Am Montagabend (1. April 2024, kurz vor 20:45 Uhr) kollidierten zwei Autos bei der Einmündung von der Moosstrasse in die Bundesstrasse.
Eine Person wurde leicht verletzt.
Im Kurz-Interview erklärt Wildhüter Fabian Kern, warum Hunde von April bis Juli im Wald an der Leine geführt werden müssen.
Wann müssen Hunde im Wald an der Leine geführt werden?
Am Dienstagmorgen, 2. April 2024, ca. 01.00 Uhr, wurde in Niederurnen in ein Einfamilienhaus eingebrochen.
Die unbekannte Täterschaft verschaffte sich gewaltsamen Zutritt zum Gebäude und entwendete ein Serviceportemonnaie.
Aufgrund mutmasslicher Kindsentführungsversuche in Nachbarkantonen sind bei der Schaffhauser Polizei in den letzten Tagen vermehrt Anfragen von beunruhigten Eltern eingegangen.
Aktuell hat die Schaffhauser Polizei keine entsprechenden Vorfälle registriert. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Präventionsbroschüre „Ihr Kind alleine unterwegs – so schützen Sie es trotzdem!“.
Am Montagnachmittag (01.04.2024) hat sich in der Stadt Schaffhausen eine Kollision zwischen einem 6-jährigen Jungen und einem Auto ereignet. Dabei wurde der Junge verletzt.
Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Angaben zum Unfallhergang.
Am Montagnachmittag löste sich am Riffelberg oberhalb Zermatt ausserhalb der Pisten eine Lawine. Mehrere Personen wurden von der Lawine mitgerissen.
Die Air Zermatt stand gleichzeitig mit vier Helikoptern im Einsatz.
Am Wochenende hat die Luzerner Polizei in Horw einen mutmasslichen Einbrecher festgenommen.
Beim 53-jährigen Mann wurde Einbruchwerkszeug und Bargeld sichergestellt.
Der Fokusbericht der Kantonspolizei St.Gallen ist nicht einfach ein Jahresrückblick oder ein Geschäftsbericht. Vielmehr soll er durch grosse Transparenz und gespickt mit Multimedia-Beiträgen vor allem eines: Verständnis und Vertrauen schaffen.
Die Bevölkerung des Kantons St.Gallen hat das Recht darauf, zu erfahren, was sich hinter der Fassade der Kantonspolizei abspielt. Die rund 1'300 Medienmitteilungen pro Jahr sind im Endeffekt nämlich nur die Spitze des Eisbergs.
Am 1. April 2024 ging abseits der Skipisten am Riffelberg eine Lawine nieder. Drei Skifahrer verloren ihr Leben, ein dritter wurde schwer verletzt.
Kurz nach 14 Uhr löste sich abseits der Skipisten am Riffelberg eine Grosslawine. Es wurde umgehend eine umfangreiche Suche im betroffenen Gebiet eingeleitet.
Die Tunnel der Nationalstrasse werden regelmässig gereinigt. Nachdem Anfang März der Tunnel Visp gereinigt wurde, sind nun die Tunnel Turtmann und Eyholz an der Reihe.
Dafür kommt es zu Sperrungen.
Am Ostermontag ereignete sich in Rheinfelden ein Verkehrsunfall.
Eine Fahrzeuglenkerin missachtete nach ersten Erkenntnissen ein Stoppsignal und kollidierte dann frontal mit einem anderen Fahrzeug.
Der Kanton nimmt eine umfassende Revision des Ordnungsbussenrechts vor. Ziel ist die Harmonisierung der Vorschriften mit dem eidgenössischen Ordnungsbussenrecht und eine effizientere Ahndung von geringfügigen Rechtsverstössen.
Der Regierungsrat hat die Vorlage in die Vernehmlassung geschickt.
Am Samstag hat die Luzerner Polizei in Neuenkirch einen Raser gestoppt. Der Mann wurde vorübergehend festgenommen.
Der 18-jähriger Lenker war am Samstagabend (30. März 2024, nach 18.15 Uhr) im Gebiet "Holz" mit seinem Motorrad unterwegs.
Ein Mann musste am Montag bei der Ruine Tannegg bei Dussnang nach einem Unfall gerettet werden.
Er wurde mittelschwer verletzt und musste durch die Rega ins Spital geflogen werden.
