Schweiz

Bellinzona TI: Jahresfeier der Kantonspolizei im Bundesstrafgericht

Am 05.12.2023 fand im Bundesstrafgericht in Bellinzona traditionsgemäss die Jahresfeier der Kantonspolizei statt. Anwesend waren die Präsidentin des Grossen Rates Nadia Ghisolfi, der Direktor des Departements der Institutionen Norman Gobbi, der Bürgermeister von Bellinzona Mario Branda und der Generalstaatsanwalt Andrea Pagani.

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Daten von Mitarbeitern der Berner Polizei gehackt - mehrere Beschuldigte identifiziert

Nachdem es im Sommer zu einer Sicherheitslücke im „MobileIron“ System gekommen war, welches auch von der Kantonspolizei Bern genutzt wird, und dabei Benutzerdaten nachweislich eingesehen werden konnten, ist es im Rahmen der Ermittlungen gelungen, mehrere beschuldigte Personen zu identifizieren. Weiterführende Ermittlungen sind im Gang.

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A6 / Thun / Rubigen BE: Lenker nach mehreren Raserdelikten ermittelt

Seit September 2022 liegen der Kantonspolizei Bern mehrere Videos vor, bei welchen ein Autolenker an verschiedenen Orten im Kanton Bern und Kanton Wallis massive Geschwindigkeitsüberschreitung begangen hat. Der Lenker konnte ermittelt werden und wird sich vor der Justiz zu verantworten haben.

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Kantonspolizei Schwyz: Grosse Mengen Betäubungsmittel sichergestellt

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz und die Kantonspolizei Schwyz haben in enger Zusammenarbeit mit mehreren Deutschschweizer Polizeikorps und dem Polizeipräsidium Ravensburg (D) im vergangenen Jahr grosse Mengen an synthetischen und halbsynthetischen Cannabinoiden, mit synthetischen Cannabinoiden versetzter Hanf, Drogenhanf und Drogenhanfpflanzen sichergestellt. Gegen mehrere Männer läuft eine Strafuntersuchung wegen gewerbs- und bandenmässigen Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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Kanton St.Gallen: Anklage gegen vier Beschuldigte wegen Steuerbetrugs

Die Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen hat mittels Anklageerhebung eine umfangreiche Strafuntersuchung gegen vier beschuldigte Personen wegen des Verdachts des mehrfachen Steuerbetrugs und der mehrfachen Urkundenfälschung zum Abschluss gebracht. Angeklagt werden beim Kreisgericht Rheintal ein Buchhalter sowie drei von Letzterem betreute Geschäftsführer von Handwerksbetrieben.

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Gunzgen SO: Autofahrer (34) prallt gegen Stein am Strassenrand

Auf der Lischmatt in Gunzgen ist am Dienstagnachmittag, 5. Dezember 2023, ein Automobilist von der Strasse abgekommen und am rechten Strassenrand in einen grossen Stein geprallt. Dabei hat sich der Fahrzeuglenker Verletzungen zugezogen, die eine ärztliche Kontrolle in einem Spital erforderlich machten. Das Auto erlitt Totalschaden.

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Kapo Zürich: Bei Verdacht 117 – Gemeinsam gegen Einbruch

Polizistinnen sowie Polizisten der Kantonspolizei Zürich sind täglich unterwegs für Ihre Sicherheit. Insbesondere von November bis Februar werden im ganzen Kanton auch tagsüber vermehrt punktuelle Kontrollen durchgeführt, um verdächtige Personen anzuhalten, die möglicherweise im Sinn haben, zu einem späteren Zeitpunkt Einbrüche zu begehen.

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Kaiseraugst AG / A3: Audi-Fahrer (24) gerät ins Schleudern und kollidiert mit Leitplanke

In der Nacht von Dienstag/Mittwoch, 05./06. Dezember 2023, kurz vor 00.30 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn A3, Fahrtrichtung Basel, in Kaiseraugst AG ein Selbstunfall, wobei ein Personenwagen ins Schleudern geriet und mehrfach mit der Leitplanke kollidierte. Personen wurden dabei keine verletzt.

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Kanton Waadt: Laute und nicht konforme Fahrzeuge - Bilanz der Kontrollen

Seit dem Frühjahr 2023 haben das Amt für Strassenverkehr und Schifffahrt (SAN), die Kantonspolizei Waadt (PCV) und die Gemeindepolizeien die Verkehrskontrollen zur Bekämpfung der Problematik lauter, nicht konformer und veränderter Fahrzeuge verstärkt. Die Verwaltungsmassnahmen können bis zur sofortigen Beschlagnahmung des Fahrzeugs und der Zerstörung nicht zugelassener Teile, mit denen das Fahrzeug möglicherweise ausgestattet ist, reichen.

