Schweiz

Erneuerung der Lehenmattstrasse startet in der Stadt Basel

Zur Versorgung des Quartiers mit klimafreundlicher Wärme wird die Wärmeverbund Lehenmatt Birs AG weitere Teile der Lehenmattstrasse an ihr Nahwärmenetz anschliessen. Das Bau- und Verkehrsdepartement und IWB erneuern deshalb ab Montag, 26. Februar 2024 den Strassenabschnitt zwischen der Redingstrasse und der Baldeggerstrasse.

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Zuchwil SO: Motorradlenker prallt beim McDonald’s in das Heck eines Autos

Auf dem Schützenweg in Zuchwil, Höhe McDonald’s, prallte am Sonntag, 25. Februar 2024, ein derzeit unbekannter Motorradlenker in das Heck eines Autos. Ohne sich um die Schadenregulierung zu kümmern, entfernte sich der Motorradlenker nach dem Vorfall von der Unfallstelle.

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Bypass: Plangenehmigungsverfügung liegt vor – Projekt A2/A14 / Luzern

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat für das Projekt A2/A14 Gesamtsystem Bypass die Plangenehmigung verfügt. Es sieht unter anderem vor, den Transitverkehr vom lokalen Verkehr zu trennen und durch einen neuen Tunnel am Zentrum Luzerns vorbeizuführen. Die heutige Strecke der A2 zwischen Ibach und Grosshof (Sonnenbergtunnel) steht dann als Stadtautobahn für den lokalen Verkehr zur Verfügung, was wiederum zu einer Entlastung in der Stadt- und Agglomeration führt.

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Netstal GL: Einbrecher klaut Zigaretten aus Avec Shop – Zeugenaufruf

Am Sonntag, 25.02.2024, ca. 03:00 Uhr, wurde am Bahnhof in Netstal in den dortigen Avec Shop eingebrochen. Die unbekannte Täterschaft verschaffte sich mit Gewalt Zugang zum Ladenlokal und versuchte die Ladenkasse aufzubrechen, was jedoch nicht gelang. Von der Täterschaft wurden mehrere Packungen Zigaretten entwendet.

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Kaisten AG: Illegale Entsorgung

Am Samstag, 24. Februar 2024, ging kurz vor Mittag die Meldung bei der kantonalen Notrufzentrale ein, dass es in Kaisten zu einer illegalen Entsorgung gekommen sei. Die aufgebotene Patrouille der Polizei Oberes Fricktal konnte ausgangs Oberkaisten einen Kühl- und einen Tiefkühlschrank feststellen, welche dort deponiert wurden.

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Muolen SG: Unfall zwischen Motorrad und Auto - Rega im Einsatz

Am Sonntag (25.02.2024), kurz nach 15:00 Uhr, ist es auf der Sonnentalstrasse zu einem Unfall zwischen einem Motorrad und einem Auto gekommen. Sowohl die 58-jährige Autofahrerin als auch der 58-jährige Motorradfahrer wurden durch den Unfall unbestimmt verletzt. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.

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Freienbach SZ: Zahlreiche Sprayereien verübt - die Kantonspolizei sucht Zeugen

Zwischen Samstagnachmittag, 24. Februar 2024, und Sonntagmorgen, 25. Februar 2024, hat eine unbekannte Täterschaft auf dem Gelände des Bahnhofs Freienbach eine grosse Anzahl Sprayereien verübt. Nebst einer Lärmschutzwand, welche grossflächig besprüht wurde, sind im Bereich der Fussgängerunterführung an Wänden, Türen und Signaltafeln einige Dutzend Schriftzüge angebracht worden. Der angerichtete Schaden beläuft sich auf mehrere Tausend Franken.

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Pratteln BL: Einbruch in Einfamilienhaus - Polizeihund "Gio" stellt Marokkaner (16)

Am frühen Sonntagmorgen, 25. Februar 2024, kurz nach 04.00 Uhr, wurde am Bergrebenweg in Pratteln in ein Einfamilienhaus eingebrochen. Die Polizei Basel-Landschaft konnte in der Folge einen der beiden mutmasslichen Einbrecher mit Unterstützung von Diensthund "Gio" festnehmen. Die Jugendanwaltschaft hat ein entsprechendes Verfahren eröffnet.

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Gossau SG: Pferd stirbt bei heftigem Unfall - Kutscher (75) landet im Spital

Am Sonntag (25.02.2024), kurz nach 10:50 Uhr, ist auf der Industriestrasse ein Mann von einer Pferdekutsche gestürzt. Er wurde dabei unbestimmt verletzt. Die zwei Pferde liefen mit der Kutsche daraufhin ohne ihren Kutscher weiter. Beim Andwilerkreisel kippte die Kutsche und ein Pferd wurde schwer verletzt. Es musste durch eine Tierärztin erlöst werden.

