Schweiz

Polizei Basel-Landschaft: Fasnacht im ganzen Kanton – Vorsicht vor Taschendieben

Das fasnächtliche Treiben hat den ganzen Kanton im Griff – und das bei idealem Wetter. Doch aufgepasst: Auch Langfinger nutzen die Gunst der Stunde, um unbemerkt potenziellen Opfern in die Tasche zu greifen.

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Wetter am Sonntag, 15.02.2026: Wechselhaft, erst Schnee, später milder und windig

Im Mittelmeerraum hat sich ein Tief namens "Oriana" entwickelt, welches heute das Wetter in der Schweiz beeinflusst. Die Strömung über den Alpen dreht auf Nordost und führt feuchte und sukzessive kältere Luft zur Alpennordseite. Mit aufbauendem Nordüberdruck kommt auf der Alpensüdseite im Tagesverlauf kräftiger Nordwind auf. Auf Sonntag verlagert sich das Tief "Oriana" ostwärts und aus Westen fliesst vorübergehend trockenere Luft zur Schweiz. Auf Montag erreicht mit einer nordwestlichen Höhenströmung bereits das nächste Frontensystem die Schweiz. Damit baut sich am Alpennordhang eine markante Nordstaulage auf, welche bis Dienstag erhalten bleibt.

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Hombrechtikon ZH: 71-Jähriger übersieht zwei Fussgänger – Helikopterflug ins Spital

Am Samstagabend (14.2.2026) sind im Bereich eines Fussgängerstreifens in Hombrechtikon zwei Passanten von einem Auto angefahren worden. Die beiden Fussgänger mussten mit mittel respektive schweren Verletzungen in Spitäler gebracht werden.

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Bubendorf BL: Frau bei Streit vor Liegenschaft niedergestochen – Täter (40) gefasst

Am Samstagmorgen, 14. Februar 2026, kam es beim Eingang zu einer Liegenschaft an der Hauptstrasse in Bubendorf BL zu einem eskalierenden Streit, wobei einer weiblichen Person mit einem gefährlichen Gegenstand mehrere Stichverletzungen zugefügt wurden. Der mutmassliche Täter konnte angehalten werden.

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Wangs SG: Brand in Mehrfamilienhaus – zwölf Personen evakuiert

Am Samstagvormittag (14.02.2026) ist es in einem Mehrfamilienhaus an der Pizolstrasse zu einem Brand gekommen. Durch eine Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen wurden 12 Personen unverletzt aus dem Gebäude evakuiert. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Es entstand Sachschaden von über hunderttausend Franken.

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Lawinensprengung über Courmayeur live auf Polizei.news: Helikopter im Einsatz

Über den Hängen von Courmayeur kreist ein Helikopter. Unter ihm hängt eine Sprengladung. Sekunden später reisst eine Explosion die Stille auf – und eine gewaltige Schneemasse setzt sich kontrolliert in Bewegung. Genau diesen Moment halten Polizei.news und Markenbotschafter SchneeToni live fest. Was spektakulär aussieht, ist gezielte Präventionsarbeit.

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Ennetbaden AG: Alkoholisierter 22-Jähriger prallt in parkiertes Auto – Handy im Spiel

Auf der Fahrt Richtung Ehrendingen kollidierte am Samstagmorgen, 14.02.2026 ein Fahrzeuglenker mit einem parkierten Auto. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, es entstand aber beträchtlicher Sachschaden. Bei der Tatbestandsaufnahme zeigte es sich, dass der 22jährige Schweizer alkoholisiert war und unter Drogen stand.

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Schweiz: Coop ruft Halba Maxi Branche wegen Metallteilen zurück

Coop ruft Halba Maxi Branche Classic 45 Gramm und Halba Maxi Branches Classic 5x45 Gramm zurück. Die Produkte können Fremdkörper aus Metall enthalten. Es besteht eine potenzielle Gesundheitsgefährdung und die Produkte sollten nicht konsumiert werden.

