Das Jahr 2021 war wettermässig alles andere als langweilig, es gab einige markante Wetterereignisse, von denen der viele Schnee im Winter, der kälteste Frühling seit 30 Jahren, der lokal nasseste Sommer und der stellenweise trockenste Herbst seit Messbeginn hervorgehoben seien.
Wie MeteoNews in einer Mitteilung schreibt, ging gestern ein meteorologisch ereignisreiches Wetterjahr zu Ende. Schlaglichtartig sollen nachfolgend die einzelnen Monate nochmals Revue passiert gelassen werden.
In der Zeit zwischen Mittwoch, 29.12.2021, 18.00 Uhr und Samstag, 01.01.2022, 10.40 Uhr, wurde in Ziegelbrücke, Berufsschulareal, in eine Werkstätte eingebrochen.
Die unbekannte Täterschaft brach eine Seitentüre zur Werkstätte gewaltsam auf und durchsuchte die Räumlichkeiten und weitere Behältnisse.
Die Kantonspolizei Zürich ist in der Nacht auf Neujahr (1.1.2022) an mehrere kleine und grössere Ereignisse ausgerückt. Zahlreiche Meldungen sind wegen des unsachgemässen Abbrennens von Feuerwerk eingegangen. In Erlenbach und Langnau am Albis ist es zu Bränden von Gebäuden gekommen. Im Hauptbahnhof Zürich haben sich zwei Körperverletzungen mit Stichwaffen und eine sexuelle Belästigung ereignet.
Mehrere Personen sind verhaftet worden.
An Silvester sind bei der Stadtpolizei Chur mehrere Beschwerden wegen dem Abfeuern von Feuerwerkskörpern in den Wohnquartieren eingegangen.
Bei der Stadtpolizei Chur sind an Silvester zahlreiche Lärmklagen und Meldungen zu Sachbeschädigungen eingegangen.
In der im deutschsprachigen Teil des Kantons Fribourg und im Sensebezirk liegende Gemeinde Plaffeien wurde im Ortsteil Schwarzsee pünktlich um Mitternacht eines der wenigen offiziellen Feuerwerke der Schweiz gezündet.
Ca. 200 bis 300 Personen nahmen am 12-minütigen Spektakel teil.
Am Samstag, 01. Januar 2022, wurde bei einem Einbruch in Netstal Schmuck im Wert von mehreren zehntausend Franken entwendet.
Eine unbekannte Täterschaft verschaffte sich in der Zeit zwischen ca. 05.00 Uhr und 05.30 Uhr gewaltsam Zutritt zum Verkaufsgeschäft.
In der Nacht auf Neujahr verlor ein Automobilist in Surava die Herrschaft über sein Fahrzeug und kollidierte mit einer Mauer.
Dabei wurde der Mann verletzt.
Am Samstag, 1. Januar 2022, um ca. 03.45 Uhr, fuhr ein Lenker eines italienischen Personenwagens von Andermatt in Richtung Göschenen.
Im Bereich Kalkofenkehr verlor er aus derzeit unbekannten Gründen die Beherrschung über sein Fahrzeug und prallte frontal in die rechtseitige Betonmauer.
Ein Grossaufgebot hat am Freitagabend, 31. Dezember 2021, ein brennender Adventskranz in einem Mehrfamilienhaus in Herisau ausgelöst.
Ein aufmerksamer Nachbar verhinderte Schlimmeres.
Sachschaden ist am Freitagnachmittag, 31. Dezember 2021, bei einem Selbstunfall mit einem Personenwagen in Rehetobel entstanden.
Ein 65-jähriger Lenker fuhr mit seinem Personenwagen kurz vor 14.00 Uhr von St. Gallen kommend auf der Hauptstrasse in Richtung Rehetobel.
In der Silvesternacht sind aus den ganzen Kantonsgebiet rund 30 Meldungen wegen Ruhestörung bei der Kantonspolizei Bern eingegangen. Hauptsächlich handelte es sich um Party- oder Feuerwerkslärm.
Es wurden über 30 Streitereien gemeldet. In einzelnen Fällen wurden Personen verletzt und entsprechend Ermittlungen aufgenommen.
Liun kam kurz nach Mitternacht zur Welt und ist somit das erste Baby, welches 2022 am Stadtspital Zürich das Licht der Welt erblickte.
In der Nacht auf den 1. Januar 2022 kam Liun Nicca unter Ertönen von Feuerwerk zur Welt und ist wohlauf. Liun wurde knapp zwei Stunden nach Mitternacht geboren und ist somit das erste Baby des Jahres 2022 am Stadtspital Zürich. Seinem Namen wird Liun (rätoromanisch für Löwe) noch nicht gerecht. Laut Mama Anina Nicca war Liun schon während der Schwangerschaft sehr ruhig. Auch Stunden nach der Geburt döst er friedlich vor sich hin und lässt sich von niemandem stören. Liun ist das erste Kind von Mama Anina und Papa Matthias.
