Schweiz

Horw LU: Nach Stoss auf Gemeindehausplatz – mutmasslicher Täter meldet sich

Anfang Februar 2026 kam es in Horw zu einem Vorfall, bei dem ein junger Mann mutmasslich von einer unbekannten Person gestossen wurde. In der Folge stürzte er rückwärts zu Boden und erlitt erhebliche Verletzungen (>>Polizei.news berichtete<<). Die gesuchten Zeugen sowie der mutmassliche Täter haben sich inzwischen bei der Polizei gemeldet.

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Emmenbrücke LU: Balkonbrand greift auf Dach eines Mehrfamilienhauses über

Heute Morgen ist auf einem Balkon eines Mehrfamilienhauses in Emmenbrücke ein Feuer ausgebrochen. Dieses griff auf den Dachstock über, konnte jedoch von der Feuerwehr rasch unter Kontrolle gebracht werden. Verletzt wurde niemand.

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Meilen ZH: Siebenjähriges Mädchen bei Kollision mit Elektrofahrzeug verletzt

Um 10 Uhr überquerte ein siebenjähriges Mädchen auf der Höhe des Spielplatzes den Kirchweg. Dabei ist es aus noch unbekannten Gründen zur Kollision mit einem dreirädrigen Elektrofahrzeug gekommen.

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Altikon ZH: Historisches Polizeibild zeigt Hochwassereinsatz an der Thur im Jahr 1981

Diese Aufnahme entstand 1981 in Altikon beim Hochwasser der Thur. Im Einsatz stand auch der Verkehrszug Hinwil der Kantonspolizei Zürich mit dem Mowag-Mehrzweckfahrzeug 4x4 auf Dodge W200 Power Wagon Basis.

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Frauenfeld TG: Bahnhof wird ausgebaut – neues Wendegleis für mehr Zugverbindungen

Mit neuen Gleisanlagen wird der Bahnhof Frauenfeld für zusätzliche Zugverbindungen vorbereitet. Der Ausbau beseitigt Engpässe im heutigen Betrieb und verbessert die Stabilität des Fahrplans im Personen- und Güterverkehr. Die ersten Bauarbeiten beginnen in diesen Tagen.

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St. Margrethen SG: Auto zwischen Schranken eingeschlossen – Zug streift Wagen

Am Donnerstag (12.03.2026) ist ein Auto beim Bahnübergang an der Grenzstrasse zwischen den Bahnschranken stecken geblieben. Trotz sofort eingeleiteter Schnellbremsung konnte ein einfahrender Zug nicht mehr rechtzeitig anhalten und prallte leicht in das stehende Auto. Beim Unfall sind keine Personen verletzt worden. Es entstand Sachschaden.

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Staad SG: Minderjähriger flüchtet mit Roller vor Polizeikontrolle – Ausweis abgenommen

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (13.03.2026) hat sich ein minderjähriger Rollerfahrer auf der Hauptstrasse einer Polizeikontrolle entzogen. Dabei floh er mit seinem Roller und konnte schliesslich an seinem Wohnort angehalten werden.

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Neuer Schneefall in den Alpen erwartet

Nach einer milden und trockenen Phase meldet sich der Winter in den Alpen nochmals deutlich zurück. Besonders entlang des Alpenrands setzt ab Samstag verbreitet Niederschlag ein. Mit sinkender Schneefallgrenze ist vielerorts nochmals mit beträchtlichem Neuschnee zu rechnen. Auf der Alpensüdseite beginnt der Niederschlag bereits am Freitagabend. Zunächst fallen noch keine grossen Mengen. In der Nacht auf Samstag sowie im Verlauf des Samstags intensivieren sich die Niederschläge jedoch zunehmend.

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Kapo Schwyz: Wann 117 wählen? Polizei klärt in Video über richtige Notrufe auf

Die Kantonspolizei Schwyz sensibilisiert die Bevölkerung in einem neuen Video dafür, in welchen Situationen der Notruf 117 gewählt werden soll und wann die Einsatzzentrale über die reguläre Telefonnummer 041 819 29 29 zu kontaktieren ist. Hintergrund ist, dass immer wieder Unsicherheit darüber besteht, ob ein Ereignis einen polizeilichen Notfall darstellt oder nicht.

