News

Altersarbeitslosigkeit ist auch in der Schweiz ein Thema

Masseneinwanderungsinitiative, demografischer Wandel und der „Kampf um die Talente“ – auf den ersten Blick scheint es, als ob in Schweizer Unternehmen jede Hand gebraucht wird. Trotzdem ist Altersarbeitslosigkeit auch in der Schweiz ein Thema. Im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern erscheint der Arbeitsmarkt der Schweiz gut aufgestellt. Die offizielle Arbeitslosenquote der Eidgenossenschaft lag im Mai 2015 bei 3,2 %. Auch auf Basis der Berechnungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) stand die Schweiz im ersten Quartal 2015 mit einer Arbeitslosenquote von 4,4 % ausgezeichnet da. Aus volkswirtschaftlicher Sicht werden diese Zahlen als Vollbeschäftigung gewertet.

Weiterlesen

Griechenland: Wie geht es nach dem Referendum weiter?

Die ersten Hochrechnungen machten schon am Sonntagabend klar, dass die griechische Regierung auf die Unterstützung einer soliden Mehrheit bauen kann. Das amtliche Endergebnis des Referendums vom vergangenen Sonntag zeigte schliesslich, dass 61,3 % der Griechen gegen das bisherige Sparprogramm und damit auch für Ministerpräsident Alexis Tsipras stimmten. Der Verhandlungsmarathon in Brüssel zur Zukunft Griechenlands dürfte damit kaum zu Ende sein, vermutlich beginnt in absehbarer Zeit die nächste Runde. Fraglich ist allerdings, welche Themen dabei zur Debatte stehen. Möglich sind Diskussionen über ein Hilfsprogramm auf neuer Basis, in dem die Positionen Griechenlands eine grössere Rolle spielen als bisher. Ebenso kann die nächste Verhandlungsrunde jedoch der Beginn des „Grexits“ sein.

Weiterlesen

newsbloggers-Wochenrückblick: Griechenland sagt „Ochi“

Am gestrigen Sonntag hat Griechenland „Ochi“ – Nein – gesagt. Erste Hochrechnungen zeigen, dass eine überraschend grosse Mehrheit die Sparforderungen der Geberländer ablehnt und sich damit hinter die Politik der Syriza-Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras stellt. Die Zukunft des Landes ist damit völlig offen. Spannend wird, ob sich die EU überhaupt auf weitere Verhandlungen einlässt und wie Griechenland ohne fremde Hilfe zurechtkommt.

Weiterlesen

Einsam in der Schweiz: Deutsche fühlen sich abgelehnt

Lange Zeit bildeten Deutsche die grösste Gruppe an Schweizer Zuwanderern, was sich in den letzten Jahren aber grundlegend geändert hat. Die Deutschen tun sich schwer, Anschluss zu finden, und auch mit der Jobsuche sieht es längst nicht mehr rosig aus. Auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise 2008 zogen mehr als 33'000 Zuwanderer aus Deutschland in die Schweiz. Im Jahr 2014 waren es gerade mal 6200 Personen.

Weiterlesen

Last-Minute-Einigung mit Griechenland – eine verpasste Chance für die EU?

Das Schulden-Poker um Griechenland befindet sich in seiner – angeblich – allerletzten Runde. Am Montag hat der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras in Brüssel neue Reformvorschläge vorgelegt, über die die Gremien der Euroländer jetzt im Eiltempo befinden müssen. Seine Zugeständnisse an die EU – im Klartext: neue massive Sparprogramme – bringen Tsipras innenpolitisch unter Druck. Der Kompromiss mit den Eurostaaten könnte durchaus das Scheitern der Syriza-Regierung nach sich ziehen. Mehr als elf Abgeordnete, die ihre Zustimmung verweigern, kann sich Syriza nicht leisten.

Weiterlesen

Ambrosia artemisiifolia: der Schrecken aller Asthmatiker und Pollen-Allergiker

In Europa breitet sich die Pflanze Ambrosia artemisiifolia, die starke Allergien auslösen kann, rasant aus. Französische Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Pollenkonzentration im Jahr 2050 wahrscheinlich vier Mal so hoch sein wird wie heute. Dies zumindest ergaben ihre mit Hilfe einer Computersimulation durchgeführten Berechnungen. Wie schnell sich die Pflanze de facto ausbreiten wird, ist massgeblich von zwei Faktoren, nämlich einerseits dem Klimawandel und andererseits dem Menschen, der die Ausbreitung der Samen begünstigt, abhängig. So könnte das Szenario – je nachdem – in 35 Jahren auch folgendes sein: Im günstigsten Fall ist die Pollenbelastung lediglich doppelt so hoch wie heute, im schlechtesten Fall dagegen ist sie zwölf Mal so hoch wie derzeit.

