Schweiz

Schwyz SZ: Mann (42†) am Grossen Mythen tödlich verunfallt

Am Samstag, 18. September 2021, ist ein Berggänger am Grossen Mythen tödlich verunfallt. Kurz vor 16 Uhr ging bei der Kantonspolizei Schwyz ein Notruf ein, wonach durch Kletterer am Grossen Mythen, im Gebiet Mythenmatt eine leblose Person aufgefunden wurde. Diese dürfte im unwegsamen Gelände zu einem bis jetzt unbekannten Zeitpunkt abgestürzt sein. Die Rega konnte den aus dem Kanton Zürich stammenden 42-jährigen Mann nur noch tot bergen.

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Reichenburg SZ: Kleinflugzeug musste notlanden

Am Samstag, 18. September 2021, flog ein 64-jähriger Pilot um 16 Uhr mit seinem Kleinflugzeug vom Flugplatz Bad Ragaz Richtung Flugplatz Wangen. Während dem Flug kam es zu technischen Proble- men, weshalb der Pilot im Gebiet Burst in Reichenburg auf einer Wiese eine Notladung machte. Die Notlandung verlief ohne Probleme, es wurde niemand verletzt.

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Stadt St.Gallen SG: Bei Auseinandersetzung schwer verletzt - Zeugenaufruf

Am Sonntag (19.09.2021), ca. 02:45 Uhr, hat sich an der Bahnhofstrasse eine tätliche Auseinandersetzung mit mehreren Personen ereignet. Durch die ausgerückten Polizeipatrouillen konnte ein 20-Jähriger schwer verletzt, ein 22-Jähriger mittelschwer und ein 20-Jähriger leicht verletzt angetroffen werden. Die Hintergründe der Tat sind unklar und Gegenstand laufender Ermittlungen.

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Basel BS: Rollerfahrer bei Streifkollision verletzt, Verursacher/in flüchtig

Am Samstag, dem 18.09.2021 um ca. 2250Uhr kam es in der Elisabethenanlage im Linksabbiegerstrei­ fen in Richtung Aeschenplatz zu einer Streifkollision zwischen einem Personenwagen und einem Rol­ler. Hierbei wurde der Rollerfahrer leicht verletzt. Der/Die Verursacher/in entfernte sich von der Unfall­ stelle ohne sich um den Verletzten zu kümmern und beging somit Führerflucht.

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Basel-Stadt BS: 41-jähriger Mann mit scharfen Gegenstand angegriffen

Am 18.09.2021, gegen 22.20 Uhr, wurde in der Rheingasse, in der Nähe des Wild Ma-Gässli's, ein 41-jähriger Mann mit einem scharfen Gegenstand angegriffen. Er wurde dabei verletzt. Die bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft ergaben, dass sich der 41-Jährige im Kleinbasel in der Clarastrasse und der Rheingasse aufgehalten hatte. Beim Wild Ma-Gässli traf er auf einen Unbekannten worauf es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung kam. Dabei verletzte der Unbekannte das Opfer mit einem scharfen Gegenstand erheblich.

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Paradies TG: Zwei Personen nach Badeunfall im Rhein vermisst

Nach einem Badeunfall im Rhein bei Paradies werden seit Samstagabend eine Frau und ein Mann vermisst. Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Kantonspolizei Thurgau waren vier Personen mit einem Weidling auf dem Rhein im Bereich Paradies unterwegs. Eine 23-jährige Frau und ein 28-jähriger Mann begaben sich gegen 18.45 Uhr ins Wasser um zu schwimmen. Aus noch unbekannten Gründen gerieten die beiden Personen in Schwierigkeiten und verschwanden unter Wasser.

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Suhr AG: Aufprall gegen Zaun - Schweizer verunfallt auf verbotener Lernfahrt

Ein 17-jähriger Autolenker verlor gestern auf einer Lernfahrt ohne Begleitperson die Herrschaft über seinen Wagen. Dieser prallte gegen einen Zaun, einer Sitzbank und einer Grundstücksbepflanzung. Wie sich herausstellte war der Lenker ohne gültigen Führerausweis und alkoholisiert unterwegs. Der Selbstunfall ereignete sich am Sonntag, 19. September 2021, kurz nach 2 Uhr, in Suhr. Ein 17-jähriger Schweizer fuhr mit einem VW Polo auf dem Gönhardweg als er in einer 90 Grad Kurve die Herrschaft über sein Fahrzeug verlor. Er prallte dabei gegen einen Zaun, einer Sitzbank und der Grundstücksbepflanzung konnte das Fahrzeug jedoch unverletzt verlassen.

