derzeit unbekannte Täterschaft am Amthausquai in Olten einen Mann bestohlen und tätlich angegangen.
Die Polizei hat umgehend eine Fahndung nach der Täterschaft eingeleitet und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.
Gestern kontrollierte die Polizei in Romont einen Autofahrer, der unter Führerausweisentzug unterwegs war.
Am Freitag, 20. Mai 2022, gegen 16:30 Uhr, kontrollierte eine Patrouille der Kantonspolizei einen Autofahrer, der von Romont in Richtung Billens fuhr.
Die Kantonspolizei musste wegen einer unbewilligten Demonstration gegen den Anlass der SVP in der Güterstrasse Gummischrot einsetzen.
Heute Vormittag lud die SVP zu einem Anlass auf dem Meret-Oppenheimer-Platz ein. Im Vorfeld wurde zu einer Demonstration gegen diesen Anlass aufgerufen.
Am Samstagmorgen, 21. Mai 2022 gab es im Kreis 4 in Zürich eine Ausei-nandersetzung mit mehreren Personen. Der Streit eskalierte und endete mit einer durch Messerstiche schwer sowie einer leicht verletzten Person.
Die Stadtpolizei nahm in diesem Zusammenhang zwei junge Tatverdächtige fest.
Am Samstag, 21. Mai 2022 hat ein Unbekannter eine 33-jährige Frau in ihrer Wohnung an der Kraftstrasse beraubt und verletzt.
Den bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt zufolge war der Täter in die Wohnung eingedrungen und hatte die Frau durch Geräusche geweckt. Er bedrohte sie mit einer Stichwaffe und ging sie tätlich an.
Bei der Kollision zwischen einem Lieferwagen und einem Auto wurden am Samstagmittag in Busswil fünf Personen verletzt, eine davon schwer. Sämtliche Personen mussten ins Spital gebracht werden.
Kurz vor 12 Uhr war eine 66-jähriger Lieferwagenfahrerin auf der Hubstrasse in Richtung Hauptstrasse unterwegs.
Im Verlauf einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern ist in der Nacht auf Samstag im Bereich der Flussbar in Olten einer der Beteiligten erheblich verletzt worden.
Der mutmassliche Täter konnte durch die Polizei angehalten werden. Zur Klärung des Hergangs und der Umstände sucht die Polizei Zeugen.
Bei einem Zusammenstoss mit einem Auto ist eine Fahrradlenkerin verletzt worden.
Weil widersprüchliche Aussagen zum Unfallhergang bestehen, sucht die Polizei Zeugen.
Am Freitag (20.05.2022), kurz vor 18:30 Uhr, ist es auf der Wilerstrasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Mofa gekommen. Dabei wurde der 14-jährige Mofafahrer unbestimmt verletzt.
Er wurde durch den Rettungsdienst betreut und ins Spital überführt.
In der Zeit zwischen Freitagabend und Samstagmorgen (21.05.2022) hat die Kantonspolizei St.Gallen fünf Verkehrsteilnehmende angehalten, die ihr Fahrzeug in Fahrunfähigem Zustand oder unter Alkoholeinfluss gelenkt hatten.
Zwei Männer mussten ihren Führerausweis auf der Stelle abgeben.
Am Freitag (20.05.2022), gegen 19:30 Uhr, hat ein 67-jähriger Mann auf der Staatsstrasse einen Selbstunfall mit einem Quad verursacht.
Er wurde dabei leicht verletzt und durch den Rettungsdienst ins Spital verbracht.
Im Zeitraum zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen (20.05.2022) ist in einen Geschäftsbetrieb an der Augrabenstrasse eingebrochen worden.
Die unbekannte Täterschaft verschaffte sich über ein mutmasslich schräg gestelltes Fenster Zugang zu den Büroräumlichkeiten, durchsuchte diese und wuchtete mehrere Büromöbel auf.
Am Freitagvormittag, 20. Mai 2022, kurz vor 06.30 Uhr, wurde auf die Volg-Filiale in Frenkendorf BL ein Raubüberfall verübt. Verletzt wurde niemand.
Die unbekannte Täterschaft erbeutete mehrere tausend Franken. Die Polizei sucht Zeugen.
Ein 44-jähriger Motorradfahrer war kurz vor 17 Uhr auf der Weststrasse in Richtung Warth unterwegs und wollte nach links in die Nebenstrasse «Untere Auenfeld» abbiegen.
Gemäss den Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau bemerkte dies ein nachfolgender, 40-jähriger Lieferwagenfahrer zu spät und verursachte eine Auffahrkollision.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.