Auf der Autobahn A5 fiel in der Nacht auf Sonntag ein Autolenker durch eine gefährliche Fahrweise auf. Mehrere Patrouillen der Kantonspolizei Solothurn konnten das Fahrzeug schliesslich bei Kriegstetten anhalten.
Wegen möglichen weiteren Verkehrsdelikten sucht die Polizei Zeugen.
Am Samstagabend, 10. September 2022, kam es in einem Restaurant in Sitten zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppierungen.
Dabei wurde eine Person leicht verletzt, musste jedoch nicht hospitalisiert werden. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.
Am Samstagabend, 10. September 2022, um 20.30 Uhr, verursachte ein Personenwagenlenker auf der Autobahn A2, bei der Ausfahrt Sissach, einen Selbstunfall.
Der Fahrzeuglenker wurde dabei schwer verletzt.
Ohne sich um den Schaden zu kümmern von der Unfallstelle entfernt.
In der Nacht auf Sonntag (11.09.2022) fuhr ein unbekanntes Fahrzeug von Brülisau herkommend in Richtung Steinegg.
Drei alkoholisierte Autofahrerinnen und Autofahrer mussten in der Nacht zum Sonntag in Stachen, Neukirch und Frauenfeld ihre Führerausweise abgeben.
Um 22.40 Uhr hielt eine Patrouille der Kantonspolizei Thurgau im Niederfeld in Stachen eine Autofahrerin zur Kontrolle an.
Am Samstagabend führte eine Patrouille der Kantonspolizei eine Verkehrskontrolle in Aarburg durch. Ein Auto missachtete das Haltezeichen der Polizei und fuhr in normalem Tempo einfach weiter.
Der Lenker konnte später angehalten und kontrolliert werden.
Am frühen Samstagmorgen (10.9.2022) ist ein Mann in Pfäffikon mit einem Messer schwer verletzt worden.
Die Kantonspolizei Zürich hat einen mutmasslichen Täter verhaftet.
Gleich drei Einsätze beschäftigte uns am Donnerstag 08.09.2022 #1 Verkehrsregelung nach Unfall in Buchs (siehe Titelbild) #2 Beseitigen einer Ölspur in Dällikon #3 Brand auf einem Gartensittplatz in Buchs.
Der dritte Alarm kam 1 Minute nachdem wir uns bei der Alarmzentrale abgemeldet hatten. Somit waren wir nach sehr kurzen Zeit am Einsatzort.
Am Samstag (10.09.2022), gegen 21:00 Uhr, ist an der Burgerrietstrasse ein Lieferwagen in Brand geraten. Dadurch wurde ebenfalls eine angrenzende Hausfassade beschädigt.
Die zuständige Feuerwehr konnte den Brand löschen. Es wurde niemand verletzt.
In der Zeit zwischen Samstagmittag und Samstagabend (10.09.2022), ist eine unbekannte Täterschaft in ein Zweifamilienhaus an der Seeblickstrasse eingebrochen.
Die Täterschaft verschaffte sich gewaltsam Zutritt zu beiden Häusern und durchsuchte diese.
In der Nacht auf Samstag hat die Kantonspolizei Solothurn zwei Männer festgenommen, die Deliktsgut mit sich trugen.
Am Samstag, 10. September 2022, gegen 4 Uhr, fielen einer Patrouille der Kantonspolizei Solothurn in der Baslerstrasse in Trimbach zwei Fussgänger verdächtig auf.
Am Samstagmorgen, 10. September 2022, um 07.45 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn A22 in Liestal BL, Fahrtrichtung Sissach, ein Selbstunfall eines Personenwagens.
Eine Person wurde dabei leicht verletzt.
Am späten Samstagnachmittag des 10. September 2022 hat sich um 17:58 Uhr im Elsass, in der Nähe der Ortschaft Sierentz (F) etwa 15 km nördlich von Basel, ein Erdbeben der Magnitude 4.7 ereignet. Das Beben fand in einer Tiefe von ca. 12 km statt. Leichte Schäden sind bei einem Erdbeben dieser Stärke in der Nähe des Epizentrums möglich. Die Erschütterungen des Bebens waren in der gesamten Nordschweiz deutlich zu spüren. In der ersten Stunde nach dem Beben sind beim Schweizerischen Erdbebendienst an der ETH Zürich tausende Meldungen aus der Bevölkerung eingegangen. Die Webseiten des SED waren zum Teil überlastet.
