Über das Wochenende kam es im Kanton Luzern zu zwei Selbstunfällen. Ein alkoholisierter Lenker verletzte sich leicht.
Am frühen Samstagmorgen (4. Februar 2023 / 01.30 Uhr) verursachte ein 71-jähriger Mann eingangs Gelfingen (siehe Titelbild) einen Selbstunfall.
In der Nacht auf Montag ist in Lauenen ein Wohnhaus in Brand geraten und komplett niedergebrannt. Verletzt wurde niemand.
Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der abgelegenen Örtlichkeit aufwendig. Die Brandursache wird untersucht.
Am 13. Februar 2023 beginnt das kantonale Tiefbauamt mit den Sanierungsarbeiten an der Bahnhofstrasse in Uzwil im Abschnitt Bahnhof Uzwil bis zum Parkplatz der Benninger AG.
Bis Ende 2023 ist die Bahnhofstrasse nur noch im Einbahnregime in Fahrtrichtung Bahnhof befahrbar. Es ist mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen.
Wegen eines Sekundenschlafs verursachte ein Automobilist am Sonntagnachmittag in Villmergen einen Verkehrsunfall. Es blieb bei Blechschaden.
Der Unfall ereignete sich am Sonntag, 5. Februar 2023, kurz nach 16 Uhr auf der Bünztalstrasse in Villmergen.
Ein alkoholisierter Autofahrer verursachte am Sonntagmorgen in Bichelsee einen Selbstunfall.
Verletzt wurde niemand, der Mann musste seinen Führerausweis abgeben.
Am Sonntagmittag, 05. Februar 2023, kurz vor 12.30, ereignete sich in der Verzweigung Haupt-/Reigoldswilerstrasse in Bretzwil BL eine Kollision zwischen zwei Personenwagen.
Personen wurden dabei keine verletzt.
Für die kommenden Tage ist hoher Luftdruck angesagt. Das Barometer wird durchgehend Werte von über 1030 hPa anzeigen. Doch wann spricht man eigentlich von hohem Luftdruck?
Eine einfache Frage, die gar nicht so einfach zu beantworten ist.
Am Sonntag, 05. Februar 2023, ca. 10.40 Uhr, konnte auf der Mettmenstrasse in Schwanden, ein talwärts fahrender Personenwagenlenker nicht mehr rechtzeitig anhalten und rutschte in einen Personenwagen, welcher bergwärts unterwegs war.
An den Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden.
Am Samstagabend ist in Biel in der Nähe des Bahnhofs ein Mann nach einer Auseinander-setzung schwer verletzt worden. Der Mann wurde durch Dritte in kritischem Zustand mit Stichverletzungen in ein Spital gebracht.
Es werden Zeugen gesucht.
Am Sonntag (05.02.2023), um 06:55 Uhr, ist ein 23-jähriger Autofahrer auf der Autobahn A3 am Steuer eingeschlafen und hat einen Selbstunfall verursacht.
Dabei entstand Sachschaden in der Höhe von rund 23'000 Franken.
Am 4. Februar 2023 wurde die Kantonspolizei über ein Verschwinden informiert.
Sie setzte sofort umfangreiche Suchmittel ein, die bislang erfolglos blieben.
Am Samstagnachmittag ist es auf der A8 bei Bönigen zu einem Selbstunfall gekommen. Ein Autolenker und die Beifahrerin sind da-bei schwer verletzt worden. Sie wurden mit einer Ambulanz und einem Helikopter ins Spital gebracht.
Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen.
Am Samstagabend, 04. Februar 2023, kurz vor 18.00 Uhr, kam es in der Küche einer Wohnung im Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Hardstrasse in Pratteln BL zu einem Brandausbruch.
Eine Person wurde dabei leicht verletzt.
In der Nacht von Samstag/Sonntag, 04./05. Februar 2023, kurz vor 23.30 Uhr, verursachte eine Personenwagenlenkerin in der Liedertswilerstrasse in Titterten BL einen Selbstunfall. Personen wurden dabei keine verletzt.
Am Fahrzeug entstand erheblicher Sachschaden.