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Neuenburg NE: Motorradfahrer und Fussgänger nach Zusammenstoss gestürzt

Am Montag, 4. Dezember 2023, um 06:45 Uhr, fuhr ein Motorrad, das von einem 47-jährigen Einwohner von Neuenburg gelenkt wurde, auf der Rue des Parcs in Neuenburg in östlicher Richtung. Auf der Höhe des Fussgängerstreifens in Vauseyon kam es zu einem Zusammenstoss mit einem Fussgänger, der den Fussgängerstreifen von rechts nach links überquerte.

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Orselina TI: Schwere Beinverletzung nach Arbeitsunfall - Rega im Einsatz

Wie die Kantonspolizei mitteilt, ereignete sich heute kurz vor 9 Uhr ein Arbeitsunfall in einem Privathaus in der Via Brione in Orselina. Gemäss einer ersten Rekonstruktion stieg ein 58-jähriger Schweizer Arbeiter, der in der Region wohnt, auf eine an die Wand gelehnte Leiter, als er aus noch zu klärenden Gründen aus einer Höhe von rund sechzig Zentimetern abstürzte.

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La Chaux-de-Fonds NE: Kollision zwischen zwei Autos - Sachschaden

Am Montag, 4. Dezember 2023, um 15:30, fuhr ein Auto, das von einem 36-jährigen Einwohner von Charquemont/Frankreich gelenkt wurde, auf der Kantonsstrasse von La Chaux-de-Fonds nach Biaufond. In einer Rechtskurve geriet das Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem Auto, das von einer 60-jährigen Frau aus La Chaux-de-Fonds gelenkt wurde und normalerweise in Richtung La Chaux-de-Fonds unterwegs war.

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Lugano TI: Brand in einer Wohnung ausgebrochen - 40 Personen evakuiert

Wie die Kantonspolizei mitteilt, ist gestern kurz nach 14:30 Uhr in einem Gebäude an der Via Trevano in Lugano ein Brand ausgebrochen. Gemäss einer ersten Rekonstruktion und aus Gründen, die die polizeilichen Ermittlungen noch klären müssen, brach das Feuer in einer Wohnung im ersten Stock des Gebäudes aus. Als Vorsichtsmaßnahme mussten etwa 40 Personen evakuiert werden.

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Neuenburg NE: Sachschaden nach Kollision zwischen zwei Fahrzeugen

Am Montag, 4. Dezember 2023, um 16:45, fuhr ein Auto, das von einem 32-jährigen Einwohner von Vitry-sur-Seine/Frankreich gelenkt wurde, auf der Kantonsstrasse von Valangin in Richtung Neuenburg. Das Fahrzeug geriet auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem Auto, das von einer 21-jährigen Einwohnerin von Valangin gesteuert wurde und normalerweise in Richtung Valangin unterwegs war.

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Region Bellinzona TI: Betrug mit Schockanrufen - eine Verhaftung

Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei geben bekannt, dass am 30.11.2023 im Rahmen einer Untersuchung ein 42-jähriger slowakischer Staatsangehöriger verhaftet wurde, der im Verdacht steht, an drei "Schockanrufen" zum Nachteil älterer Menschen in den Regionen Bellinzona und Lugano beteiligt gewesen zu sein. Der Modus Operandi entspricht demjenigen, der in der Vergangenheit bereits mehrfach in verschiedenen Varianten aufgefallen ist. In den zuletzt gemeldeten Fällen verlangen die Täter (die sich als Mediziner oder Polizisten ausgeben) eine hohe Geldsumme für die Pflege eines Angehörigen, der an einer schweren Krankheit leidet oder in einen Verkehrsunfall verwickelt ist. Sie nutzen die kurze Zeit, die ihnen zur Verfügung steht (angesichts des befürchteten Ernstes der Lage nur wenige Stunden), um das Opfer unter Druck zu setzen und es zur sofortigen Herausgabe des verfügbaren Geldes oder der im Haus befindlichen Gegenstände zu drängen.

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Flüelen UR: Auseinandersetzung fordert eine verletzte Person

Heute, 5. Dezember 2023, kurz vor 01.30 Uhr, traf eine Patrouille der Kantonspolizei Uri während einer regulären Patrouillenfahrt im Bereich der alten Kirche in Flüelen auf einen verletzten Mann. Laut Angaben des 31-Jährigen wurde er aufgrund einer Auseinandersetzung von einem 33-jährigen eritreischen Staatsangehörigen mit einem spitzen Gegenstand verletzt.

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Kapo Basel-Stadt: Telefonbetrug - Sensibilisierung und Schutzmassnahmen

Eine Welle von Telefonbetrug hat den Kanton Basel-Stadt erfasst. Die Polizei warnt die Öffentlichkeit vor betrügerischen Anrufen, bei denen die Opfer zu grossen Geldabhebungen oder -übergaben verleitet werden sollen. Diese Mitteilung dient als dringender Appell, wachsam zu bleiben und die eigenen Angehörigen zu informieren.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.