Die Feierlichkeiten in der Abtei von Fleurier sind am Montagabend mit einer positiven Bilanz in Bezug auf die öffentliche Sicherheit und die Gesundheit zu Ende gegangen.
Während des gesamten Wochenendes herrschte eine sehr gute Feststimmung und keine besonderen Vorkommnisse auf dem Festgelände störten den Ablauf des Festes.
Am Mittwoch, den 29. Juni, ereignete sich in der Nacht auf der Autobahn A1 im Pomy-Tunnel zwischen Yverdon-les-Bains und Estavayer-le-Lac ein tödlicher Verkehrsunfall.
Ein alleinbeteiligter Autofahrer verlor die Kontrolle über sein Auto und krachte in eine Notrufnische. Er verstarb noch vor Ort.
Am Mittwoch, 29. Juni um 04:50 Uhr fuhr ein Auto, das von einem 25-jährigen Einwohner von Pont-de-Claix (F) gelenkt wurde, auf der AR A5 in Richtung Biel.
Kurz vor dem Einschnitt von Chanélaz geriet sein Fahrzeug nach links und er prallte gegen den Tunneleingang.
Wie die Kantonspolizei mitteilt, ist der 19-jährige nicaraguanische Motorradfahrer aus dem Maggiatal, der am 25.06.2022 kurz vor 15.00 Uhr auf der Kantonsstrasse im Gebiet Maggia in einen Verkehrsunfall verwickelt war, an seinen schweren Verletzungen gestorben.
In den vergangenen sechs Wochen fanden im Kanton Luzern die praktischen Radfahrertests statt.
Rund 3’700 Schülerinnen und Schüler absolvierten den Test.
Im ersten Halbjahr 2022 wurden im Kanton Glarus 24 Nutztiere gerissen. Davon wurden 18 Tiere trotz Herdenschutz getötet.
Die Abteilung Landwirtschaft möchte die öffentliche Diskussion mit Fakten versachlichen. Der Herdenschutz bleibt eine anspruchsvolle Aufgabe für alle Beteiligten.
Die Zahl der Mädchen und jungen Frauen, die von Gewalt betroffen sind, hat in den letzten Jahren zugenommen. Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 29. Juni 2022 einen Postulatsbericht zur „Statistik über gewaltbetroffene Mädchen und junge Frauen und Bedarf an Schutzplätzen“ verabschiedet.
Die zugrundeliegende Studie empfiehlt, die Zahl der Schutzunterkünfte für Mädchen und junge Frauen zu erhöhen.
Am Mittwochvormittag ist es beim Bahnhof Reichenau/Tamins zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen.
Der Motorradlenker wurde verletzt.
Der Bundesrat hat anlässlich seiner Sitzung vom 29. Juni 2022 die Inkraftsetzung der rechtlichen Anpassungen zur Umsetzung der EU-Verordnung über die Europäische Grenz- und Küstenwache (Frontex), unter dem Vorbehalt der Erwahrung der Volksabstimmung vom 15. Mai 2022, per 1. September 2022 beschlossen und die Ergebnisse der Vernehmlassung zur Kenntnis genommen.
Die Anpassungen umfassen Änderungen des Ausländer- und Integrationsgesetzes, des Asylgesetzes, des Zollgesetzes, des Bundesbeschlusses über die Genehmigung und die Umsetzung der bilateralen Abkommen zwischen der Schweiz und der EU über die Assoziierung an Schengen und an Dublin sowie der Ausführungsbestimmungen zur Beteiligung der Schweiz an Frontex.
Mit dem „Bündelitag“ beginnen am Wochenende die Sommerferien. Wer seine Koffer packt und verreist, sollte einige Ratschläge beherzigen, um Einbrecher nicht anzulocken und fernzuhalten.
Aber auch wer zuhause bleibt, muss im Sommer aufpassen: Offene Fenster und Türen locken zuweilen ungebetene Gäste an.
Heute Mittwoch, 29. Juni 2022, um ca. 06.15 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit Urner Kontrollschildern auf der Axenstrasse in Richtung Brunnen.
Bei der Tunnelausfahrt Stutzegg geriet der PW-Lenker aus zurzeit ungeklärten Gründen auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal-seitlich mit einem korrekt entgegenkommenden Zürcher Personenwagen.
Die Zuger Polizei will auch zukünftig attraktiv am Arbeitsplatz bleiben. Der Wohnsitzrayon für Korpsangehörige wird deshalb deutlich ausgedehnt.
Wer als Polizistin oder Polizist bei der Zuger Polizei arbeiten möchte, muss entweder im Kanton Zug oder ausserkantonal im Wohnsitzrayon wohnen, um in vernünftiger Zeit an einen Einsatzort zu gelangen.
In der Nacht auf Mittwoch ist in Landquart bei einem Brand ein Holzschuppen mehrheitlich zerstört worden.
Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude verhindern.
Cornelia Schelbert, Sachbearbeiter in Rechnungswesen, geht per Ende Juni 2022 in die wohlverdiente Pension.