Weiterlesen

Wo verbringen die Schweizer 2015 ihre Sommerferien?

Am liebsten fahren die Schweizer ins Ausland, um die schönsten Wochen des Jahres zu geniessen. Der starke Franken bietet zusätzliche Anreize für Auslandsreisen. So schön die Schweiz auch ist: Die Ferien möchte der Grossteil ihrer Bürger nicht in der Heimat verbringen. Das liegt in diesem Jahr sicher auch am Wegfall des Euro-Mindestkurses und den daraus resultierenden günstigen Preisen in den Euroländern.

Weiterlesen

Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft – in der Schweiz ohne grosse Relevanz

Zur Schattenwirtschaft zählen illegale Erwerbstätigkeit ebenso wie explizit kriminelle Aktivitäten wie Drogenhandel oder Schmuggel. Der Anteil solcher Bereiche am gesamten Wirtschaftsleben lässt sich naturgemäss schlecht schätzen. Sicher ist jedoch, dass die Schweiz auch in dieser Hinsicht unter den OECD-Staaten ein Musterschüler ist. Im vergangenen Jahr machte die Schattenwirtschaft in der Schweiz etwa 7 % der Wirtschaftsleistung aus – mit sinkender Tendenz. Der Linzer Ökonom Friedrich Schneider geht davon aus, dass dieser Wert im Laufe dieses Jahres auf 6,5 % fallen wird. Allerdings verbergen sich hinter diesem Wert trotzdem Milliardensummen. Basierend auf der Nachfrage nach Bargeld kommt Schneider auf Umsätze von schätzungsweise 30,7 Milliarden Franken, an denen unter anderem die Sozialkassen und der Fiskus nichts verdienen. Die Bundes- und Kantonsbehörden nehmen aus diesem Grund künftig Schwarzarbeiter stärker ins Visier.

Weiterlesen

Der neue Virus-Test „VirScan“ gibt Auskunft über die Infektionsgeschichte eines Menschen

Mit Hilfe eines neuen Virus-Tests und nur einem Tropfen Blut können fast alle aktuellen sowie bereits vergangene Virusinfektionen eines Menschen nachgewiesen werden, und zwar bis zu 1ʼ000 differente Virenstämme auf einmal. So ist es nicht mehr notwendig, mühsam jedes Virus einzeln aufzuspüren, denn der VirScan-Test reagiert auf die Antikörper gegen 1ʼ000 unterschiedliche Virenstämmen. Dabei ist diese neue Methode nicht nur umfassend und schnell, sondern auch günstig. Dies berichteten die Forscher zumindest im Fachmagazin „Science“, in dem sie die Kosten für einen Viren-Scan mit 25 US-Dollar, also circa 23 Schweizer Franken beziffern.

Weiterlesen

Ein Ferngarten für Chur, Zürich und Bern

Wer selber keinen Garten nutzen kann und keinen ausreichenden Platz auf dem Balkon hat, muss dennoch nicht darauf verzichten, biologisch angebautes Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten auf den Tisch zu bringen. Denn dank Cilgia Rauch, die gelernte Gärtnerin und Bäuerin ist, sowie ihrer beiden Schwestern Anna und Tinetta kann sich prinzipiell jeder Schweizer ein Stück Land mieten und aus der Ferne bewirtschaften (lassen).

Weiterlesen

Abstimmungssonntag in der Schweiz – 4 Referenden, 2 Gewinner

Am vergangenen Sonntag hatten die Schweizerinnen und Schweizer über insgesamt vier Volksinitiativen zu entscheiden. Die vorgeschlagene Verfassungsänderung zur Präimplantationsdiagnostik (PID) wurde durch eine klare Mehrheit angenommen. Weniger eindeutig fiel die Zustimmung für eine Reform des Rundfunk-und Fernsehgesetzes (RTVG) aus – am Ende sorgten knapp 3700 Stimmen dafür, dass die Initiative durchkam. Eine nationale Erbschaftssteuer sowie die finanzielle Förderung von Studierenden durch den Bund wird es auch weiterhin nicht geben, bei den Stimmbürgern sind beide Initiativen durchgefallen.

