Schweiz

Stadt St.Gallen SG: Lenker (82) verliert Kontrolle über BMW

Am Sonntag (05.05.2024) wollte die Stadtpolizei St.Gallen ein Fahrzeug begutachten, welches Mitte April bei einem Unfall beteiligt gewesen sein soll. Der Lenker sollte dazu aus dem Parkfeld fahren. Hierbei verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug und stürzte einen Treppengang herunter gegen eine Mauer. Der Fahrer wurde leicht verletzt.

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TCS gibt Tipps: Die Stauprognosen zu den anstehenden Feiertagen

An den Tagen rund um Auffahrt und Pfingsten werden viele Autofahrerinnen und -fahrer unterwegs in den Süden sein. Das erhöhte Verkehrsaufkommen wird wie jedes Jahr einige Staustunden mit sich bringen, wenn auch etwas weniger als an den Osterfeiertagen. Der TCS gibt Tipps, den Stau zu umgehen.

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Seon AG: Mutmassliche Kupferdiebe (Rumänen, 21, 29) angehalten

Am Sonntagabend konnten zwei Kupferdiebe nach einem mutmasslichen Diebstahl ab einer Baustelle auf der Flucht festgenommen werden. Kurz nach 22:30 Uhr des 05. Mai 2024 ging bei der Kantonalen Notrufzentrale der Kantonspolizei diverse Meldungen ein, wonach zwei Männer auf einer Baustelle in Seon an der Egliswilerstrasse festgestellt worden seien.

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Rauch über Appenzell AI: Bäckerei-Produktion steht in Brand

Am Montagmittag ging in der Notrufzentrale der Kantonspolizei St. Gallen die Brandmeldung ein, wonach es in einem Bäckereibetrieb an der Weissbadstrasse in Appenzell brennt. Die sofort ausgerückten Kräfte der Stützpunktfeuerwehr Appenzell fanden bereits einen fortgeschrittenen Brand im Dachstock des Gewerbebetriebes vor.

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A1 / Verzweigung Wiggertal–Oftringen AG: Deckbelagsersatz in Nachtetappen

Die Hauptarbeiten des Deckbelagsersatzes auf der A1 zwischen der Verzweigung Wiggertal und dem Anschluss Aarau Ost haben diesen März gestartet. Ab dem 12. Mai 2024 erfolgt nun in Nachtarbeit der Deckbelagsersatz zwischen der Verzweigung Wiggertal und dem Anschluss Oftringen. Für die Bauarbeiten erfolgt nachts ein Spurabbau auf eine Spur in jeweils eine Fahrtrichtung. Tagsüber ist die Baustelle geräumt und alle Fahrspuren sind frei.

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Stadt Zürich ZH: Telefonbetrüger festgenommen – Bargeld sichergestellt

Ende April konnte die Stadtpolizei Zürich mehrere Personen im Zusammenhang mit Telefonbetrugsdelikten festnehmen und Bargeld von knapp einer halben Million Franken sicherstellen. Am Montag, 29. April 2024, erschien ein 79-jähriger Rentner in einer Polizeiwache und erklärte, dass er von einem angeblichen Polizisten angerufen worden sei.

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Kanton Appenzell Ausserrhoden: Technische Verkehrskontrollen

Am vergangenen Sonntag, 5. Mai 2024, hat die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden zusammen mit dem Strassenverkehrsamt schwerpunktmässig Zweiradfahrzeuge kontrolliert. Am Sonntag führte die Kantonspolizei in Zusammenarbeit mit Verkehrsexperten des Strassenverkehrsamtes Appenzell Ausserrhoden in Gais und in Urnäsch Verkehrskontrollen durch.

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Buchs SG: Nach Flucht gewalttätig geworden

Am Samstag (04.05.2024), kurz nach 03:45 Uhr, ist einer Patrouille der Kantonspolizei St.Gallen auf der Langäulistrasse ein Auto aufgefallen, das von der Fuchsbühelstrasse kommend mit hoher Geschwindkeit fuhr. Der vorerst unbekannte Autofahrer entzog sich einer Kontrolle, stellte das Auto auf einem Parkplatz an der Fabrikstrasse ab und flüchtete zu Fuss.

