Der Nationalrat stimmt der Walliser Standesinitiative „Wolf. Fertig lustig!“ zu.
Die Gruppe Wolf Schweiz (GWS) hofft, dass der Ständerat bei seinem ablehnenden Entscheid vom Frühling bleibt und die Standesinitiative so bodigt. Die GWS wird ihrerseits alles dafür tun, damit mit der politischen Torpedierung des Artenschutzes bald Schluss ist.
VIER PFOTEN hat am Dienstag eine Petition mit einer halben Million Unterschriften an Prinz Mangosuthu Buthelezi übergeben. Darin wird gegen die Praxis des Canned Lion Hunting in Südafrika protestiert. Eine repräsentative Meinungsumfrage dort zeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung die Praxis als unethisch ansieht.
Der Prinz ist Vorsitzender der Inkatha Freedom Party (IPF) und Parlamentsmitglied. Er wird die Petition dem südafrikanischen Umweltminister vorlegen. Ziel der Eingabe ist es, dass die südafrikanische Regierung ihre Gastgeberrolle bei der nächsten CITES Artenschutzkonferenz Ende September zum Anlass nimmt, ein Verbot in die Wege zu leiten.
Industrielle Landwirtschaft und illegale Brunnen: Der spanische Nationalpark Coto de Doñana, eigentlich ein Feuchtgebiet, ist massiv ausgetrocknet. Das könnte dazu führen, dass der Nationalpark auf die Liste der „Unesco-Weltnaturerbe in Gefahr“ gesetzt wird. Es besteht akuter Handlungsbedarf, um ökologische, soziale und ökonomische Verluste abzuwenden, wie eine neue Studie des WWF zeigt.
Der Nationalpark Coto de Doñana wird schlecht geführt und trocknet aus. Dabei ist das Weltnaturerbe im südlichen Spanien eine Stütze der regionalen Wirtschaft und bietet Lebensraum für über sechs Millionen Zugvögel und den stark gefährdeten Iberischen Luchs. Doch Wasserübernutzung, Vergrösserung des Flussbettes, Rohstoffgewinnung und Gasspeicheranlagen sind verantwortlich, dass das Feuchtgebiet austrocknet, zeigt eine neue für den WWF erarbeitete Studie.
Auch 2016 war der Fotowettbewerb der Vogelwarte Sempach wieder ein voller Erfolg. In Zahlen ausgedrückt, haben knapp 480 Fotografierende aus siebzehn europäischen Ländern rund 6‘000 Vogelfotos eingereicht. Als Gesamtsieger ausgezeichnet wurde das seltene Bild eines Wendehalses, der sich an seiner Leibspeise, den Ameisen, gütlich tut.
Die wunderbaren Aufnahmen des diesjährigen Fotowettbewerbs der Schweizerischen Vogelwarte Sempach rückten unsere gefiederten Nachbarn ins beste Licht. In vier Kategorien wurden rund 6‘000 Fotos von 480 Fotografierenden aus siebzehn europäischen Ländern eingereicht. Die Fotos stammten sowohl von Amateuren als auch von Profis. Eine professionelle Jury hat in Sempach nun die schönsten Bilder ausgezeichnet.
Selten wird darüber gesprochen, dabei ist es beinahe schon Alltag bei der Jagd: Allein im Jahr 2014 wurden 334 tote Wildtiere mit Schussverletzungen aufgefunden, wie die eidgenössische Jagdstatistik bekanntgibt. Darunter befanden sich 191 Rehe, 30 Hirsche und 15 Gämse. Leider sind diese Totfunde nur die Spitze des Eisbergs. Denn es werden bei Weitem nicht alle toten Wildtiere gefunden.
Es muss etwas geschehen! Daher fordert der Schweizer Tierschutz STS sowohl jagdliche als auch gesetzliche Verbesserungen.
Nach Abschluss der Umbauarbeiten im Diensthundezentrum der Kantonspolizei Zürich in Dübendorf findet am Samstag, 17. September 2016, die Einweihungsfeier mit einem Tag der offenen Türe statt.
Am Vormittag wird der offizielle Einweihungsanlass stattfinden, wo unter anderem Regierungsrat Mario Fehr seine Worte an die geladenen Gäste aus verschiedenen Polizeikorps und Organisationen richten wird.
Einigen Menschen fehlt es an Fürsorge für ihre Tiere und einige geben die Verantwortung, die sie einst für ein Lebewesen übernommen haben, an ein Tierheim ab.
