Schweiz

Stansstad NW: Ausbremsen eines Fahrzeuglenkers auf der Autobahn bis zum Stillstand - Zeugenaufruf

Am Freitagabend, 18.03.2022 ist gegen 18:10 Uhr ein Automobilist auf der Autobahn A2 rund 100m nach dem Kirchenwaldtunnel in Fahrtrichtung Süd durch einen Drittlenker auf der Überholspur bis zum Stillstand ausgebremst worden. Ein Fahrzeuglenker fuhr auf der Autobahn A2 von Luzern in Richtung Stans.

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Muttenz BL / A2: Auffahrkollision zwischen Motorrad und PW – Motorradlenkerin schwer verletzt

Am Samstagmorgen, 19. März 2022, kurz nach 10.30 Uhr, kam es auf der Autobahn A2, in Fahrtrichtung Basel, zu einer Auffahrkollision zwischen einem Motorrad und einem Personenwagen, wobei die Motorradlenkerin schwer verletzt wurde. Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft fuhr eine 24-jährige Motorradlenkerin hinter einem weiteren Motorrad in der mittleren Fahrspur der A2 Richtung Basel.

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La Chaux-de-Fonds NE: Zwei Personen nach Kollision verletzt

Am Freitag, den 18. März 2022 um 08:40 Uhr fuhr ein von einem 61-Jährigen aus Le Landeron gelenktes Auto auf der Rue du Balancier in La Chaux-de-Fonds in Richtung Süden. An der Kreuzung mit der Rue Numa-Droz kam es zu einer Kollision mit einem Auto, das von einer 71-Jährigen aus La Chaux-de-Fonds gelenkt wurde und auf der letztgenannten Strasse von Osten nach Westen fuhr.

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A2 / Muzzano TI: Verkehrsunfall mit einem Lastwagen - Fahrer nicht verletzt

Wie die Kantonspolizei mitteilt, ereignete sich heute kurz vor 12 Uhr auf der Autobahn A2 im Raum Muzzano ein Verkehrsunfall mit einem Lastwagen mit bulgarischen Kennzeichen. Nach einer ersten Rekonstruktion war ein 54-jähriger bulgarischer Autofahrer mit Wohnsitz in Bulgarien in südlicher Richtung unterwegs, als er aus Gründen, die im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen noch zu klären sein werden, die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, mit der Leitplanke auf der rechten Strassenseite kollidierte und schliesslich auf die Seite fuhr, wodurch die beiden Fahrspuren vollständig blockiert wurden.

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Neuenburg NE: Zeugenaufruf nach Verkehrsunfall

Der Fahrer, der am Freitag, den 18. März 2022 gegen 06:15 Uhr auf der Rue de Maillefer in Neuenburg in nördlicher Richtung fuhr und kurz vor der Kreuzung mit der Rue du Chasselas nach links von der Fahrbahn abkam und dabei mit einem grauen Hyundai kollidierte, der normalerweise in der Gegenrichtung fuhr, sowie Zeugen dieses Unfalls werden gebeten, sich mit der Polizeistation in Neuenburg, Tel. 032 889 92 30, in Verbindung zu setzen.

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Pura TI: 35-Jährige des versuchten vorsätzlichen Mordes beschuldigt

Im Zusammenhang mit der Schlägerei, die sich am 17.03.2022 kurz vor 19 Uhr in einem Haus in Pura ereignet hat, haben die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei bekannt gegeben, dass die 35-jährige Schweizerin nach einer ersten Befragung festgenommen worden ist. Sie wird des versuchten vorsätzlichen Mordes, schwerer Körperverletzung und einfacher Körperverletzung beschuldigt.

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Winterthur ZH: Verkehrsbehinderungen wegen Demonstrationsumzug

Am kommenden Samstag, 19. März 2022, ist in der Winterthurer Innenstadt mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen; betroffen sind der private und der öffentliche Verkehr. Der Grund für die Behinderungen ist eine bewilligte Demonstration. Wegen einer bewilligten Demonstration gegen den Krieg in der Ukraine dürfte es ab 14.00 Uhr zu Verkehrsbehinderungen in der Winterthurer Innenstadt kommen.

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Basel BS: Zwei Männer mit Stichwaffe angegriffen und verletzt - Zeugenaufruf

Am Donnerstag, 17. März 2022, circa 20.30 Uhr, haben zwei Unbekannte in der Breisacherstrasse zwei Männer angegriffen und verletzt. Den bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt zufolge hatten sich ein 20- und ein 22-jähriger Mann nach einem verbalen Streit mit zwei Männern in der Dreirosenanlage durch die Breisacherstrasse Richtung Claraplatz entfernt.

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Marsens FR / A12: Verkehrsunfall mit drei Fahrzeugen – zwei Personen verletzt

Gestern Abend ereignete sich auf der Autobahn A12 zwischen Bulle und Rossens ein Verkehrsunfall, bei dem drei Fahrzeuge beteiligt waren. Zwei Personen wurden leicht verletzt und die Autobahn war für etwa 45 Minuten gesperrt. Am Donnerstag, den 17. März 2022, gegen 19.30 Uhr, fuhr ein 29-jähriger Autofahrer auf der Autobahn A12 von Bulle in Richtung Rossens.

