Die Schweizer Bevölkerung stimmt am 28. November 2021 über die sogenannte Justiz-Initiative ab. Diese will, dass Bundesrichterinnen und Bundesrichter künftig per Los statt durch eine demokratische Wahl bestimmt werden. Bundesrat und Parlament empfehlen die Initiative zur Ablehnung.
Das heutige Wahlsystem ist bewährt, demokratisch und transparent.
Gestern Sonntag, 10. Oktober 2021, kurz vor 14.15 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit Schwyzer Kontrollschildern von Wassen herkommend in Richtung Meien und beabsichtigte links nach Husen abzubiegen.
Dabei übersah er einen korrekt entgegenkommenden Motorradlenker mit Berner Kontrollschild. In der Folge kam es zu einer Kollision der beiden Fahrzeuge.
Gestern Sonntag, 10. Oktober 2021, gegen 09.30 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit Aargauer Kontrollschildern auf der Autobahn A2 in Richtung Nord.
Vor dem Teiftaltunnel verlor der Lenker aus derzeit unbekannten Gründen die Beherrschung über sein Fahrzeug und kollidierte folglich mit der rechtsseitigen Betonstützmauer.
Am Samstag, 9. Oktober 2021, kurz vor 10.00 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens inklusive Wohnanhänger vom Bahnhof Flüelen herkommend in Richtung Süd.
Nach dem Kreisel Allmend bemerkte der Lenker aus dem Kanton Zürich, wie sich der Wohnanhänger aus der Kupplung löste und links das Zugfahrzeug überholte. Der Wohnanhänger kollidierte bei der Liegenschaft Bahnhofstrasse 37 mit einem Garagentor und kam zum Stillstand.
Am Freitag, 8. Oktober 2021, gegen 17.15 Uhr, fuhr der Lenker eines Personenwagens mit deutschen Kontrollschildern auf der Gotthardstrasse in Richtung Dorf Göschenen. Vor der Bahnunterführung, in einer Rechtskurve, fuhr der Lenker aus derzeit unbekannten Gründen geradeaus weiter und kollidierte mit einer Mauer eines Gebäudes der SBB.
Der 61-jährige Fahrzeuglenker wurde leicht verletzt und mit dem Rettungsdienst Uri ins Kantonsspital nach Altdorf überführt.
Am frühen Freitagmorgen hat sich in Emmenbrücke ein tödlicher Arbeitsunfall ereignet. Ein 55-jähriger Mann wurde bei Rangierarbeiten auf dem Swiss Steel Areal tödlich verletzt.
Der 55-jährige Mann war am Freitagmorgen (8. Oktober 2021 / kurz nach 07.00 Uhr) mit Rangierarbeiten im Bereich der Werksstrasse beschäftigt. Um einen Eisenbahnwagen zu beladen, wollte der Mann eine Rangierkombination (Diesellokomotive mit fünf angekuppelten Wagen) rückwärst zu einem Rohmaterialplatz führen und dort einen Wagen abkuppeln.
Auf der Industriestrasse in Reiden kollidierte am Samstag ein Lieferwagen mit einem Mann, der Verkehrsdienst leistete. Dieser musste leicht verletzt ins Spital gebracht werden. Der genaue Unfallhergang ist unklar, die Polizei sucht deshalb Zeugen.
Am Samstag, 9. Oktober 2021, 11:20 Uhr, leistete ein Mann an der Industriestrasse in Reiden in einem Baustellenbereich Verkehrsdienst. Der Lenker eines Lieferwagens musste auf der Höhe der Firma Hess Muldenservice warten. Als der Lieferwagen losfuhr, kollidierte er mit dem Verkehrslotsen. Dieser musste durch den Rettungsdienst mit leichten Verletzungen in ein Spital gebracht werden.
Am Sonntag kam es in Menznau und Ballwil zu zwei Selbstunfällen. In beiden Fällen verunfallten alkoholisierte Fahrzeuglenker. Ein Motorradfahrer wurde erheblich verletzt.
