Heute beschloss ein Schwan, seine Reise mit der Bahn fortzusetzen. Da er bei der Kontrolle im Bahnhof Rekingen kein Billett vorweisen konnte, überzeugten wir ihn, dass der Wasserweg für ihn doch geeigneter ist.
Die Begleitung durch die Bahnunterführung zurück in den Rhein ging dann ohne grosses Geschnatter vonstatten.
Der Vortrieb am neuen Tunnel bei den Pyramiden von Euseigne in der Gemeinde Hérémence ist sechs Monate nach Beginn der Arbeiten abgeschlossen.
Ziel der Arbeiten ist es, die Sicherheit der Benutzerinnen und Benutzer zu erhöhen und gleichzeitig diese geologischen Formationen, die als „von nationaler Bedeutung“ eingestuft sind, zu schützen. Nun können die Betonarbeiten beginnen. Die Inbetriebnahme des neuen Tunnels ist für den Herbst 2023 geplant.
Heute präsentierte sich das Wetter in der Schweiz weitgehend grau. Es zeichneten sich allerdings unterschiedliche Wetterelemente für dieses Grau verantwortlich.
Im Mittelland war dies zunächst der Hochnebel, später verursachte dort wie in den übrigen Regionen hohe und mittelhohe Bewölkung den grauen Himmel. Trotzdem konnte für Mitte Oktober mit Tageshöchsttemperaturen von 17 bis knapp 20 Grad von milden Verhältnissen gesprochen werden.
Für das Umstellen der Verkehrsführung für die Instandsetzung des Lopperviadukts sind im Oktober und November 2022 nachts Sperrungen der A2-Ausfahrt Hergiswil in Fahrtrichtung Norden inklusive Auffahrtsrampe Reigeldossen erforderlich.
Der Verkehr auf dem Lopperviadukt wird für die nächste Bauphase von der seeseitigen Fahrspur wieder auf die bergseitige Fahrspur umgelegt.
Die Gerliswilstrasse in Emmenbrücke zwischen Central und dem Sonnenplatz ist stark befahren und in Spitzenstunden haben die Busse Mühe den Fahrplan einzuhalten.
Für den Veloverkehr ist die Strecke nicht attraktiv und teilweise gefährlich. Der Kanton Luzern und die Gemeinde Emmen planen deshalb die Sanierung der Gerliswilstrasse. Das Ziel: Die Verkehrsqualität und -sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden wird verbessert und der Strassenraum aufgewertet.
Ende April kommt es in einem Teil der Rauchgasreinigungsanlage des Krematoriums Nordheim in Zürich zu einem Brand von Aktivkohle.
Was von aussen unscheinbar aussieht, entpuppt sich im Inneren der Anlage als kniffliges Geduldsspiel.
Die Kantonspolizei Thurgau hat am Mittwoch in Opfershofen einen Raser aus dem Verkehr gezogen, der ausserorts mit 171 km/h unterwegs war.
Der Lernfahrausweis des 18-jährigen Motorradfahrers wurde eingezogen.
Für den Neubau der Lärmschutzwand an der Brücke über den Freudenbergerplatz wird ein Gerüst montiert. Um ein Touchieren des Gerüsts durch zu hohe Lastwagen zu verhindern, wird eine Höhenbeschränkung von 4,20 Meter eingeführt.
Von der Einschränkung sind Lastwagen aber grundsätzlich nicht betroffen, da für sie eine tiefere Maximalhöhe gilt.
Weil er auffällig fuhr, stoppte die Kantonspolizei einen jungen Automobilisten.
Wie sich herausstellte musste dieser sein Führerausweis bereits abgeben und stand zudem unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen.
Am frühen Donnerstagmorgen, 13. Oktober 2022, nahm die Stadtpolizei Zürich einen mutmasslichen Fahrzeugeinbrecher im Kreis 4 fest.
Gegen 00.30 Uhr kontrollierte eine uniformierte Patrouille der Stadtpolizei Zürich an der Schöneggstrasse einen Mann.
Bei einer Kollision zwischen einem Velo und einem Auto ist der Zweiradlenker verletzt worden.
Der Unfall führte zu Verkehrsbehinderungen im Morgenverkehr.
Gestern Mittag ereignete sich bei der Raststätte der Autobahn A2 in Neuenkirch ein Selbstunfall eines Personenwagens. Verletzt wurde niemand.
Der Sachschaden beträgt rund 50'000 Franken.
Der Lenker eines Personenwagens hat sich am Mittwochnachmittag (12.10.2022) in Regensdorf einer Polizeikontrolle entzogen und anschliessend einen Selbstunfall verursacht.
