Am Dienstagabend ist in Bern eine Frau mit Kind von einem Mann mit einem Messer bedroht worden. Der mutmassliche Täter konnte angehalten werden.
Die Ermittlungen unter der Leitung der regionalen Staatsanwaltschaft sind im Gange. Es werden Zeugen gesucht.
Bei Auseinandersetzungen in der Nacht auf Sonntag (03.07.2022) sind im Kreis 4 mehrere Personen verletzt worden.
Fünf Tatverdächtige sind festgenommen worden (Polizei.news berichtete). Es werden weitere Personen gesucht, die rund eine Dreiviertelstunde zuvor, tätlich angegangen und möglicherweise verletzt worden sind.
Am späten Dienstagvormittag (05.07.2022) hat sich in der Stadt Schaffhausen eine Kollision zwischen einem Auto und einem Sattelschlepper ereignet.
Personen sind dabei keine verletzt worden. Die Schaffhauser Polizei sucht Zeugen des Unfallherganges und bittet diese, sich bei ihr zu melden.
Am Dienstagabend sind in Lavin zwei Personen als vermisst gemeldet worden.
Die beiden konnten bei einer aufwendigen Suchaktion separiert und wohlbehalten aufgefunden werden.
Die Kantonspolizei Thurgau hat den Raub vom Montag in Scherzingen geklärt. Die beiden 24-jährigen Täter konnten gleichentags festgenommen werden.
Sie sind geständig.
Am Mittwoch, 06.07.2022, 07.45 Uhr, ereignete sich auf dem Kirchweg in Glarus ein Verkehrsunfall mit Sachschadenfolge.
Der Lenker eines Lieferwagens beabsichtigte auf Höhe der Tankstelle nach rechts auf den Kirchweg im Richtung Schwanden einzubiegen.
Am Montag, 11.7.22 wird die Stadtpolizei Uster während 12 Stunden zeitnah und transparent über ihre Aufgaben und Einsätze twittern.
Dieser exklusive Einblick in die Polizeiarbeit kann die Bevölkerung unter dem Hashtag #PT117_22 aktiv mitverfolgen.
Am Dienstagmorgen, 5. Juli 2022, barg die Stadtpolizei Zürich im Kreis 1 eine Leiche aus dem Zürichsee.
Abklärungen zu den Hintergründen und zur Identität der Person wurden aufgenommen.
Am Dienstag (05.07.2022) ereigneten sich in der Stadt St.Gallen zwei Unfälle, wobei einmal eine Velofahrerin und einmal ein Velofahrer übersehen worden sind.
Beide Personen verletzten sich leicht, wobei eine Person zur Kontrolle ins Spital eingeliefert werden musste.
Am frühen Dienstagnachmittag (05.07.2022) ereignete sich auf der Klettgauerstrasse in Neuhausen am Rheinfall auf der Höhe der Lichtsignalanlage Rosenbergstrasse/Zollstrasse, eine Auffahrkollision zwischen einem Lieferwagen und zwei Personenwagen.
Dabei wurde niemand verletzt.
Am Dienstag, 5. Juli 2022, kurz nach 11.30 Uhr, kam es auf der Niederschönthalstrasse in Frenkendorf BL zu einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Fussgänger.
Der Fussgänger wurde dabei verletzt.
Aktuell bis voraussichtlich im Herbst 2023 werden Instandsetzungsarbeiten beim Lopperviadukt ausgeführt.
Dazu gehören die Erneuerung des Belages und der Brückenabdichtungen sowie die Instandsetzung der Fahrbahnübergänge.
Am Dienstag, 5. Juli 2022, kurz nach 20.30 Uhr, kam es auf der St. Jakobs-Strasse in Muttenz, beim Fussgängerstreifen auf Höhe der Tramhaltestelle „Zum Park“, zu einer Kollision zwischen einem Personenwagen und dem Lenker eines E-Trottinetts.
Der Trottinett-Fahrer wurde verletzt.
Die Kantonspolizei und die Polizei der Stadt Lugano geben bekannt, dass ab 21.00 Uhr keine aktiven Umleitungen oder Einschränkungen im Zusammenhang mit der Sicherheit der Reformkonferenz der Ukraine (URC 2022) mehr bestehen.
