Am Sonntag, (17.07.2022), um 04:00 Uhr, ist auf der Autobahn A1 ein Kleinbus mit acht Insassen verunfallt. Nach ersten Erkenntnissen ist der Fahrer hinter dem Steuer eingenickt.
Fünf Personen wurden leicht verletzt und ins Spital gebracht.
Am Samstag (16.07.2022), kurz nach 20:00 Uhr, hat ein 29-Jähriger auf der Westumfahrung einen Selbstunfall verursacht und ist danach weggefahren.
Sein Auto kollidierte mit der Strasseneinrichtung. Er wurde für fahrunfähig befunden und bei ihm wurde eine Blut- und Urinprobe angeordnet.
Am Samstag (16.07.2022), kurz vor 15:00 Uhr, ist das Auto eines 46-jährigen Mannes auf dem Seedamm mit mehreren anderen Fahrzeugen kollidiert. Anschliessend prallte es am Bahnhof in einen Kandelaber.
Der 46-Jährige wurde als fahrunfähig eingestuft. Bei ihm wurde eine Blut- und Urinprobe angeordnet.
Am Samstag (16.07.2022), um 15:00 Uhr, hat sich ein 67-jähriger Mann bei einem Sturz auf seinem Boot lebensbedrohliche Verletzungen zugezogen.
Er wurde von der Rega ins Spital geflogen.
In der Zeit zwischen Samstagnachmittag und Sonntagmorgen (16.07.2022) hat die Kantonspolizei St.Gallen sieben Personen wegen Fahrunfähigkeit zur Anzeige gebracht. Zwei Personen wurde der Führerausweis auf der Stelle abgenommen, einer Personen wurde der ausländische Führerausweis aberkannt. Den weiteren vier Personen wurde die Weiterfahrt untersagt.
Zwei Personen mussten eine Blut- und Urinprobe abgeben, eine Person eine Blutprobe.
Über das vergangene Wochenende (15. – 17.07.2022) ist die Stadtpolizei Chur zu zahlreichen Einsätzen ausgerückt.
Anlässlich von Verkehrskontrollen wurden mehrere Fahrzeuglenker wegen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz zur Anzeige gebracht.
Gestern Nachmittag wurde ein Autofahrer auf der Route de St-Aubin in Domdidier mit einer Geschwindigkeit von 207 km/h gemessen.
Am Samstag, dem 16. Juli 2022, um 15.10 Uhr, fuhr ein 33-jähriger Autofahrer von Domdidier in Richtung St-Aubin.
Ab kommender Woche befinden sich die Polizeiposten der Kantonspolizei Zürich und der Kommunalpolizei Adliswil-Langnau a.A. unter einem Dach.
Bereits am heutigen Samstag (16.07.2022) wurden die Räumlichkeiten an der Zürichstrasse 8 feierlich den Polizeikommandos übergeben.
Die Kantonspolizei Thurgau hat am Freitagabend in Arbon einen Jugendlichen ohne Führerausweis gestoppt. Am Samstagmorgen musste in Matzingen eine stark alkoholisierte Frau aus dem Verkehr gezogen.
Beide Personen waren mit einem E-Scooter unterwegs.
Am Lago di Poschiavo hat die Kantonspolizei bei einer Personenkontrolle eine grössere Menge Marihuana sichergestellt.
Am Freitagabend kontrollierte die Kantonspolizei Graubünden am Lago di Poschiavo mehrere Personen.
Am Samstagmorgen, 16. Juli 2022, kurz vor 09.30 Uhr, ereignete sich in der Wiedenhubstrasse in Liestal BL ein Selbstunfall, wobei ein Radfahrer ohne Fremdeinwirkung stürzte und sich dabei schwere Verletzungen zuzog.
Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft fuhr der 83-jährige Radfahrer in der Wiedenhubstrasse talwärts Richtung Spitalstrasse / Frenkendorf.
Am Samstag (16.07.2022), um 05:00 Uhr, ist auf der Walzenhauserstrasse ein 26-jähriger Deutscher mit dem Auto seines Vaters verunfallt.
Danach entfernte sich der Mann zu Fuss von der Unfallstelle ohne sich um den entstandenen Sachschaden zu kümmern.