Verletzt worden ist niemand.
Für Unterhaltsarbeiten an den Fugen im Allmendtunnel wird die Tunnelröhre der Fahrtrichtung Spiez gesperrt. Der Verkehr wird über die andere Tunnelröhre geführt.
Im Allmendtunnel auf der A6 bei Thun werden an den Fugen der Tunnelröhre der Fahrtrichtung Spiez Unterhaltsarbeiten durchgeführt.
Beim Stampfli-Kreisel in Oensingen kam es am Mittwochabend, 12. Oktober 2022, zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Mitfahrer eines Autos und einem Lastwagenlenker.
Zur Klärung der genauen Umstände sucht die Polizei Zeugen.
Im April 2022 startete die Sensibilisierungskampagne „Rücksicht“ zum zweiten Mal in St.Gallen. Dabei wurden Velofahrende erneut auf die Verkehrsregeln in Begegnungszonen aufmerksam gemacht.
Die Stadtpolizei St.Gallen zieht eine positive Bilanz.
Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft hat die Kantonspolizei Graubünden einen Mann dem vorzeitigen Strafvollzug zugeführt.
Ihm wird vorgeworfen, während drei Jahren im Oberengadin über ein Kilogramm Kokain verkauft zu haben.
Ein Autofahrer verursachte am Mittwoch in Engwilen infolge eines Sekundenschlafs einen Selbstunfall.
Es wurde niemand verletzt, der Sachschaden beträgt mehrere zehntausend Franken.
Am Mittwochnachmittag, 12. Oktober 2022, kurz nach 16.00 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit niederländischen Kontrollschildern vom Sustenpass herkommend in Richtung Wassen.
Im Bereich Sustenbrüggli hielt der 25-jährige Mann sein Fahrzeug an, um rückwärts auf einen Parkplatz zu fahren.
Wenn die Dämmerung früher einsetzt, kommt es häufiger zu Verkehrsunfällen mit Wildtieren. Im Kanton Zug starben letztes Jahr so 159 Tiere.
Ein Wildunfall kann allen passieren – entscheidend ist das richtige Verhalten.
Eine 23-jährige Fahrzeuglenkerin kam am Mittwochabend in Rottenschwil von der Strasse ab und verursachte einen Selbstunfall.
Sie wurde leicht verletzt.
Am frühen Mittwochabend, 12. Oktober 2022, kurz nach 17.00 Uhr, ereignete sich auf der Verzweigung Basler- / Weihermattstrasse in Binningen BL eine Kollision zwischen einem abbiegenden Lieferwagen sowie einem Tram.
Personen wurden dabei keine verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.
Am Mittwoch (12.10.2022) ist eine 56-Jährige auf der Fürstenlandstrasse, Höhe der Nr. 183, beim Überqueren des Fussgängerstreifens angefahren worden. Sie wurde mit dem Rettungswagen ins Spital gebracht.
Nach ersten Einschätzungen wurde sie eher leicht verletzt.
Am Mittwoch (12.10.2022) ist es zu einem Unfall in einer Parkgarage an der Alten Bildstrasse gekommen. Ein 41-jährigen Autofahrer durchbrach das geschlossene Eingangstor und prallte danach in die Wand des Garagenabgangs. Dabei verletzten sich beide Autoinsassen.
Der Mann wurde als fahrunfähig eingestuft.
Am Dienstagmorgen (11.10.2022) ist es auf der Langgasse zu einer Kollision zwischen einer 19-jährigen Autofahrerin und einem 36-jährigen Motorradfahrer gekommen, der sich leicht verletzte.
Das Motorrad musste mit Totalschaden abtransportiert werden.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Mittwoch (12.10.2022) einen Mann verhaftet, der zirka 47 Kilogramm Khat über den Flughafen Zürich einführen wollte.
Der 24-jährige israelische Staatsangehörige befand sich auf der Reise von Tel Aviv über Zürich nach Oslo.
Am Samstag, 22. Oktober 2022, von 8 bis 12 Uhr, findet im Verkehrsstützpunkt Bülach ein Aktionstag zur freiwilligen Waffenabgabe statt.
Einmal pro Jahr führt die Kantonspolizei Zürich einen Aktionstag für die freiwillige Abgabe von nicht mehr erwünschten Waffen durch.
Am späten Dienstagabend (11.10.2022) hat sich auf der Klettgauerstrasse in Neuhausen am Rheinfall ein Verkehrsunfall ereignet.
Ein Autolenker geriet mit seinem Fahrzeug auf eine Verkehrsinsel und überfuhr dort eine Ampel und einen Inselleitpfosten.