Das städtische Strassennetz wurde daher wiederhergestellt, ebenso wie alle öffentlichen Verkehrswege.
Am Dienstag, 05.07.2022, gegen 17:30, ereignete sich auf der Strasse zwischen Damphreux und Coeuve ein Verkehrsunfall.
In einer Linkskurve geriet ein von Coeuve her fahrender Autofahrer auf die Gegenfahrbahn. Bei diesem Manöver prallte er mit seinem Rückspiegel gegen denjenigen eines korrekt entgegenkommenden Fahrzeugs.
Am Donnerstag, den 30. Juni 2022, wurde die Leiche des Mannes, der im Genfersee in der Nähe von Villeneuve verschwunden war [Polizei.news berichtete], gefunden.
Am Donnerstag, den 30. Juni 2022, gegen 15:30 Uhr, sah eine Person, die auf dem Genfersee mehrere hundert Meter vom Ufer entfernt vor dem Naturschutzgebiet Grangettes in der Nähe von Villeneuve fuhr, einen Körper auf der Wasseroberfläche treiben. Der an Land gebrachte Körper wurde als der des 74-jährigen Mannes identifiziert, der am 17. Juni 2022 im Genfersee verschwunden war.
Nach dem Sturz von einem Glasdach in Birwinken musste am Dienstagmittag eine Frau durch die Rega ins Spital geflogen werden.
Der genaue Hergang wird abgeklärt.
Am Dienstagmorgen, 05. Juli 2022, kurz nach 11.15 Uhr, ereignete sich in der Sundgauerstrasse, im Bereich der Einmündung auf die A18, Fahrtrichtung Basel, eine Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Motorrad.
Die Motorradlenkerin wurde dabei verletzt.
Am Dienstag kam es auf der Staffeleggstrasse zu einem Verkehrsunfall. Eine Fahrzeuglenkerin fuhr, infolge einer Streifkollision, die Böschung hinunter.
Die Frau musste mit leichten Verletzungen ins Spital gebracht werden.
Auf dem Trottoir der Klusstrasse in Oensingen ist am Dienstagmorgen, 5. Juli 2022, der Lenker eines E-Trottinetts aus noch zu klärenden Gründen gestürzt.
Dabei hat sich der Rentner schwere Verletzungen zugezogen.
Die Sustenpassstrasse musste am Montagnachmittag, 4. Juli 2022, nach einem Felssturz für den Verkehr kurzfristig geschlossen werden.
Auslöser des Felssturzes war ein starkes Gewitter.
Die Stadtpolizei St.Gallen suchte öffentlich nach einem vermissten Mann.
Dank Hinweisen aus der Bevölkerung konnte der Vermisste am Dienstag wohlbehalten aufgefunden werden.
Gestern Abend ist ein Radfahrer an der Gehristrasse in Kriens gestürzt.
Er zog sich dabei erhebliche Verletzungen zu und wurde durch den Rettungsdienst ins Spital gefahren.
Bei einem Verkehrsunfall mit zwei Autos wurden am Dienstagmorgen in Hefenhofen zwei Personen verletzt.
Sie mussten durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Bei einer Verkehrskontrolle wurde ein Mann angetroffen, der sich trotz Einreisesperre in der Schweiz aufhielt und ohne Arbeitsbewilligung als Gerüstbauer tätig war.
Er wurde festgenommen, bestraft und ausgeschafft.
Am Montag (04.07.2022), um 18:50 Uhr, ist ein 44-jähriger Autofahrer mit seinem Auto im Lokikreisel in eine Laterne geprallt.
Danach verliess er die Unfallstelle und begab sich an seinen Wohnort. Dort konnte er im Verlaufe der Nacht angetroffen werden. Die durchgeführte Atemalkoholmessung fiel positiv aus.
Am Montagmorgen (04.07.2022), kurz vor 08:30 Uhr, hat eine 57-jährige Fahrerin eines dunkelroten Jeeps auf der Umfahrungsstrasse einen entgegenkommenden Lieferwagen gestreift.
Sie fiel weiter durch eine unsichere und gefährliche Fahrweise auf.
Am Montagabend (04.07.2022), kurz nach 18:00 Uhr, ist an der Kirchgass beim Bau eines Mehrfamilienhauses ein 38-jähriger Arbeiter in einen über 2.5 Meter tiefen Wärmepumpenschacht gestützt.