Am Samstag (04.02.2023), um 13:55 Uhr, hat sich auf der Autobahn A1 ein Verkehrsunfall ereignet. Dabei wurde eine 12-jährige Fahrzeuginsassin leicht verletzt.
Sie wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.
Am Sonntag (05.02.2023), um 01:15 Uhr, hat ein 20-Jähriger mit seinem Auto auf der Autobahn A3 einen Selbstunfall verursacht. Nach eigenen Angaben ist er während der Fahrt eingeschlafen.
Eine durchgeführte Atemalkoholmessung fiel zudem positiv aus.
Auf der Julierpass Strasse N29 in Marmorera, ist es am Samstag gegen Mittag unabhängig zu zwei Frontalkollisionen gekommen. Bei beiden Unfällen geriet je ein Personenwagen auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort frontal mit einem entgegenkommenden Personenwagen.
Dabei wurden mehrere Personen leicht verletzt.
Ein Unbekannter hat am Samstagmorgen versucht einen Kiosk in Kreuzlingen zu überfallen. Wenige Minuten später überfiel der Täter in unmittelbarer Nähe einen Tankstellenshop und erbeutete Bargeld.
Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.
Im Keller eines Mehrfamilienhauses in Zürich Nord ist am Samstagabend ein Feuer ausgebrochen. Die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Sanität und Polizei rückten mit einem grösseren Aufgebot aus.
Es gab keine verletzten Personen.
Im Oktober 2022 kam es nach dem Fussballspiel FC St.Gallen gegen Servette FC durch Gästefans zu Ausschreitungen. Ein Polizist wurde dabei verletzt. Die Stadtpolizei St.Gallen konnte dank Bildmaterial Dossiers von 20 mutmasslichen Straftätern erstellen. Zur Identifikation dieser 20 Personen wurden beim heutigen Spiel am Samstag, 4. Februar 2023, alle Fans angehalten und 22 Personen einer Kontrolle unterzogen.
Am Sonntag, 23. Oktober 2022, spielte der FC St.Gallen gegen Servette FC. Nach dem Spiel griffen einige Servette-Anhänger friedliche St.Gallerfans an. Zudem warfen sie Steine, Flaschen und weitere Gegenstände gegen die Polizei. Ein Polizist wurde dabei verletzt. Die Stadtpolizei St.Gallen berichtete darüber – Medienmitteilung vom 24.10.2022.
Aktuell liegt der Alpenraum zwar noch im Zustrom von feuchterer Luft aus Norden. In der kommenden Woche wird über Europa eine kräftige und länger anhaltende Hochdrucklage zunehmend unser Wetter bestimmen. Es ist eine blockierte Hochdrucklage oder auch sogenannte „Omega-Lage“. Was sind die Ursachen und Mechanismen und welche Arten von blockierten Lagen gibt es? Und wie sieht es in der kommenden Woche bei uns aus?
Mehr dazu im folgenden Blog.
Am Freitag, 03. Februar 2023, ca. 22.15 Uhr, verlor ein Fahrzeuglenker beim Glarnerhof in Glarus wegen nicht angepasster Geschwindigkeit die Beherrschung über das Fahrzeug und prallte in der Folge in eine Laterne und die Gebäudemauer.
Das Fahrzeug wurde erheblich beschädigt.
Heute Vormittag hat sich in Disentis eine Lawine gelöst und zwei Variantenfahrer verschüttet.
Beide konnten nur noch tot aus dem Lawinenfeld geborgen werden.
Am Samstag (04.02.2023), um 11:40 Uhr, kam es auf der Autobahn A3, Fahrtrichtung Zürich, zu einem Verkehrsunfall eines Autos mit Anhänger. Dabei wurden beide Fahrspuren blockiert.
Der Verkehr staute sich in der Folge für die Dauer von über einer Stunde.
Am Samstag (04.02.2023), um 06:20 Uhr, ist ein 21-jähriger Mann mit dem Auto an der Wilerstrasse in ein Schaufenster geprallt. Der Mann wurde für fahrunfähig befunden.
Ausserdem war er nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Am Auto und am Schaufenster entstand Sachschaden.
Am Donnerstagabend wurden in Hunzenschwil beim Bahnhof zwei Katzen in einer Kartonschachtel ausgesetzt. Die beiden Tiere konnten von der Polizei geborgen werden.