Bern, 12.10.2022 - Der Bundesrat will den Verfassungsartikel zum Gesichtsverhüllungsverbot in einem neuen Bundesgesetz umsetzen. An seiner Sitzung vom 12. Oktober 2022 hat er die Botschaft zum Bundesgesetz über das Verbot der Verhüllung des Gesichts (BVVG) verabschiedet.
Wer an einem öffentlich zugänglichen Ort sein Gesicht verhüllt, soll mit einer Busse bis 1000 Franken bestraft werden.
In Davos hat gemäss ersten Ermittlungen am Dienstagabend ein batteriebetriebener Handdesinfektionsdispenser einen Brand ausgelöst.
Es entstand erheblicher Sachschaden durch Russablagerungen.
Für Instandhaltungs- und Reinigungsarbeiten wird der Seelisbergtunnel in den Wochen 42, 43 und 44 jeweils von 19.30 bis 5.00 Uhr im Gegenverkehr geführt.
Die Regelung gilt für folgende Tage:
Am Dienstagabend prallte auf dem Bruggweg in Dornach ein alkoholisierter Autolenker mit seinem Fahrzeug in eine Steinmauer. Anschliessend setzte er seine Fahrt fort und verursachte dabei weitere Schäden.
Die Polizei sucht Zeugen.
Am Dienstagnachmittag musste die Kantonspolizei wegen einer Verschmutzung eines Baches in Corminboeuf ausrücken.
Der ebenfalls entsandte Wildhüter stellte fest, dass das Ökosystem durch Chlorwasser beeinträchtigt worden war.
Am Mittwoch (12.10.2022), kurz vor 03:15 Uhr, ist an der Hirschwiese ein parkierter Lieferwagen in Brand geraten. Die zuständige Feuerwehr konnte das Feuer löschen. Verletzt wurde niemand.
Der entstandene Sachschaden beträgt mehrere tausend Franken.
Gestern am späten Nachmittag verunfallte ein Lieferwagen, der einen Wohnwagen zog, auf der A12 auf der Höhe von Matran. Das Gespann blockiert folglich die Autobahn, welche für ca. 1,5 Stunden gesperrt werden musste.
Der leicht verletzte Fahrer wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Bei der Kollision mit einem Auto wurde am Mittwochmorgen in Felben-Wellhausen ein Motorradfahrer schwer verletzt.
Er musste durch die Rega ins Spital geflogen werden.
Bei einer Verkehrskontrolle in Eiken konnte Betäubungsmittel sichergestellt werden. Zwei Personen wurden inhaftiert.
Am Dienstagabend, 11. Oktober 2022, kurz vor 23.00 Uhr, hielten Grenzwächter auf der Autobahnausfahrt Eiken einen verdächtigen Wagen an.
Am Dienstagabend wurde in Zuchwil beim Kino Canva einer Frau die Handtasche entrissen. Der Täter flüchtete zu Fuss in Richtung Aare.
Die Polizei sucht Zeugen.
Am späteren Dienstagnachmittag hat sich in Grüsch beim Volg ein Verkehrsunfall ereignet. Ein Mann musste wegen einem entgegenkommenden Mofa stark abbremsen, kam zu Fall und wurde verletzt.
Der 74-Jährige fuhr kurz vor 17.30 Uhr mit seinem Roller von Arälja kommend über die Landstrasse in Richtung Schiers.
Die Luzerner Polizei hat am vergangenen Freitag zwei mutmassliche Drogendealer festgenommen. Es konnten Heroin, Kokain, Streckmittel und mehrere zehntausend Franken Bargeld sichergestellt werden.
Die Untersuchung führt die Staatsanwaltschaft Kriens.
Strassenverkehr verursacht Lärm und schadet damit der Gesundheit. Ein wirksames und einfaches Mittel gegen Strassenlärm sind Temporeduktionen.
Der Kanton und die Stadt St.Gallen haben zusammen entschieden, wo und wann Tempo 30 auf dem städtischen Netz nötig und sinnvoll ist.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Dienstagnachmittag (11.10.2022) in Zürich eine mutmassliche Telefonbetrügerin bei der Abholung der erhofften Beute verhaftet.
Am frühen Nachmittag meldete sich ein 80-jähriger Mann am Schalter der Kantonspolizei Zürich des Verkehrsstützpunktes Neubüel in Wädenswil.
Die Kerenzerbergstrasse muss wegen Belagsarbeiten in Mollis im Abschnitt Weid bis Wirairank vorübergehend gesperrt werden.
Der ursprüngliche Termin wurde wegen des Wetters auf die Nacht vom 12. auf den 13. Oktober 2022 verschoben.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.