Weiterlesen

Droht der Schweiz die Rezession? Franken-Aufwertung belastet

Die Schweizerische Nationalbank hat im Januar die Bindung des Franken an den Euro aufgegeben. Eine massive Aufwertung war die Folge davon. Jetzt zeigen sich die ersten Auswirkungen dieser Entscheidung. Das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco hat aktuell die Wirtschaftsdaten für das erste Quartal dieses Jahres veröffentlicht. Sie belegen ein leichtes Schrumpfen der Schweizer Wirtschaft und eine schlechtere Entwicklung als erwartet. Droht der Schweiz jetzt eine Rezession?

Weiterlesen

Strukturbedingte Gefahr und „säkulare Stagnation“ infolge der europäischen Geldpolitik

Im portugiesischen Sintra wurde bis zum vergangenen Sonnabend eine Tagung des Forums der Europäischen Zentralbank (EZB) abgehalten. Das Thema hiess „Inflation und Arbeitslosigkeit in Europa“. EZB-Präsident Mario Draghi warnte davor, dass die europäische Währungsunion durch strukturelle Unterschiede auseinanderbrechen könnte. Mit dem EZB-Forum haben die europäischen Währungshüter im vergangenen Jahr einen Rahmen für den informellen Meinungsaustausch von Zentralbankern, Politikern und hochrangigen Wirtschaftsexperten geschaffen. Geplant ist es als das europäische Pendant zum jährlichen Symposium der Federal Reserve of Kansas in Jackson Hole/Wyoming.

Weiterlesen

FIFA: Bis in die höchsten Ebenen korrupt

Die FIFA-Zentrale in Zürich.

Bei der Fifa folgen die Ereignisse in letzter Zeit Schlag auf Schlag. Unmittelbar vor dem Beginn des FIFA-Jahreskongresses in Zürich verhafteten die Schweizer Behörden mehrere Top-Funktionäre des Verbandes, der seit Langem in einem Sumpf von Korruption versunken ist. Am Dienstagabend ist der soeben wiedergewählte FIFA-Präsident Joseph „Sepp“ Blatter völlig überraschend zurückgetreten, nachdem er wenige Tage zuvor noch betont hatte, dass er sich nichts vorzuwerfen hätte. Im Gegenteil hatte er am Wochenende die US-amerikanischen Justizbehörden sowie den europäischen Fussballverband UEFA noch in scharfen Worten angegriffen und moniert, dass die Medien ihn ohne jeden Respekt behandelt hätten.

Weiterlesen

Europäische Geldpolitik birgt Risiken und Crowding-out

Mitte März 2015 begann das Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank (EZB), das wenigstens bis September 2016 angelegt ist und die Konjunktur in der Eurozone ankurbeln soll. EZB-Präsident Mario Draghi meldete zwar erste Erfolge, seine Kritiker sind allerdings der Meinung, dass diese nicht von Dauer seien und dass im Gegenteil die Gefahr von Währungskriegen und neuen Krisen steige. Die Schweizer Wirtschaft bekommt die Folgen der europäischen Geldpolitik derzeit massiv zu spüren: Die Abwertung des Euro ist nicht zu stoppen, was in der Eidgenossenschaft als Wachstumsbremse wirkt. Für die EZB ist der Verfall des Eurokurses dagegen ein Erfolg, da er für günstige Wettbewerbsbedingungen für den europäischen Aussenhandel sorgt. EZB-Präsident Draghi liess bereits vor einigen Wochen wissen, dass das Anleihenkaufprogramm reibungslos verlaufe und es erste Indikatoren dafür gebe, dass die geldpolitischen Massnahmen der EZB Wirkung zeigten.

Weiterlesen

CEOs, Politikerinnen, Popstars: Das sind die mächtigsten Frauen der Welt 2015

Es ist eine Rangordnung, die bestimmt wird von Geld, Mediendynamik, Einfluss und der Wirkung auf unsere Welt, unsere Meinungen, unser Zeitgeschehen: Seit 2004 gibt das weltweit erfolgreiche Wirtschaftsmagazin Forbes die Liste der mächtigsten Frauen der Welt heraus. Seit 2010 und auch dieses Jahr wird die prestigeträchtige Liste angeführt von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Doch die mächtigste Frau der Welt bekommt gerade starke Konkurrenz aus den USA.

