Schweiz

Stadt Luzern LU: Polizei verhindert Ausschreitungen

Die Einsatzkräfte der Luzerner Polizei konnten beim 1. Liga Promotion-Spiel zwischen dem FC Luzern und dem FC St. Gallen ein direktes Aufeinandertreffen von Fan-Gruppierungen verhindern. Rund 50 Anhänger des FC St. Gallen waren nach Luzern gereist und suchten in der Folge, teils vermummt, die Konfrontation mit ebenfalls teilweise vermummten Anhängern des FCL. Im Rahmen des Polizeieinsatzes wurden rund 50 Personen kontrolliert. Dabei konnten zahlreiche Gegenstände sichergestellt werden.

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Unfall mit Lieferwagen in Kaufdorf BE: Eine Person schwer verletzt

Am Freitagabend ist es auf dem Zälggässli in Kaufdorf zu einem Selbstunfall eines Lieferwagens mit zwei Fahrzeuginsassen gekommen. Eine Person wurde schwer verletzt an der Unfallstelle angetroffen. Eine zweite Person konnte wenig später angehalten werden. Ermittlungen zu den Ereignissen laufen.

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Männedorf ZH: Mann (Türke, 25) kurz nach Raubüberfall verhaftet

Die Kantonspolizei Zürich und die Polizei Region Meilen haben am Samstagmorgen (30.03.2024) einen Mann verhaftet, welcher kurz zuvor in Männedorf ein Verkaufsgeschäft überfallen und Bargeld erbeutet hat. Kurz nach 8 Uhr ging bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Zürich die Meldung ein, dass in Männedorf ein Verkaufsgeschäft überfallen worden sei.

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Schmerikon SG: 28-jährige Velofahrerin kollidiert mit Auto und verletzt sich

Am Freitag (29.03.2024), um 15:40 Uhr, ist es auf der Oberseestrasse zu einem Unfall zwischen einer Frau auf einem Velo und einem Auto gekommen. Die 28-jährige Velofahrerin wurde leicht verletzt. Sie wurde vor Ort durch den Rettungsdienst medizinisch betreut. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.

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Jakobsbad AI: Frau wird auf Camping durch vom Wind abgetrennten Vordach verletzt

Am frühen Freitagabend, 29.03.2024, kam es auf dem Campingplatz Jakobsbad zu einem Unfall. Nach jetzigen Erkenntnissen ist ein Vordach eines fest montierten Wohnwagen-Vorbaus durch eine starke Windböe aus der Verankerung gerissen worden und stürzte auf eine 60-jährige Frau eines benachbarten Stellplatzes.

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Organisation der Arbeitswelt (OdA) Polizei - Philipp Hochstrasser wird neuer Leiter

Philipp Hochstrasser (47) hat nach der Matura im Tessin und der militärischen Ausbildung zum Offizier ein Studium in Geografie an der Universität Zürich abgeschlossen. 2011 absolvierte er die Polizeischule und war während mehrerer Jahre als Polizist bei der Stadtpolizei Zürich und der Regionalpolizei Brugg tätig.

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Zentralschweiz: 234 Personen in Zügen und an Bahnhöfen kontrolliert

Fünf Zentralschweizer Polizeikorps führten mit Unterstützung des BAZG und der TPO am Donnerstag, 28. März 2024 eine koordinierte Kontrolle im Bereich des öffentlichen Verkehrs durch. Insgesamt wurden 234 Personen in Zügen und an Bahnhöfen kontrolliert. Zwei Personen mussten vorläufig festgenommen werden.

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Kanton Schwyz: Föhnsturm-Tag

Der Karfreitag, 29. März 2024, stand ganz im Zeichen des Föhnsturms. Gut ein Dutzend Meldungen generiete der Föhnsturm bei der Kantonspolizei Schwyz - mehrheitlich im inneren Kantonsteil. Bei den meisten Meldungen handelte es sich um umgekippte Abschrankungen, verschobene Baustelenzäune und gelösten Blachen, sowie diverse Gegenstände auf den Strassen.

