Aufgrund der aktuellen Trockenheitslage gilt seit dem 21. Juli 2022 im Kanton Thurgau ein Feuerverbot in Wäldern und in Waldesnähe sowie ein Verbot für das Abbrennen von Feuerwerken für das ganze Kantonsgebiet. Das Departement für Bau und Umwelt hat nun auf Antrag des Fachstabs Trockenheit zwei Veranstaltern von professionell durchgeführten Feuerwerken auf dem Bodensee Ausnahmebewilligungen unter Auflagen erteilt.
Der Fachstab Trockenheit hält weiterhin an den per 21. Juli 2022 angeordneten Massnahmen, dem Feuerverbot in Wäldern und in Waldesnähe bis 200 Meter Distanz sowie dem Verbot für das Abbrennen von Feuerwerken für das ganze Kantonsgebiet, fest. Die Trockenheitslage im Kanton Thurgau hat sich zwar nicht verschärft, sie hat sich jedoch auch nicht entspannt. Weiterhin wird die Waldbrandgefahr als gross eingestuft.
Bei einem Verkehrsunfall hat sich am Freitagnachmittag (29.7.2022) in Regensdorf eine Fahrradfahrerin mittelschwere Verletzungen zugezogen.
Kurz nach 15.30 Uhr ging bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Zürich die Meldung ein, dass in Regensdorf an der Trockenloostrasse eine verletzte Person aufgefunden worden sei.
Bei der Bushaltestelle Breiten kollidierte ein Auto mit einem Linienbus und fuhr danach rückwärts in eine Hecke.
Der Fahrausweis des Lernfahrers, der ohne Begleitung unterwegs war, wurde ihm abgenommen.
Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizei geben bekannt, dass in der Woche 31 vom 01.08.2022 bis zum 07.08.2022 an folgenden Orten mobile und halbstationäre Geschwindigkeitskontrollen im Sinne der Strassenverkehrsprävention durchgeführt werden:
Die Kantonspolizei meldet, dass in den letzten Tagen bei Geschwindigkeitskontrollen zwei schwere Verkehrsverstösse festgestellt wurden.
Ein erster Fall wurde am 17.07. kurz nach 5.00 Uhr morgens auf der A13 im Raum Tenero, Richtung Locarno, festgestellt, wo ein 22-jähriger Schweizer, der im Raum Locarno wohnt, abgefangen wurde.
Ab Montag, 8. August 2022 bis ca. Freitag, 16. Dezember 2022 wird in der Gemeinde Egnach die Hauptstrasse zwischen Muolen und Häggenschwil saniert.
Die Verkehrsführung der umfangreichen Bauarbeiten erfolgt mit einer Lichtsignalanlage.
Nach einer Kollision mit einem Schneepfosten ist am Freitagmittag ein Motorradfahrer auf der Flüelastrasse in Susch gestürzt.
Er wurde mittelschwer verletzt.
In den letzten Tagen hat die Kantonspolizei eine Zunahme von Kupferdiebstählen an öffentlichen oder unbewohnten Gebäuden im Unterwallis festgestellt.
Als Präventivmassnahme gibt die Kantonspolizei daher einige Ratschläge, um das Risiko solcher Taten zu minimieren.
Am Donnerstagabend, 28. Juli 2022, haben sich eine Mutter und ihr Sohn beim Abstieg im Rigigebiet in Goldau verstiegen.
Nach 18 Uhr beabsichtigten sie im Gebiet Hinteregg wieder auf einen Wanderweg zu gelangen, als die 47-jährige Frau bei schlechtem Wetter ausrutschte.
Am Donnerstag hat die Kantonspolizei Bern auf dem Gemeindegebiet Bern gezielte Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Insgesamt wurden 84 Widerhandlungen festgestellt.
In 67 Fällen wurden Ordnungsbussen ausgestellt, 17 Fahrzeuglenkende werden verzeigt.
Am Donnerstagabend, 28. Juli 2022, kurz vor 18.30 Uhr, ereignete sich in der A22 in Liestal, Fahrtrichtung Basel, ein Selbstunfall.
Personen wurden dabei keine verletzt.
Am Donnerstag (28.07.2022) ist ein betrunkener Mann mehrmals negativ in der Stadt St.Gallen aufgefallen. Nach wiederholtem Einbringen auf den Polizeiposten wurde ein Gewahrsam wegen Fremdgefährdung ausgesprochen.