Sie kam am 1. Juni 2012 zur Kantonspolizei und nutzt nach zehn Jahren Tätigkeit die Möglichkeit, sich frühzeitig in den wohlverdienten Ruhestand zu begeben.
Am Dienstagnachmittag, 28. Juni 2022, kurz nach 16.00 Uhr, kam es in einem Reiheneinfamilienhaus an der Benedikt Banga-Strasse in Münchenstein BL zu einem Brandausbruch.
Zwei Personen wurden leicht verletzt.
Aus noch unbekannten Gründen geriet ein Lieferwagenlenker auf die Gegenfahrbahn, streifte zwei entgegenkommende Autos und stiess infolge dessen frontal mit einem entgegenkommenden Toyota zusammen.
Zwei Personen wurden verletzt. Die zuständige Staatsanwaltschaft eröffnete eine Strafuntersuchung.
Ab Montag, 04. Juli 2022 bis voraussichtlich Spätherbst 2023 starten die umfangreichen Bauarbeiten zur Sanierung und Umgestaltung der Bahnhofstrasse in Märstetten.
Die Verkehrsführung durch die Baustelle erfolgt im Einbahnregime in Fahrtrichtung Kreuzlingen.
Das Strassenkreisinspektorat Buchs führt zusammen mit dem Elektrizitätswerk Sevelen die Strassen- und Werkleitungssanierung der Churerstrasse in Sevelen und Buchs durch.
Beim Abschnitt Räfis bis Rans werden diverse Werkleitungen ersetzt und Teile der Randabschlüsse sowie die Beläge saniert.
Am späten Dienstagabend, 28. Juni 2022, kam es beim Waidspital zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einer Fussgängerin.
Trotz sofortigen Reanimationsmassnahmen verstarb die Frau kurze Zeit später im Spital.
Am Mittwochmorgen hat sich in Biel ein Verkehrsunfall mit einem Auto und einem Zug der Aare Seeland Mobil (ASM) ereignet.
Der Autolenker wurde dabei leicht verletzt. Der Bahnverkehr war für mehrere Stunden unterbrochen.
Die rund 50 Angehörigen der Sanitätskompanie trainieren regelmässig das Handwerk, damit im Ernstfall alles klappt und Hand in Hand gearbeitet werden kann.
Kürzlich stand beim Flugplatz Dübendorf eine Übung an, bei der sie das Aufbauen und Betreiben der Sanitätshilfsstelle trainierten.
Am Dienstagabend, 28. Juni 2022, kurz vor 22.45 Uhr, kam es im Bereich des Bahnhofes in Pratteln BL zu einer Schussabgabe. Eine verdächtige Person wurde in der Folge festgenommen.
Die Polizei sucht Zeugen.
Am Dienstag (28.06.2022), kurz vor 07:45 Uhr, ist es auf der Rapperswilerstrasse zwischen vier Autos zu einem Auffahrunfall gekommen.
Zwei Frauen im Alter von 24 und 52 Jahren wurden dabei leicht verletzt.
Am Dienstagnachmittag (28.06.2022) hat sich ein unbekannter Betrüger bei einer 73-jährigen Frau aus Goldach telefonisch als Polizist ausgegeben.
Er konnte die Frau dazu bewegen, 100'000 Euro zwei weiteren angeblichen Polizeiangehörigen zu übergeben.
In der Zeit zwischen Freitag (03.06.2022) und Montag (06.06.2022) sind an diversen Örtlichkeiten in Rorschach und Au wiederholt Sprayereien angebracht worden.
Drei Beschuldigte im Alter zwischen 13 und 15 Jahren konnten ermittelt werden.
Mit einer Unfallsimulation haben Unfallforscher der AXA und die Schaffhauser Polizei vor den Gefahren von überhöhter Geschwindigkeit gewarnt.
Nur wenige Stundenkilometer zu viel steigern das Risiko von schweren Unfällen überproportional – speziell für Kinder.
Am Dienstag, 28. Juni 2022, kurz nach 16.30 Uhr, fuhr ein Motorradfahrer mit Urner Kontrollschild auf der Dorfstrasse von Stalden in Richtung Gurtnellen-Wiler.
Im Bereich Märchlistal kam der Zweiradlenker auf der nassen Fahrbahn zu Fall und blieb auf der Strasse liegen.
Am 28. Juni 2022 stürzte eine Seilschaft ab, als sie in Richtung des Tête de Milon oberhalb von Zinal unterwegs war. Es gab drei Todesopfer zu beklagen.
Gegen 04.50 Uhr verliess eine Gruppe von fünf Bergsteigern die Arpitettaz-Hütte (2'786 m), wo sie die Nacht verbracht hatten.
Am Dienstagnachmittag (28.06.2022) um 13:40 Uhr kam es im Spitalkreisel in Appenzell zu einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem Fahrrad.
Danach stürzte die Fahrradlenkerin (26) und zog sich leichte Verletzungen zu. Der genaue Unfallhergang ist noch unklar, weshalb die Polizei Zeugen sucht.