Silvesternacht gab für die Schaffhauser Polizei in gewohntem Masse Arbeit.
Diverse Einsätze sorgten für eine bewegte Nacht im Sicherheitsbereich, wobei glücklicherweise keine schwerwiegenden Ereignisse zu beklagen waren.
Die Kantonpolizei Basel-Stadt sowie die Sanität und Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt sind mit diversen Einsätzen während der Silvesternacht ins neue Jahr gestartet. Auf der Einsatzzentrale der Polizei gingen zwischen dem Silvesterabend und dem Neujahrsmorgen rund hundert Notrufe ein.
Die Sanität Basel rückte zu 36 Notfalleinsätzen auf dem Kantonsgebiet aus, die Berufsfeuerwehr Basel wurde sechs Mal zu Hilfe gerufen.
Am Silvesterabend, 31. Dezember 2021, wurden Einsatzkräfte der Stadtpolizei Zürich, im Kreis 12 zu Lebensretter.
Um 20.15 Uhr meldete sich eine Frau bei der Notrufzentrale der Stadtpolizei Zürich und gab an, dass sie Ihren Sohn nicht mehr erreichen kann und er auf lebensnotwendige Medikamente angewiesen sei. Daraufhin wurden Patrouillen zum Wohnort des Sohnes geschickt.
Am Samstag, 1. Januar 2022, kurz vor 05.00 Uhr, ist die Berufsfeuerwehr der Rettung Basel-Stadt an den St. Johanns-Ring ausgerückt, um einen Fahrzeugbrand zu löschen. Sie hatte das Feuer rasch unter Kontrolle.
Verletzt wurde niemand. Am Fahrzeug entstand grosser Sachschaden.
Am Freitag, 31. Dezember 2021, um circa 15.00 Uhr, haben zwei Unbekannte in der Gasstrasse einen 36-jährigen Mann beraubt.
Es wurde keine Personen verletzt.
Am Freitag, 31. Dezember 2021, kurz vor 22.00 Uhr, hat eine Gruppe Unbekannter im Theodorsgraben drei Personen angegriffen und verletzt.
Gemäss den bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt waren drei Männer im Alter von 19 bis 23 Jahren im Theodorsgraben unterwegs, als mehrere Personen sie unvermittelt von hinten angriffen.
Am Samstag, 1. Januar 2022, gegen 00.20 Uhr, haben in der Greifengasse drei Unbekannte eine vierköpfige Familie attackiert. Dabei wurden zwei Personen verletzt; die Sanität der Rettung Basel-Stadt musste sie ins Spital bringen. Die Täter flohen.
In der Folge konnte die Kantonspolizei Basel-Stadt zwei Tatverdächtige anhalten und im Auftrag der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt sowie der Jugendanwaltschaft Basel-Stadt festnehmen.
Am Samstag, 1. Januar 2022, um circa 04.15 Uhr, ist es in der Mülhauserstrasse zu einem Brandfall gekommen. Ein Passant hatte beobachtet, dass ein unbekannter Mann sich aus dem Vorgarten eines Mehrfamilienhauses entfernte und dort ein Roller brannte. Gemeinsam mit Anwohnern gelang es ihm, den Brand zu löschen. Verletzt wurde niemand.
Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem unbekannten Mann verlief ergebnislos.
An Silvester verstarb ein Radfahrer bei einem Verkehrsunfall in Weggis. Er prallte in ein Auto, das abbiegen wollte. Ein weiterer Radfahrer wurde leicht verletzt.
Die Untersuchung führt die Staatsanwaltschaft Emmen.
Am vergangenen Mittwoch hatte eine Person in einer Bank in Romont mehrere tausend Franken erbeutet. Die bisherigen Ermittlungen sowie die von der Kantonspolizei gesammelten Informationen führten zur Verhaftung des mutmasslichen Täters.
Ein grosser Teil der Beute wurde sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.
Aufgrund der aktuellen Pandemie fand dieses Jahr keine öffentliche organisierte Silvesterparty statt. Trotzdem verbrachten viele Menschen den Jahreswechsel in der Stadt Zürich.
Es kam zu keinen grösseren Zwischenfällen.
Für die Einsatzkräfte von Schutz & Rettung Zürich haben die Festtage einiges an Arbeit mit sich gebracht. Zwischen Heiligabend und dem Morgen des 1. Januars 2022 leisteten sie insgesamt 734 Einsätze auf dem Stadtgebiet.
Die Silvesternacht war erwartungsgemäss die intensivste Phase.
In der Nacht auf Samstag verlor eine alkoholisierte Automobilistin die Kontrolle über ihr Fahrzeug und kollidierte mit einer Hauswand. Sie blieb unverletzt.
Es entstand Sachschaden an Haus und Fahrzeug.
Die Bahnstrecke von Gossau nach Hauptwil war am Freitag für mehrere Stunden unterbrochen.
Grund für den Unterbruch war eine Güterlok, die am Morgen in Arnegg aus den Gleisen sprang.
