Ab Freitag, den 26. Juli um 11 Uhr wird die provisorische Militärbrücke bei Visletto für den Verkehr freigegeben.
Damit ist das obere Maggiatal wieder für jedermann und ohne zeitliche Einschränkungen mit Fahrzeugen zugänglich.
Auf der A6 zwischen Thun-Süd und Spiez beginnen die Hauptarbeiten des Gesamterneuerungsprojekts Rubigen – Thun – Spiez (RUTS). Von 2015 bis 2022 wurde der Abschnitt Rubigen bis Thun-Süd der Autobahn A6 bereits umfassend saniert.
Ab diesem Sommer bis voraussichtlich im Herbst 2027 wird nun noch der Abschnitt Thun-Süd bis Spiez/Wimmis erneuert. Die Hauptarbeiten dazu starten Ende Juli.
Am Mittwochmorgen ist ein Mann von einer Person auf der Grossen Schanze tätlich angegriffen worden und wurde mit Verletzungen ins Spital gebracht. Die Kantonspolizei Bern hat Ermittlungen aufgenommen und sucht zur Klärung der Umstände Zeugen.
Am Mittwoch, 24. Juli 2024, kurz nach 6.00 Uhr, wurde der Kantonspolizei Bern ein versuchter Raub in Bern gemeldet, wobei ein Mann von einer Person angegriffen worden sei.
Heute Donnerstag, 25. Juli 2024, kurz nach 09.00 Uhr, fuhr die Lenkerin eines Personenwagens mit Urner Kontrollschildern auf der Riedstrasse talwärts in Richtung Amsteg.
Um das Kreuzen mit einem entgegenkommenden Personenwagen zu ermöglichen, fuhr die 31-jährige Lenkerin rückwärts.
Heute Morgen ist es auf einem Firmengelände in Sursee zu einer Explosion eines Rohstoffsilos gekommen. Der Deckel des Silos wurde dabei über 70 Meter auf das Dach eines Nebengebäudes geschleudert. Verletzt wurde niemand. Die Umgebung in einem Radius von 50 Meter wurde mit Gips verschmutzt.
Die Ermittlungen zur Ursache der Explosion sind am Laufen.
In der Nacht auf Donnerstag haben zwei Frauen in Alvaneu Bad eine Suchaktion ausgelöst. Die beiden konnten wohlbehalten aufgefunden werden.
Kurz vor 22.30 Uhr erreichte die Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Graubünden die Meldung über zwei vermisste Frauen.
Gestern ist es am Xylophonweg in der Stadt Luzern zu einem Zusammenprall zwischen einem überholenden Rennradfahrer und einer 12-jährigen Radfahrerin gekommen. Diese verletzte sich beim Sturz. Der unbekannte Rennradfahrer fuhr weiter, ohne sich um das verletzte Mädchen zu kümmern.
Die Polizei sucht Zeugen.
Mitten am Tag drangen zwei Männer in ein parkiertes Auto ein und entwendeten daraus eine Sonnenbrille. Auf der Fahndung nahm die Kantonspolizei die mutmasslichen Diebe fest.
Der Wagen war am Donnerstagmorgen, 25. Juli 2024, auf einem öffentlichen Parkplatz in der Nähe des Bahnhofs Frick abgestellt.
Ein alkoholisierter Rollerfahrer verursachte in der Nacht auf Donnerstag in Horn einen Selbstunfall. Er wurde verletzt und ins Spital gebracht.
Nach bisherigen Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau war ein 43-jähriger Rollerfahrer kurz vor 1 Uhr auf der Seestrasse in Richtung Rorschach unterwegs.
Ein alkoholisierter Autofahrer wurde in der Nacht auf Donnerstag in Bürglen aus dem Verkehr gezogen.
Gegen 1.45 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau an der Sulgerstrasse einen Autofahrer.
Am 25. Juli 2024 ist eine Bergsteigerin am Matterhorn etwa 100 Meter in die Tiefe gestürzt. Sie zog sich dabei tödliche Verletzungen zu.
Am frühen Morgen verliess eine Bergsteigerin die Hörnlihütte in Zermatt mit dem Ziel, im Alleingang das Matterhorn über den Hörnilgrat zu besteigen.
Am Donnerstag, 25.07.2024. ca. 9:15 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn A3 bei Filzbach ein Verkehrsunfall.
Ein 62-jähriger Autolenker fuhr auf der Autobahn A3 in Fahrtrichtung Chur. Aufgrund stockendem Verkehrs bremste er ab.
Am Dienstagmorgen (23.07.2024) fuhren zwei Autofahrende auf der Schönbüelstrasse. Bei einem Spurwechsel touchierte ein unbekannter Automobilist ein anderes Fahrzeug.
Die Polizei sucht Zeugen.
Am Mittwochnachmittag, 24. Juli 2024, ist es auf der Umfahrungsstrasse in Teufen zu einem Selbstunfall eines Personenwagenlenkers gekommen. Der Mann musste seinen Führerausweis abgeben.
Kurz vor 16.00 Uhr fuhr ein 69-jähriger Automobilist auf der Umfahrungsstrasse in Richtung Teufen.