Motorradfahrer weicht einem Fuchs aus und fährt in Beleuchtungskandelaber
Die Staatsanwaltschaft Sursee verurteilte 96 Personen, welche sich in einer öffentlichen Chatgruppe unerlaubterweise gegenseitig vor Polizeikontrollen im Kanton Luzern gewarnt haben. Die Verurteilten müssen Bussen und Untersuchungskosten von mehreren hundert Franken bezahlen.
Die Staatsanwaltschaft Sursee hat die Untersuchungen gegen 215 Personen abgeschlossen, welche in einer öffentlichen Chatgruppe zusammengeschlossen waren. Zweck und Inhalt der Chatgruppe war es, sich gegenseitig vor Polizei- und Geschwindigkeitskontrollen zu warnen. In einem Gruppenbeschrieb wurden genau definierte Regeln beschrieben, welche eingehalten werden mussten. Insgesamt wurden von 96 Personen dieser WhatsApp-Gruppe Warnmeldungen verfasst.
Am 10. Oktober 2021 gegen 16:00 Uhr ereignete sich in Champéry ein Wanderunfall. Dabei verlor eine Person ihr Leben.
Zwei Ehepaare befanden sich auf einer Wanderung in Champéry/Antème. Aus noch nicht geklärten Gründen stürzte die Frau, welche als letzte der Gruppe unterwegs mehrere Meter einen Abhang hinunter.
Am Sonntag (10.10.2021), kurz vor 14:15 Uhr, hat eine 69-jährige Frau ihr Auto auf der Autobahn A13, Höhe Sennwald, gewendet. Dazu befuhr sie auch verkehrt den Überholstreifen. Mehrere entgegenkommende Autos mussten dem Auto der 69-Jährigen ausweichen oder anhalten.
Die 69-Jährige fuhr in fahrunfähigem Zustand. Sie musste den Führerausweis auf der Stelle abgeben.
Am Sonntag (10.10.2021), in der Zeit zwischen 09:30 Uhr und 11:30 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in ein Einfamilienhaus an der Härdlistrasse eingebrochen.
Sie verschaffte sich gewaltsam Zutritt zum Gebäude. Im Inneren stahl sie Schmuck und brach einen Tresor auf, aus welchem sie unter anderem mehrere tausend Franken Bargeld stahl.
Beim Brand in einer Getreidetrocknungsanlage in Gachnang entstand am Sonntag Sachschaden. Verletzt wurde niemand.
Um 9.15 Uhr ging bei der Kantonalen Notrufzentrale die Brandmeldung aus einer Getreidetrocknungsanlage an der Schaffhauserstrasse ein. Dort war während der Trocknung von Futtermais ein Brand ausgebrochen.
Am Samstagabend, 9. Oktober 2021, hat sich in Brunnen der 45-jährige Fahrer eines grauen Personenwagens mit BE-Kontrollschildern mehrfach einer Polizeikontrolle entzogen.
Bei der Fahndung standen mehrere Patrouillen der Kantonspolizei Schwyz im Einsatz. Der beschuldigte PW-Lenker konnte gegen 20.45 Uhr in Brunnen von der Kantonspolizei Schwyz angehalten werden.
Am Samstagvormittag ist in Brienz ein Mann beim Wandern schwer verunglückt. Die Einsatzkräfte konnten vor Ort nur noch den Tod des verunfallten Mannes feststellen.
Der Unfallhergang wird untersucht.
In Olten wurden am frühen Samstagmorgen aus einem Fahrzeug Wertgegenstände entwendet. Passanten konnten einen Mann anhalten und einer Polizeipatrouille übergeben.
Er wurde für weitere Ermittlungen vorläufig festgenommen. Ein zweiter flüchtiger Mann, konnte später im Kanton Neuenburg vorläufig festgenommen werden.
Am Samstagmorgen ist in Schönenwerd unterhalb des Stauwehrs am Aareufer ein unbekannter toter Mann aufgefunden worden. Mit Hilfe der Feuerwehr wurde der Leichnam gegen Mittag geborgen.
Zur Feststellung der Identität und der Todesursache wurde eine Untersuchung eingeleitet.
Am frühen Sonntagmorgen, 10. Oktober 2021, nahm die Stadtpolizei Zürich sieben Personen fest, die verdächtigt werden, zuvor im Kreis 1 mehrere Passanten tätlich angegangen und beraubt zu haben.