Der 27-Jährige aus Bosnien-Herzegowina wird angezeigt und erhielt eine schriftliche Wegweisung aus der Stadt St.Gallen für 30 Tage.
Nach einem Diebstahl aus einem Auto wurde in der Nacht zum Freitag in Weinfelden der Täter festgenommen.
Die Kantonspolizei Thurgau bittet um Vorsicht.
In der vergangenen Nacht ereigneten sich auf der Kantonsstrasse in Römerswil zwei Selbstunfälle mit Personenwagen. Beide Autos gerieten im Kurvenbereich von der Strasse ab.
Verletzt wurde niemand. Bei einem Fahrzeuglenker wurde ein Blut- und Urinentnahme angeordnet.
Im Stadtteil Stadel ist es am Donnerstag (28.07.2022) zu einer Hausdurchsuchung gekommen.
Der Einsatz erfolgte im Auftrag der Bundesanwaltschaft im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens.
In der Nacht auf Freitag hat sich in Sumiswald ein Verkehrsunfall ereignet. Ein Auto kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich.
Die vier Insassen des Fahrzeugs wurden ins Spital gebracht. Die Strasse war für den Individualverkehr mehrere Stunden gesperrt.
Am Sonntag findet in Bern das Fussballspiel zwischen dem BSC Young Boys und dem Grasshopper Club Zürich statt. Es ist mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen.
Die Kantonspolizei Bern empfiehlt Matchbesucherinnen und -besuchern die frühzeitige Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Am Donnerstagnachmittag ist ein Ehepaar in Chur von einer angeblichen Mitarbeiterin einer Staatsanwaltschaft telefonisch kontaktiert worden. Ihr ist es geglückt, das ältere Paar zur Übergabe von mehreren Zehntausend Franken zu bewegen.
Bei sechs weiteren Personen blieb es beim Versuch.
Die seit dem 18. Juli 2022 vermisste Frau ist am Mittwoch (27.07.2022) auf dem Gemeindegebiet Weisslingen tot aufgefunden worden.
Die vermisste Frau wurde in unwegsamem Gelände tot aufgefunden.
Bei der Kollision zwischen zwei Autos am Donnerstagabend in Amriswil wurden zwei Personen verletzt.
Sie mussten durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
In der Zeit zwischen Sonntag (10.07.2022) und Donnerstag (28.07.2022) ist eine unbekannte Täterschaft an der Bitzistrasse in ein Einfamilienhaus eingebrochen.
Die Täterschaft stieg durch ein Fenster in den Keller des Hauses ein.
In der Zeit zwischen Donnerstagnachmittag und Freitagnacht (29.07.2022) ist eine unbekannte Täterschaft an der Kreuzackerstrasse in eine Wohnung eingebrochen.
Durch die unverschlossene Haupteingangstür verschaffte sie sich Zugang zum Gebäude.
Am Freitagmorgen, 29. Juli 2022, gegen 03.30 Uhr, kam es auf der Krummeneichstrasse in Pratteln BL, Fahrtrichtung Liestal, zu einem Fahrzeugbrand.
Personen wurden dabei keine verletzt.
Die Polizei nahm letzte Nacht in Aarau zwei Algerier fest, die verdächtigt werden, Diebstähle aus parkierten Autos begangen zu haben.
In Niederlenz ertappte ein Anwohner einen Dieb auf frischer Tat. Die Polizei warnt vor solchen Diebstählen.
Am Freitag, 29.07.2022, 05.15 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn A3 in Filzbach ein Verkehrsunfall mit Sachschadenfolge.
Der Lenker eines Personenwagens war im Ofenegg-Tunnel in Fahrtrichtung Zürich unterwegs.
Ab Dienstag, 2. August 2022 bis Donnerstag, 4. August 2022 wird in den Gemeinden Amriswil und Zihlschlacht-Sitterdorf die Hauptstrasse zwischen Zihlschlacht und Schocherswil saniert.
Die Bauarbeiten erfolgen unter einer Vollsperrung.
Die kantonale Staatsanwaltschaft für besondere Aufgaben hat fünf Männer angeklagt. Ihnen werden 22 Einbruchdiebstähle und Einbruchsversuche in Bankomaten und Geschäftsbetriebe in insgesamt sieben Kantonen zur Last gelegt.
Die Beschuldigten konnten Ende März 2021 von der Kantonspolizei Bern festgenommen werden. Seither befinden sie sich in Untersuchungshaft.