Am Mittwoch (24.07.2024) kam es auf der Poststrasse zu einer Kollision zwischen einem Velo und einem Personenwagen.
Der 10-jährige Velofahrer stürzte und verletzte sich dabei leicht.
Am Mittwochnachmittag, 24. Juli 2024, ist in Trogen ein Personenwagen auf einen Motorradroller aufgefahren.
Die Lenkerin musste leicht verletzt in ein Spital gebracht werden.
Mit dem Ende der Ferien für einen Teil der Urlauberinnen und Urlauber wird der Rückreiseverkehr in den nächsten Wochen vor allem in Richtung Norden stark ansteigen. In den letzten Julitagen und während des ganzen Augusts ist vorwiegend an den Wochenenden mit vermehrten Staus zu rechnen.
Im Gotthard- und Mont-Blanc-Tunnel, auf dem Grossen St. Bernhard sowie auf der in Rekordzeit teilweise wiedereröffneten San-Bernardino-Route wird mit grossem Verkehrsaufkommen zu rechnen sein.
Am Mittwochmorgen ist es in der Gemeinde Ruswil zu einer Gewässerverschmutzung gekommen. Dabei floss eine grosse Menge Gülle aus einer Biogasanlage in den Bielbach und in die nachfolgenden Gewässer bis in die Kleine Emme, was zu einem Fischsterben führte.
Die genaue Ursache und das Schadenausmass sind derzeit nicht bekannt und Gegenstand der laufenden Abklärungen.
Am frühen Morgen ist es auf der Hergiswaldstrasse in Kriens zu einem Selbstunfall gekommen. Verletzt wurde niemand.
Eine Atemalkoholprobe beim Autofahrer ergab einen Wert von 0,43 mg/l.
Auf der Oberalpstrasse ist am Mittwoch eine Automobilistin mit zwei Entgegenkommenden kollidiert. Eine Person wurde dabei verletzt.
Eine 78-jährige Automobilistin fuhr gegen 13.30 Uhr von der A13 kommend über die Oberalpstrasse in Richtung Trin. Bei Tamins kam sie in einer langgezogenen Rechtskurve über die Strassenmitte hinaus.
Mit der Anklage gegen einen 36-jährigen Doppelbürger aus der Schweiz und Serbien übergibt die Kantonale Staatsanwaltschaft den nächsten Fall im Presidente-Drogenring an die Justiz.
Der Mann wird beschuldigt, als Abnehmer des Hauptbeschuldigten agiert und über 9 Kilogramm Kokain in der Schweiz veräussert zu haben. Im Zuge der Ermittlungen wurden zudem weitere strafrechtlich relevante Handlungen aufgedeckt und dokumentiert, für die er sich demnächst vor dem Bezirksgericht Aarau verantworten muss.
Am Mittwoch (24.07.2024), kurz vor 09:40 Uhr, ist ein Fotoautomat an der Bahnhofsstrasse aufgebrochen worden.
Die unbekannte Täterschaft brach diesen mit Werkzeug auf.
Am Mittwoch, 24. Juli 2024, kurz vor 16:30 Uhr, haben die Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt und die Milizfeuerwehr Basel-Stadt mit ihren drei Kompanien zu einem Brand an der Äussere Baselstrasse in Riehen ausrücken müssen.
Sie konnten das Feuer rasch löschen. Es gab keine verletzten Personen. Während des Einsatzes sperrte die Kantonspolizei Basel-Stadt das betroffene Strassenstück; vorübergehend unterbrochen war die Tramlinie 6 der Basler Verkehrs-Betriebe.
Am Mittwoch, 24. Juli 2024, in den frühen Morgenstunden, hat die Kantonspolizei Basel-Stadt drei eines versuchten Einbruchdiebstahls verdächtigte Personen angehalten und im Auftrag der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt sowie der Jugendanwaltschaft Basel-Stadt festgenommen.
Dies geschah dank Meldungen von aufmerksamen Drittpersonen während umgehend eingeleiteten Fahndungen.
Zwischen Montag, 22.07.2024, 06:30 Uhr und Mittwoch, 24.07.2024, 07:10 Uhr, wurden bei einem Kontrollgang ein Diebstahl bei den vertäuten Booten beim Schiffsteg im Klöntal entdeckt.
Die unbekannte Täterschaft verschaffte sich unerlaubten Zugang zum Schiffsteg und entwendete bei einem Boot seinen 114 Kilogramm schweren 4-Zylinder-Aussenbordmotor im Wert von mehreren tausend Franken.
Cyberkriminelle versuchen sich die Bekanntheit von Bitpanda zunutze zu machen, indem sie täuschend echte Phishing-Mails im Namen des Finanzdienstleisters versenden.
Das Ziel der Betrüger ist die Übernahme der Krypto-Accounts.
Die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich hat gestern beim Bezirksgericht Zürich Anklage gegen einen Mann wegen versuchter vorsätzlicher Tötung, versuchter schwerer Körperverletzung und weiterer Delikte erhoben.
Ihm wird vorgeworfen, im Februar 2023 im Zürcher Hauptbahnhof zwei ihm unbekannte Frauen unvermittelt attackiert und unter Anwendung von massiver stumpfer Gewalt verletzt zu haben.
