Schweiz

Kanton Nidwalden: Konsequente Ausweiskontrolle ermöglicht Jugendschutz

Der Kanton Nidwalden führt regelmässig Testkäufe auf alkoholhaltige Getränke und Tabakwaren durch. Zuletzt ist es bei Spirituosen und Tabakwaren zu deutlich mehr Fehlverkäufen gekommen. Häufigster Grund: Das Alter wird falsch eingeschätzt. Mittels konsequenter Ausweiskontrolle lassen sich die gesetzlichen Jugendschutzvorschriften einhalten.

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Weltweit erster für die Polizei umgerüsteter BMW iX in der Schweiz im Einsatz

Mit einer speziell konzipierten Sonderausstattung liefert die BMW (Schweiz) AG den weltweit ersten BMW iX für den Polizeidienst aus. Das rein elektrische Einsatzfahrzeug verbindet perfekt ausbalancierte Fahr- sowie Nutzungseigenschaften für die verschiedenen Einsatzzwecke der Polizei mit nachhaltiger Mobilität. Mit dem weltweit ersten BMW iX, der eigens für den Polizeieinsatz umgebaut wurde, liefert die BMW (Schweiz) AG ein Fahrzeug an die Polizei aus, das hohe Alltagstauglichkeit, agile Fahreigenschaften und lokal emissionsfreie Mobilität miteinander kombiniert. Mit einer Reichweite von bis zu 630 Kilometern, einer Nutzlast von bis zu 645 Kilogramm sowie einer Leistung von 385 kW eignet sich der vollelektrische BMW iX xDrive50 sowohl für ausgedehnte Patrouillenfahrten als auch für unvorhergesehene, zeitkritische Einsätze.

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Basel BS: Festnahme nach versuchtem Betrug – Vorsicht vor Betrugsmaschen

Am Dienstag, 30. August 2022, kurz vor 17.30 Uhr, hat die Kantonspolizei Basel-Stadt eine mutmassliche Betrügerin angehalten und im Auftrag der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt festgenommen. Der 24-Jährigen hätte nach einem so genannten „Schocktelefon“ – eine der Maschen der Telefonbetrüge – Geld übergeben werden sollen.

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Altdorf UR: Brand eines Stallgebäudes – niemand verletzt

Vorgestern Dienstag, 30. August 2022, kurz vor 22.00 Uhr, erhielt die Kantonspolizei Uri eine Meldung zu einem Brand auf den Eggbergen im Bereich Planzerberg. Die ausgerückten Angehörigen der Feuerwehr konnten vor Ort ein in Brand geratenes Stallgebäude feststellen, welches komplett zerstört wurde. Personen und Tiere waren nicht betroffen, da der Stall unbewohnt war.

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Brot-Plamboz NE: Auto prallt frontal gegen Baum - Rega im Einsatz - Zeugenaufruf

Am Mittwoch, 31. August um 7:15 Uhr fuhr ein Auto, das von einer 26-jährigen Einwohnerin von Couvet gelenkt wurde, auf der Kantonsstrasse zwischen Les Petits-Ponts und Les Ponts-de-Martel in Richtung Norden. Kurz vor der Brücke über den Bach "Le Grand Bied" kam das Fahrzeug aus unbekannten Gründen von der Strasse ab und prallte frontal gegen einen Baum.

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Le Locle NE: Junger Mann bei einer Auseinandersetzung verletzt

Vor einem Gebäude des Neuenburger Berufsbildungszentrums in Le Locle kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen fünf Personen und einem etwa 20-jährigen Studenten, der im Kanton Bern wohnhaft ist. Als er sich vor dem Gebäude des Technologie- und Industriepols in Le Locle (CPNE-TI) befand, wurde ein ausserhalb des Kantons wohnhafter Student am Dienstagmorgen gegen 11.40 Uhr von einer Gruppe mehrerer Personen ausserhalb der Einrichtung angegriffen.

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Stadt Zürich ZH: Kulturgüterschutz-Übung im Landesmuseum Zürich

Zusammen mit dem Landesmuseum haben die Berufsfeuerwehr und der Zivilschutz von Schutz & Rettung Zürich gestern den Ernstfall geübt. Bei einem fiktiven Brand im Museum konnten die Beteiligten ihre Zusammenarbeit optimieren. Das Landesmuseum Zürich ist Teil des Schweizerischen Nationalmuseums und beherbergt viele einzigartige Objekte von hohem kulturhistorischem Wert.

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Wilderswil BE: Brand in Einkaufszentrum ausgebrochen - Brandursache ermittelt

Die Ermittlungen zum Brand in einem Lager eines Einkaufszentrums in Wilderswil von Anfang Juni sind abgeschlossen. Als Ursache steht eine Fahrlässigkeit im Umgang mit Raucherwaren im Vordergrund. Am Montag, 6. Juni 2022, ist in einem Lager eines Einkaufszentrums am Aegertiweg in Wilderswil ein Brand ausgebrochen. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden. Verletzt wurde niemand (Polizei.news berichtete).

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Lommiswil SO: Bewohner in Brandruine tot aufgefunden – Brandursache geklärt

Anlässlich der Brandursachenabklärungen im Zusammenhang mit dem Brand eines ehemaligen Bauernhauses in Lommiswil, haben Polizeiangehörige vergangene Woche in der Brandruine Überreste einer toten Person aufgefunden. Es handelt sich dabei um den vermissten Bewohner der Liegenschaft. Die Brandursachenabklärungen sind abgeschlossen.

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SRF-DOK zeigt Porträt über Rettungssanitäterin der Air Zermatt

Rebekka Frieden arbeitet als Rettungssanitäterin bei der Air Zermatt. Ihren Traum, im Helikopter als Rettungssanitäterin unterwegs zu sein, hat sie sich durch harte Arbeit verwirklicht. Inzwischen ist sie die erste Frau in dieser Position bei der Air Zermatt und seit Ostern 2022 selbstständig im Helikopter unterwegs. SRF 1 gibt am Freitagabend, dem 2. September, einen Einblick in den Alltag von Rebekka Frieden.

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Stadt St.Gallen SG: Digital bezahlen beim Parkplatz Lerchenfeld

Bei der Schrankenanlage Lerchenfeld werden Parkgebühren ab dem 1. September 2022 in einem Pilotversuch ausschliesslich digital bezahlt. Damit verfolgt die Stadtpolizei St.Gallen den Weg des digitalen Bezahlens konsequent weiter. Sollte der Pilotversuch auf wenig Akzeptanz stossen, könnte die Anlage später für Barzahlungen nachgerüstet werden.

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Der Einsatz der Armee verlief reibungslos

Die Schweizer Armee hat ihren Assistenzdienst zugunsten des Kantons Basel-Stadt und zum Schutz des Zionistenkongresses vom 29. und 30. August 2022 in Basel erfolgreich beendet. Der Einsatz von bis zu 700 Armeeangehörigen verlief ruhig und ohne sicherheitsrelevanten Vorfälle. Die Luftwaffe verzeichnete acht Regelwidrigkeiten im eingeschränkten Luftraum.

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Sisikon UR: Axenstrasse bis auf Weiteres gesperrt

Am Dienstag, 30. August 2022, um 19:25 Uhr, stellten die Überwachungsinstrumente Geländebewegungen im Bereich „Gumpisch“ fest, in der Folge lösten auch die Sensoren der Schutznetze oberhalb der Axenstrasse aus. Folge dessen musste die Axenstrasse umgehend gesperrt und die Fahrzeuge gewendet werden. Personen wurden keine verletzt. Die Strasse und Brücke wurden gemäss ersten Erkenntnissen nicht beschädigt.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.