Die STS-Sektionen haben 2015 18‘645 Tiere aufgenommen. Verglichen zum Vorjahr ist die Gesamtzahl der Tierheim-Tiere unverändert hoch geblieben. Zeitgleich sind innerhalb eines Jahres 208 Meldungen über tierschutzwidrige Tierhaltungen beim Schweizer Tierschutz STS eingegangen.
Wie produzieren Bienen ihren Honig? Antworten darauf geben jetzt aufsehenerregende Forschungsergebnisse.
Noch nie gesehene Röntgenbilder von Honigbienenwaben machten es einem Forschungsteam von Agroscope und dem Institut für Bienengesundheit (IBH) der Universität Bern möglich zu beobachten, wie Honig produziert wird.
Besucher des Tierparks Dählhölzli (Bern) haben bestimmt schon ihre Bekanntschaft gemacht: Die Rede ist von den jungen Muschusochsen, die vorwitzig durch ihre Anlange tollen. Am Mittwoch, 14. September 2016 werden sie die Hauptrolle im spannenden Märchen der Märlifrau spielen.
„Dr Moschusochs Max erläbt mit sine Fründe es grosses Abetür“: In dieser Märchenstunde dreht sich alles um den kleinen Moschusochsen Max, der ein leuchtendes Geheimnis in der Polarnacht findet. Da es ihm nicht ganz geheuer ist, holt er seine Freunde zu Hilfe. Was er wohl gefunden hat?
Das Fachjournal „Frontiers in Ecology and the Environment“ berichtet in der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe, dass die Tötung von Raubtieren nicht zu einer Verringerung der Nutztierschäden sorgt. In den meisten Fällen führen die Abschüsse sogar zu höheren Schäden.
Deutlich effektiver hingegen sind nicht-tödliche Methoden wie Herdenschutz oder visuelle Abschreckung.
Am kommenden Samstag, dem 10. September, findet im Tierpark Bern wieder das Dählhölzli-Fest statt. Dabei können sich Besucher einen ersten Eindruck von der neuen Krokodilanlage verschaffen – und natürlich einen tierisch schönen Tag geniessen.
Unter dem Motto „Mehr Platz für weniger Tiere“ soll auch die grösste Spezies im Tierpark mehr Raum erhalten. Für die Strumpfkrokodile des Dählhölzli ist ein neuer, grösserer und artgemässer gestalter Platz zum Leben geplant.
Die 122 Jagdreviere im Kanton Luzern werden für die Periode 2017 bis 2025 neu verpachtet. Jagdgesellschaften können sich ab sofort um die ausgeschriebenen Reviere bewerben.
Für die Reviergemeinden und den Kanton ist es zentral, dass die Reviere verpachtet und von den Jagdgesellschaften bewirtschaftet werden. Die Bewirtschaftung trägt zur natürlichen Verjüngung des Waldes und zur Erhaltung von Lebensräumen und Arten bei.
Sensation im Tierpark Bern! Innerhalb von nur zwei Tagen konnte zweimal die Geburt eines Seehund-Babys gefeiert werden.
Erst hatte am Montag, 29. August, Seehündin „Yuma“ ein Junges zur Welt gebracht. Die beiden tummeln sich bereits munter im Jungtierbecken.
In diesem Jahr wird die Taubenzählung in Bern tatkräftig wieder unterstützt: Zwei Schulklassen sowie freiwillige Helfer/innen machen engagiert mit. Zudem hat der Tierpark Bern beschlossen, das Taubenkonzept neu zu taufen: „Tauben Bern“ ist der neue Name für das erfolgreiche Projekt, das in der Bevölkerung zu mehr Akzeptanz und Verständnis für die Stadttauben geführt hat. Der bisherige Name „Taubenmutter“ fällt weg, da er dem professionellen Engagement der Tierpfleger/innen nicht gerecht wird.
Anfang Juni 2011 hat der Tierpark Bern offiziell die Betreuung der Berner Stadttauben übernommen. Ziel des Taubenkonzeptes ist es, einen gesunden und kontrollierten Bestand zu etablieren. Die Tauben werden im Tierpark tierärztlich untersucht, männliche Tiere sterilisiert und alle in die betreuten Taubenschläge in der Stadt eingesetzt.