Die Stadtpolizei Zürich sucht Zeuginnen und Zeugen sowie weitere mögliche Opfer.
Am frühen Sonntagmorgen, 10. Oktober 2021, kam es in der Bäckeranlage zu einer Auseinandersetzung, wobei ein Mann mit einer Stichwaffe verletzt wurde.
Der mutmassliche Täter wurde festgenommen.
In der Nacht auf Sonntag (10.10.2021) wurde die Stadtpolizei St.Gallen am Hauptbahnhof auf zwei Brüder aufmerksam, welche andere Personen belästigten. Gegenüber der Polizei verhielten sie sich aggressiv und sprachen Beschimpfungen sowie Drohungen aus. Sie mussten mit auf den Polizeiposten, wo schliesslich für beide der polizeiliche Gewahrsam und eine anschliessende 30-tägige Wegweisung verfügt wurde.
In der Nacht auf Sonntag wurde die Stadtpolizei St.Gallen um 1.30 Uhr aufgrund von Schreien aus der Unterführung des Hauptbahnhofes auf zwei Brüder aufmerksam, welche andere Personen belästigten. Die beiden Türken, 19- und 21-jährig, verhielten sich bei der anschliessenden Personenkontrolle sehr aggressiv und beschimpften sowie bedrohten die Polizisten. Da eine Personenkontrolle vor Ort nicht möglich war, wurden beide mit auf den Polizeiposten genommen. Dazu mussten sie aufgrund ihres Verhaltens in Handfesseln gelegt werden. Ein Polizist verletzte sich bei dieser Amtshandlung leicht an der Hand.
Nach rund elfjähriger Bauzeit wird am 9. Oktober 2021 der Abschluss der Bauarbeiten an der Transerstrasse mit dem 440 Meter langen Tunnel Plattas als Kernstück gefeiert. Trans erhält dadurch eine ganzjährig befahrbare, sichere Verbindung, die für Fahrzeuge bis 32 Tonnen Gesamtgewicht zugelassen ist.
Die Transerstrasse erschliesst die ehemalige Gemeinde Trans, heute eine Fraktion der Gemeinde Domleschg, auf 1480 Meter über Meer. Die ursprüngliche Erschliessung führte als Naturstrasse von Paspels über Dusch und Vecs nach Trans. Die Strasse war steil und schmal. Sie wies zudem mehrere enge Kehren auf, sodass ein Kreuzen nur an wenigen Stellen möglich war. Mit Lastwagen war Trans nicht erreichbar.
Am Samstag (09.10.2021), um 13:30 Uhr, ist ein 18-Jähriger mit seinem Motorrad auf der Staatsstrasse bei einem Überholvorgang gestürzt.
Er verletzte sich dabei eher leicht.
Am Sonntag (10.10.2021), um 00:29 Uhr, ist es auf dem Landhauskreisel zu einer Kollision zwischen zwei Autos gekommen.
Dabei wurde eine 19-jährige Mitfahrerin leicht verletzt und ein 18-jähriger Fahrer zur Kontrolle ins Spital gebracht.
Am Samstag (09.10.2021), um 15:48 Uhr, hat ein 18-Jähriger mit seinem Auto auf der Industriestrasse eine Kollision mit einem anderen Auto verursacht.
Dabei wurde die 49-jährige Fahrerin des betroffenen Autos leicht verletzt.
Am 10.10.2021, um 03.30 Uhr, wurde an der Flughafenstrasse, nahe beim Luzernerring, ein 43-jähriger Mann Opfer eines Raubes.
Er wurde dabei leicht verletzt.
In der Samstagnacht (09.10.2021) ist es an der Comercialstrasse zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei Personenwagen gekommen.
Es entstand grosser Sachschaden. Personen wurden keine verletzt.
Am Samstagabend (09.10.2021) hat in einem Badezimmer einer Mietwohnung, an der Klettgauerstrasse in Neuhausen am Rheinfall, eine WC-Papierrolle gebrannt.
Verletzt wurde bei diesem Vorfall niemand.
In der Zeit zwischen Freitag und Samstag (09.10.2021), ist eine unbekannte Täterschaft in ein Haus am Schachenbüelweg eingeschlichen.