Weiterlesen

newsbloggers-Wochenrückblick: FIFA-Skandal und ein Hinweis auf das iCar

DIE Nachricht der Woche war vermutlich der Korruptionsskandal bei der FIFA, der mit den Verhaftungen in Zürich sehr wahrscheinlich noch nicht zu Ende ist. Griechenland geht in eine entscheidende Woche – eine Lösung ist inzwischen überfällig, jedoch immer noch nicht absehbar. Ein hochrangiger Apple-Manager schürte auf einer Konferenz Vermutungen, dass irgendwann das iCar kommt. Die Economiesuisse will angesichts des Franken-Hochs die Unternehmen durch den Abbau von Regulierungen entlasten. Eine Stellungnahme von SNB-Präsident Thomas Jordan lässt erwarten, dass weitere Zinssenkungen zumindest kurzfristig eher unwahrscheinlich sind. 

Weiterlesen

Medizin: Der Wirkstoff EBC-46 könnte die Krebstherapie revolutionieren

Im australischen Regenwald, genauer im Norden von Queensland, wächst eine Frucht, die im Volksmund Fountains Blushwood genannt wird und bei Wissenschaftlern unter dem lateinischen Terminus Fontainea picrosperma bekannt ist. Aus den Samen dieser Frucht des Blushwood Trees haben Forscher das Präparat EBC-46 hergestell, das binnen kurzer Zeit eine erstaunliche Wirkung auf mit diesem Wirkstoff behandelte Tumore hat. Besonders vielversprechend ist die Tatsache, dass die Heilung und das Abstossen der Primärtumoren nach einer Injektion mit EBC-46 in unglaublicher Geschwindigkeit erfolgen.

Weiterlesen

Boat People in Südostasien: Das Drama der burmesischen Rohingya

Auch Südostasien erlebt derzeit eine Flüchtlingskrise. Die meisten der dortigen Boat People stammen aus Burma (Myanmar) und gehören der Minderheit der Rohingya an, die in ihrem Heimatland verfolgt wird und keine staatsbürgerlichen Rechte geltend machen kann. Die Flüchtlingskrise in Südostasien entwickelte sich zuletzt von einem stillen Drama zu einem Faktum, das auch von den internationalen Medien wahrgenommen wurde. Das Ziel der meisten Bootsflüchtlinge in der Region ist Thailand, von wo sie auf dem Landweg nach Malaysia weiterreisen wollen.

Weiterlesen

Proteste in Mazedonien – droht auf dem Balkan ein neuer Bürgerkrieg?

Am vergangenen Sonntag haben in der mazedonischen Hauptstadt Skopje etwa 20.000 Bürger gegen ihre Regierung demonstriert. Sie fordern den Rücktritt von Premierminister Nikola Gruevski und wollen Neuwahlen erzwingen. Auf dem Westbalkan droht ein neuer Bürgerkrieg und im schlimmsten Fall sogar ein Flächenbrand. Mit den Demonstrationen in Skopje reiht sich Mazedonien in die Gruppe jener Länder ein, in denen zumindest ein Teil der Bürger ihre korrupten und autokratischen Regimes nicht mehr ertragen können. Die Protestierenden haben vor dem Regierungssitz ein Zeltlager errichtet, das sie erst räumen wollen, wenn Gruevski zurückgetreten ist. Dieser liess sein Staatsvolk und die internationale Öffentlichkeit allerdings bereits wissen, dass er nicht an Rücktritt denke und einen solchen vielmehr als „feigen Akt“ betrachte. Den USA warf Gruevski vor, durch ihre Unterstützung der Opposition den politischen Konflikt in Mazedonien zu schüren. Auch der Kreml hat sich zu den jüngsten Ereignissen auf dem Balkan bereits zu Wort gemeldet – bei einer „farbigen Revolution“ würden Mazedonien „ukrainische Verhältnisse“ drohen.

Weiterlesen

Lage am Milchmarkt weiterhin sehr angespannt

Die weiterhin problematische Situation auf dem Milchmarkt war ein bedeutendes Thema der Mai-Sitzung des Vorstandes der SMP. In diesem Zusammen hang liess sich der Vorstand auch über den gegenwärtigen Stand der Dinge bezüglich der Massnahmen zur Marktstabilisierung sowie der Sondermassnahme „Swiss milk inside“ informieren. Dazu hat er die Forderungen der Milchproduzenten an die Politik wie auch an die Branchenpartner bekräftigt. Reto Burkhardt, zurzeit persönlicher Berater des CEO Agroscope, wurde zum Leiter der Stabstelle Kommunikation der SMP gewählt.