Die Auswertung des Elefanten-Zensus von Paul G. Allens Vulcan Inc. bringt traurige Gewissheit: Die Bestände des Afrikanischen Steppenelefanten gehen dramatisch zurück. In einem Zeitraum von nur sieben Jahren ist die Population um 30 % gesunken.
Wilderei ist die Hauptursache für diese bestürzenden Ergebnisse. Um das Überleben der Afrikanischen Elefanten zu gewährleisten, werden die Ergebnisse des Zensus weltweit in wichtige naturschutzpolitische Entscheidungen einfliessen, wie heute beim Weltkongress für Naturschutz der IUCN angekündigt wurde.
Der Zolli hat einen neuen Bewohner: Felix ist ein Rappenantilopenbock, 2,5 Jahre alt und kam im Prager Zoo auf die Welt. Sein Charakter sei freundlich, aber bestimmt, wie der Zoo Basel mitteilt. Diese Wesenszüge und sein imposantes Aussehen führten zu seiner schnellen Integration in die bestehende Gruppe.
Felix ist schon seit dem 19. Juli in Basel, stand aber einen Monat lang unter Quarantäne. Anschließend durfte er die fünf Basler Weibchen und die vier Jungtiere kennenlernen. Die Integration in die Herde verlief sehr gut. Zu Beginn durfte Felix die Anlage alleine erkunden, dann kamen nach und nach die Kühe mit den Jungen hinzu.
Im vergangenen Winter 2015/16 ist im westlichen Teil der Zentralschweiz zum zweiten Mal mittels Fotofallen der Luchsbestand untersucht worden. Dabei sind mehr Luchse nachgewiesen worden als bei der letzten Untersuchung im Winter 2012/13.
Die Ergebnisse einer von der Koordinationsstelle für Raubtierökologie und Wildtiermanagement (KORA) in Zusammenarbeit mit kantonalen Fachstellen und freiwilligen Helfern durchgeführten Untersuchung zeigen, dass der Luchsbestand im westlichen Teil der Zentralschweiz in den letzten Jahren leicht angestiegen ist.
Forscher der Universität Zürich und der Eawag haben erstmals mit der sogenannten Umwelt-DNA die Artenvielfalt eines Flusses bestimmt. Bisher mussten dafür alle darin lebenden Organismen gesammelt und einzeln identifiziert werden. Mit der Umwelt-DNA gelingt es, die Biodiversität nicht nur des Flusses, sondern auch der ihn umgebenden Landschaft zu charakterisieren.
Um Ökosysteme zu schützen, sollten die darin lebenden Organismen bekannt sein. Daher ist es für Ökologie und Naturschutz von zentraler Bedeutung, den Zustand und die Veränderung der biologischen Vielfalt zu beurteilen. Allerdings sind die klassischen Methoden oft nur geeignet für die Bestimmung einer Untergruppe von Organismen, sie sind teuer und die Organismen selbst müssen dafür gesammelt werden.
Äusserst kritisch sieht der Verein „Lebensraum Schweiz ohne Grossraubtiere“ das Grossraubtierkonzept des Bundes. Es bleibt nach seiner Ansicht ein Flickwerk, die kürzlich eröffnete Vernehmlassung zum Jagdgesetz bewertet der Verein nur als Fortsetzung des bisherigen „Gebastels“.
Die Gesetzesrevision wolle das Zusammenleben von Wolf und Schweizer Bevölkerung regeln. Herausgekommen sei aber nur eine weitere Gesetzeskosmetik, die die Anliegen der betroffenen Menschen nicht ernst nehme. Man rücke nicht vom Grundsatz der flächendeckenden Ausbreitung des Wolfes ab und ein präventiver Abschuss von Grossraubtieren werde verunmöglicht.
Hurra – es ist da und es ist gesund: Am 29. August hat Seehunddame „Yuma“ nach elf Monaten Tragzeit ein weibliches Jungtier im Tierpark Bern geboren. Die elf Jahre alte Mutter kam ebenfalls im Tierpark auf die Welt. Nun brauch die Kleine mit den grossen Kulleraugen noch einen Namen mit dem Anfangsbuchstaben „Y“. Hierzu bittet der Tierpark um Namensvorschläge.
Die Mutter und ihr Junges wurden von der Gruppe separiert. Die beiden sind wohlauf und munter. Die Seehundmutter wird ihr Junges rund fünf Wochen säugen. Dank der nahrhaften Milch dürfte das Junge sein Gewicht von momentan ca. 9 kg in dieser Zeit verdreifachen. Danach werden die Tierpflegerinnen und Tierpfleger ihm beibringen, dass die Hauptnahrung von Seehunden aus Fischen besteht. Alles will gelernt sein.