Am Montag wurden in Tägerwilen bei einer Kollision zwischen zwei Autos drei Personen verletzt.
Zwei Frauen mussten durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Am Montag (01.04.2024), kurz nach 6:05 Uhr, hat ein 24-jähriger Mann mit seinem Lieferwagen auf der Poststrasse einen Selbstunfall verursacht.
Er entfernte sich von der Unfallstelle ohne sich um die Schadenregulierung zu kümmern. Der Mann konnte von der Kantonspolizei St.Gallen angetroffen werden. Er war im alkoholisierten Zustand unterwegs.
Am Montag (01.04.2024), kurz nach 18:55 Uhr, ist es auf der Trogenerstrasse zu einem Selbstunfall von einem Motorradfahrer gekommen. Der 16-jährige Motorradfahrer wurde leicht verletzt.
Es entstand Sachschaden von mehreren hundert Franken.
Am Sonntagabend (31.03.2024) hat es in einem Altersheim an der Promenadenstrasse im Zimmer eines Bewohners gebrannt.
Der 85-jährige Bewohner des Zimmers wurde dabei schwer verletzt und musste von der Rega ins Spital geflogen werden (Polizei.news berichtete).
Am Montag (01.04.2024), kurz vor 19:15 Uhr, ist es in einem Aufbewahrungsraum für Gartengeräte an der Schloss-Strasse zu einem Brand gekommen.
Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen.
Am Mittwochabend konnte die Luzerner Polizei zwei mutmassliche Diebe festnehmen.
Die beiden Männer haben in der Stadt Luzern eine Autoscheibe eingeschlagen und sind danach geflüchtet. Dank dem Einsatz vom Diensthund "Rusty" konnten sie festgenommen werden.
Am Donnerstag findet in Bern das Fussballspiel zwischen dem BSC Young Boys und dem Grasshopper Club Zürich statt.
Die Kantonspolizei Bern rät Matchbesucherinnen und -besuchern frühzeitig mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.
Am Montag, 8. April 2024, beginnt das kantonale Tiefbauamt in St.Gallen an der Rehetobelstrasse mit Strassenbauarbeiten. Zwischen der Tablatstrasse und dem Schaugenhof verbessert das Amt die Sicherheit für den Langsamverkehr.
Zudem gestaltet es den Knoten Rehetobel- / Tablatstrasse neu. Die Bushaltestelle «Schaugenhof» ist künftig barrierefrei. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Juli 2025.
Während die Zahl der Verkehrsunfälle gesunken ist, hat die Zahl der Straftaten zugenommen.
Deutlich mehr Delikte wurden in den Bereichen Leib und Leben, dem Vermögen sowie der Cyberkriminalität verzeichnet. Die Sicherheitslage ist trotz des Anstiegs stabil.
Am Ostermontag wurden alle Warnungen für Schnee, Regen und Sturm aufgehoben.
Zeit, nochmals das turbulente Wetter der Ostertage Revue passieren zu lassen.
Die Berninalinie der Rhätischen Bahn (RhB) bleibt zwischen Pontresina und Poschiavo bis auf Weiteres aus Sicherheitsgründen geschlossen.
Da auch die Strasse geschlossen ist, können keine Ersatzbusse eingesetzt werden. Zudem hat sich bei Cadera ein Erdrutsch ereignet, welcher das Bahntrassee verschüttet hat.
Über das verlängerte Osterwochenende blieb es bei der Rega aufgrund des unbeständigen Wetters verhältnismässig ruhig.
Zwischen Karfreitag und Ostermontag mussten die Crews rund 100 Mal ausrücken.
Am Ostermontag (01.04.2024) reisten anlässlich des Super League Spiels zwischen dem FC St.Gallen und dem FC Luzern gegen 800 Luzerner Fans nach St.Gallen.
Dies trotz Sperrung des Gästesektors und einem Aufruf der Polizei, nicht nach St.Gallen zu kommen. Um die Sicherheit im Stadion zu gewährleisten, sah sich die Polizei kurzfristig gezwungen, den gesperrten Gästesektor freizugeben.
Auch dieses Jahr kam es an den Ostertagen von Mittwoch bis Sonntag auf der Autobahn A2 in Richtung Süden zu Stausituationen.