Weiterlesen

newsbloggers-Wochenrückblick: SNB-Geldpolitik in der Kritik, B.B. King verstorben

Die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) in Verbindung mit dem starken Franken bleiben Dauerthemen. Vergangene Woche kritisierte der Baseler Wirtschaftswissenschafter Peter Bernholz In einem Interview die aktuelle Geldpolitik der SNB. Ein Währungskorb mit fixen Wechselkursen für Euro und US-Dollar würde aus seiner Perspektive die Schweizer Interessen besser wahren. Bei der geplanten Übernahme der Baseler Firma Syngenta durch den US-Konzern Monsanto wird es kartellrechtliche Probleme geben. Ein nächstes Gebot hängt davon ab, ob Monsanto Kaufinteressenten für diverse Unternehmensbereiche von Syngenta finden kann. Die grossen Schweizer Internet-Provider Swisscom und UPC Cablecom sind wegen mangelnder Netzneutralität in die Kritik und ins Visier der Wettbewerbskommission geraten. Eine Studie des Staatssekretariats für Migration bescheinigt einem grösseren Teil der Flüchtlinge in der Schweiz gute Arbeitsmarktfähigkeiten. In Las Vegas starb mit B. B. King am vergangenen Donnerstag eine Blues-Legende.

Weiterlesen

Grossbritannien steht vor Wirtschaftsproblemen

Nach der Wahl vor wenigen Tagen kann die britische Regierung bereits zur Tagesordnung übergehen. Am Montag benannte der Premierminister, David Cameron, sein neues Kabinett. In der laufenden Legislaturperiode können die Konservativen allein regieren. Auch die Vertreter der britischen Wirtschaft haben mehrheitlich den Wahlausgang begrüsst. In den Medien geht es derzeit vor allem um das Verhältnis des Vereinigten Königreichs zur Europäischen Union. Das Referendum über die EU-Mitgliedschaft soll möglichst schon 2016 kommen, also ein Jahr früher als geplant. Ob Grossbritannien seine Sonderrolle in der EU zuvor durch entsprechende Verhandlungsergebnisse stärken kann, ist bisher nicht ausgemacht. Ein neues Unabhängigkeits-Referendum für Schottland hat Cameron zwar ausgeschlossen, aus den Wahlen sind die schottischen Nationalisten allerdings gestärkt hervorgegangen. Eine Frage ist jedoch auch vor welchen wirtschaftlichen Problemen Grossbritannien in den nächsten Jahren steht. Aus Sicht vieler Experten hat „die Insel“ ein Produktivitätsproblem, gegen das zumindest aus Sicht der Europäer vor allem staatlich gelenkte Strukturreformen helfen würden.

Weiterlesen

Nach Camerons Wiederwahl: Wie wahrscheinlich ist der „Brexit“?

Am vergangenen Donnerstag haben die Briten ein neues Parlament gewählt. Premierminister Cameron und seine Konservativen können triumphieren – im britischen Unterhaus haben sie in den kommenden fünf Jahren die absolute Mehrheit. Innen- und aussenpolitisch stehen jedoch Veränderungen an. Schlüsselthemen sind das Verhältnis zu Europa und die Perspektiven Schottlands. Die Glückwünsche aus Brüssel für David Cameron fielen gestern recht knapp und trocken aus. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker liess ausrichten, dass er auf eine „konstruktive Zusammenarbeit“ und einen „fairen Deal“ mit Grossbritannien hoffe. Gleichzeitig stellte er heraus, dass die vier Grundfreiheiten der Europäischen Union – der freie Verkehr von Personen, Dienstleistungen, Kapital und Waren – in ihrer Substanz nicht zur Debatte stünden. Zu Camerons Wahlversprechen ergeben sich hieraus perspektivisch Diskrepanzen.

Weiterlesen

newsbloggers-Wochenrückblick: Haben die Schweizer die Frankenstärke mitverursacht?

Die Schweizer Wirtschaftsnachrichten werden nach wie vor vom starken Franken und den Negativzinsen beherrscht. Zudem bewerten viele Schweizer Firmen ihre Geschäftsaussichten wegen der Euro-Krise nicht mehr optimistisch. Der Vizepräsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Jean-Pierre Danthine, ist der Ansicht, dass die Schweizer das Franken-Hoch mitverursacht haben. Aus Sicht des Notenbankers soll der Negativzins der SNB unter anderem die Auslandsinvestitionen von Schweizer Unternehmen treiben und damit die Nachfrage nach der Schweizer Währung limitieren. Verschiedene Top-Banker in der Schweiz gehen davon aus, dass sich an niedrigen bis negativen Zinsen auch international bis auf weiteres nichts ändern wird. Die wichtigsten aussenpolitischen Themen der vergangenen Woche waren die Wahlen in Grossbritannien und die Zukunft Griechenlands, das über seine Finanzpolitik nun möglicherweise eine Volksabstimmung initiiert.