Der Zoo Zürich startet am 3. und 4. September 2016 erstmalig Erlebnistage für bedrohte Tiere. Unter dem Motto „Going Wild!“ wartet ein vielfältiges Programm rund um die Naturschutzprojekte des Zoos auf die Besucher. Es gibt Informationen und Führungen, Tierpräsentationen und Fütterungen. Für ein reiches kulinarisches Angebot ist ebenfalls gesorgt.
Zudem stellen weitere Naturschutz- und Hilfsorganisationen ihre Projekte vor. Im Masoala Regenwald können die Besucher für einmal auch einen tropischen Regenguss erleben (Regenjacke mitnehmen!) und am Samstag ist der Zoo im Rahmen der „Langen Nacht der Zürcher Museen“ bis um 2 Uhr nachts geöffnet.
Für ein Damhirsch-Baby im Zoo von Gaza kam die Hilfe des VIER PFOTEN-Rettungsteams zu spät. Kurz nach dem Eintreffen vor Ort erfuhren die Helfer, dass das Tier an einer entzündeten Wunde verstorben war. Eigentlich hätte in wenigen Tagen der Transport stattfinden sollen. Das Team von VIER PFOTEN setzt nun alles daran, die übrigen Tiere sobald wie nur möglich in ihr neues Zuhause zu bringen.
Nach der Ankunft des VIER PFOTEN-Teamleiters Dr. Amir Khalil in Amman, Jordanien, war er informiert worden, dass das Damhirsch-Baby verstorben war. Es hatte sich offensichtlich verletzt. Die Wunde entzündete sich daraufhin so schwer, dass das Tier das nicht überlebte. Lokale Tierärzte hatten zwar versucht zu helfen, verfügten jedoch nicht über ausreichend Kenntnisse und Mittel, um das bereits stark geschwächte Tier angemessen zu versorgen.
Der Steinkauz wäre um die Jahrtausendwende in der Schweiz fast ausgestorben. Schuld daran waren die Überbauung seiner Lebensräume und die Intensivierung der Landwirtschaft.
Glücklicherweise konnte seitdem jedoch eine langsame Bestandserholung bewirkt werden. Die BirdLife Schweiz und seine Partner geben eine rasante Zunahme auf 152 Reviere bekannt. Diese Zunahme sei auf Schutzmassnahmen, die sie in fünf Regionen der Schweiz gemeinsam mit engagierten Landwirten umsetzten sowie auf den heissen Sommer 2015 zurückzuführen.
VIER PFOTEN setzt sich für ein Ende der grausamen Bärenhaltung in Albanien ein: Dort leben derzeit rund 50 Braunbären unter schlimmsten Bedingungen. Neben Hotels; Restaurants oder am Strand werden sie zur Schau gestellt, um Touristen und Kunden anzulocken. VIER PFOTEN hat eine Petition gestartet, um das albanische Umweltministerium darin zu bestärken, die geltenden Rechtsvorschriften strenger durchzusetzen und die grausame Bärenhaltung zu beenden.
Bären müssen in Albanien der Unterhaltung der Menschen dienen, doch sie selbst führen ein überaus trauriges Leben. VIER PFOTEN Experten haben mehrere Monate lang vor Ort recherchiert und viele Misshandlungs-Fälle dokumentiert. „Diese Bären leiden unter extrem schlechten Haltungsbedingungen”, erklärt Thomas Pietsch, Wildtierexperte bei VIER PFOTEN. „Viele von ihnen leben elendig und vernachlässigt auf blossem Betonboden in Käfigen, die nur einige wenige Quadratmeter umfassen. Die meisten leiden dadurch unter Verhaltensstörungen und haben offene Wunden. Manche stehen sogar kurz vor dem Hungertod.”
Er soll Nähe zwischen Natur und Mensch schaffen, zugleich Fledermäusen und Vögeln Höhlen und Nistplätze bieten: Der Turmbau im Natur- und Tierpark Goldau geht voran, das Holz von der Rigi-Nordlehne wurde angeliefert. 1,167 Millionen wird der Bau kosten. Ein Grossteil davon wurde bereits aufgebracht, einerseits durch die Schwyzer Kantonalbank, die im Rahmen ihres 125-Jahr-Jubiläums einen namhaften Beitrag spendete, und andererseits durch die Stiftung Natur- und Tierpark Goldau sowie weitere Stiftungen und private Spender.
