In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist in Zollikofen ein Autolenker mit massiv überhöhter Geschwindigkeit gemessen worden.
Der Lenker wurde in der Folge angehalten und muss sich vor der Justiz verantworten.
Bei einer Geschwindigkeitskontrolle am Samstagabend (04.07.2026) in Neunkirch auf der H13 erwischte die Schaffhauser Polizei einen Autofahrer, der viel zu schnell unterwegs war.
Der 29-Jährige überschritt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit nach Abzug der Messtoleranz um 79 km/h.
Am Sonntagmittag hat die Kantonspolizei Graubünden in La Rösa einen Raser mit dem Motorrad gestoppt.
Er überschritt die geltende Höchstgeschwindigkeit um 51 km/h.
In einem Mehrfamilienhaus in Möhlin brach am Sonntagnachmittag ein Brand aus, der mehrere Wohnungen verwüstete und grossen Schaden anrichtete.
Vier Personen zeigten Anzeichen einer Rauchvergiftung und mussten ins Spital gebracht werden.
Bei mehreren Verkehrsunfällen haben sich am Wochenende (4./5.7.2026) neun Velofahrerinnen und Velofahrer teils schwere Verletzungen zugezogen.
Ein 81-jähriger Velofahrer verletzte sich in Meilen so schwer, dass er mit einem Rettungshelikopter in ein Spital geflogen werden musste.
Bei einem Verkehrsunfall ist am Sonntagabend (5.7.2026) in Hombrechtikon ein Velofahrer mittelschwer verletzt worden.
Ein beteiligtes Auto entfernte sich von der Unfallstelle, ohne anzuhalten.
Am Sonntag, 5. Juli 2026, gegen 18.15 Uhr, ging bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Jura die Meldung über den Brand eines Gartenhauses ein.
Die Einsatzkräfte rückten umgehend aus.
Am Freitagabend ist in der Region Riedergrat ein Mann auf einer Wanderung verunglückt. Er wurde am Samstagmorgen leblos aufgefunden. Die Ermittlungen zum Unfallgeschehen sind im Gang.
Am Freitag, 3. Juli 2026, gegen 21.25 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Bern die Meldung ein, wonach in der Region Riedergrat (Gemeinde Oberried am Brienzersee) ein Wanderer vermisst werde.
Der Alpenraum liegt in den nächsten Tagen an der Ostflanke eines Hochs über dem nahen Atlantik. Mässige nordwestliche Höhenwinde führen im Allgemeinen warme und trockene Luft zur Schweiz.
Einzig zwischen Sonntagnachmittag und Montagvormittag gelangt vorübergehend etwas feuchtere und instabilere Luft zu den östlichen Landesteilen.
Die Frau, die am Freitagabend in Kirchberg mit einem Motorfahrrad verunfallte und schwer verletzt ins Spital gebracht worden war, erlag am Sonntagmorgen ihren Verletzungen.
Die Ermittlungen zum Unfall dauern an.
Bei einem Zusammenstoss mit einem Auto wurden in Rickenbach bei Wil ein Velofahrer und eine Velofahrerin verletzt.
Gegen 9.30 Uhr waren ein Velofahrer und eine Velofahrerin auf der Sonnmattstrasse in Richtung Sonnmattkreisel unterwegs.
Die Täter erbeuteten Deliktsgut im Wert von mehreren 1000 Franken.
In der Nacht vom Samstag auf Sonntag, 04. / 05. Juli 2026, hat sich eine unbekannte Täterschaft Zutritt zu einem unverschlossenen Einfamilienhaus am Galgenhang verschafft, während die Bewohner sich im Garten aufhielten.
Am frühen Sonntagmorgen (5.7.2026) hat in Ottikon (Gemeindegebiet Gossau) ein Motorradfahrer bei einem Selbstunfall schwere Verletzungen erlitten.
Kurz vor 4 Uhr fuhr ein 38-jähriger Mann mit dem Motorrad auf der Grüningerstrasse Richtung Ottikon.
Am Samstagabend (04.07.2026) ist eine 52-jährige Frau mit einem E-Scooter auf der Hirschenstrasse verunfallt.
Sie wurde dabei unbestimmt verletzt und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden. Die Frau wurde als fahrunfähig eingestuft.
Am Samstagabend (04.07.2026) ist es an der Stampfstrasse zu einem Brand in einem Unterflurcontainer gekommen.
Als Brandursache steht das unsachgemässe Entsorgen von warmer Asche im Vordergrund.
Am Samstag (04.07.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen mehrere Verkehrsteilnehmende und deren Fahrzeuge in Buchs kontrolliert.