Am Dienstag, 28.06.2022, gegen 12:05 Uhr, kam es auf der Verzweigung Hochbergerstrasse / Riehenring zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Lastwagen und einem Personenwagen bei welchem Sachschaden entstand.
Im Anschluss an den Verkehrsunfall entfernte sich die Lenkerin des Verursacherfahrzeuges, ohne sich um den entstandenen Sachschaden zu kümmern, von der Unfallstelle, wodurch sie sich pflichtwidrig verhielt.
In einem Produktionsbetrieb in Däniken wurden am Dienstagnachmittag chemische Substanzen in einem Raum freigesetzt. Dies löste einen Feuerwehreinsatz aus, der bis in die Nacht andauerte.
Die Bevölkerung wurde vorsorglich aufgerufen, Fenster und Türen zu schliessen. Gegen Mitternacht konnte Entwarnung gegeben werden.
Am Dienstag, den 28. Juni 2022 um 14:40 Uhr fuhr ein unbekannter Fahrer mit einem weissen, in Frankreich zugelassenen Lastwagen auf der Rue des Milles-Boilles in Neuchâtel in Richtung Peseux.
Im Vauseyon-Kreisel, als er sich auf der linken Spur befand, kam es zu einem Zusammenstoss mit einem Auto, das von einer 63-jährigen Frau aus Chézard gesteuert wurde und auf der rechten Spur in die gleiche Richtung fuhr.
Am frühen Montagnachmittag (27.06.2022) hat ein mit einer Sturmhaube maskierter Mann eine Bank in Ramsen betreten und in der Folge ohne weitere Handlungen verlassen.
Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesem Vorfall bzw. zum unbekannten Mann.
Am Dienstag, 28. Juni 2022, um 15:20 Uhr, fuhr ein 31-jähriger Mann aus Chézard mit seinem Motorrad auf der RC170 von Corcelles nach Montmollin.
Am Ausgang einer Linkskurve verlor er die Kontrolle über seine Maschine und fuhr auf den Grasstreifen auf der rechten Seite der Strasse.
Am Sonntag, 26. Juni 2022, circa 22.30 Uhr, ist eine 18-jährige Frau im Bereich Klybeckstrasse/Kasernenstrasse Opfer eines Sexualdeliktes geworden.
Den bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt zufolge waren zwei Unbekannte der Frau gefolgt.
Am Dienstag, den 28. Juni um 06:45 fuhr ein Auto, das von einem 29-jährigen Einwohner von Prilly gesteuert wurde, auf der A5 in Richtung Biel.
Auf der Höhe der Ausfahrt Neuchâtel Centre, in einer leichten Linkskurve, prallte das Fahrzeug zunächst gegen die Mittelleitplanke und schliesslich gegen eine Mauer auf der rechten Fahrspur.
Am Dienstagnachmittag hat sich in Büren an der Aare eine Kollision zwischen einem Auto und einem Motorrad ereignet.
Der Motorradfahrer wurde schwer verletzt und mit einem Rettungshelikopter ins Spital geflogen. Die Strasse war mehrere Stunden gesperrt. Der Unfall wird untersucht.
Am Dienstagnachmittag hat die Kantonspolizei Bern einen Mann festgenommen, der zuvor mit einem Beil mehrere Autoscheiben eingeschlagen und Einsatzkräfte bedroht hatte.
Dabei musste ein Gummigeschoss abgegeben sowie das Destabilisierungsgerät eingesetzt werden.
Gestern Nacht ereignete sich auf der H10 auf der Höhe des Schwimmbads Les Combes ein tödlicher Verkehrsunfall.
Zwei junge Männer wurden leider leblos an der Unfallstelle aufgefunden.
Im Zusammenhang mit dem Fund einer Leiche am 23.06.2022 in einer Wohnung in der Via Muro della Rossa in Solduno [Polizei.news berichtete] teilen die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei mit, dass zwar aus technischen Gründen (wegen zeitaufwändiger Analysen) noch kein formeller Befund vorliegt, die bisher gesammelten Informationen aber darauf hindeuten, dass es sich bei dem tot aufgefundenen Mann um einen 24-jährigen Schweizer handelt, der in der Region lebt.
Die Ermittlungen zur Todesursache und zum Tathergang werden durch technische und wissenschaftliche Untersuchungen, die Suche nach forensischen Spuren und die Sammlung von Zeugenaussagen fortgesetzt. Alle Hypothesen werden derzeit geprüft.
Am Montag, den 28. Juni 2022, gegen 21:10 Uhr, ereignete sich in der Nähe der Ortschaft Chevenez ein Verkehrsunfall.
Ein Autofahrer, der von Rocourt in Richtung Chevenez fuhr, verlor am Ausgang einer Rechtskurve aus einem Grund, den die Ermittlungen klären müssen, die Kontrolle über sein Fahrzeug.
Ein 54-jähriger Fahrzeuglenker fuhr heute Morgen, kurz nach 10 Uhr, mit seinem Auto und einem Viehanhänger auf der Brünigstrasse von Kägiswil herkommend in Richtung Alpnach Dorf.
Kurz vor Dorfbeginn verlor er ab seinem Anhänger ein Rad.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.