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Bewaffneter raubt Kiosk in Oberriet SG aus und flüchtet - Kantonspolizei ermittelt

Am Samstag (24.02.2024), um 14:30 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen die Meldung von einem Raubüberfall auf einen Kiosk an der Staatsstrasse erhalten. Ein unbekannter Mann bedrohte eine angestellte Frau mit einer Schusswaffe und erbeuteten mehrere hundert Franken. Im Anschluss flüchtete er. Möglicherweise war eine zweite Person in den Überfall involviert.

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Kanton Thurgau: So einen Polizei-Einsatz wie gestern gibt's selten!

Man stelle sich das mal vor: Es ist der Tag der Hochzeit, alles ist bereit, die Frisur sitzt und die Vorfreude steigt. Auch der 97-jährige Rolls Royce kommt rechtzeitig zum Wohnort, um das junge Brautpaar standesgemäss zum Traulokal zu fahren. Und dann das! Irgendwo mitten drin gibt der Oldtimer den Geist auf und macht trotz aller Bemühungen keinen Wank mehr. Was tun? Laufen geht in den festlichen Kleidern schlecht, und die Uhr tickt unerbittlich.

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Maur ZH: Mann auf Treppe tot aufgefunden - Todesursache des 71-Jährigen unklar

Am Samstagmittag (24.02.2024) ist in Maur ein Mann tot auf einer Treppe aufgefunden worden. Kurz nach 12 Uhr meldete ein Anwohner, dass ein Mann regungslos am Ende einer Aussentreppe eines Hauses liegen würde. Die sofort eingeleiteten Reanimationsmassnahmen durch die rasch vor Ort eingetroffenen Rettungskräfte blieben erfolglos.

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Stadt Biel BE: Mann ausgeraubt und verletzt - Zeugenaufruf

In der Nacht von Freitag auf Samstag ist ein Mann von mehreren Unbekannten tätlich angegangen, ausgeraubt und leicht verletzt worden. Die Täter behändigten eine Armbanduhr und flüchteten in unbekannte Richtung. Die Kantonspolizei Bern hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen.

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Marin-Epagnier NE: Kontrolle über Fahrzeug verloren - Fahrer verletzt

Am Freitag, 23. Februar, gegen 10:15 Uhr, verliess ein Auto, das von einem 77-jährigen Einwohner von Marin-Epagnier gesteuert wurde, das Einkaufszentrum Marin-Centre. Im Kreisverkehr Celtes verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, das in westlicher Richtung aus dem Kreisverkehr herausfuhr, die Mittelinsel überfuhr, die beiden Fahrspuren zwischen dem Kreisverkehr Etoile und dem Kreisverkehr Celtes überquerte und gegen die Leitplanke auf der Südseite der Rue de la Fleur-de-Lys prallte.

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Sant'Antonino TI: Einbruch in Einkaufszentrum - drei Personen verhaftet

Wie die Kantonspolizei mitteilt, ging heute Morgen kurz nach 2 Uhr bei der gemeinsamen Alarmzentrale (CECAL) der Kantonspolizei eine Meldung über einen Einbruch in ein Einkaufszentrum im Gebiet Sant'Antonino ein. Nach einer ersten Rekonstruktion drangen die Täter nach Einschlagen eines Fensters in das Kaufhaus ein und stahlen mehrere wertvolle Gegenstände aus der Schmuckabteilung, bevor sie mit einem Auto flüchteten.

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Aeschi SO: Motorfahrrad-Lenker (40†) auf Unfallstelle verstorben – Zeugenaufruf

Am frühen Samstagmorgen ist in Aeschi ein verletzter Motorfahrrad-Lenker auf einem Trottoir liegend vorgefunden worden. Sein Motorfahrrad lag auf der Gallishofstrasse. Trotz umgehend eingeleiteten Sofortmassnahmen verstarb der Mann noch auf der Unfallstelle. Der Unfallhergang ist unklar. Die Polizei sucht Zeugen.

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Solothurn SO: Nach Streifkollision weitergefahren – Zeugenaufruf

Am Freitagmittag kam es auf der Dornacherstrasse in Solothurn zu einer seitlichen Streifkollision zwischen zwei Personenwagen. Dabei setzte einer der Beteiligten seien Fahrt fort, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern. Die Polizei sucht Zeugen.

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Murgenthal AG: Mutmasslicher Täter (19) nach Raubüberfall festgenommen

Am Freitag ereignete sich im Coop Einkaufszentrum ein Diebstahl. Als der Täter, durch das Verkaufspersonal, auf den Diebstahl angesprochen wurde, zückte dieser ein Messer, drohte dem Mitarbeiter und flüchtete. Der mutmassliche Täter konnte durch die Kantonspolizei Aargau ermittelt und angehalten werden.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.