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Stadt Bern BE: Angriff auf Security-Team bei Demo gegen die Corona-Massnahmen

Am Donnerstag, 16. September haben die Freiheitstrychler in Bern zu einer spontanen Kundgebung gegen die Corona-Massnahmen aufgerufen. Die Berner Polizei wurde ordnungsgemäss, wie bei den drei vorhergehenden Berner Kundgebungen, über den Ablauf und die Marschroute informiert. Im Vergleich zu früheren Kundgebungen war aber die Polizeipräsenz auffallend kleiner. Dem Aufruf sind viele tausend Menschen, geschätzte 10’000 bis 20’000, aus der Bevölkerung gefolgt, die damit ihren Unmut über die existenziell schädlichen Massnahmen zeigten.

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Wetter-Schweiz: Regen und Abkühlung

Im Grossteil des Landes darf man sich auf einen sonnigen Nachmittag freuen, einzig im Südtessin dominieren die Wolken und es gibt weitere Regenschauer. Morgen Sonntag sieht die Sache dann leider auch im Norden ganz anders aus... Quasi eingeklemmt zwischen dem Azorenhoch im Westen und einem Skandinavienhoch liegt morgen Tief Sven über Mitteleuropa, es ist besonders in den oberen Schichten der Atmosphäre ausgeprägt.

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Kerzers FR: Zwei Einbrecher (14, 16) durch Polizeihund ausfindig gemacht

Am 18.09.2021 wurde die Kantonspolizei informiert, dass zwei Personen in Kerzers versuchen, in Fahrzeuge und Häuser einzubrechen. Am Samstag, 18. September 2021, gegen 03:00 Uhr, gingen bei der Kantonspolizei mehrere Anrufe ein, wonach zwei Personen versuchten, in einem Wohngebiet von Kerzers in Fahrzeuge und Häuser einzubrechen.

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Brunnen SZ: Lenker eines Elektrotrottinetts nach Selbstunfall verletzt

Am Samstag, 18. September 2021, ereignete sich kurz vor 14 Uhr in Brunnen ein Verkehrsunfall. Ein 37-jähriger Lenker eines Elektrotrottinetts kam auf der Mosistrasse ohne Dritteinwirkung zu Fall, wobei er sich erhebliche Verletzungen zuzog und mit der Rega in Spital geflogen wurde. Die Unfallursache ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

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Stadt Zürich ZH: "Marsch fürs Läbe" ohne grössere Zwischenfälle durchgeführt

Dank der grossen Polizeipräsenz konnte der "Marsch fürs Läbe" in diesem Jahr ohne grössere Störaktionen durchgeführt werden. Eine unbewilligte Demonstrationen sorgte für eine Verzögerung beim bewilligten "Marsch fürs Läbe". Die Stadtpolizei Zürich kontrollierte dutzende Personen, wies diese Weg und wird diese verzeigen. Bisher wurde zwei Person festgenommen. Die Teilnehmenden des bewilligten Demonstrationsumzuges "Marsch fürs Läbe" versammelten sich gegen 14 Uhr auf dem Marktplatz in Oerlikon, wo zunächst eine Kundgebung stattfand.

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Stadt Luzern - Stadt Kriens LU: Vier Festnahmen an illegaler Veranstaltung

Am Freitagabend fand im Stadion Kleinfeld in der Stadt Kriens das Fussballspiel SC Kriens gegen FC Zürich statt. Die Fangruppierungen haben sich friedlich verhalten. Eine bewilligte Lauf- und Platzkundgebung in der Stadt Luzern verlief ohne Zwischenfälle. Eine illegale Veranstaltung in der Stadt Luzern wurde von der Polizei aufgelöst. Vier Männer wurden dabei festgenommen.

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Rüdlingen SH: Pflichtwidriges Verhalten nach Verkehrsunfall

In der Nacht auf Sonntag (22.08.2021) hat eine unbekannte Täterschaft mit einem unbekannten Fahrzeug in Rüdlingen eine mobilie WC-Anlage massiv beschädigt. In der Folge entfernte sich die Täterschaft pflichtwidrig von der Unfallstelle. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesem Vorfall. In der Zeitspanne zwischen ca. 20.00 Uhr am Samstagabend (21.08.2021) und ca. 08.00 Uhr am Sonntagmorgen (22.08.2021) beschädigte ein unbekanntes Fahrzeug, das von einer unbekannten Person gelenkt wurde, an der Rafzerstrasse in Rüdlingen eine mobile WC-Anlage massiv. Die WC-Anlage stand zum Zeitpunkt der Sachbeschädigung auf dem Parkplatz unmittelbar bei der Rheinbrücke.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.