Auskunftspersonen werden gesucht.
Am Freitag, 03. Februar 2023, ist es in Waldstatt zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Fahrrad und einem Personenwagen gekommen.
Es entstand Sachschaden.
Bei einem Arbeitsunfall ist am Donnerstag (02.02.2023) ein Mann in einem Graben verschüttet worden.
Bauarbeiter waren am Vormittag in einem Wohnquartier mit dem Ausheben eines Grabens beschäftigt.
Am Freitagabend, 3. Februar 2023, musste die Feuerwehr Schübelbach wegen einem Brand in einer Küche zum Sonnengarten in Schübelbach ausrücken. Hausbewohner konnten das Feuer noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte löschen.
Ein 24-Jähriger Hausbewohner erlitt leichte Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst hospitalisiert.
Am Freitagabend (3.02.2023) schlug eine bislang unbekannte Täterschaft Fenster im Erdgeschoss eines Einfamilienhauses an der Lehnstrasse ein und gelangte so in das Haus.
Dort wurden verschiedene Behältnisse durchsucht.
Am Donnerstagabend, 03. Februar 2023, kurz nach 19.00 Uhr, verursachte eine Personenwagenlenkerin auf der Bruderholzstrasse in Bottmingen BL einen Selbstunfall.
Personen wurden dabei keine verletzt. Am Fahrzeug entstand erheblicher Sachschaden.
Am Freitagabend ist in einem Tunnel auf der A5 bei Pieterlen ein Auto mit einem Anhänger in Brand geraten. Der Tunnel musste für mehrere Stunden gesperrt werden.
Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Am Donnerstagnachmittag ist ein Mann in Lauterbrunnen leblos aufgefunden worden. Die ausgerückten Einsatzkräfte konnten nur noch seinen Tod feststellen.
Gemäss aktuellen Erkenntnissen war der Mann aus grosser Höhe hinuntergestürzt. Ein Unfallgeschehen steht im Vordergrund.
Am Freitag, (03.02.2023), um 11:20 Uhr, ist es auf der Ebersolerstrasse zu einem Selbstunfall gekommen.
Die 70-jährige Fahrerin verletzte sich dabei leicht.
Am Samstag, 04. Februar 2023, kurz vor 02:30 Uhr, fuhr die Lenkerin eines Personenwagens mit Deutschen Kontrollschildern auf der Autobahn A2 Richtung Süden.
Im Bereich der Linkskurve nach dem "Fischlauitunnel" kam das Fahrzeug aus derzeit unbekannten Gründen ins Schleudern, kollidierte mit den dortigen Verkehrseinrichtungen und geriet in Vollbrand.
Am Freitagabend, 03. Februar 2023, kurz vor 17.30 Uhr, kam es in Lausen BL, auf der A22, Fahrtrichtung Sissach, zu einem Fahrzeugbrand.
Personen wurden dabei keine verletzt. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.
Beim Brand einer Scheune ist Freitagnacht (3.2.2023) in Bertschikon bei Attikon (Gemeinde Wiesendangen) grosser Sachschaden entstanden.
Es ist niemand verletzt worden.
Bei einem Unfall ist am Donnerstag (02.02.2023) ein Auto auf dem Dach gelandet. Verletzt wurde niemand. Ein 26-Jähriger bog um 13:00 Uhr von der Widlenstrasse nach rechts in die Büsingerstrasse ein.
Zur gleichen Zeit fuhr eine Frau mit ihrem Auto auf der Büsingerstrasse in Richtung Schaffhausen.
Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizei geben bekannt, dass in der Woche vom 06.02.2023 bis zum 12.02.2023 an folgenden Orten mobile und halbstationäre Geschwindigkeitskontrollen im Sinne der Strassenverkehrsvorsorge durchgeführt werden:
Am Donnerstag, den 2. Februar 2023, gegen 18:20, rückte die Feuerwehr des Val-de-Travers an der Rue du Quarre 27 in Couvet zu einem Dachbrand aus.
Es gab keine Verletzten und die Mieter konnten in der Nähe untergebracht werden.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.