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Leventina TI: Folgemeldung zu Lawinenunglück – Identität der Opfer geklärt

Bezüglich des tödlichen Bergunfalls vom 13. Februar 2026 im Leventina-Tal gibt die Kantonspolizei die formelle Identifizierung der Opfer bekannt. Es handelt sich um einen 35-jährigen belgischen Staatsbürger mit Wohnsitz in Belgien und einen 30-jährigen belgischen Staatsbürger mit Wohnsitz in Deutschland.

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Weinfelden TG: Fahrunfähiger Lenker (47) rammt Auto, Schaufenster und Kandelaber

Ein fahrunfähiger Autofahrer verursachte in der Nacht auf Samstag in Weinfelden mehrere Kollisionen. Der Mann wurde leicht verletzt und musste ins Spital gebracht werden. Es entstand hoher Sachschaden.

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Solothurn SO: Mehrere Fahrzeuge aufgebrochen – Algerier (32) festgenommen

Bei der Rythalle in Solothurn sind in der Nacht auf Samstag, 14. Februar 2026, mehrere Fahrzeuge aufgebrochen worden. Dank einem Hinweis einer Passantin konnte die Stadtpolizei Solothurn den mutmasslichen Täter anhalten. Dieser wurde für weitere Ermittlungen vorläufig festgenommen.

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Staad SG: Betrunkener E-Roller-Fahrer (67) nach Kollision im Spital

Am Freitagnachmittag (13.02.2026) ist es am Heerweg zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem E-Roller gekommen. Der 67-jährige Fahrer des E-Rollers wurde unbestimmt verletzt ins Spital überführt. Er war alkoholisiert unterwegs.

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Henau SG: Lenker (36) kracht auf A1 mehrfach in Leitplanken – fahrunfähig

Am Samstagmorgen (14.02.2026) prallte ein 36-jähriger Autofahrer mit seinem Auto auf der Autobahn mehrfach gegen die Leitplanke und kam auf der Überholspur zum Stillstand. Der Autofahrer war fahrunfähig und musste seinen Führerausweis abgeben.

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Neuhausen am Rheinfall SH: Motorradfahrer bei Streifkollision verletzt

Am Freitagnachmittag (13.02.2026) hat sich in Neuhausen am Rheinfall eine Streifkollision zwischen einem Motorrad und einem Auto ereignet. Dabei wurde der Motorradfahrer verletzt. Die Unfallursache und der Unfallhergang sind Gegenstand laufender Ermittlungen der Schaffhauser Polizei.

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Wetter am Samstag, 14.02.2026: Schnee bis ins Flachland und starker Nordwind

Im Mittelmeerraum entwickelt sich ein Tief namens "Oriana", welches heute das Wetter in der Schweiz beeinflusst. Die Strömung über den Alpen dreht auf Nordost und führt feuchte und sukzessive kältere Luft zur Alpennordseite. Mit aufbauendem Nordüberdruck kommt auf der Alpensüdseite im Tagesverlauf kräftiger Nordwind auf. Auf Sonntag verabschiedet sich das Tief "Oriana" wieder ostwärts und aus Westen fliesst vorübergehend trockenere Luft zur Schweiz.

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Airolo TI: Lawine erfasst Skitourengruppe – zwei Tote am Pizzo Centrale

Die Kantonspolizei gab bekannt, dass sich heute kurz vor 14:00 Uhr in Airolo zwischen Pizzo Centrale und Pizzo Prevat ein tödlicher Bergunfall ereignet hat. Ersten Berichten zufolge wurden drei Skitourengeher aus noch ungeklärten Gründen von einer Lawine erfasst.