Dabei zog er sich unbestimmte Verletzungen zu und musste durch die AP3-Luftrettung ins Spital geflogen werden.
Am Montagmittag (04.07.2022), um 12:45 Uhr, sind auf der Bahnhofstrasse eine 15-jährige Fahrradfahrerin sowie ein 40-jähriger E-Scooterfahrer kollidiert.
Beide Beteiligten wurden dabei leicht verletzt.
Die am vergangenen Mittwoch am Aareufer in Rubigen tot aufgefundene Person konnte identifiziert werden.
Es handelt sich um einen 76-jährigen Mann, der seit vorletztem Donnerstag in Uttigen vermisst wurde.
Sachschaden ist am späten Montagnachmittag, 4. Juli 2022, bei einem Brand eines Stalls in Urnäsch entstanden.
Kurz nach 17.15 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung ein, dass in Urnäsch ein Stall brennen würde.
Auf der Laufenstrasse in Kleinlützel hat am Montagnachmittag, 4. Juli 2022, ein Rentner die Kontrolle über sein Auto verloren und ist unterhalb einer Böschung in die Fassade einer Firma geprallt.
Als Unfallursache steht ein medizinisches Problem des Automobilisten im Vordergrund. Dieser wurde mit einem Helikopter der REGA in ein Spital geflogen.
Gestern passierte am Brünig ein Verkehrsunfall, ein Mofafahrer wurde leicht verletzt.
Kurz vor 16 Uhr fuhren drei Motorfahrräder über den Brünig in Richtung Interlaken.
Nachdem im Mai 2022 die Volg-Filiale in Frenkendorf überfallen worden ist, konnte inzwischen eine der Tat dringend verdächtige Person identifiziert werden.
Gemäss den Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft handelt es sich dabei um einen 18-jährigen Mann mit Wohnsitz im Kanton Zürich.
Ein Mädchen ist beim Überqueren eines Fussgängerstreifens von einem Auto erfasst und verletzt worden.
Mit einem Rettungshelikopter wurde das Mädchen ins Spital geflogen.
Am Dienstag ereignete sich im Morgenverkehr in Boswil eine Auffahrkollision.
Ohne sich um den entstandenen Sachschaden zu kümmern fuhr der Verursacher weg. Auskunftspersonen werden gesucht.
Am Montag ist es in Münchenbuchsee zu einem schweren Verkehrsunfall mit drei involvierten Fahrzeugen gekommen. Ein Autolenker wurde dabei im Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt.
Er wurde mit der Rega ins Spital geflogen. Der Unfallhergang wird untersucht.
Sind wir in Obwalden sicher? Dieser Frage gingen Vertreter aller sieben Gemeinden und Fachpersonen des Sicherheits- und Sozialdepartements Obwalden an der zweiten Sicherheitskonferenz nach.
Zudem standen Fragen zur allgemeinen Sicherheit und möglichen Entwicklungen im öffentlichen Raum im Zentrum der kantonalen Sicherheitskonferenz in Alpnach vom 26. Juni 2022.
Am Montag, 4. Juli 2022, ging über dem Kanton Schwyz nach 16.30 Uhr ein starkes Gewitter nieder.
Die Feuerwehren Rothenthurm, Gemeinde Arth und Unteriberg mussten aufgrund von einem guten halben Dutzend Meldungen wegen überfluteter Keller in Rothenthurm, Goldau und Studen ausrücken.
Heftige Niederschläge haben gestern Montag, 4. Juli 2022, in der Gemeinde Schangnau zu Überschwemmungen geführt.
Betroffen sind vor allem das Kemmeriboden-Bad, der Hof Schwand sowie der Ortsteil Bumbach. Strassen und Brücken waren zeitweise nicht passierbar.
Wir erhielten Meldung von einem Ladenbesitzer, dass ein ca. 60kg schwerer Baum aus einem Topf vor seinem Laden gestohlen worden war. Die Spuren am Boden führten zur Tramhaltestelle.
Abklärungen bei der BVB ergaben, dass ein Tramchauffeur beobachtet hatte, wie eine Person mit einem Baum ins Tram eingestiegen war und an einer bestimmten Haltestelle das Tram mit dem Baum wieder verlassen hatte.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.