Der seit Mittwochnachmittag vermisste 20-Jährige ist am Donnerstagabend in Bellinzona wohlbehalten aufgefunden worden.
Der 20-Jährige wurde am Mittwochnachmittag letztmals ins Chur gesehen. Eine Suchaktion verlief ergebnislos.
Wie die Kantonspolizei mitteilt, brach gestern Morgen gegen 06:30 Uhr auf der Centovallina-Bahnlinie, kurz vor dem Dorf Camedo, im hinteren Führerstand eines elektrischen Zuges ein Feuer aus.
Die Ursachen werden im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen festgestellt werden.
Am Donnerstagnachmittag (28. Juli 2022) hat sich im Strandbad Cham ein Badeunfall ereignet. Ein 82-jähriger Mann trieb regungslos im Wasser.
Er musste reanimiert werden.
Der Kanton Glarus bewilligt den Abschuss eines schadenstiftenden Einzelwolfs aufgrund der erheblichen Schäden an Nutztieren.
Die gesetzlich vorgegebene Grenze an Schäden bei geschützten Tieren ist erreicht.
Am Mittwochnachmittag, 27. Juli 2022, kurz vor 17.00 Uhr, fuhr ein 55-jähriger Lenker eines Motorrads mit polnischem Kontrollschild auf der Furkastrasse in Richtung Furkapass.
Im Bereich „Bielengand“ überholte er ein vorausfahrendes Wohnmobil.
In der Nacht auf Donnerstag ist eine unbekannte Täterschaft in einem Industriequartier in Stans in mehrere Firmen eingebrochen.
Der dabei angerichtete Sachschaden ist deutlich höher, als das entwendete Deliktsgut.
Die Air Zermatt hat auf ihrer Basis in Zermatt einen neuartigen Flugsimulator mit Virtual Reality in Betrieb genommen.
Das Gerät ermöglicht angehenden, aber auch erfahrenen Piloten via VR (Virtual Reality), ihre Flugstunden und Flugchecks zu absolvieren.
Nachdem es in den Jahren 2021 und 2022 in den Gemeinden Ziefen und Bubendorf immer wieder zu Bränden gekommen war, konnten Polizei und Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft nach intensiven Ermittlungen eine Person festnehmen, welche mutmasslich mit den Brandfällen in Verbindung steht.
Die Person befindet sich in Untersuchungshaft.
Am Mittwochmittag, 27. Juli 2022, haben die Einsatzkräfte den nach einem Verkehrsunfall am 24. Juli 2022 im Vierwaldstättersee in Brunnen gesunkenen Personenwagen aus einer Tiefe von 182 Metern geborgen.
Das Todesopfer, welches aus dem Fahrzeugwrack geborgen wurde, konnte vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich identifiziert werden.
Am Mittwochabend hat sich in Nidau ein Rollerfahrer einer Polizeikontrolle entzogen. Während der Fluchtfahrt wurden gefährliche Fahrmanöver festgestellt.
Unter der Leitung der zuständigen Staatsanwaltschaft sucht die Kantonspolizei Bern Zeuginnen und Zeugen.
Die Polizei stoppte Mitte Juli in Spreitenbach ein Auto und fand darin erhebliche Mengen Haschisch und Kokain.
Der mutmassliche Drogenhändler wurde festgenommen.
Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause wird die Bundesfeier am Rhein am kommenden Sonntag Tausende Besucherinnen und Besucher anziehen. Daher sind polizeiliche Verkehrsmassnahmen unumgänglich.
Die Kantonspolizei Basel-Stadt bittet Besucherinnen und Besucher von auswärts dringend, mit dem öffentlichen Verkehr anzureisen.
Zürich schränkt per sofort Feuer und Feuerwerk auf dem ganzen Stadtgebiet ein. Erlaubt bleibt das Grillieren, solange dies in festen Vorrichtungen und unter Aufsicht geschieht.
Feuerwerk darf nur von Kiesplätzen und geteerten Flächen aus abgebrannt werden.
Die herrschende Trockenheit verbunden mit der Hitzewelle von letzter Woche führt zu Wasserknappheit in den Sömmerungsbetrieben aber auch in den Fliessgewässern.
Wasserentnahmen aus grossen Seen sind möglich.
Beim Brand in einem Gerätehaus eines Alterszentrums ist am Mittwochnachmittag (27.7.2022) in Glattfelden grosser Sachschaden entstanden.
Ein Teil der Bewohner wurden vorsorglich evakuiert. Personen wurden keine verletzt.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.