Schweiz

Zürich ZH: Mann (†45) stirbt im Spital nach Unfall mit Tram

Der Mann, der am Samstagmorgen, 25. September 2021, im Kreis 8 bei einer Kollision mit einem Tram schwer verletzt worden war (Polizei.news berichtete), ist leider im Spital verstorben. Die Stadtpolizei Zürich teilte am Samstagvormittag, 25. September 2021, mit, dass es im Kreis 8 zu einem Unfall zwischen einem Tram und einem Fussgänger gekommen war. Dabei wurde der Fussgänger schwer verletzt und in kritischem Zustand in ein Spital gebracht.

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Gadmen BE: Motorradfahrer (†27) bei Unfall tödlich verletzt

Am Sonntagmorgen ist in Gadmen auf der Sustenpassstrasse ein Motorradfahrer schwer verunfallt. Der Mann erlag noch auf der Unfallstelle seinen Verletzungen. Ermittlungen zum Unfall wurden aufgenommen. Die Meldung zu einem schweren Selbstunfall in Gadmen (Gemeinde Innertkirchen) erreichte die Kantonspolizei Bern am Sonntag, 26. September 2021, um 9.20 Uhr. Ein Motorradfahrer war Angaben zufolge auf der Sustenpassstrasse in Richtung Passhöhe unterwegs gewesen, als er aus noch zu klärenden Gründen, kurz vor der Passhöhe zwischen dem Himmelranktunnel und dem Wasserfallentunnel, in einer Linkskurve rechts von der Fahrbahn abkam und mit einem Wehrstein kollidierte.

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La Mortivue FR: Er beendete seine Fahrt im Bach, nachdem er eingeschlafen war

Ein junger Autofahrer, der gestern Nachmittag auf der Autobahn A12, zwischen Vaulruz und Châtel- St-Denis, am Steuer seines Wagens eingeschlafen war, geriet ins Schleudern und stürzte in einen Bach. Er wurde leicht verletzt. Die Feuerwehr wurde hinzugezogen, um das Ölleck einzudämmen. Eine Untersuchung ist im Gange.

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Laax GR: Schwerverletzter Lenker verstorben

Der Lenker des Personenwagens, welcher in Laax auf der Oberalpstrasse, Höhe Anschluss Laax Süd bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt wurde (unsere Meldung vom 18.09.2021) ist verstorben. Der 22-jährige Lenker wurde in der Nacht vom Samstag, den 18.09.2021 nach einem Selbstunfall durch die Einsatzkräfte schwer verletzt aus dem Fahrzeug geborgen.

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Geuensee LU: Nach tödlicher Auseinandersetzung - Polizei nimmt mehrere Personen fest und sucht Zeugen

Am Samstagabend kam es im Gebiet Schäracher in Geuensee zu einer tätlichen Auseinandersetzung, an der mehrere Personen beteiligt waren. Ein 20-jähriger Mann starb an seinen Verletzungen. Mehrere weitere Personen wurden verletzt. Im Zuge der ersten Ermittlungen hat die Luzerner Polizei mehrere Personen festgenommen. Die Polizei sucht Zeugen des Vorfalls.

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Chur GR: Positives Fazit der Stadtpolizei bei zahlreichen Veranstaltungen

Am Samstag (25.09.2021) fanden in der Stadt Chur bei schönem Herbstwetter zahlreiche Veranstaltungen statt. Darunter wurde auf dem Arcasplatz die Schlagerparade "light" durchgeführt, auf der Poststrasse und der Quaderwiese fand der "Freiheits-Picknick" sowie in der Innenstadt der "Klimasamstig" mit Umzug statt. Die Stadtpolizei Chur zieht bei allen Anlässen ein positives Fazit.

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Stadt Winterthur ZH: Verkehrsunfälle über das Wochenende (25.09.2021 - 26.09.2021)

Am Sonntag, 26.09.2021, ca. 03.00 Uhr, ereignete sich auf der Zürcherstrasse, Höhe der Liegenschaft Nr. 47, ein Selbstunfall mit einem Personenwagen, wobei Sachschaden entstand. Ein 26jähriger Mann fuhr auf der Zürcherstrasse stadteinwärts und prallte auf der Höhe der Jägerstrasse gegen die dortige Schutzinsel. Beim Unfallverursacher konnten Alkoholsymptome festgestellt werden, sodass eine Blutentnahme angeordnet wurde. Zudem wurde ihm der Führerausweis abgenommen. Es entstand ein Sachschaden von ca. Fr. 10'000.-.