Am Samstag (16.07.2022), in der Zeit von Mitternacht bis 07:45 Uhr, brach eine unbekannte Täterschaft in ein Fitnessstudio an der Churerstrasse ein.
Sie stahl Bargeld in der Höhe von mehreren hundert Franken.
Eine 45-jährige Automobilistin aus Dänemark ist am Samstagmorgen auf der Autostrasse N13 als Falschfahrerin auf der Nordspur Richtung Süden unterwegs gewesen.
Kurz nach 08:30 Uhr meldeten mehrere Automobilisten der Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Graubünden einen falsch fahrenden Personenwagen auf der richtungsgetrennten Autostrasse N13 bei Zillis Richtung Süden.
Am Samstagmorgen, 16. Juli 2022, kam es an der Brahmsstrasse wegen eines mit einem Messer bewaffneten Mannes zu einer polizeilichen Schussabgabe.
Der Mann wurde verletzt und musste in Spitalpflege gebracht werden.
Am Samstag ereignete sich in Brig-Glis ein Unfall. Ein Personenwagen kollidierte mit einer Fahrradfahrerin. Sie wurde schwer verletzt.
Der Unfall ereignete sich kurz vor 12:00 Uhr. Ein Personenwagen fuhr auf der Glismattenstrasse von Glis in Richtung Kreisel Glismatte.
Am Samstagmorgen, 16. Juli 2022, ist in Herisau in einem Wohn- und Geschäftshaus ein Brand ausgebrochen. Die Bewohner konnten das Haus verlassen und blieben unverletzt.
Der Brand wurde durch die Feuerwehr gelöscht. Es entstand hoher Sachschaden.
Beim Schwimmen im Pfäffikersee ist am Samstagvormittag ein Mann untergegangen und wird seither vermisst.
Kurz vor 10 Uhr hielten sich ein Mann und eine Frau in der Nähe eines Strandbades im Wasser auf.
Bei einer Kollision zwischen einem Rennvelofahrer und einem Personenwagen ist am Samstagnachmittag (16.07.2022) in Oetwil an der Limmat ein Zweiradlenker schwerst verletzt worden und an der Unfallstelle verstorben.
Kurz nach 12.30 Uhr war ein 34-jähriger Mann mit dem Rennvelo auf der Hüttikerstrasse talwärts Richtung Oetwil an der Limmat unterwegs.
Am 16.07.2022, um 01.30 Uhr, wurde in der Webergasse bei der Verzweigung zur Kasernenstrasse ein 39-jähriger Mann angegriffen und verletzt.
Der mutmassliche Täter konnte festgenommen werden.
In Zetzwil konnten zwei Personen beim Verlassen eines Objektes, durch eine zufällig vor Ort anwesende Polizeipatrouille, angehalten werden. In Menziken konnte eine Person noch im Objekt angehalten werden, nachdem diese einen Einbruch verübt hatte.
Alle drei Personen wurden für weitere Abklärungen inhaftiert. Die Staatsanwaltschaft hat in beiden Fällen eine Strafuntersuchung eröffnet.
Bei einer Auffahrkollision zwischen zwei Autos auf der Autostrasse A8 im Tunnel Lopper wurden zwei Person leicht verletzt. An den Fahrzeugen entstanden Sachschäden.
Der Tunnel Lopper wurde für rund 1.5 Stunden komplett gesperrt. Dabei kam es zu Verkehrsbehinderungen auf der Brünigstrasse und Rückstau auf der A8.
Gestern Abend kam es bei der Busschleife an der Obernauerstrasse in Kriens zu einer verbalen Auseinandersetzung. Beteiligt waren drei Personen.
Im Verlaufe dieses Streites soll eine Person mit einer Waffe bedroht worden sein. Die Polizei sucht Zeugen.
Am Freitag, 15.07.2022, ca. 23.55 Uhr, ereignete sich auf der Schäniserstrasse in Bilten ein Verkehrsunfall.
Eine 18-jährige Lenkerin fuhr auf der Tschachenstrasse in Bilten in Richtung Schäniserstrasse.
Am Samstagmorgen (16.07.2022), kurz vor 01:00 Uhr, hat an der Heldenstrasse eine Abfallmulde neben einer Lagerhalle gebrannt.