Weiterlesen

Von fehlender Sicherheit bis mangelnder Service – die 7 verbreitetsten Vorurteile über die Cloud

Mit dem Thema Cloud Computing befasst sich in der Schweiz, in Österreich und Deutschland eine steigende Zahl von Unternehmen. Laut BITKOM wird der Markt im Bereich Business im laufenden Jahr um rund 46 % auf 6,4 Mrd. EUR wachsen. Auch ausserhalb des Arbeitsplatzes greifen immer mehr Anwender zur Cloud. So gehört das Teilen von Urlaubsfotos über die Dropbox oder das Erstellen von Playlists mit Sound Cloud längst nicht mehr zur Seltenheit. Dennoch herrschen auf Anwenderseite noch immer viele Vorurteile gegenüber der Cloud vor. Frank Müller – Gründer des neutralen Cloud-Marktplatzes cloud world – klärt über die 7 bekanntesten Vorurteile in Sachen Cloud Computing auf.

Weiterlesen

Griechenland: kommt jetzt doch der Schuldenschnitt?

Diesen Mittwoch hat Griechenland fristgerecht 200 Millionen Euro IWF gezahlt. In der kommenden Woche stehen weitere 756 Millionen Euro an. Nach aussen zeigen sich die Gläubiger des südeuropäischen Krisenstaates unerbittlich, hinter den Kulissen gibt es jedoch offenbar Debatten über einen Schuldenschnitt. In einem Radiointerview stellte der griechische Verteidigungsminister Kostas Isichos – ein enger Vertrauter des griechischen Premierministers Alexis Tsipras – weitere Zahlungen allerdings in Frage, aus seiner Perspektive ist die wichtigste monetäre Aufgabe der Regierung derzeit die Auszahlung von Löhnen und Gehältern.

Weiterlesen

Investmentfonds als mögliche Risikofaktoren für neuen Finanz-Crash?

Nach dem globalen Börsenbeben mit dem Kollaps von Lehman Brothers & Co. sind die Jahre der Finanzkrise 2007/2008 lange nicht vergessen. Seither beobachten internationale Finanzinstitutionen das Geschehen auf den Finanzmärkten sehr intensiv. Sie versuchen, drohende Gefahren frühzeitig zu erkennen. Jüngst erregte der Internationale Währungsfonds (IWF) Aufsehen mit dem Hinweis auf mögliche Risiken durch Investmentfonds. Die Warnung findet sich in dem Anfang April veröffentlichten „Global Financial Stability Report“. In dem halbjährlich erscheinenden Bericht wird das globale Finanzsystem regelmässig einer Risikobewertung unterzogen.

Weiterlesen

Die neue Apple Watch mit Bezahlfunktion – wie viel Erfolg verspricht Mobile-Payment?

Schon vor einigen Wochen wurde Apples neuestes Gadget angekündigt und ist nun seit Freitag endlich offiziell verfügbar bzw. wird ausgeliefert. Prognostiziert als meistverkaufte Smartwatch wird diese Uhr mühelos Wettbewerber wie Pebble, LG oder den Platzhirsch Samsung hinter sich zurücklassen. Dabei gibt es diese Hits aktuell nicht in den Apple Stores zu kaufen, sondern nur online.

Weiterlesen

Jack&Jo eröffnet erstes „Slow Fast Food“-Restaurant in Winterthur

Im Winterthure Bahnhof hat am 28. April das erste JACK&JO Restaurant der Schweiz eröffnet. Im Mittelpunkt steht dort die schnelle und doch bewusste Küche „Slow Fast Food“. Kreiert wurde sie von den beiden erfahrenen Gastronomen Daniel Kehl und Marc Saxer, die hier ihre Begeisterung für hochwertige regionale Zutaten, einzigartige Rezepte und zeitgemässe Esskultur mit einfliessen liessen.

Weiterlesen

Der newsbloggers-Wochenrückblick: Wird das Bargeld abgeschafft?

Eine mögliche „Flucht ins Bargeld“ ist eines der Szenarien, das der Schweizer Nationalbank (SNB) derzeit Kopfzerbrechen bereitet. Nach dem Top-Jahr 2014 hat die SNB im ersten Quartal 2015 Rekordverluste eingefahren; Grund ist vor allem die Euro-Krise, gegen welche die SNB derzeit nach Schutzmassnahmen sucht.  Inzwischen haben sich die Schweizer Währungshüter auch mit Planspielen beschäftigt, bei denen es um Notmassnahmen geht, falls der Kursverfall des Euro anhält. Um eine Medizin aus dem „Giftschrank“ handelt es sich bei allen Szenarien, die dafür in Frage kommen.