Heute Morgen wurden die statisch tragenden Elemente für die Holzkonstruktion des Turms im Natur- und Tierparks Goldau angeliefert. Es handelt sich um bis zu 13,5 Meter lange und teils mehrere Meter breite Brettschicht-Träger, die nach den Plänen der Annen Holzbau AG in Goldau bei der Schilliger Holz AG zugeschnitten, geleimt und ausgefräst wurden. „Die grösste Herausforderung beim Transport waren die Steilheit und der schmale Tierparkweg“, sagt Chauffeur Louis Blum.
Der Zoo Basel muss derzeit von vielen Tieren Abschied nehmen. Einige sind nur über den Winter fort, andere gehen für immer – in andere Zoos. Die Störche verabschieden sich vorübergehend in den Süden und kehren hoffentlich wohlbehalten im Frühling zurück. Die ersten sind schon ausgeflogen, täglich werden es weniger. Die Jungstörche üben noch für die grosse Reise und fliegen in der Region herum. Leerer geworden ist es auch im Löwen- und im Schneeleopardengehege: Drei junge Männchen – zwei Löwen und ein Schneeleopard - wurden an andere Zoos gegeben.
Jetzt, wo wir Menschen aus den Sommerferien zurück sind, beginnt die Reisesaison der Störche. Bereits seit anfangs August ziehen die Jungstörche in der Region herum und üben sich im Fliegen. Einzelne haben sich bereits auf den Weg gemacht. Fast täglich zählt der Tierpfleger im Zoo Basel immer weniger Störche und Ende September werden die Horste verwaist sein.
Tierversuche sind nach wie vor hoch umstritten. Trotzdem kann nicht ganz darauf verzichtet werden. Dass den Forschern, die mit Tierversuchen befasst sind, das Wohl der Versuchstiere nicht gleichgültig ist, macht der Verein „Forschung für Leben“ deutlich. Er weist darauf hin, dass in den Schweizer Tierversuchslabors die 3R-Prinzipien (replace, reduce, refine) eine hohe Akzeptanz geniessen. In der Grundlagenforschung sei der Ersatz von Tierversuchen allerdings nur sehr beschränkt möglich.
Seit Jahren werde von Tierversuchsgegnern die mangelnde Umsetzung der 3R-Prinzipien in der biomedizinischen Forschung angeprangert. Die Umfrage, die „Forschung für Leben“ zu Beginn dieses Jahres durchgeführt habe und bei der 526 Fragebogen ausgewertet worden seien, zeige jedoch ein anderes Bild.
Können die Tiere des Raubtierparks Subingen gerettet werden? Das Bundesgericht in Lausanne wies die Beschwerde von René Strickler gegen den Räumungsbefehl ab. Die Tiere müssen also weg. Da das erste Räumungsdatum vom 14. Juli bereits verstrichen ist, wird der Druck auf die Beteiligten immer grösser: Wann die Tiere gehen und vor allem wohin, ist immer noch unklar. VIER PFOTEN Schweiz zeigt sich sehr besorgt um die Tiere und appelliert an die involvierten Parteien, langfristige Lösungen zu suchen.
„Das oberste Ziel von VIER PFOTEN ist in jedem Fall die Rettung und das Wohl von Tieren in Not. Daher begrüssen wir den heutigen Bundesgerichtsentscheid. Die involvierten Parteien müssen nun endlich eine Lösung finden“, so Julie Stillhart, Länderchefin von VIER PFOTEN Schweiz. Bereits seit 2014 ist VIER PFOTEN mit dem Besitzer des Tierparks René Strickler im Gespräch und hat sich für die gemeinsame Erstellung eines Rettungsplanes seiner Tiere im Falle einer Zwangsräumung eingesetzt.
Der Schweizer Tierschutz STS nimmt Stellung zur Tierversuchsstatistik 2105. Diese ruft bei Tierfreunden Verständnislosigkeit und Empörung hervor: ein Anstieg von 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – aber angeblich kein Geld für Alternativmethoden.
Einen „Verbrauch“ von 682'000 Tieren weist die jüngst veröffentlichte eidgenössische Tierversuchsstatistik aus. Das entspricht einer Erhöhung der Gesamtzahl von 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Schweiz „verheizt“ demnach heute 20 Prozent mehr Versuchstiere als noch vor 15 Jahren! Das ist ein entsetzlicher Anstieg der Tierversuchszahlen.
