Schweiz

Schockanruf in Mörschwil SG: Seniorin (86) nun 40’000 Franken ärmer

Am Mittwoch (11.01.2023), um 17:30 Uhr, hat eine 86-jährige Frau einer unbekannten Täterschaft, die sich als Mitarbeiter einer Strafverfolgungsbehörde ausgab, Schmuck und Münzen im Wert von über 40'000 Franken übergeben. Die 86-jährige Frau erhielt einen sogenannten Schockanruf von angeblichen Mitarbeitenden von Strafverfolgungsbehörden.

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Kanton Uri: Gehölzpflege entlang der Nationalstrassen A2 und A4

Zu Gunsten der Verkehrssicherheit führt das Amt für Betrieb Nationalstrassen (AfBN) von Januar bis März 2023 umfangreiche Gehölzpflegearbeiten entlang der Nationalstrassen A2 Göschenen bis Beckenried und A4 Flüelen bis Küssnacht aus. Diese Arbeiten werden jährlich auf der Grundlage eines Pflegeplanes durchgeführt und betreffen nur einzelne Teilstücke.

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Stadt Zürich ZH: Datenschutz-Kunsttage - Workshops und Symposium

Die Datenschutzbeauftragte lädt am Samstag, 28. Januar und am Dienstag, 31. Januar zu den Datenschutz-Kunsttagen im Löwenbräu-Areal in Zürich. Die Tagesveranstaltung am Samstag steht unter dem Motto „Die Zukunft digitaler Technologien und der Community verhandeln“. Zusammen mit Expertinnen und Experten aus Kunst, digitaler Ethik, Medien und NGOs lernen Teilnehmende in Workshops Möglichkeiten des digitalen Selbstschutzes. Die Vorabendveranstaltung am Dienstag, 31. Januar fokussiert im Vorfeld der kantonalen Wahlen auf das Spannungsfeld Daten, Algorithmen, Transparenz und die demokratische Gesellschaft.

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Oberrieden ZH: E-Bike-Lenkerin (36) bei Verkehrsunfall schwer verletzt

Bei einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einer Velolenkerin ist am Mittwochmittag (11.01.2023) in Oberrieden die Zweiradfahrerin schwer verletzt worden. Kurz vor 12 Uhr fuhr eine 77-jährige Personenwagenlenkerin auf der Bruggstrasse bergwärts. Bei der Einmündung in die Alte Landstrasse beabsichtigte sie nach links Richtung Zentrum Oberrieden einzubiegen. Im Bereich der Verzweigung kam es aus bislang nicht bekannten Gründen zur Kollision mit einer 36 Jahre alten Frau, welche mit dem E-Bike auf der Alten Landstrasse Richtung Thalwil fuhr.

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Rorschach / Altstätten SG: Nach Droh-Anruf – zwei Berufsschulen evakuiert – Update

Am Mittwoch (11.01.2023), kurz nach 7 Uhr, hat die Kantonspolizei St.Gallen Kenntnis von einem anonymen Drohanruf gegen das Berufs- und Weiterbildungszentrum in Rorschach und Altstätten erhalten. Die Kantonspolizei St.Gallen berichtete. Kurz nach 9 Uhr konnte für alle Standorte Entwarnung gegeben werden. Die Ermittlungen dauern an.

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Stefan Hostettler Fischer wird Generalsekretär des EJPD

Stefan Hostettler Fischer wird neuer Generalsekretär des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD). Der Bundesrat hat den bisherigen stellvertretenden Generalsekretär des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) an seiner Sitzung vom 11. Januar 2023 gewählt. Stefan Hostettler Fischer übernimmt die Funktion am 1. Februar 2023.

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Massnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Cyber-Sexualdelikten vorantreiben

Die Arbeit sämtlicher Akteure auf nationaler, kantonaler und kommunaler Ebene, um sexuellen Missbrauch von Kindern im Internet zu bekämpfen, ist notwendig und muss verstärkt werden. Dies hält der Bundesrat in einem Bericht fest, den er an seiner Sitzung vom 11. Januar 2023 verabschiedet hat. Die Voraussetzungen für solche Verbesserungen sind bereits gegeben. Im Rahmen der jeweiligen Kompetenzen müssen auch Bund und Kantone ihre Aktivitäten optimal koordinieren.

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Lauerz SZ: Diebstähle aus unverschlossenen Personenwagen geklärt

Dank einem Hinweis aus der Bevölkerung konnte die Kantonspolizei Schwyz am Neujahrstag 2023 in Lauerz zwei 17-Jährige festnehmen, welche beschuldigt werden, Diebstähle aus unverschlossenen Fahrzeugen begangen zu haben. Die beiden Jugendlichen aus Tunesien und Marokko wurden am Morgen des Neujahrstages durch einen Polizisten in der Freizeit beobachtet, wie sie in einem Wohnquartier in Lauerz versuchten, unverschlossene Autos nach Gegenständen zu durchsuchen.

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Sins AG: Frontalkollision zwischen zwei Lieferwagen – drei Personen verletzt

In Sins kollidierten zwei Lieferwagen frontal ineinander. Dabei verletzten sich drei Personen. Die Strasse war zwei Stunden gesperrt. Am Dienstag, 10. Januar 2023, um 16.30 Uhr fuhr ein 19-jähriger Lieferwagenlenker von Oberrüti Richtung Sins. Dabei kam er von seiner Fahrbahn ab und kollidierte mit einem entgegenkommenden VW Lieferwagen.

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Stadt Basel BS: Fussgängerin angefahren und geflüchtet - Zeugenaufruf

Am Dienstag, 10.01.2023, um ca. 17:20 Uhr, kam es an der Verzweigung Dornacherstrasse / Solothur­nerstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Motorradfahrer und einer Fussgängerin. Nach der Kollision entfernte sich der Motorradfahrer von der Unfallstelle, ohne sich um die verletzte Fussgänge­rin zu kümmern.

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Lugano TI: Feuer auf Balkon ausgebrochen - Wohnung stark beschädigt

Wie die Kantonspolizei mitteilt, brach heute kurz nach 01:15 Uhr in einem Mehrfamilienhaus in der Via Beltramina in Lugano ein Brand aus. Nach einer ersten Rekonstruktion und aus Gründen, die die polizeilichen Ermittlungen noch klären müssen, brach das Feuer auf dem Balkon einer Wohnung im ersten Stock aus und breitete sich später im Inneren aus.

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La Chaux-du-Milieu NE: Kontrolle über Auto verloren - Böschung hinuntergestürzt

Am Montag, 09. Januar 2023 um 17:20 fuhr ein Auto, das von einem 33-jährigen Einwohner von La Chaux-de-Fonds gelenkt wurde, auf der RC2325 in Richtung Norden. In der Ortschaft Le Cachot verlor er in einer Linkskurve die Kontrolle über sein Auto, das geradeaus fuhr, die dortige Böschung hinunterstürzte und am Ende der Böschung auf dem Dach liegen blieb.

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Basel BS: Festnahme nach versuchtem Betrug – Vorsicht vor Betrugsmaschen

Am Montag, 9. Januar 2023, kurz nach 17.00 Uhr, hat die Kantonspolizei Basel-Stadt einen mutmasslichen Betrüger angehalten und im Auftrag der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt festgenommen. Dem 33-Jährigen hätte nach einem so genannten „Schocktelefon“ – eine der Maschen der Telefonbetrüge – Geld übergeben werden sollen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.