Weiterlesen

Banken – sind sie heutzutage noch zeitgemäss?

Die Rolle der Banken in der globalen Wirtschaft wird spätestens seit der Finanzkrise kritisch hinterfragt. Jedoch sind es gar nicht die gewagten Spekulationen, die Manipulations-Vorwürfe oder Skandale, die den Bankensektor infrage stellen, vielmehr einige grundlegende Trends, die dessen Geschäftsmodell auf Dauer gefährden.  Werden Banken in Zukunft noch benötigt? Diese Frage gewinnt eine zunehmende Brisanz und trifft Institute rund um den Globus. Besonders filialisierte Banken, die das klassische Einlagen- und Kreditgeschäft betreiben, könnten das Nachsehen haben - auch in der Schweiz.

Weiterlesen

Die tausend Wunder des Weltalls: 25 Jahre Hubble-Weltraumteleskop

Herzlichen Glückwunsch, Hubble! Seit einem Vierteljahrhundert ist das gigantische Weltraumteleskop im Dienst. Unermüdlich liefert es die fantastischsten Bilder – und hat schon mit den ersten unsere Sicht aufs Universum verändert. Im Jahr 1990 startete das Riesenteleskop Hubble seine Karriere als Beobachter und Fotograf der Unendlichkeit. Der Start gelang nicht reibungslos, doch langfristig hat sich die Hubble-Mission schon längst bezahlt gemacht – nicht nur für die Wissenschaft, sondern für die gesamte Menschheit.

Weiterlesen

Letztmalig bis 11. Oktober 2015 verlängert: Disneys „The Lion King“ in Basel

Zuschauer und Kritiker sind restlos begeistert. „Die Sonne Afrikas geht in Basel auf“, schwärmt die Basler Zeitung, ein „harmonisches Feuerwerk an Farben und Figuren“ bejubelte der Tages-Anzeiger aus Zürich. Stehende Ovationen, und purer Begeisterung auch live: Seit März 2015 begeistert Disneys Musical-Welterfolg „The Lion King“ das Schweizer Publikum im Musical Theater Basel.

Weiterlesen

Der newsbloggers-Wochenrückblick: Das verheerende Erdbeben in Nepal

Am vergangenen Wochenende wurde Nepal von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht, dabei wurden grosse Teile des Landes verwüstet. Es ist absehbar, dass ein Wiederaufbau mehrere Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird. Der Frankenkurs ist in den letzten Wochen wieder stärker unter Druck geraten, sehr wahrscheinlich interveniert die SNB auf den Devisenmärkten, um eine längerfristige Parität zum Euro zu verhindern. Der Mobilfunkanbieter Orange firmiert seit Donnerstag unter dem neuen Unternehmens- und Markennamen Salt. Mit einer Personalie aus Wolfsburg geht möglicherweise ein Stück Automobilgeschichte zu Ende – Ferdinand Piëch ist von seinem Amt als VW-Aufsichtsratsvorsitzender zurückgetreten. Auf dem Treffen der EU-Finanzminister in Riga gingen die Debatten um den Schuldenstreit in Griechenland in eine – ebenfalls ergebnislose – nächste Runde.

Weiterlesen

Präimplantationsdiagnostik: Wie weit wollen die Schweizer gehen?

Am 14. Juni 2015 steht in der Schweiz eine weitere Volksabstimmung an. Die stimmberechtigten Schweizerinnen und Schweizer müssen entscheiden, ob in der Eidgenossenschaft Massnahmen der Präimplantationsdiagnostik (PID) verboten bleiben oder durch eine Änderung der Bundesverfassung zugelassen werden sollen. Gesundheitsminister Alain Berset (SP) warb am vergangenen Wochenende in einem Interview dafür, die PID in einem juristisch klar begrenzten Rahmen zu erlauben und die Situation in der Schweiz damit der Praxis anderer europäischer Länder anzugleichen. Aus seiner Perspektive und auch aus Sicht des Bundesrates ist die Schweiz mit ihrem Verbot der PID in Europa weitgehend isoliert. Berset argumentiert, dass Gegner der PID auch die Pränataldiagnostik oder legale Schwangerschaftsabbrüche nicht akzeptieren dürften. Die geltende Fristenlösung für den Abbruch einer Schwangerschaft hätten die Schweizer jedoch in mehreren Volksabstimmungen bestätigt.