Sechs Fahrzeuglenkende werden bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen wegen unzulässiger Fahrzeugabänderungen an ihren Fahrzeugen oder wegen des Verursachens von vermeidbarem Lärm zur Anzeige gebracht. Ein Auto wurde zudem aus dem Verkehr genommen.
Seit Freitagabend (03.07.2026) hat die Kantonspolizei St.Gallen in Rapperswil-Jona mehrere Verstösse gegen das aktuell geltende Feuerverbot festgestellt.
Es wurden wiederholt unzulässige Feuer im Freien entfacht.
Am Sonntagmorgen, 5. Juli 2026, kam es im Kreis 4 zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen.
Mindestens zwei Männer wurden dabei verletzt, einer davon schwer.
Ein Brand an einem Gasgrill hat am Samstagabend (4.7.2026) zu einem grossen Sachschaden an Fassade und Dach des Gebäudes geführt.
Verletzt wurde niemand.
Am Samstag, 4. Juli 2026, um 14.00 Uhr, ereignete sich in Linthal ein Verkehrsunfall.
Ein 19-jähriger Fahrzeuglenker fuhr auf der Klausenstrasse in Richtung Urnerboden.
Am Samstag, 4. Juli 2026, um 15.25 Uhr, ereignete sich in Engi ein Verkehrsunfall.
Ein 59-jähriger Motorradlenker fuhr auf der Sernftalstrasse von Schwanden herkommend in Richtung Engi.
Gestern Abend stürzte ein junger Mann von einem der Türme auf der "Île d’Ogoz" in Pont-en-Ogoz. Er wurde dabei verletzt und mit einem Helikopter in ein Spital geflogen. Eine Untersuchung ist im Gang.
Am Samstag, 4. Juli 2026, kurz vor 22.00 Uhr, wurde die Einsatz- und Alarmzentrale (EAZ) der Kantonspolizei Freiburg darüber informiert, dass ein junger Mann von einem der beiden Türme auf der "Île d’Ogoz" in Pont-en-Ogoz gestürzt war, als er sich dort mit mehreren Freunden aufhielt.
Am Samstagabend (4.7.2026) hat die Kantonspolizei Zürich in Elsau einen Raser aus dem Verkehr gezogen sowie mehrere Schnellfahrer angehalten. Zwei Führerausweise wurden abgenommen.
Die Kantonspolizei Zürich führte am Samstagabend ausserorts auf der St. Gallerstrasse in beiden Richtungen mit einem Lasermessgerät eine Geschwindigkeitskontrolle durch. Der Fokus lag auf Fahrzeuglenkende, welche die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h in grober Weise missachten.
Bei einem Zusammenstoss zwischen einem Auto und einem E-Trottinett entstand am Samstagabend in Frauenfeld Sachschaden. Der Autofahrer war stark alkoholisiert unterwegs.
Gegen 20.15 Uhr wurde der Kantonalen Notrufzentrale ein Zusammenstoss zwischen einem Auto und einem E-Trottinett an Tankstelle an der Schaffhauserstrasse gemeldet.
Am Samstagabend ist es auf der A1 bei Kirchberg zu einem Verkehrsunfall gekommen. Ein Motorradfahrer wurde dabei schwer verletzt. Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.
Der Kantonspolizei Bern wurde am Samstag, 4. Juli 2026, kurz nach 18.40 Uhr gemeldet, dass es auf der A1 bei Kirchberg zu einem Selbstunfall gekommen sei.
Bei einer Geschwindigkeitskontrolle stoppte die Kantonspolizei am gestrigen Samstag im Boowald bei Vordemwald einen Motorradfahrer, der 189 km/h fuhr. Auch zwei Autofahrer überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit deutlich.
Am Samstagnachmittag, den 04.07.2026, führte die Kantonspolizei Aargau im Boowald, einem beliebten Ausflugsabschnitt bei Vordemwald, eine routinemässige Geschwindigkeitsmessung mit einem Lasermessgerät durch. Für diese Strecke gelten 80 km/h als Höchstgeschwindigkeit.
Am Samstag, 27.06.2026 ereignete sich um die Mittagszeit in einem Restaurant am Bahnhof Aarau ein medizinischer Notfall in deren Verlauf letztlich ein 51-jähriger Schweizer verstarb.
Nach ersten Erkenntnissen dürfte ein medizinisches Problem im Vordergrund stehen. Die Kantonspolizei Aargau sucht dennoch Zeugen.
Nach einem Verkehrsunfall in Tobel entfernte sich am Samstagabend ein Autofahrer von der Unfallstelle. Er war fahrunfähig unterwegs.