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Sisikon UR: Auffahrunfall von vier Fahrzeugen, drei Personen verletzt

Am Samstag, 25. September, gegen 17.30 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit ZH Kontrollschildern auf der Axenstrasse in Richtung Norden. Aufgrund der Verkehrssteuerung mittels Ampelanlage, im Bereich "Gumpisch", musste er sein Fahrzeug anhalten. Diese Situation erkannten die herannahenden Lenker von zwei Personenwagen mit italienischen und einem Fahrzeug mit SZ Kontrollschildern zu spät, so dass es zu einem Auffahrunfall mit vier Personenwagen kam.

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Tägerwilen TG: Beim Abbiegen kollidiert

Nach einer Kollision zwischen zwei Autos in Tägerwilen musste am Samstagabend eine Mitfahrerin ins Spital gebracht werden. Ein 40-jähriger Autofahrer war gegen 21 Uhr auf der Kreuzlingerstrasse in Richtung Tägerwilen unterwegs und wollte links in die Ara-Strasse abbiegen. Dabei kollidierte er mit einem 20-jährigen Autolenker, der auf der Kreuzlingerstrasse in die Gegenrichtung fuhr.

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St. Gallen SG: Festnahmen nach Gewalttat

Am Sonntag (26.09.2021), kurz nach Mitternacht, hat die Stadtpolizei St.Gallen die Meldung von einer verletzten Person in einem Mehrfamilienhaus an der Rorschacher Strasse erhalten. Diese dürfte gemäss jetzigen Erkenntnissen Opfer einer Gewalttat geworden sein. Im Zuge der eingeleiteten Ermittlungen konnten zwei mutmassliche Täter festgenommen werden. Die Hintergründe der Tat sind Gegenstand von Ermittlungen.

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Altstätten SG: Einbruch in Sattelschlepper – Zeugenaufruf

In der Nacht von Freitag auf Samstag (25.09.2021), in der Zeit zwischen 19:30 Uhr und 8:30 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in einen an der Bafflesstrasse abgestellten Sattelschlepper eingebrochen. Sie stahl die Namenstafel des Chauffeurs, ein Navigationsgerät sowie das Kontrollschild. Am Fahrzeug richtete sie massiven Sachschaden an. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Kanton TG: Alkoholisiert unterwegs

Am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag mussten drei alkoholisierte Fahrzeuglenker in Amriswil, Dotnacht und Bischofszell ihrer Führerausweise abgeben. Kurz nach 20.30 Uhr kontrollierte eine Patrouille der Kantonspolizei Thurgau in Amriswil einen Autolenker, der zuvor durch seine unsichere Fahrweise aufgefallen war. Die Atemalkoholprobe ergab beim 46-jährigen Deutschen einen Wert von 1,19 mg/l.

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Vierwaldstättersee Beckenried NW: Ausgelaufener Diesel führt zu grossflächiger Verschmutzung

Bei einem Tankvorgang eines konzessionierten Fährbetriebs ist es im Bereich Beckenried zu einem ungewollten Austritt von Dieselkraftstoff gekommen. Aufgrund des ausgelaufenen Kraftstoffs wurde eine grossräumige Ölsperre eingerichtet. Die Ursache ist Gegenstand laufender Ermittlungen.

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Flums SG: Geplatzte Bremsscheibe verletzt mehrere Personen

Am Freitagabend (24.09.2021), um ca. 20 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen mehrere Meldungen von Unfällen im Bereich der Stationsstrasse / Bergstrasse erhalten. Wie sich herausstellte, hatte sich zuerst ein Selbstunfall eines Autos ereignet. Teile einer platzenden Bremsscheibe trafen daraufhin die Mitfahrerin eines Autos sowie einen Motorradfahrer. Die beiden Personen mussten mit teils schweren Verletzungen ins Spital gebracht werden.

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Sirnach TG: Bei Unfall schwer verletzt

Nach einem Zusammenstoss mit einem Auto in Sirnach musste am Freitag ein E-Bike-Fahrer ins Spital geflogen werden. Ein 72-jähriger Autofahrer war kurz vor 15.30 Uhr auf der Kreuzstrasse in Richtung Gloten unterwegs und wollte nach links auf einen Parkplatz abbiegen. Beim Überqueren des parallel laufenden Radwegs kam es aus noch ungeklärten Gründen zur Kollision mit einem E-Bike-Lenker, der ebenfalls in Richtung Gloten fuhr.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.