Schweiz

Stadt Zürich ZH: Klare Kriterien für Personenkontrollen seit 2017

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg beurteilt die Personenkontrolle von Mohamed Wa Baile im Jahr 2015 durch die Stadtpolizei als diskriminierend. Die Stadtpolizei reagierte auf die Rassismusvorwürfe und setzte bereits 2017 neue Standards in Kraft, nach denen eine Person kontrolliert werden darf.

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Stadt Schaffhause SH: Zeugen gesucht nach Busunfall mit Verletzten

Am Montagmorgen (19.02.2024) hat ein Buschauffeur in der Stadt Schaffhausen (nach Aussagen des Buschauffeurs und einer weiteren Person) - wegen einer Vortrittsmissachtung eines Autofahrers – eine Vollbremsung ausführen müssen. Aufgrund dieser stürzte eine Buspassagierin und verletzte sich beim Aufprall. Die Schafhauser Polizei bitte die Bevölkerung (insbesondere weitere Buspassagiere) um sachdienliche Hinweise zu diesem Vorfall.

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Stadt Bern BE: Motor- und Fahrradunterstand in Brand gesetzt

In der Nacht auf Sonntag haben in Bern ein Motor- und Fahrradunterstand sowie vier Fahrzeuge gebrannt. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Ermittlungen zur Brandursache wurden aufgenommen. Aktuell wird von Brandstiftung ausgegangen. Die Kantonspolizei Bern sucht Zeuginnen und Zeugen.

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Altdorf UR: Crash zwischen zwei Autos – zwei Personen verletzt

Heute Dienstag, 20. Februar 2024, gegen 13.00 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit Anhänger mit Urner Kontrollschildern auf der Reussstrasse in Fahrtrichtung Süd. Der 46-Jährige beabsichtigte von der Reussstrasse in die Seedorferstrasse einzubiegen.

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Schleitheim SH: Kurve verpasst – unfallbeteiligte Personen gesucht

Am späteren Montagnachmittag (19.02.2024) wurde der Schaffhauser Polizei eine mutmassliche Unfallstelle in Schleitheim gemeldet. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesem Unfallereignis bzw. zu beteiligten Personen oder Unfallfahrzeugen.

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A2 / Autobahneinfahrt Basel-Kleinhüningen BS wegen Baumschnittarbeiten in der Nacht vom 26.02.2024 gesperrt

Wegen Baumschnittarbeiten an der Signalstrasse oberhalb der Autobahn A2 in Basel, muss am Montag, 26. Februar 2024 die Autobahneinfahrt Nr. 1a Basel-Kleinhüningen (Freiburgerstrasse) von 21.30 bis 5.00 Uhr total gesperrt werden. Die Stadtgärtnerei Basel führt ab Montag, 26. Februar 2024 während voraussichtlich 2-3 Nächten Baumschnittarbeiten an der Signalstrasse in Basel durch.

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Stadt Basel BS: Der Fasnachtsmäntig 2024

Der Fasnachtsmäntig hat die Basler Blaulichtorganisationen beschäftigt. Die Sanität der Rettung Basel-Stadt hatte im Verlauf des Nachmittags und in der Nacht auf Dienstag 15 Einsätze zu leisten, welche mit der Fasnacht zusammenhingen. Bei Streitigkeiten kam es in zwei Fällen zu Gewalt gegen Polizisten.

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Prävention von Diebstahl: Wie schütze ich mein Eigentum?

Im Gedränge, an der Supermarktkasse oder im Zug, Diebe sind überall dort unterwegs, wo sich viele Menschen aufhalten. Doch auch zu Hause schlagen Kriminelle zu, vor allem bei längerer Abwesenheit ist der Schutz vor einem Einbruch sehr wichtig. Der folgende Ratgeber zeigt, wie Sie Diebstähle am besten vorbeugen und wie Sie sich im Schadenfall verhalten sollten.

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Einbruchsprävention: Wie kann ich mein Eigentum schützen?

Der Gedanke klingt erschreckend: Während Ihrer Abwesenheit steigt ein Einbrecher in Ihr Haus ein, macht sich an Ihrem Eigentum zu schaffen und stiehlt wertvolle Gegenstände. In der Schweiz sind die Einbruchszahlen im Jahr 2022 im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen. Insgesamt verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik mehr als 35.700 Einbruch- und Einschleichdiebstähle.   Der folgende Artikel zeigt verschiedene Tipps, wie Sie Ihr Zuhause effektiv schützen.

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Muttenz BL: Ausgelaufenes Gasöl auf dem Rhein beschäftigt Einsatzkräfte

Am Montag, 19. Februar 2024, kurz vor 13.00 Uhr, kam es im Auhafen in Muttenz beim Löschen eines Tankschiffes zu einem Zwischenfall, wobei Öl ausgelaufen ist. Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Einsatzkräfte vor Ort geriet bei der Löschung von Gasöl bei einem Tankschiff eine unbekannte Menge Gasöl in den Rhein.

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Stadt St.Gallen: Kollision zwischen PW und Motorrad - Zeugenaufruf

Am Freitagabend (16.02.2024) kam es auf der Splügenstrasse bei der Autobahneinfahrt Richtung Zürich zu einer Kollision zwischen einem Motorrad und einem Personenwagen. Der Unfallhergang konnte nicht restlos geklärt werden. Aus diesem Grund sucht die Stadtpolizei St.Gallen Zeugen.

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Stein am Rhein SH: Polizei empfiehlt keine Wertgegenstände in Autos

In Stein am Rhein hat eine unbekannte Täterschaft am Donnerstagmittag (15.02.2024) aus einem parkierten Auto einen Rucksack (inkl. Portemonnaie) gestohlen. Die Schaffhauser Polizei empfiehlt der Bevölkerung keine Waren in parkierten Fahrzeugen zu lagern und verweist in diesem Zusammenhang auf ihre entsprechende Präventionskampagne.

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Eingreifen, bevor etwas passiert: Kapo St. Gallen als Anlaufstelle bei Gewalt an Frauen

Nach Angaben der Kantonspolizei St. Gallen kam es im Jahr 2022 zu 1.400 Fällen häuslicher Gewalt, mehr als ein Drittel der Vorkommnisse waren strafrechtlich relevant. Im Dezember 2023 machte die Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“, an der sich verschiedene Institutionen beteiligten, auf das wichtige Thema aufmerksam. Wie und wo Betroffene Hilfe bekommen und wie die Polizei unterstützt, erfahren Sie im folgenden Artikel.

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Küssnacht am Rigi SZ: Mehrere Fahrzeuge beschädigt - Zeugenaufruf

In der Nacht von Samstag, 17. Februar 2024, auf Sonntag, 18. Februar 2024, wurden an der Siegwartstrasse in Küssnacht mehrere parkierte Fahrzeuge beschädigt. Unbekannte Personen haben dabei Seitenspiegel abgerissen und eine Frontscheibe zerschlagen. Es entstand Sachschaden von mehreren Tausend Franken.

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Liestal BL: Zweites Fasnachtswochenende ohne grössere Zwischenfälle

Wie schon am Wochenende vorher (Herrenfasnacht in den Bezirken Arlesheim und Laufen) verlief nun am vergangenen Wochenende auch der Auftakt zur Bauernfasnacht im Raum Liestal, Pratteln, Sissach und Gelterkinden weitgehend gesittet. Abgesehen von sehr vereinzelten Problemen im zwischenmenschlichen Bereich (Tätlichkeiten, meistens unter zum Teil heftigem Alkoholeinfluss) war die Polizei Basel-Landschaft im üblichen Rahmen der Vorjahre gefordert.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.