Weiterlesen

„Mit einem Sack Nüsse will ich begraben sein“ – zum Tod von Günter Grass

Am Montag vor einer Woche – dem 13. April 2015 – ist der deutsche Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass im Alter von 87 Jahren in einem Lübecker Spital einer Infektion erlegen. Mit seinem Tod endet eine Ära. Auch der Schweiz war er in seinem persönlichen und literarischen Koordinatensystem über Jahrzehnte eng verbunden. Günter Grass ging mit fast ungebrochener Kreativität aus diesem Leben. In der Woche vor seinem Tod beendete er sein aktuelles Buch – wenn er noch leben würde, hätten er und sein Verleger Gerhard Steidl jetzt mit den Feinarbeiten am Text begonnen. Grass´ letztes Werk heisst „Vonne Endlichkait“. Zum ersten Mal soll daraus am 12. Juni dieses Jahres zur Eröffnung des neuen Göttinger Grass-Archivs gelesen werden, eigentlich wollte der Schriftsteller diesen Part selber übernehmen. Mit seiner Verschmelzung von Prosa- und Lyriktexten ist „Vonne Endlichkait“ ein literarisches Experiment. Gleichzeitig schliesst sich damit ein Lebenskreis: Grass´ erste Buchveröffentlichung „Die Vorzüge der Windhühner“ (1956) vereinte – zu einem Zeitpunkt, zu dem noch nicht endgültig entschieden war, ob in der Biografie des Künstlers die Literatur oder die Bildhauerei eine prominente Rolle spielen würden – 41 Gedichte, einen Prosatext und eigene grafische Illustrationen.

Weiterlesen

newsbloggers-Wochenrückblick dokumentiert erneut Flüchtlingsdrama im Mittelmeer

In dieser Woche wurden die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen abermals von einem Flüchtlingsdrama überschattet. Mehr als 900 Menschen sind am Sonntagmorgen vor der lybischen Küste ertrunken. Sie waren auf einem Schlepperboot unterwegs nach Italien.  Damit steht auch zur Debatte, wie sinnvoll die europäische Flüchtlingspolitik tatsächlich ist – kurzfristige Lösungen für die Flüchtlingskrise dürften allerdings eher unwahrscheinlich sein. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, wie privilegiert die Schweiz und ihre Bürger im Hinblick auf ihre Reisefreiheit ist – sein Gegenstück findet er in einer pragmatischen Flüchtlingspolitik und umfangreichen Wirtschaftshilfen für die „Dritte Welt“.

Weiterlesen

Ölpreisentwicklung ohne gravierende Preiswende

Im vergangenen Jahr ging der Ölpreis dramatisch zurück, ohne dass solch eine Entwicklung jemand vorhergesehen hatte. Wenngleich Prognosen bei Rohstoffen immer als unsicherheit betrachtet werden müssen, könnte es sich doch um nicht nur ein vorübergehendes Phänomen handeln. Welche Auswirkungen hätte ein dauerhaft niedriger Ölpreis und wie wahrscheinlich ist er? Darum soll es im Folgenden gehen. Dabei sind nicht nur die vordergründigen Aspekte zu sehen wie die Entlastung des privaten Geldbeutels beim Tanken von Benzin. Die Effekte sind wesentlich vielschichtiger.

Weiterlesen

Präsentation von Büchern und Handschriften zum mittelalterlichen Recht

Vor allem in der letzten Zeit stand die Entwicklung des Rechts in der Schweiz wieder öfter auf der politischen Agenda. Sie wurde diskutiert – und dies sicher nicht zuletzt wegen der steigenden Regelungsdichte oder der Forderungen nach einem Austritt aus der Europäischen Konvention für Menschenrechte. Möglicherweise lohnt ein Blick in die Vergangenheit, genauer, auf die Entwicklung des Rechts und der abendländischen Rechtssprechung. Zwar kommen uns heutzutage in Bezug auf das „finstere Zeitalter“ und die mittelalterliche Rechtssprechung vor allem Begriffe wie Folter, kaltblütige Henker, Blutrichter in den Sinn, Fakt ist jedoch, dass die Rechtsprechung im Mittelalter voller grausamer Geschichten und Mythen ist. Fakt ist zudem, dass das Mittelalter keine Zeitperiode eines rechtsfreien Raumes war. Vielmehr prägten den Alltag und die Gesellschaft sowohl weltliche als auch kanonische Massgaben.

Weiterlesen

Empfehlungen