Um zirka 19 Uhr bog ein 29-jähriger Autofahrer auf einen Parkplatz an der Breitestrasse ein.
Am Samstagabend, 4. Juli 2026, kurz nach 18 Uhr, kam es in Reichenburg, Kantonsstrasse 70, zu einer Auffahrkollision mit zwei beteiligten Personenwagen.
Bei dieser Kollision zog sich der 35-jährige Autolenker des vorderen Fahrzeuges leichte Verletzungen zu und wurde durch den Rettungsdienst in ein nahegelegenes Spital überführt.
Am Samstagmorgen, 4. Juli 2026, ca. 10.20 Uhr, überholte auf der Etzelstrasse 76 in Schindellegi ein Personenwagen mit Anhänger eine talwärts fahrende E-Bikerin.
Beim Überholmanöver kam es zu einer Berührung des Fahrzeug-Aussenspiegels und der E-Bikerin.
Am Samstagnachmittag ist in Scuol ein Motorradfahrer mit mehreren Fahrzeugen kollidiert. Er wurde verletzt in ein Spital geflogen.
Der 52-jährige Motorradfahrer fuhr gegen 14.15 Uhr von Scuol in Richtung Ardez.
Die Staatsanwaltschaft, die Jugendanwaltschaft und die Kantonspolizei teilen mit, dass es gestern kurz nach 19.30 Uhr an der Via Cantonale in Bironico zu einem Raubüberfall auf eine Tankstelle gekommen ist.
Nach ersten Erkenntnissen betrat ein Mann die Tankstelle, bedrohte die Angestellte sowie mehrere Kunden mit einer Pistole und zwang sie, ihm das Bargeld aus der Kasse auszuhändigen.
Bei einer Kollision zwischen einem Motorrad und einem Lieferwagen ist ein 48-jähriger Mann lebensbedrohlich verletzt und mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen worden.
Eine weitere Person wurde erheblich verletzt. Die Autobahn A4 in Richtung Zug/Zürich musste vorübergehend gesperrt werden.
Der Alpenraum liegt in den nächsten Tagen an der Ostflanke eines Hochs über dem nahen Atlantik. Eine mässige Nordwestströmung führt im Allgemeinen warme und trockene Luft zur Schweiz.
Einzig zwischen Sonntagnachmittag und Montagvormittag gelangt vorübergehend etwas feuchtere und instabilere Luft zu den östlichen Landesteilen.
Am Samstag kam es in Ostermundigen zu zwei Vorfällen in einem Tankstellenshop und einem weiteren Verkaufsgeschäft.
In einem Fall wurde Bargeld entwendet, im anderen blieb der Versuch erfolglos. In beiden Fällen flüchtete die mutmassliche Täterschaft zu Fuss. Ob zwischen den beiden Ereignissen ein Zusammenhang besteht, wird untersucht.
Am Samstagnachmittag hat die Kantonspolizei Graubünden in Vicosoprano einen Raser gestoppt.
Er überschritt die geltende Höchstgeschwindigkeit um 63 km/h.
Valentina Vantaggio wollte schon als Kind Polizistin oder Soldatin werden – heute ist sie Hauptfeldweibel und Unteroffizierin der Militärpolizei.
Die 24-Jährige aus Neuenburg erzählt, weshalb sie sich für die Armee entschieden hat und warum sie ihren Beruf mit grosser Leidenschaft ausübt.
Diese exklusiven Bilder zeigen das Ausmass des Dachstockbrands vom Donnerstag (2. Juli 2026) in Azmoos.
Die Aufnahmen dokumentieren die aufwendigen Nachlöscharbeiten und den erheblichen Schaden am Wohnhaus.
In der Nacht vom 3. auf den 4. Juli kam es zu einem Einbruchdiebstahl in einem Waffengeschäft im Zentralwallis.
Dank des umfangreichen Einsatzes der Kantonspolizei konnten fünf mutmassliche Täter sowie zwei Komplizen festgenommen und ein Grossteil der Beute sichergestellt werden.
Im Gemeindegebiet Willisau ist am frühen Samstagmorgen ein Jugendlicher in einem Waldgebiet verstorben.
Die genauen Umstände werden derzeit abgeklärt. Als Ursache steht derzeit ein Unfall im Vordergrund.
Die Kantonspolizei Nidwalden führte gestern Freitag, den 3. Juli 2026 in Emmetten eine Schwerpunktkontrolle im Strassenverkehr durch.
Dabei lag der Fokus auf technischen Abänderungen und Mängel an Fahrzeugen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.