Die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) erstattet Strafanzeige gegen den Schweizer Circus Royal wegen Tierquälerei. Anlass ist eine fragwürdige Löwennummer, deren sofortige Einstellung die Organisation fordert. TIR sieht in der Nummer eine Missachtung der gesetzlich geschützten Tierwürde.
TIR argumentiert, das Schweizer Tierschutzgesetz schütze neben dem Wohlergehen von Tieren auch ihre Würde. Der Schutz der auch verfassungsrechtlich garantierten Tierwürde besage, dass Tiere einen Eigenwert haben und in erster Linie um ihrer selbst willen existierten. Darum schütze das Tierschutzgesetz Tiere auch vor Erniedrigungen und übermässigen Instrumentalisierungen, die nicht zwingend mit körperlichen Schmerzen oder Leiden verbunden sein müssten.
Das junge Bartgeier-Weibchen im Natur- und Tierpark Goldau unternimmt die ersten Flugversuche.
Es wird im Herbst seinen Geburtsort verlassen und in eine Zuchtstation umgesiedelt, wo es für weiteren Nachwuchs bei den stark bedrohten Greifvögeln sorgen soll.
Am heutigen Mittwoch, dem 10. August, ist Welt-Löwen-Tag. Dieses Erinnerungs-Datum nehmen die die Tierschutzorganisationen VIER PFOTEN, PROTIER und die Stiftung für das Tier gemeinsam zum Anlass, auf die Problematik rund um weisse Löwen aufmerksam. Sie betrifft auch die Schweiz direkt, denn derzeit sind einige dieser Tiere mit einem Schweizer Zirkus unterwegs. Der Zirkus Royal wirbt für die diesjährige Tournee mit seinen „preisgekrönten weissen Löwen“.
Die Löwen mögen zwar schön aussehen und auch majestätisch wirken. Zirkusbesucher sind sicher fasziniert. Tatsache ist jedoch, dass weisse Löwen keineswegs magisch sind. Es handelt sich weder um Albinos noch um eine eigene, seltene Spezies. Sie gehören der gleichen Art an wie normalfarbige Löwen und kommen in der freien Natur nur äusserst selten vor.
Die Stadtpolizei St.Gallen musste am Sonntag (07.08.2016) einen Hund aus einem Auto befreien. Das Auto war in der prallen Hitze abgestellt worden. Der Hundehalter hatte seinen Hund allein im Fahrzeug zurückgelassen. Er wurde angezeigt.
Am Sonntagnachmittag um 13:30 Uhr meldete eine Passantin, dass in einem Auto ein Hund eingesperrt ist. Der Autofahrer stellte dabei sein Fahrzeug in der prallen Sonne ab. Der Hund hechelte stark und die Temperatur im Auto war bereits erhöht. Da der Hundehalter nicht erreicht werden konnte, wurde beim Fahrzeug eine Scheibe eingeschlagen. Der Hund konnte anschliessend aus seiner Lage befreit werden. Der Halter des Hundes wurde angezeigt.
Das Papiliorama ist ein spezieller Zoo für Schmetterlinge und typische Tiere aus dem südamerikanischen Regenwald in Kerzers im Kanton Freiburg. Dazu gehört natürlich auch das Faultier, das fast ein Wahrzeichen dieser bedrohten Gebiete ist. Eine der Faultiergruppen im Papiliorama in Kerzers hat jetzt Nachwuchs bekommen. Damit ist die Faultier-Population im Nocturama auf sechs Tiere angewachsen.
Im Papiliorama hat die siebenjährige Faultier-Mutter unlängst ihr drittes Junges zur Welt gebracht. Besucher haben gute Chancen, die Mutter mit ihrem acht Wochen alten Baby bei Streifzügen unter der Nocturama-Kuppel zu beobachten. Noch trägt sie zwar ihren Nachwuchs immer auf ihrem Bauch, hat dabei aber keine Angst, sich auch in der Nähe von Menschen zu bewegen.
Bis zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro sind es nur noch wenige Tage. Dann werden Spitzensportler aus aller Welt wieder nach Medaillen jagen und Rekorde brechen. Was Menschen begeistert, reicht im Tierreich allerdings meist nur für Mittelmass.