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St.Gallen: Feuerwehr übt Einsatz mit Motorspritze – Wasserförderung in fünf Minuten

Motorspritzen werden vor allem dann eingesetzt, wenn beispielsweise ein Hydrant nicht in der Nähe ist oder wenn ein Hydrant nicht genügend Druck hat. Genau für solche Situationen stehen Motorspritzen bereit – unterstützt vom Schlauchauslegefahrzeug, um auch längere Strecken, z.B. bis in Aussenhöfe, mit Wasser zu versorgen.

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Kapo St.Gallen: Polizei präsentiert Schutzhund Hajk und aktuelle Radarstandorte

Heute stellen wir euch Hajk vor. Er ist einer der Dienstältesten Schutzhunde bei der Kantonspolizei St.Gallen.

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Oberdorf NW: Doppelspur Staldifeld bewilligt – mehr Züge zwischen Luzern und Engelberg

Die rechtskräftige Plangenehmigungsverfügung für die Realisierung der Doppelspur Staldifeld in Oberdorf im Kanton Nidwalden liegt vor. Damit kann das Projekt planmässig ausgeführt und der Halbstundentakt zwischen Luzern und Engelberg im Dezember 2026 eingeführt werden.

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Kanton Uri: Behörden erinnern – Hecken und Bäume dürfen Verkehr nicht behindern

Gemäss dem kantonalen Planungs- und Baugesetz dürfen durch Bepflanzungen weder der Verkehr behindert oder gefährdet, noch der Bestand und die Sicherheit des Strassenkörpers beeinträchtigt werden (Art. 83 Planungs- und Baugesetz des Kantons Uri; RB 40.1111).

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Wetter am Freitag, 13.03.2026: Viel Sonne, Morgennebel und später Wolken

Nach einem Zwischenhoch am Donnerstag lässt der Hochdruckeinfluss im Laufe des Freitags allmählich nach und ab Freitagabend kommt in den Alpen vorübergehend Föhn auf. Am Samstag sorgen ein Tief über Nordskandinavien und ein sich entwickelndes Tief über dem Ligurischen Meer für eine Gegenstromlage und Niederschläge im Alpenraum. Dabei wird feuchte Mittelmeerluft zur Alpensüdseite und gleichzeitig kältere Luft aus Nordwesten zur Alpennordseite geführt. Am Sonntag lassen die Niederschläge zwar nach, die Luftmasse trocknet jedoch nur zögerlich ab.

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Kanton Neuenburg: Verkehrssicherheitsbericht 2025 – Unfallzahlen stabil, nur ein Todesopfer

Der Verkehrssicherheitsbericht 2025 zeigt eine Stabilisierung der Unfallzahlen mit Verletzten oder Todesopfern in den letzten vier Jahren. Ein Mensch kam auf den Strassen von Neuenburg ums Leben. Im vergangenen Jahr verbesserte sich zudem das Fahrverhalten in Bezug auf Alkohol am Steuer.

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Kriens LU: Crash auf Luzernerstrasse – zwei Autos kollidieren bei Einmündung

Auf der Luzernerstrasse in Kriens fuhr eine Autofahrerin am Donnerstag (11. März 2026, ca. 15:15 Uhr) in Richtung Luzern. Gleichzeitig bog ein Autofahrer vom Kirchrainweg auf die Hauptstrasse ein und es kam zur Kollision zwischen den beiden Fahrzeugen.

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Triengen LU: Lieferwagen bremst zum Abbiegen – Auffahrunfall mit verletzter Person

Auf der Kantonsstrasse in Triengen ist es am Donnerstag (12. März 2026, kurz vor 09:00 Uhr) zu einer Kollision zwischen einem Auto und einem Lieferwagen gekommen. Der Lieferwagenfahrer beabsichtigte nach links abzubiegen und bremste deshalb ab.

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Zuchwil SO: Brand bei Landwirtschaftshalle war gelegt – Polizei ermittelt zur Täterschaft

In Zuchwil, Oberes Emmenholz, sind in der Nacht auf Donnerstag, 11. Dezember 2025, im Bereich einer landwirtschaftlich genutzten Halle zwei Autos in Brand geraten. Nebst den beiden Autos, welche vollständig ausbrannten, wurden auch die Halle und mehrere Landwirtschaftsfahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen. Ermittlungen der Kantonspolizei Solothurn haben in der Zwischenzeit ergeben, dass von Brandstiftung auszugehen ist.