Sie stahl Bargeld im Betrag von mehr als 200 Franken und suchte danach das Weite.
In Breitenbach brannte es am Freitagnachmittag in einem Industriebetrieb. Dabei entstand eine starke Rauchentwicklung, dass in der Region die Fenster zum Schutz der Bevölkerung für rund zwei Stunden geschlossen werden mussten.
Eine Person wurde dabei leicht verletzt. Die Brandursache wird durch Spezialisten der Kantonspolizei Solothurn untersucht.
Im Kanton Zug waren mehrere alkoholisierte Verkehrsteilnehmer unterwegs.
Ein E-Scooterfahrer verunfallte, zwei Autolenker sind ihren Führerausweis los.
Bei einer Kollision zwischen einem Mofalenker und einem Sattelzug ist der Zweiradfahrer am Freitagnachmittag (08.10.2021) in Flaach schwer verletzt worden.
Gegen 16.40 Uhr fuhr ein 16-jähriger Mofalenker auf einem Feldweg, parallel zur Ellikerstrasse Richtung Flaach.
Am frühen Samstagmorgen ist eine Scheune in Müswangen, Gemeinde Hitzkirch, von einem Feuer zerstört worden.
Rund 60 Milchkühe konnten gerettet werden, einige Tiere verendeten jedoch. Die Brandursache ist noch offen.
Nach einem Selbstunfall in Egnach musste in der Nacht zum Samstag eine alkoholisierte Autofahrerin ihren Führerausweis abgeben.
Gemäss der Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau war die Autofahrerin gegen 1.20 Uhr auf dem Autobahnzubringer in Richtung Romanshorn unterwegs.
Am Freitag, 8. Oktober 2021, ist es in Schachen b. Herisau zu einer Kollision zwischen zwei Personenwagen gekommen.
Die Fahrzeuginsassen blieben unverletzt. Es entstand Sachschaden.
Am Freitag (08.10.2021), um 20:20 Uhr, hat auf der Autobahn A1, Fahrtrichtung St.Gallen, ein 63-Jähriger mit seinem Auto die rechte Leitplanke touchiert und ist danach nach Hause gefahren.
Er stand unter dem Einfluss von Alkohol.
Am frühen Freitagabend kam es in Küttigen zu einer Frontalkollision zwischen einem Motorrad und einem Personenwagen. Der Motorradlenker wurde schwer, eine weitere Person leicht verletzt.
Die Kantonspolizei Aargau sucht Zeugen.
Am Freitagabend, 08.10.2021, ereignete sich in Wilchingen eine seitliche Frontalkollision zwischen zwei Personenwagen.
Eine Personenwagenlenkerin wurde dabei verletzt.
Nach einer Kollision zwischen einem Sattelmotorfahrzeug und einem Auto am Freitag in Wagenhausen sucht die Kantonspolizei Thurgau Zeugen.
Gegen 13.40 Uhr wollten ein 41-jähriger Sattelmotofahrzeug-Lenker und eine 68-jährige Autofahrerin nach der Hemishofer Brücke rechts in die Hauptstrasse Richtung Schaffhausen abbiegen.
In der Zeit zwischen Freitag und Samstag (09.10.2021), ist eine unbekannte Täterschaft durch ein aufgebrochenes Fenster in ein Restaurant an der Schaugentobelstrasse eingebrochen.
Im Innern brach sie ein Möbel auf und stahl daraus ein Serviceportemonnaie welches mehr als 1'500 Franken enthielt. Der verursachte Sachschaden beläuft sich auf rund 300 Franken.
Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizei geben bekannt, dass in der Woche 41 vom 11.10.2021 bis zum 17.10.2021 an folgenden Orten mobile und halbstationäre Geschwindigkeitskontrollen zur Prävention im Strassenverkehr durchgeführt werden:
Am Freitag, den 08.10.2021, gegen 17:45 Uhr, fuhr ein Autofahrer auf der Autobahn A16 von Porrentruy in Richtung Bassecourt.
Als er die Ausfahrt Bassecourt erreichte, wich er einem anderen Autofahrer nicht aus, der von links kam und korrekt in Richtung Rue de l'Abbé Monnin fuhr.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.