WWF gibt einen kurzen Überblick über tierische Rekorde, die den Menschen in den Schatten stellen. Auch das Faultier gehört für den WWF zu den Rekordhaltern.
Rettung für Tiger Laziz und 15 weitere notleidende Tiere im Khan-Younis-Zoo in Gaza unter dem Hashtag #2sour2ignore: VIER PFOTEN setzt sich seit Monaten dafür ein, den Tieren den Umzug aus dem „schlimmsten Zoo der Welt“ in ein artgemässes Zuhause bei angemessener Versorgung zu ermöglichen.
Um dieses Ziel zu erreichen, hat VIER PFOTEN die „Lemon Challenge“ gestartet. Als Zeichen der Solidarität beissen Unterstützer in eine saure Zitrone – oder spenden für die leidenden Wildtiere.
Der 29. Juli ist der internationale Tag des Tigers. Aus diesem Anlass hat der WWF die asiatischen Tigerstaaten dazu aufgerufen, Tigerfarmen in ihren Ländern zu schliessen, die die Raubkatzen für den illegalen Handel züchten. Aktuell soll es über 200 solche Einrichtungen geben, in denen bis zu 8‘000 Tiger gehalten werden. Zum Vergleich: in freier Wildbahn leben schätzungsweise nur noch 3‘900 Tiere. Betroffen von der illegalen Züchtung sind u.a. China, Laos, Vietnam und Thailand.
Erst im Juni erfolgte die Schliessung des berüchtigten „Tigertempels“ in Thailand. Dort wurde ein grausamer Fund gemacht: 137 lebende Tiger, 70 Tigerbabys in einem Kühlschrank und in Konservierungsgefässen sowie tausend Amulette aus Tigerhaut. Die Tigerbabys waren für den illegalen Handel bestimmt. Viele andere Tigerfarmen sind ebenso in den illegalen Handel mit Tigern und Tigerprodukten verwickelt. Nur Zoos mit artgerechter Haltung und Zuchtstationen für Naturschutzzwecke sollen von einer Schliessung ausgenommen werden, fordert der WWF.
In der ganzen Schweiz werden am Nationalfeiertag wieder die Feuerwerke zu hören und zu riechen sein. Das fröhliche Spektakel ist für Haustiere – und ebenso für Wildtiere – der pure Stress. Wie können Tierbesitzern ihren Schützlingen am besten die Angst nehmen? VIER PFOTEN gibt hilfreiche Tipps.
Viele Haustiere reagieren mit grosser Angst, mitunter sogar panisch, auf laute Feuerwerke. Vor allem Hunde suchen bei ihren Besitzern oft Schutz. „Ängstliche Hunde sollten nicht getröstet werden. Sie fühlen sich dadurch in ihrer Unsicherheit bestärkt. Am besten bleibt der Hundehalter ruhig und gelassen und ignoriert das furchtsame Verhalten seines Tieres weitestgehend. Damit strahlt er die nötige Gelassenheit aus“, empfiehlt Lucia Oeschger, Kampagnenleiterin VIER PFOTEN Schweiz.
Der Zoo Basel hat Zuwachs bekommen: Ende Juni zogen drei weibliche Muntjaks aus dem Leipziger Zoo nach Basel. Insgesamt leben damit fünf Muntjaks-Weibchen auf der Nashornanlage in Basel. Das restliche Ensemble dieser speziellen Lebensgemeinschaft besteht aus Panzernashörnern, Pfauen und Zwergottern.
Chinesische Muntjaks sind sehr kleine Hirsche, die lediglich 50 Zentimeter hoch werden. Sie verstecken sich gerne im hohen Gras der Pflanzeninseln. Da braucht es schon ein gutes Auge und etwas Zeit, um diese Mini-Hirsche sehen zu können. Es sei denn, es ist gerade Fütterungszeit, dann erlebt der Besucher, wie ein Zwei-Tonnen-Tier bereitwillig den Tisch mit einem Winzling teilt.
Die Schweizer sind stolz darauf, dass ihr Land als tierfreundlich gilt und eines der weltweit strengsten Tierschutzgesetze hat. Gerade am 1. August aber versetzen wir unsere Tiere – meist unwissentlich – in Angst und Panik. Swissness wird an diesem Tag gefeiert, eidgenössische Traditionen und Werte werden gross geschrieben, aber die Tiere stehen unter Stress, viele geraten in Panik.