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Basel BS: Erneuerung Margarethenstrasse erfordert vierwöchige Verkehrsumleitung

Die Margarethenstrasse ist aufgrund Bauarbeiten ab Montag, 21. März 2022 in Fahrtrichtung Bahnhof SBB gesperrt. Der Autoverkehr wird bis zum 14. April 2022 über die Solothurnerstrasse umgeleitet. Die Sperrung verkürzt die laufende Erneuerung der Margarethenstrasse und erhöht die Qualität der sanierten Strasse.

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Villigen AG: Irrfahrt endet in Hausfassade - 80-Jähriger schwer verletzt

Ein 80-jähriger Automobilist verlor gestern eingangs Villigen die Herrschaft über seinen Wagen. Dieser querte eine Wiese und prallte schliesslich heftig gegen die Fassade des Gemeindehauses. Er wurde schwer verletzt. Der Selbstunfall ereignete sich am Donnerstag, 17. März 2022, gegen 15.30 Uhr eingangs Villigen. In einem Honda fuhr der 80-Jährige von Brugg her in Richtung Zentrum.

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Thalwil ZH: Selbstunfall mit Personenwagen fordert Verletzten - Zeugenaufruf

Bei einem Selbstunfall in Thalwil hat sich am Donnerstagmorgen (17.03.2022) der Lenker eines Personenwagens mittelschwere Verletzungen zugezogen. Kurz nach 9 Uhr fuhr ein 45-jähriger Lenker auf der Gattikonerstrasse talwärts Richtung Thalwil. Aus bislang nicht bekannten Gründen fuhr er ausgangs einer leichten Linkskurve geradeaus und überquerte das Trottoir.

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Zentralschweizer Regierungen unterzeichnen Grundsatzvereinbarung für den Bau gemeinsamer Einsatzleitzentralen

Künftig werden die Einsätze von Polizei und Feuerwehr im Raum Zentralschweiz von zwei Einsatzleitzentralen geführt und koordiniert. Die Regierungen der Kantone Luzern, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug haben eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet, welche die Eckpunkte dieser schweizweit einmaligen Polizeizusammenarbeit regelt. Das Projekt VISION 2025 soll bis 2029 umgesetzt werden. Aktuell sind alle involvierten Polizeikorps in die Projektarbeiten eingebunden.

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La Neuveville/BE : Kollision mit Fahrrad - 72-Jähriger stürzte - Zeugenaufruf

Am Donnerstag, 17. März 2022 um 10:30 Uhr fuhr ein rotes Automobil, gesteuert von einem unbekannten Lenker, auf der Rue de la Plage in La Neuveville/BE in nördlicher Richtung. An der Kreuzung mit der Rue de Bellerive kam es zu einer Kollision mit einem Fahrrad, das von einem 72-jährigen Einwohner von Cressier/NE gesteuert wurde, der in die gleiche Richtung fuhr und die Absicht bekundet hatte, nach links abzubiegen.

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Eschlikon TG: 11-jährige Velofahrerin bei Kollision mit Auto verletzt - Zeugenaufruf

Nach dem Zusammenstoss mit einem Auto in Eschlikon wurde am Donnerstagmorgen eine 11-jährige Velofahrerin leicht verletzt. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen. Kurz nach 8 Uhr war eine 11-jährige Velofahrerin auf dem Radweg der Hörnlistrasse in Richtung Dorfzentrum unterwegs. Gemäss ihren Angaben sei gleichzeitig von der Hilagstrasse ein braunes Auto Richtung Hörnlistrasse gefahren.

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Baar ZG: Auto prallt in Ausstellungsfahrzeug und rollt in Linienbus

Ein Fahrzeuglenker ist von der Strasse abgekommen und in ein parkiertes Auto geprallt. Anschliessend rollte das Unfallfahrzeug rückwärts in einen Linienbus. Als Unfallursache steht ein medizinisches Problem im Vordergrund. Der Unfall ereignete sich am Donnerstagabend (17. März 2022), kurz vor 19:45 Uhr, beim Kreisel Langgasse/Sihlbruggstrasse in der Gemeinde Baar.

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Zofingen AG: Die Unterführung Strengelbacherstrasse ist ab dem 28. März 2022 nachts gesperrt

2015 wurde die neu gebaute Unterführung der Strengelbacherstrasse in Zofingen dem Verkehr übergeben. Nun steht zum ersten Mal eine umfassende Reinigung der Unterführung an. Diese Reinigungsarbeiten werden ab dem 28. März 2022 jeweils von 20.00 Uhr bis morgens um 04.30 Uhr von einer Spezialfirma für Tunnelreinigungen und dem Werkhof Zofingen durchgeführt.

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Pura TI: Auseinandersetzung - Mann (50) erlitt schwere Verletzungen

Wie die Kantonspolizei mitteilte, gerieten heute kurz vor 19 Uhr zwei Personen in einem Haus in Pura in einen Streit. Nach einer ersten Rekonstruktion und aus Gründen, die von der Polizei untersucht werden, wurde während der Auseinandersetzung ein 50-jähriger italienischer Staatsbürger mit Wohnsitz in der Region von einem 35-jährigen Schweizer, ebenfalls mit Wohnsitz in der Region, mit einem Messer in die Seite geschlagen.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.