Eingereichte Verspürtmeldungen können wir auswerten, auch wenn beim Absenden eine Fehlermeldung angezeigt wurde, wie von einigen Nutzer und Nutzerinnen berichtet wurde.
Am Montag, dem 12. September 2022, geht die neue Fernsehserie der Air Zermatt auf Sendung.
„Alpha Zulu On Air“ erzählt die Geschichte von Menschen, die tagtäglich mit dem Walliser Flugunternehmen zu tun haben.
Bei Auseinandersetzungen in der Nacht von Freitag auf Samstag wurden in Bern, in der Reithalle und auf der Schützenmatte zwei Männer verletzt. Beide wurden zur Behandlung ins Spital gebracht. Einer der beiden wurde vorläufig festgenommen.
Die Polizei sucht Zeugen.
Der Tag der offenen Tür des Les Evouettes-Tunnels in Le Bouveret zog mehr als 1000 Personen an. An diesem Tag erhielten die Besucher dank der Erklärungen der Spezialisten einen tieferen Einblick in die Komplexität der Baustelle und konnten sich auch mit den Baumaschinen vertraut machen.
Während des offiziellen Teils dankte Staatsrat Franz Ruppen allen, die zum Bau dieses Bauwerks beitragen, dessen Ziel es ist, den Transitverkehr zu entlasten, die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu erhöhen und die Lebensqualität der Anwohner zu verbessern.
Der Krieg in der Ukraine hat langfristige Auswirkungen auf die Sicherheit Europas und darüber hinaus. Der Bundesrat will deshalb – unter Einhaltung der Neutralität – die Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Schweiz konsequenter als bislang auf die internationale Zusammenarbeit ausrichten. Zudem soll die Modernisierung der Fähigkeiten und Mittel der Armee vorangetrieben werden. Zu diesem Schluss kommt ein Zusatzbericht zum Sicherheitspolitischen Bericht 2021, den der Bundesrat in seiner Sitzung vom 7. September 2022 gutgeheissen hat.
Mit dem militärischen Angriff auf die Ukraine hat Russland die Grundlagen für eine regelbasierte Friedensordnung in Europa zerstört. Der Bundesrat wollte deshalb möglichst rasch eine Analyse des Krieges und seiner Folgen vornehmen und in Form eines Zusatzes zum Sicherheitspolitischen Bericht von 2021 veröffentlichen.
Bei einem Verkehrsunfall in Sonvilier ist ein Autolenker rund 30 Meter einen Abhang hinuntergestürzt. Vor Ort könnten die Einsatzkräfte nur noch seinen Tod feststellen.
Es ist von einem medizinischen Problem auszugehen.
Gestern Mittag wurde ein Autolenker bei einer heftigen Kollision mit einem Lastwagen erheblich verletzt.
Ein 59-jähriger Mann fuhr am 09. September 2022 von Sisseln nach Kaisten.
Bei einer Streifkollision zwischen einem Autobus und einem Auto entstand am Freitagabend in Steckborn Sachschaden.
Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.
Ein Tötungsdelikt hat am Donnerstagabend (08.09.2022) ein Grossaufgebot an Rettungskräften ausgelöst.
Um 21:00 Uhr wurde der Einsatzzentrale gemeldet, dass es innerhalb einer Familie zu einem Streit gekommen sei.
Freitag, 09.09.2022, um 16:55 Uhr, kam es in der Hochbergerstrasse / Freiburgerstrasse vor der Freiburgerstrasse zu einer Kollision zwischen zwei Personenwagen.
Der genaue Unfallhergang ist unklar und die Beteiligten machen widersprüchliche Aussagen.
25 Aspirantinnen und Aspiranten sowie 19 ausgebildete Polizistinnen und Polizisten legten am Freitagnachmittag, den 9. September 2022, in der Kathedrale von Sitten ihren Amtseid ab.
Diese Zeremonie bildete den Abschluss der zweijährigen Ausbildung.
Zwei bewaffnete Männer haben am Freitagmittag (9.9.2022) in Elgg versucht die Postfiliale zu überfallen.
Verletzt worden ist niemand, die unbekannten Täter flüchteten ohne Beute.