Für Tiere – egal ob zu Hause oder in der freien Natur – bedeuten die Knalleffekte von Feuerwerk erheblichen Stress. Der ungewohnte, unvermittelte Lärm macht Katzen panisch und Hunde ängstlich. Verantwortungsbewusste Tierhalter lassen ihre Tiere am Nationalfeiertag nicht alleine und sorgen für eine möglichst ruhige Umgebung und Rückzugsorte. Tiere, ins besonders Hunde, orientieren sich an Stimmungslage und Reaktion des Menschen. Wer selber ruhig und gelassen bleibt, signalisiert seinem Tier: Nur keine Panik. Es droht kein Weltuntergang.
Traditionell wird der Nationalfeiertag laut gefeiert, vor allem mit Raketen und Böllern. Für unsere Heimtiere ist das aber alles andere als ein Spass, viele haben schreckliche Angst oder geraten sogar in Panik. So kommt es wegen der enormen Knallerei am 1. August immer wieder zu Verletzungen und Unfällen: Hunde nehmen vor Angst nichts mehr wahr und laufen ins Auto, Katzen verkriechen sich in engen Verstecken und können sich nicht mehr selbst befreien.
Mit einigen Vorsorgemassnahmen können Sie Ihr Tier vor solchen und ähnlichen Vorfällen bewahren. Die Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz hat für Tierhalter ein paar Tipps zusammengestellt:
Bei einem Grossbrand am Donnerstagabend, 21.07.2016, hat es in Schleitheim einen Grossbrand gegeben. Ein Wohnhaus und eine Scheune sind dabei vollständig abgebrannt. Es wurden keine Personen verletzt.
Die Einsatzkräfte konnten am Freitagmorgen, 22.07.2016, einen Nymphensittich aus den Brandruinen bergen, der den Grossbrand unbeschadet überlebt hat.
Der Waldrapp (Geronticus eremita), ein etwa gänsegrosser Ibis, scheint eine Vorliebe für die Schweiz zu haben. Nach Shorty gelangte erneut ein Exemplar dieser Vogelart auf seinem Weg ins Winterquartier schlussendlich auf Schweizer Staatsgebiet – diesmal im Tessin.
Das Waldrappteam um Johannes Fritz will den Vogel „Hannibal“ jetzt einfangen. Bis zu seiner Rückreise und Integration in die Wildpopulation wird Hannibal in der neuen Quarantänestation des Natur- und Tierparks Goldau unterkommen.
Aussergewöhnlich und rührend ist die Geschichte, die sich derzeit im Zoo Basel abspielt: Ein weiblicher Brillenvogel hilft eifrig bei der Aufzucht zweier kleiner Sumbawa-Drosseln. Ebenso emsig wie die Eltern bringt sie den jungen Drosseln Futter ans Nest. Es ist das erste Mal, dass im Zoo Basel ein solches Verhalten bei Vögeln beobachtet wird.
Bei den Sumbawa-Drosseln im Vogelhaus hat es Nachwuchs gegeben und die Eltern sind eifrig bemüht, die hungrigen Mäuler ihrer beiden Sprösslinge zu stopfen. Dieses Mal haben die Eltern überraschend Hilfe erhalten. Ein Brillenvogelweibchen hat Gefallen an den kleinen Sumbawa-Drosseln gefunden und unterstützt die Eltern beim Füttern der Jungen.
Insekten gelten – von wenigen Ausnahmen abgesehen – nicht unbedingt als Sympathieträger im Tierreich. Nur Insektenforscher können die verbreitete Apathie nicht nachvollziehen. Für sie sind die Krabbeltiere ein Faszinosum und ein Ausbund an Vielfalt und Nützlichkeit – so auch für Elsa Olbrecht und Christoph Germann vom Naturmuseum Solothurn. Dabei hat jeder von beiden seine Favoriten und Spezial-Gebiete.
Käfer mit dem für sie typischen Rüssel – Rüsselkäfer eben – sind die grosse Leidenschaft von Christoph Germann, dem neuen Mitarbeiter im Naturmuseum Solothurn. Zum 1. November 2015 hat der 38-jährige Entomologe die Stelle der Sammlungsbetreuung der wirbellosen Tiere angetreten und dies mit Elan und einem grossen „Fach-Rucksack“. Diesen konnte er zuvor an den Universitäten Bern und Zürich, am Naturhistorischen Museum in Bern, am Natur-Museum Luzern und bei etlichen Exkursionen füllen.