Im Vergleich mit dem Vorjahr war ein leicht geringeres Verkehrsaufkommen zu verzeichnen. Die Stauspitzen betrugen am Mittwoch, neun Kilometer, am Donnerstag, neun Kilometer und am Freitag, zwölf Kilometer. Am Samstag und am Sonntag rollte der Verkehr flüssig Richtung Süden.
Heute Nachmittag, 01. April 2024 gegen 13:45 Uhr, verunfallte ein ausländischer Motorradfahrer, welcher auf der schneebedeckten Gotthardstrasse in Richtung Andermatt fuhr.
Im Bereich Strubenmätteli verlor er die Kontrolle über das Motorrad und stürzte.
Heute Morgen, 01. April 2024 gegen 10.20 Uhr, kollidierte auf der A2 ein aus dem Süden kommendes Fahrzeug mit einer betonierten Leitplanke.
Das Fahrzeug kam aus noch ungeklärten Gründen von der Normalspur ab. Das Auto wurde auf der rechten Seite stark beschädigt.
Am Montagmorgen ist es auf der A6 Richtung Biel zu einem unbewilligten Rennen zwischen drei Autos gekommen.
Die Fahrer konnten alle angehalten werden und die Führerausweise wurden vor Ort abgenommen. Sie werden sich vor der Justiz verantworten müssen.
In der Altstadt von Solothurn ist am Sonntagabend ein Einbruch in ein Warengeschäft verübt worden.
Die Polizei war mit mehreren Patrouillen rasch vor Ort und konnte den mutmasslichen Einbrecher anhalten.
Eine nicht ortskundige Frau hat sich sich in der Nacht auf Sonntag in Lostorf verfahren und blieb auf einem Feldweg stecken. Nachdem sie einen Kollege mit einem zweiten Fahrzeug für Hilfe avisierte, blieb auch dieser auf dem Feldweg stecken.
Die beiden Autos mussten schliesslich abgeschleppt werden.
Mit einem neuen Pilotprojekt wollen wir unsere tierischen Einsatzmittel erweitern.
Kommen unsere Diensthunde mal wegen ihrer Körpergrösse nicht weiter, können wir nun auf unser neustes Mitglied setzen.
Damit unser Blaulicht immer einsatzfähig ist und blau leuchtet, wird regelmässig die Blaulicht-Flüssigkeit nachgefüllt.
Geht dies mal vergessen, kann es durchaus vorkommen, dass unser Blaulicht nicht mehr blau, sondern weiss leuchtet.
Starke und anhaltende Sturmböen hatten über die Ostertage auf dem Churer Stadtgebiet mehrere Einsätze der Stadtpolizei zur Folge.
Umgestürzte Bäume, herabfallende Äste und herumfliegende Gegenstände verursachten Sachschäden.
Die Stadtpolizei Winterthur ersetzt per sofort die Kleinwagen der Quartierpolizei durch klimafreundliche Leichtmotorfahrräder.
Damit will sie noch bürgernaher in den Winterthurer Quartieren unterwegs sein.
In der Zeit zwischen Samstag um 16:00 Uhr und Sonntag (31.03.2024) um 16:45 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Einfamilienhaus an der Zinggenhuebstrasse eingebrochen.
Sie verschaffte sich über eine Balkontür gewaltsam Zutritt ins Haus.
Am Sonntag (31.03.2024), kurz nach 15:00 Uhr, hat ein 14-jähriger Jugendlicher mit seinem Mofa einen Selbstunfall auf der Wisentalstrasse verursacht.
Er wurde unbestimmt verletzt. Die Rega flog ihn ins Spital. Es entstand Sachschaden von zurzeit unbekanntem Wert.
Am Sonntag (31.03.2024), kurz nach 15:20 Uhr, ist es auf der Rütistrasse zu einer Auffahrkollision zwischen zwei Autos gekommen.
Eine 44-jährige Autofahrerin, ein 26-jähriger Autofahrer sowie seine 29-jährige Mitfahrerin wurden leicht verletzt.
Ein alkoholisierter Autofahrer musste in der Nacht auf Montag in Bottighofen seinen Führerausweis abgeben.
Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau kontrollierten gegen 1.45 Uhr an der Lengwilerstrasse einen Autofahrer, der zuvor das polizeiliche Haltezeichen missachtete und an der Kontrollörtlichkeit vorbeigefahren war.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.