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Winterthur ZH: Manor nach Tiefgaragenbrand wieder offen – Polizei ermittelt weiter

Am Donnerstagvormittag, 12. März 2026, kam es in der Tiefgarage des Manor-Gebäudes in Winterthur zu einem Fahrzeugbrand. Das Gebäude wurde vorsorglich evakuiert. Verletzt wurde niemand. Der Brand ist gelöscht, die Ermittlungen laufen.

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Freiburg FR: Polizist schiesst auf Messer-Angreifer – Asylbewerber verletzt im Spital

Am frühen Nachmittag musste ein Polizist seine Waffe gegen eine aggressive Person einsetzen, die mit einer Stichwaffe drohte. Diese Person wurde verletzt und in ein Spital gebracht. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet und führt die Ermittlungen.

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Dagmersellen LU: Autofahrerin kracht auf A2 bei Einfahrt in Leitplanke und wird verletzt

Am Donnerstag (12. März 2026, kurz nach 08:00 Uhr) fuhr eine Autofahrerin auf der Autobahn A2 in Richtung Norden. Aus noch ungeklärten Gründen geriet das Fahrzeug im Bereich der Einfahrt Dagmersellen nach rechts und kollidierte mit der Leitplanke.

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Tüscherz-Alfermée BE: Mann von Zug erfasst – Schwerverletzter in kritischem Zustand

Am Donnerstag vor einer Woche ist ein Mann beim Bahnhof in Tüscherz-Alfermée von einem Zug erfasst und schwer verletzt worden. Er musste in kritischem Zustand mit der Rega ins Spital geflogen werden. Weitere Ermittlungen zum Unfall sind im Gang.

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Seewen SO: Verdächtiger schleicht um Autos – Polizei nimmt 19-jährigen Algerier fest

Dank einem Hinweis aus der Bevölkerung ist es der Kantonspolizei Solothurn am Donnerstagmorgen, 12. März 2026, gelungen, im Bereich der Buchenstrasse in Seewen einen Mann anzuhalten. Er steht im Verdacht, einen Diebstahl aus einem Fahrzeug begangen zu haben und wurde vorläufig festgenommen.

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Bern BE: Blick hinter die Kulissen – Fallbearbeiter klären Straftaten am Schreibtisch

Tag für Tag sorgen unsere Einsatzkräfte für Sicherheit im Kanton Bern. Doch wer steckt eigentlich hinter den Uniformen? Im Rahmen unserer Rekrutierungskampagne werfen wir in einer Blog-Serie einen Blick auf die Berufsfelder polizeiliche Fallbearbeitung, Botschaftsschutz, Polizeiarbeit und Verkehrsdienst.

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Gossau SG: Zwei algerische Autoknacker nach Flucht über Bahngleise festgenommen

Am Mittwochnachmittag (11.03.2026) haben Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen in Gossau zwei Männer festgenommen. Gemäss Auskunftspersonen hatten die Männer zuvor in der Industrie Diebstähle aus Autos begangen, waren entdeckt worden und flüchteten.

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St. Margrethen SG: Fahrer flüchtet nach Unfall mit Verletztem – Polizei ermittelt

Am Mittwochabend (11.03.2026) hat sich auf der Grenzstrasse ein Unfall zwischen zwei Autos ereignet. Nach der Kollision der beiden Autos prallte eines in eine Strassenlaterne, wodurch dessen Fahrer verletzt wurde. Der Unfallverursacher entfernte sich von der Unfallstelle, ohne sich um den Verletzten zu kümmern. Er konnte durch die Kantonspolizei St.Gallen ermittelt werden. Er wurde als fahrunfähig eingestuft. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Zuchwil SO: Brand auf Bauernhof – Polizei geht von Brandstiftung aus

Bei einem Landwirtschaftsbetrieb in Zuchwil ist in der Nacht auf Donnerstag, 12. März 2026, ein Nebengebäude in Brand geraten. Trotz raschem Löscheinsatz der Feuerwehr wurde das Gebäude stark in Mitleidenschaft gezogen. Gemäss ersten Erkenntnissen steht als Brandursache Brandstiftung im Vordergrund.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.