Nachdem Anwohner erfolglos versuchten, das Feuer zu bekämpfen, konnte der Brand durch die zuständige Feuerwehr rasch gelöscht werden.
Am Freitag (15.07.2022), kurz nach 17:00 Uhr, hat sich auf der St. Gallerstrasse ein Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Postauto ereignet.
Der Fahrer des Autos wurde dabei leicht verletzt und von der Rettung ins Spital gebracht. Gemäss seinen Angaben sei er während der Fahrt eingenickt.
Die kantonalen und kommunalen Polizeikorps geben bekannt, dass in der Woche 29 vom 18.07.2022 bis 24.07.2022 an folgenden Orten mobile und halbstationäre Geschwindigkeitskontrollen im Sinne der Verkehrsprävention durchgeführt werden:
Wie die Kantonspolizei mitteilt, ereignete sich gestern kurz vor 23 Uhr im Bahnhof Balerna ein Zugunfall.
Nach einer ersten Rekonstruktion und aus Gründen, die die polizeilichen Ermittlungen noch klären müssen, wurde ein 15-jähriger marokkanischer Asylbewerber, der auf dem Bahnsteig 2 sass, von der Kante der Lokomotive eines nach Norden fahrenden Güterzuges getroffen.
Am Freitag, den 15. Juli 2022 um 1550 Uhr fuhr ein unbekannter Autofahrer mit einem schwarzen, in Frankreich zugelassenen Audi auf der Route de Pierre-à-Bot in Neuenburg in südlicher Richtung.
Kurz vor dem gleichnamigen Kreisel stieg er auf den Sockel eines Bienenpollers und riss diesen im Vorbeifahren ab.
Am Donnerstag, den 14. Juli gegen 02:00 Uhr morgens fuhr ein grünes Auto der Marke Audi A6 auf der Passstrasse Vue-des-Alpes in Richtung Neuenburg.
Auf der Höhe von Les Loges kollidierte das Fahrzeug mit mehreren Baken, bevor es eine Böschung hinunterstürzte.
Am Donnerstag, den 14. Juli um 17.30 Uhr meldete ein Zeuge der Neuenburger Notfallzentrale (CNU) über die Notrufnummer 118, dass sich im Wald von Chaumont, am Ort "Châble-aux-Raves", ein Feuer ausbreite.
Es wurden umfangreiche Löschmittel eingesetzt, um den Waldbrand einzudämmen und unter Kontrolle zu bringen.
Heute Nachmittag prallte ein Streifenwagen der Kantonspolizei bei einem Einsatz in Sâles gegen einen Zaun.
Infolge des Aufpralls stürzte das Kind und verletzte sich leicht am Kopf. Es wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Auf der "Kurfürstkreuzung" ist es zu einer Kollision zwischen zwei Autos gekommen. Verletzt wurde niemand.
Der Verkehrsfluss wurde im Bereich der Kreuzung für kurze Zeit beeinträchtigt.
Am Freitagnachmittag, 15.07.2022, ereigneten sich auf der Autobahn A3 bei Niederurnen zwei Autounfälle.
Kurz vor 14 Uhr war ein 20-jähriger Lenker mit seinem Personenwagen in Fahrtrichtung Chur unterwegs. Als er kurz vor der Ausfahrt Weesen einen Militärlastwagen überholte, bemerkte er zu spät, dass sich der Verkehrsfluss verlangsamte und die vorausfahrenden Fahrzeuge abbremsen mussten.
Die Person, die vergangenen Freitag bei einer Kollision zwischen einem Segelboot und einem Kursschiff auf dem Bielersee verstorben ist [Polizei.news berichtete], konnte formell identifiziert werden.
Die Ermittlungen zum Unfall sind weiter im Gang.
Ein Autofahrer verursachte am Freitagmittag in Siegershausen infolge eines Sekundenschlafs einen Selbstunfall.
Es wurde niemand verletzt, der Sachschaden beträgt mehrere tausend Franken.
Am Freitag, den 15. Juli um 1227 Uhr rückte die Feuerwehr der DPS 1 des Montagnes in La Chaux-de-Fonds an der Rue Léopold-Robert 74 zu einem Dachbrand aus, der durch Renovierungsarbeiten ausgelöst wurde.
Der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.