Schweiz

Grellingen BL: Veranstaltung sorgt für Aufsehen - über 100 Personen kontrolliert

Am Samstagnachmittag, 9. Dezember 2023, fand in Grellingen BL eine Versammlung der eritreischen Vereine der Schweiz statt. Gleichzeitig versammelten sich mehrere hundert Personen, um diese Veranstaltung zu verhindern. Die Polizei Basel-Landschaft war mit einem Grossaufgebot vor Ort und konnte ein Aufeinandertreffen der verschiedenen Gruppierungen verhindern. Über 100 Personen wurden kontrolliert.

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Wil SG: Vier jugendliche Asylbewerber nach Ladendiebstahl festgenommen

Am Donnerstag (07.12.2023), kurz nach 16 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung erhalten, wonach vier junge Männer in einem Verkaufsgeschäft an der Bronschhoferstrasse Ladendiebstähle begehen würden. Den ausgerückten Patrouillen gelang die Festnahme von vorerst drei Personen, die vierte konnte später angehalten und ebenfalls festgenommen werden. Es handelt sich um vier jugendliche Asylbewerber aus Algerien und Libyen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren.

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Näfels GL: Flucht vor Polizeikontrolle - trotz Ausweisentzug

Am Samstag, 09.12.2023, ca. 09.45 Uhr, wollte die Polizei in Näfels einen 32-jährigen Fahrzeuglenker kontrollieren, welcher tags zuvor ein Fahrzeug entwendet hatte und trotz Ausweisentzug Auto fuhr. Der Fahrzeuglenker entzog sich der Kontrolle und fuhr mit massiv überhöhter Geschwindigkeit und waghalsigen Verkehrsmanövern davon.

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Wattwil SG: Salzwagen rutscht bei Unfall Abhang hinunter und überschlägt sich

Am Samstag (09.12.2023), kurz vor 8:40 Uhr, ist ein 31-jähriger Mann mit seinem Lastwagen beim Salzen der vereisten Hembergstrasse zwischen Lichtensteig und Hemberg von der Strasse abgekommen. Der Salzwagen rutschte einen Abhang hinunter und kam auf der Seite liegend in einem Bachbett zum Stillstand. Der Fahrer blieb unverletzt.

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Tödlicher Verkehrsunfall in der Waadt VD: 21-jähriger Slowene stirbt bei Frontal-Crash

Am Freitag, 8. Dezember 2023, gegen 6.35 Uhr wurde der Polizei Centrale Vaudoise (CVP) mitgeteilt, dass es soeben auf der Strasse nach Bern in der Gemeinde Lucens zu einem schweren Verkehrsunfall mit zwei Autos gekommen sei. Aus einem Grund, den die Untersuchung klären muss, kollidierte ein in Richtung Lausanne fahrender Personenwagen frontal mit einem entgegenkommenden Auto. Durch die Wucht des Aufpralls verstarb der Fahrer des ersten Fahrzeugs, ein 21-jähriger slowenischer Staatsbürger, sofort. Der andere Benutzer, ein 48-jähriger Schweizer, wurde verletzt und per Helikopter zum CHUV transportiert. Seine Tage sind nicht in Gefahr.

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Bivio GR: Lawinenverschütteter (†) vom Piz Grevasalvas verstorben

Der zweite Skitourengänger, der am 07.12.2023 in Bivio am Piz Grevasalvas von einer Lawine verschüttet worden war (Polizei.news berichtete), ist am Freitag verstorben. Der 42-Jährige war am Donnerstag bei der Talfahrt vom Piz Grevasalvas in Richtung Bivio von einer Lawine verschüttet worden.

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Kerzers FR: Erhebliche Ölverschmutzung in mehreren Gewässern

Am Freitag, den 8. Dezember 2023, gegen 16.20 Uhr, informierte eine Drittperson die Einsatz- und Alarmzentrale der Kantonspolizei über eine Verschmutzung des Biberenkanals auf der Höhe von Sugiez. Die Feuerwehr der Startbasis See Zentrum wurde rasch alarmiert, ebenso der Wildhüter, das Amt für Umwelt (AfU) und die Polizeipatrouillen.

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Graubünden stoppt Abschuss von Wölfen

Nach einer Beschwerde mehrerer Naturschutzorganisationen an das Bundesverwaltungsgericht ist der Kanton Graubünden verpflichtet die proaktive Regulation von Wolfsrudeln vorerst zu stoppen. Das Bundesverwaltungsgericht hat dem Kanton Graubünden den Eingang der Beschwerde am 8. Dezember 2023 mitgeteilt. Die proaktive Wolfregulation ist seit dem 1. Dezember 2023 möglich.

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Neue Doppelspur Uznach–Schmerikon (SG) nach über zweijähriger Bauzeit eröffnet

Nach über zweijähriger Bauzeit eröffnen Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Kanton und Gemeinden sowie der beteiligten Transportunternehmen gestern die doppelspurig ausgebaute Bahnstrecke zwischen Uznach und Schmerikon. Die Fahrgäste profitieren ab Sonntag, 10. Dezember 2023, von kürzeren Reisezeiten, häufigeren Fahrten und mehr Sitzplätzen im öffentlichen Verkehr.