Am Mittwoch, den 24. Juli 2024, kurz vor 11:00 Uhr, brannte in Porrentruy in einem Wohngebiet eine Thujahecke auf einer Länge von etwa 7 Metern.
Der Brand wurde durch den Einsatz eines thermischen Unkrautvernichters ausgelöst.
Ein Mann, der seit Dienstagmorgen bei der Schreckhornhütte in Grindelwald vermisst wurde, ist am Dienstagmittag im Rahmen einer Suchaktion durch die Einsatzkräfte tot geborgen worden.
Ermittlungen zum Unfall sind im Gang.
Anfang Juli 2024 führte die Neuenburger Polizei in Zusammenarbeit mit der öffentlichen Sicherheit in der Stadt Neuenburg eine Verkehrskontrolle durch, die sich auf die Mobilität von elektrisch betriebenen Zweirädern mit besonderem Augenmerk auf Elektro-Trottinetts konzentrierte.
Am Tag des 3. Juli 2024 führte die Neuenburger Polizei unter Beteiligung der öffentlichen Sicherheit der Stadt Neuenburg eine Verkehrskontrolle in der Innenstadt durch, die sich speziell auf die Fussgängerzone und deren Umgebung konzentrierte. Ziel war es, die Benutzerinnen und Benutzer dafür zu sensibilisieren, wie wichtig es ist, über die richtige Ausrüstung zu verfügen und die Verkehrsregeln einzuhalten.
Am Morgen des 24. Juli 2024 öffneten Angestellte einer Versicherungsgesellschaft in Martinach einen Briefumschlag, der ein Pulver unbekannter Art enthielt.
Die Kantonspolizei Wallis hat Ermittlungen eingeleitet.
Beim Brand in einer Wohnung in Arbon wurden in der Nacht auf Mittwoch zwei Personen verletzt.
Es entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Franken.
Am Samstag (20.07.2024), kurz nach 08:35 Uhr, erhielt die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen eine Meldung, wonach eine tote Person ungefähr 200 Meter vom Ufer entfernt im Obersee treiben würde.
Mehrere Angehörige des Seerettungsdienstes sowie Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen rückten daraufhin zum Fundort aus und bargen einen toten Mann.
Am Mittwoch (24.07.2024), kurz vor 8:50 Uhr, ist es im Einfahrtsbereich der Autobahn A1 zu einem Selbstunfall eines Motorradfahrers gekommen. Der 16-jährige Motorradfahrer wurde dabei leicht verletzt.
Der Rettungsdienst brachte ihn ins Spital. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.
Bei einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern vor einem Clublokal an der Limmatstrasse 65 in Zürich, sind am frühen Samstagmorgen (20.7.2024) zwei Männer verletzt worden.
Gegen 4.40 Uhr gerieten ein 19- und ein 25-jähriger Italiener mit zwei 22- und einem 23-jährigen Spanier in Streit, wobei es zu Handgreiflichkeiten kam und die beiden Italiener verletzt wurden.
In Castasegna ist am Dienstagmittag eine Automobilistin nach einem Überholmanöver ins Schleudern geraten.
Dabei kollidierte sie mit zwei Fahrzeugen aus der Gegenrichtung.
Gestern Mittag ist ein Mann mit seinem Auto auf dem Kapuzinerweg in der Stadt Luzern steckengeblieben. Verletzt wurde niemand.
Das Fahrzeug wurde mit einer Seilwinde geborgen.
Wie die Kantonspolizei mitteilt, ereignete sich heute kurz nach 12.30 Uhr im Gebiet von Lavertezzo ein schwerer Bergunfall.
Ein 60-jähriger Schweizer aus dem Raum Bellinzona war mit anderen Personen auf der Via Alta della Verzasca unterwegs.
Gestern Nachmittag fiel eine Frau im Bahnhof Sursee zwischen Perron und Zug auf das Bahntrasse.
Sie erlitt bei diesem Unfall lebensbedrohliche Verletzungen. Der Unfallhergang ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Gestern Mittag ist es eingangs Tunnel Reussport auf der Autobahn A2 in Luzern zu einer Kollision zwischen zwei Autos gekommen.
Eine schwangere Frau und ihr zweijähriger Sohn wurden zur Kontrolle ins Spital gefahren. Der Unfall führte zu Rückstau auf der Autobahn.
Am Dienstag, den 23. Juli um 16:40 Uhr ereignete sich auf dem Vue-des-Alpes-Pass auf der Höhe des Ortes Prés de Suze ein Unfall zwischen einem schwarzen und einem blauen Fahrzeug.
Zeugen dieses Unfalls werden gebeten, sich mit der Neuenburger Polizei unter 032/889.72.72 in Verbindung zu setzen.
Die am Samstag (20. Juli 2024) aus dem Ägerisee geborgene tote Person konnte identifiziert werden. Die Identifikation der zweiten Leiche dauert noch an.
Am Samstagnachmittag wurde in einer Badi in Oberägeri eine leblose Person aus dem Ägerisee geborgen (wir berichteten).
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.