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Hitzkirch LU: Ein grosser Tag für viele Aspirantinnen und Aspiranten

Vorgestern war für viele Aspirantinnen und Aspiranten der Interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch, der IPH, ein grosser Tag. Ihre Angehörigen durften hinter die Kulissen ihrer Polizeiausbildung schauen und hautnah Dienstluft schnuppern. Natürlich war auch die Polizei Basel-Landschaft mit einem Stand vor Ort.

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Gemeinde Worb BE: Belagsarbeiten auf der Enggisteinstrasse

Auf der Kantonsstrasse Worb–Metzgerhüsi werden vom 13. Mai bis am 23. Mai 2024 Belagsarbeiten ausgeführt. Betroffen ist der Abschnitt Enggisteinstrasse 98 bis Biglenstrasse 505 in Enggistein. Während der gesamten Bauarbeiten wird der Fahrzeugverkehr einspurig/wechselseitig geführt und durch einen Verkehrsdienst oder mit einer Lichtsignalanlage geregelt.

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Gemeinden Wattenwil / Blumenstein BE: Sanierung bei der Blumensteinbrücke

Vom 13. bis am 24. Mai 2024 werden auf der Blumensteinstrasse in den Gemeinden Wattenwil/Blumenstein im Bereich der Blumensteinbrücke Fahrbahnübergänge saniert. Während der gesamten Dauer der Bauarbeiten wird der Fahrzeugverkehr einspurig/wechselseitig geführt und mit einer Lichtsignalanlage oder von einem Verkehrsdienst geregelt.

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Gemeinde Riggisberg BE: Sperrung der Gurnigelstrasse wegen Schwingfest

Vom 8. bis am 12. Mai 2024 findet in Riggisberg das Mittelländische Schwingfest mit verschiedenen Aktivitäten statt. Deshalb muss die Gurnigelstrasse von der Abzweigung Vordere Gasse bis zur Abzweigung Burgisteinstrasse am Freitag, 10. Mai, von 19 Uhr bis 20 Uhr, und am Samstag, 11. Mai, von 19 Uhr bis 20.30 Uhr, für jeglichen Verkehr gesperrt werden.

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Herisau AR: Verdächtige Autoeinbrecherin in Haft

In den vergangenen Tagen sind bei der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden rund ein Dutzend Meldungen eingegangen, wonach in Herisau Autoaufbrüche und Diebstähle aus Fahrzeugen begangen wurden. Im Zusammenhang der Abklärungen und Ermittlungen konnte durch die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden eine 38-Jährige festgenommen werden.

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Bassersdorf ZH / Zeugenaufruf: Unbekannte überfallen Jugendheim - mit Beute davon

Bei einem Raubüberfall auf ein Jugendheim in Bassersdorf haben zwei unbekannte Täter am Samstag (04.05.2024) Bargeld erbeutet. Kurz nach 23 Uhr betraten zwei maskierte Männer das Büro des Jugendheims an der Neuen Winterthurerstrasse in Bassersdorf. Dort bedrohten sie den Mitarbeiter mit einer Waffe und zwangen ihn, den Tresor zu öffnen. Sie entnahmen das Bargeld in der Höhe von mehreren hundert Franken und flüchteten in unbekannte Richtung. Die sofort eingeleitete Fahndung blieb erfolglos. Verletzt wurde niemand.

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Drei Anlässe auf Churer Stadtgebiet

Über das Wochenende (3. - 5. Mai) sind in Chur drei grössere Anlässe durchgeführt worden. Am Samstag 4. Mai fand im Fürstenwald die Schweizermeisterschaft im Staffel OL statt. Während des ganzen Wochenendes wurde der Weltjugendtag im Raume Hof durchgeführt. Im gleichen Zeitraum fand die ÖKK Bike Revolution statt, mit Start und Ziel in der Innenstadt.

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Bern BE: Ausschreitungen bei Reitschule – elf verletzte Einsatzkräfte

In der Nacht auf Sonntag ist es im Raum Schützenmatte in Bern zu gezielten Angriffen gegen Einsatzkräfte der Kantonspolizei Bern gekommen. Die Einsatzkräfte wurden unter anderem mit Steinen, Flaschen, Feuerwerkskörpern und Lasern angegriffen. Es mussten in der Folge Mittel eingesetzt werden. Mehrere Polizisten wurden beim Einsatz verletzt. Es werden Zeugen gesucht.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.