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Gnosca TI: Staatsanwaltschaft informiert über neue Erkenntnisse nach Leichenfund

Bezüglich des Fundes der Leichen einer Frau und eines Mannes in einem Haus in der Via Nos in Gnosca geben die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei bekannt, dass die Frau – nach ersten Erkenntnissen und unter noch zu ermittelnden Umständen – zuerst verstarb. Es handelt sich um eine 47-jährige Schweizerin mit Wohnsitz in Bellinzona.

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Stadt St.Gallen SG: Fahrunfähiger Lenker (29) kracht in Bäume – Totalschaden

Am Freitagmorgen (13.12.2026) ist ein Autofahrer im Westen der Stadt von der Strasse abgekommen und mit einer Signaltafel, mehreren Absperrpfosten und Bäumen kollidiert. Der 29-Jährige blieb unverletzt.

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Kanton Tessin: Polizei kündigt mobile Tempokontrollen an – Radarstandorte

Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizeien weisen im Rahmen der Verkehrssicherheitsprävention darauf hin, dass überhöhte Geschwindigkeit eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle ist. Diese haben teilweise schwere oder sogar tödliche Folgen.

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Polizei.news Markenbotschafter SchneeToni live aus Courmayeur (IT): Lawinengefahr!

Polizei.news-Markenbotschafter SchneeToni meldet sich auch am Freitagmorgen (13.02.2026) aus dem italienischen Courmayeur. Über ihm: tiefblauer Himmel. Vor ihm: das gewaltige Mont-Blanc-Massiv mit fast 4’800 Metern Höhe. Eigentlich ein Postkartenmotiv, doch genau diese Kulisse steht in starkem Kontrast zur aktuellen Lage. Denn trotz des Traumwetters bleibt die Lawinengefahr hoch. Das sonnige Intermezzo ist lediglich eine kurze Verschnaufpause. Für die kommenden Tage sind weitere Schneefälle angekündigt. Die Lawinenlage bleibt also angespannt.

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Reiden LU: Heftige Kollision beim Autobahnanschluss – zwei Personen im Spital

Am Freitagmorgen ist es in Reiden, Ortsteil Mehlsecken, zu einer Kollision zwischen zwei Autos gekommen. Beide Fahrzeuglenkenden wurden durch den Rettungsdienst 144 zur Kontrolle ins Spital gefahren.

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Schweizer Armee: 238 Schützenpanzer M113 wegen Mängeln stillgelegt

Bei der Instandhaltung an den Schützenpanzern des Typs M113 wurden technische Probleme am Seitenantrieb festgestellt, welche den Schützenpanzer unter Umständen lenk- und bremsunfähig machen können. Sicherheit hat höchste Priorität, deshalb hat die Armee ein vorläufiges Fahrverbot für die gesamte M113-Flotte verfügt.

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Kapo St.Gallen: Achtung Radar! Polizei informiert über mobile Messanlagen

Vorsicht Radar: Damit ihr auf den Strassen nicht erschreckt. Das auf dem Foto ist eine semistationäre Messanlage.

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Grancia TI: Schwerer Arbeitsunfall – 60-Jähriger bei Sturz von Schalung verletzt

Die Kantonspolizei gab bekannt, dass sich heute kurz vor 11:00 Uhr in Grancia, Via alla Roggia, ein Unfall ereignet hat. Laut ersten Ermittlungen war ein 60-jähriger italienischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Italien mit dem Anbringen einer Schalung beschäftigt und stürzte aus noch ungeklärten Gründen.

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Grenchen SO: Rentner auf Gleis gestossen – 56-jähriger Deutscher verhaftet

Am Bahnhof Grenchen Nord ist am Sonntag, 8. Februar 2026, ein Rentner von einem vorerst unbekannten Mann auf das Gleisbett gestossen worden, worauf dieser von einem einfahrenden Zug erfasst und schwer verletzt wurde. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Kanton Solothurn haben unmittelbar nach dem Ereignis umfangreiche Ermittlungen aufgenommen, die in der Zwischenzeit zur Anhaltung eines tatverdächtigen Mannes geführt haben.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.