Am Freitagabend, 31.12.2021, wurde an der Eternitstrasse in Niederurnen in einen Geschäftsbetrieb eingebrochen.
Eine unbekannte Täterschaft verschaffte sich in der Zeit zwischen ca. 19.30 Uhr und 20.00 Uhr Zutritt zum Betrieb.
In der römisch-katholischen Kirche an der Flühstrasse in Hofstetten kam es am Freitagabend aus noch zu klärenden Gründen zu einem Brand. Für die Brandbekämpfung standen mehrere Feuerwehren aus der Region im Einsatz. Verletzt wurde niemand. Die Schadensumme dürfte gemäss einer ersten Schätzung mehrere 100'000 Franken betragen.
Die Brandursache ist derzeit nicht bekannt und wird durch Spezialisten der Kantonspolizei Solothurn untersucht.
Am Samstagmorgen, 01. Januar 2022, kurz nach 06.30 Uhr, kam es in einem Doppeleinfamilienhaus an der Sundgauerstrasse in Therwil BL zu einem Brandausbruch.
Personen wurden dabei keine verletzt.
Im Kanton Schwyz verlief die Silvesternacht grösstenteils ruhig.
In der Zeit von Freitagabend, 31. Dezember 2021, bis am Neujahrsmorgen 2022, gingen auf der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz rund zwanzig Meldungen ein, welche eine Ausrückung der Polizistinnen und Polizisten erforderten.
Die Silvesternacht verlief in der Stadt St.Gallen ohne grössere Zwischenfälle.
Die Stadtpolizei St.Gallen hatte dennoch diverse Einsätze wegen Feuerwerk, Auseinandersetzungen oder Ruhestörungen zu bewältigen.
Am Freitag (31.12.2021), um 22:45 Uhr, ist an der Grünfeldstrasse eine Stabhochsprungmatte mutmasslich durch Feuerwerk in Brand geraten. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen.
Es entstand hoher Sachschaden. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.
In der Silvesternacht hat die Kantonspolizei St.Gallen rund 70 Einsätze geleistet. Die Zahl der Einsätze entspricht in etwa jenen der vergangenen Jahre.
Besonders beschäftigt haben Vorfälle mit Feuerwerk, Ruhestörungen und Interventionen im häuslichen Bereich. Grössere Vorfälle blieben jedoch aus.
Der vergangene Dezember fiel gegenüber dem langjährigen Mittel von 1981 bis 2010 vielerorts etwas zu mild aus, teilweise beträgt die Abweichung über 1 Grad. Lokal war es aber auch etwas zu kühl. Niederschlag fiel mit Ausnahme des Südens, wo es deutlich zu trocken war, vielerorts etwas mehr als im Durchschnitt.
Dazu schien die Sonne im Mittelland etwas weniger häufig als normal, im Süden dagegen überdurchschnittlich oft.
Am Freitagabend (31.12.2021), um 19:10 Uhr, ist es auf der Autobahn A3 zu einem Selbstunfall eines Autos gekommen.
Der 34-jähriger Autofahrer war in fahrunfähigem Zustand unterwegs. Es entstand hoher Sachschaden.
Am Freitag (31.12.2021), kurz nach 23 Uhr, ist ein 20-jähriger Mann beim Neumarkt von mehreren Jugendlichen geschlagen und beraubt worden.
Er wurde dabei leicht verletzt. Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Nahfahndung konnten die mutmasslichen Täter, ein 17-jähriger Schweizer und ein 16-jähriger Deutscher sowie ein mutmasslich ebenfalls beteiligter 17-jähriger Sri Lanker, angehalten und festgenommen werden.
In der Nacht auf Samstag wurde ein Mann beim Büchsenschiessen mit einem Luftgewehr verletzt.
Am 01.01.2022, 02:15 Uhr, ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Meldung über eine Person mit Schussverletzung ein.
Am Freitag, 31. Dezember 2021, ca. 08.10 Uhr, ereignete sich auf der Hauptstrasse in Schwanden ein Verkehrsunfall.
Ein Lenker fuhr mit seinem Personenwagen auf der Hauptstrasse von Linthal herkommend in Richtung Glarus.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Freitagvormittag (31.12.2021) am Flughafen Zürich eine Frau verhaftet, die Kokain in ihrem Handgepäck transportiert hat.
Kurz vor elf Uhr beabsichtigte eine 28-jährige Brasilianerin nach der Ankunft von Sao Paulo herkommend in die Schweiz einzureisen.
In der Zeit zwischen Donnerstagmorgen und Freitagmorgen (31.12.2021) hat die Kantonspolizei St.Gallen bei verschiedenen Kontrollen mehrere Schnellfahrer sowie fahrunfähige Verkehrsteilnehmende angehalten.
Eine Person verursachte in fahrunfähigem Zustand einen Selbstunfall und führte eine geringe Menge Kokain mit sich. Die fehlbaren Verkehrsteilnehmenden werden bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen zur Anzeige gebracht.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.