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Stadt Basel: Erneuerung St. Jakobs-Strasse startet

Das Bau- und Verkehrsdepartement, die BVB und IWB erneuern ab 2. April 2024 die St. Jakobs-Strasse von der Zeughausstrasse bis zur Tramschlaufe Schänzli. Für Velofahrende entstehen anlässlich der Sanierungsarbeiten sicherere und direktere Verbindungen. Die Tram- und Bus-Haltestellen „St. Jakob“ und „Zeughaus“ werden so umgestaltet, dass Fahrgäste neu stufenlos ein- und aussteigen können. Von Ende April bis Ende September 2024 und von August bis November 2025 verkehrt auf dem Abschnitt ein Tramersatz mit Bussen.

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Rorschach SG: Dachstock in Brand geraten - Meldung 2

Am Freitag (29.03.2024), kurz nach 14:00 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung über einen Brand in einem Dachstock eines leerstehenden Gebäudes an der Rosenstrasse erhalten (Polizei.news berichtete). Der Brand im leerstehenden Haus sowie im angrenzenden Mehrfamilienhaus konnte mittlerweile gelöscht werden. Es entstand Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken. Die Brandursache ist Gegenstand von laufenden Ermittlungen.

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Dachstockbrand in Rorschach SG: Feuerwehr kann Brand löschen

Am Freitag (29.03.2024), kurz nach 14:00 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung über einen Brand in einem Dachstock eines leerstehenden Gebäudes an der Rosenstrasse erhalten. Aufgrund des Föhns breitete sich das Feuer auf den Dachstock eines anliegenden Mehrfamilienhauses aus.

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Hemberg SG: 17-jähriger Motorradfahrer verunfallt – Zeugenaufruf

Am Freitag (29.03.2024), um 10:50 Uhr, ist es auf der Wattwilerstrasse zu einem Selbstunfall eines Motorradfahrers gekommen. Der 17-jährige Motorradfahrer wurde dabei leicht verletzt. Es entstand Sachschaden von mehreren hundert Franken. Der genaue Unfallhergang ist unklar. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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Oensingen SO: Betrunkener Schweizer (58) schubst Schülerinnen auf Strasse

In Oensingen kam es an der Jurastrasse am Donnerstagnachmittag zu einem Vorfall zwischen einem Mann und Schülerinnen. Dabei wurden zwei Schülerinnen durch den Mann unvermittelt auf die Fahrbahn gestossen, wobei sie stürzten und sich leicht verletzten. Zur Klärung der genauen Umstände sucht die Polizei Zeugen.

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Erstfeld UR: Carkontrolle der Kantonspolizei - ein Fahrzeug stillgelegt

Am Donnerstag, 28. März 2024, führte die Kantonspolizei Uri im Schwerverkehrszentrum in Erstfeld eine Carkontrolle durch. Während rund sieben Stunden wurden 25 Gesellschaftswagen (2 CH / 19 EU / 4 Drittstaaten), die in Richtung Süd fuhren, deren Lenker und Fahrzeug einer umfassenden Kontrolle unterzogen.

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Wagen SG: Alkoholisierter Mofafahrer (43) verursacht Selbstunfall

Am Donnerstag (28.03.2024), kurz nach 16:30 Uhr, hat ein 43-jähriger Mann mit einem Mofa auf einem Vorplatz an der Curtibergstrasse einen Selbstunfall verursacht. Es entstand Sachschaden von mehreren hundert Franken. Der 43-Jährige lenkte das Mofa in alkoholisiertem Zustand. Sein Führerausweis wurde ihm auf der Stelle abgenommen.

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Kirchberg SG: Motorradfahrerin (17) nach Selbstunfall unbestimmt verletzt

Am Donnerstag (28.03.2024), kurz nach 20:50 Uhr, ist es auf der Husenstrasse zu einem Selbstunfall einer Motorradfahrerin gekommen. Die 17-jährige Motorradfahrerin wurde dadurch unbestimmt verletzt. Der Rettungsdienst brachte sie ins Spital. Es entstand Sachschaden von rund tausend Franken.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.