Am Freitagabend, 9. September 2022, ist es auf der Hauptstrasse in Ried zu einer Kollision zwischen zwei Personenwagen gekommen. Beide Fahrer verletzten sich und mussten vom Rettungsdienst hospitalisiert werden.
Die Strasse zwischen Schwyz und Muotathal blieb drei Stunden gesperrt.
Am Freitagabend, (09.09.2022), kurz nach 17.30 Uhr, ist es auf der Malixerstrasse, Höhe Städeli zu einem Selbstunfall mit einem Personenwagen gekommen.
Dabei wurde das Fahrzeug beschädigt, der Lenker blieb unverletzt.
Am Freitagnachmittag (09.09.2022) ist es auf der Reherstrasse zu einer Auffahrkollision gekommen. Zwei Personen verletzten sich dabei eher leicht.
Es entstand erheblicher Sachschaden.
Bewaffnet und maskiert überfiel ein Unbekannter gestern Nachmittag einen Tankstellenshop in Würenlingen.
Der Täter erbeutete Bargeld und konnte trotz sofortiger Fahndung flüchten.
Beim Brand des Dachstocks eines Einfamilienhauses ist am Freitagabend (9.9.2022) in Pfäffikon Sachschaden von mehreren Zehntausend Franken entstanden.
Verletzt worden ist niemand.
Am Donnerstag, 08. September 2022, kurz vor 13.45 Uhr, ereignete sich in Hospental ein Arbeitsunfall.
Ein 64-Jähriger Mann lagerte zusammen mit seinem Sohn, welcher einen Kran bediente, Heu ein.
Bei einer Frontalkollision zwischen zwei Autos ist am Donnerstagabend (08.09.2022) eine Person verletzt worden.
Ein 70-Jähriger fuhr kurz vor 20:30 Uhr auf der Rütistrasse in Richtung Rapperswil-Jona.
Durch eine seitliche Kollision zwischen einem Lastwagen und einem Personenwagen geriet der Personenwagen ins Schleudern und kollidierte folglich mit der Mittelleitplanke. Der unfallbeteiligte Lastwagen entfernte sich von der Unfallstelle.
Die Kantonspolizei sucht Augenzeugen.
Bei einer Frontalkollision mit einem Lastwagen ist am Donnerstag (08.09.2022) ein Autolenker ums Leben gekommen.
Der 49-Jährige fuhr kurz nach zehn Uhr von Eglisau Richtung Alter Hardwaldkreisel. Auf einem geraden Strassenabschnitt geriet er auf die Gegenfahrbahn, wo er frontal mit einem entgegenfahrenden Lastwagen kollidierte.
Am Donnerstag, 8. September 2022, konnte in Herisau nach erfolgreicher Fahndung ein Trickbetrüger festgenommen werden.
Kurz vor 15.00 Uhr betrat ein 23-jähriger Mann eine Filiale einer Einrichtungshandelskette und begab sich an die Kasse.
Am frühen Mittwochabend stürzte ein E-Scooter-Fahrer an der Hendschikerstrasse in Lenzburg. Dabei erlitt dieser leichte Verletzungen.
Zwecks Klärung des genauen Unfallhergangs sucht die Polizei Augenzeugen.
Bei einer Kollision mit einem Lieferwagen hat sich am Donnerstag (08.09.2022) ein 76-jähriger Fussgänger tödliche Verletzungen zugezogen.
Kurz nach 16:00 Uhr fuhr ein 23-jähriger Lieferwagenlenker auf der Furttalstrasse Richtung Buchs.
Am Freitag (09.09.2022), gegen 01:45 Uhr, telefonierten zwei aufmerksame Personen unabhängig voneinander der Notrufzentrale der Kantonspolizei St.Gallen.
Sie meldeten, dass eine männliche Person beim Bahnhof in Rapperswil-Jona Selecta–Automaten beschädige.
Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus ist am frühen Freitagmorgen (9.9.2022) in Buchs ein Sachschaden von mehreren zehntausend Franken entstanden.
Verletzt wurde niemand.
Am Donnerstagmorgen kollidierte ein Automobilist mit drei entgegenkommenden Fahrzeugen. Dabei wurde eine Person verletzt. Es entstand an allen vier Fahrzeugen Sachschaden.
Aufgrund des Unfalles kam es im Raum Wildegg zu grossen Verkehrsbehinderungen im Morgenverkehr.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.