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Delsberg JU: Zusammenstoss zwischen Auto und Fussgänger - Zeugenaufruf

Zeugenaufruf zu einem leichten Zusammenstoss zwischen einem Fahrzeug und einem Fussgänger. Gestern gegen 16:50 Uhr kam es bei der Ausfahrt aus der Tiefgarage des Coop-Ladens auf der Höhe der Avenue de la Gare in Delémont zu einem Zusammenstoss zwischen einem Fussgänger und einem braunen Fahrzeug. Der Autofahrer erfasste den Fussgänger leicht, bevor er den Ort des Geschehens verliess, ohne sich anzumelden.

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Montreux VD: Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft - Zeugenaufruf

Am Donnerstag, den 7. Dezember 2023, gegen 17:40 Uhr, verübten zwei Männer einen Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft, das sich in einem Hotel in Montreux befand. Trotz eines massiven Aufgebots konnten die Täter nicht festgenommen werden. Die Kantonspolizei bittet um Zeugenhinweise.

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Lugano TI: Raubüberfall auf eine Tankstelle - Angestellte mit Messer bedroht

Wie die Kantonspolizei mitteilt, kam es gestern Abend kurz vor 22 Uhr zu einem Raubüberfall auf eine Tankstelle in der Via G. e F. Ciani in Lugano. Gemäss einer ersten Rekonstruktion betrat eine Person die Tankstelle, bedrohte eine Angestellte mit einem Messer und zwang sie, den Inhalt der Kasse herauszugeben. Danach flüchtete er.

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Polizei BL: Hanf-Indooranlagen ausgehoben – über 13'000 Pflanzen sichergestellt

Ende November konnte die Polizei Basel-Landschaft zwei illegale Hanf-Indooranlagen ausheben. Dabei wurden in Zwingen BL und in Breitenbach SO insgesamt über 13'000 Hanfpflanzen sichergestellt. Eine Person wurde festgenommen und die Staatsanwaltschaft hat ein entsprechendes Verfahren eröffnet.

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Baden AG: Mann (62) von drei Unbekannten angegriffen und verletzt

In der Nacht auf Freitag griffen drei unbekannte Männer einen Mann in Baden an. Trotz Fahndung blieben sie verschwunden. Ein 62-jährige Mann war in der Nacht auf Freitag, 8. Dezember 2023, kurz nach halb zwei Uhr, auf der Siggenthaler Brücke von Baden in Richtung Siggenthal unterwegs, als er von drei unbekannten Männern von hinten angegriffen wurde. Das Opfer wurde verletzt.

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Kanton Bern: Warnung vor neuem Phänomen – Männer betäubt und bestohlen

Die Kantonspolizei Bern warnt vor einem neuen Phänomen, das insbesondere auf Männer abzielt, die sexuelle oder intime Beziehungen mit Männern haben und sich über Internet-Dating-Plattformen verabreden. Das Ziel der Täterschaft ist es, die Opfer bei einem Treffen zu betäuben und zu bestehlen.

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Phishing mit gespooften Viseca-E-Mail-Adressen

Aktuell verbreiten Cyberkriminelle E-Mails, die angeblich von Viseca stammen. Bei dieser Betrugsmasche fälschen (engl. spoofen) die Betrüger die legitimen E-Mail-Adressen von Viseca, um potenzielle Opfer in die Phishing-Falle zu locken.

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Niederwil SG / A1: Verkehrsunfall mit zwei Folgeunfällen auf Autobahn

Am Donnerstag (07.12.2023), kurz vor 9 Uhr, ist es auf der Autobahn A1 Richtung St.Gallen, Höhe Niederwil, zu einem Verkehrsunfall mit zwei Folgeunfällen gekommen. Beteiligt waren insgesamt neun Fahrzeuge. Drei Personen wurden leicht verletzt. Insgesamt entstand Sachschaden im Wert von 90'000 Franken.

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Bluttat in Wettingen AG: Notwehr! Strafverfahren eingestellt

Die Staatsanwaltschaft Baden hat ein Strafverfahren wegen vorsätzlicher Tötung eingestellt, in welchem ein 64-jähriger Mann unter dem dringenden Tatverdacht stand, einen 69-Jährigen getötet zu haben. Im Verlauf der Untersuchung konnte festgestellt werden, dass der Mann aus Notwehr gehandelt – und sich daher nicht strafbar gemacht hat.

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Kanton Basel-Land: Intensive Kontrollen in Bezug auf Fahrfähigkeit

Die Polizei Basel-Landschaft wird in den kommenden Tagen auf dem gesamten Kantonsgebiet intensive Verkehrskontrollen in Bezug auf die Fahrfähigkeit durchführen. Im Rahmen der internationalen Roadpol-Vereinigung findet vom 11. bis 17. Dezember 2023 eine europaweit angelegte Kontrollwoche statt, an der sich auch die Polizei Basel-Landschaft beteiligt.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.