Schweiz

Flawil SG: Jauche gelangt in Bach

Am Donnerstag (28.03.3024), kurz nach 11:00 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale eine Meldung über eine Gewässerverschmutzung eines Seitengewässers der Glatt im Bereich Riederen erhalten. Gemäss aktuellen Erkenntnissen gelangte eine unbekannte Menge an Jauche über ein Rohr von einem Landwirtschaftsbetrieb in das Gewässer. Ein 46-jähriger Landwirt wird bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen zur Anzeige gebracht.

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Kapo St.Gallen: Einsatztraining (Video)

Die Abteilung Einsatztraining ist der Hauptabteilung Sicherheitspolizei angegliedert und bildet die Polizistinnen und Polizisten der Kantonspolizei St.Gallen und die Polizeischülerinnen und -schüler an der Polizeischule Ostschweiz in verschiedenen sicherheitspolizeilichen Aspekten aus, darunter taktisches Verhalten, Schiessen und persönliche Sicherheit. Mehr dazu erfährst du im Video.

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Stadt Zürich ZH (Kreis 10): Töfflifahrer (57) nach Sturz unbestimmt verletzt

Am Donnerstagabend, 28. März 2024, verletzte sich ein Mann bei einem Verkehrsunfall im Kreis 10. Die Stadtpolizei Zürich sucht Zeug/innen. Gemäss bisherigen Erkenntnissen der Stadtpolizei Zürich fuhr ein Mann mit seinem Motorfahrrad kurz nach 22.15 Uhr auf der Bucheggstrasse in Richtung Bucheggplatz.

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Dietlikon ZH: Kollision zwischen Auto und Leichtmotorfahrrad – zwei Verletzte

Bei einer Kollision zwischen einem Personenwagen und einem elektrischen Leichtmotorfahrrad sind am Donnerstagabend (28.03.2024) in Dietlikon zwei Jugendliche verletzt worden. Kurz nach 19 Uhr fuhr eine 45-jährige Personenwagenlenkerin auf der Dietlikonstrasse Richtung Dietlikon.

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Stadt Schaffhausen SH: Einbruch in Spielgruppe - Zeugenaufruf

Eine unbekannte Täterschaft hat am Mittwochnachmittag (27.03.2024) einen Einbruch in ein Gebäude einer Spielgruppe in der Stadt Schaffhausen verübt. Dabei richtete sie eine grosse Verwüstung im und um das Gebäude an. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesem Vorfall.

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Arisdorf BL: Junger Autofahrer (20) rast mit 209 km/h über A2

Am Sonntag, 17. März 2024, kurz vor 01.30 Uhr, registrierte die Polizei Basel-Landschaft auf der Autobahn A2 in Arisdorf, Fahrtrichtung Bern/Luzern, einen Personenwagenlenker, welcher mit massiv übersetzter Geschwindigkeit unterwegs war. Der Personenwagenlenker, ein 20-jähriger Schweizer Staatsangehöriger, wurde im Rahmen einer Geschwindigkeitskontrolle mit einem zivilen Polizeifahrzeug gemessen.

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Stadt Zürich ZH: Wiederinbetriebnahme Haltestelle „Landesmuseum“ für Limmatboote verzögert sich

Wegen eines Fehlers bei den Bauarbeiten an der Boot-Haltestelle „Landesmuseum“ verzögert sich die Wiederinbetriebnahme um gut eine Woche. Seit Januar 2024 erneuern die Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft und das Tiefbauamt der Stadt Zürich den Landungssteg für die Limmatboote der Haltestelle „Landesmuseum“.

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Stadt Winterthur ZH: Bei Fahrzeugkontrolle geladene Schusswaffe sichergestellt

Die Stadtpolizei Winterthur hat am Freitagmorgen, 8. März 2024, in Winterthur - Töss bei einer Verkehrskontrolle beim Beifahrer des kontrollierten Autos eine geladene Schusswaffe, sowie eine geringe Menge Kokain sichergestellt. Bei der anschliessenden Hausdurchsuchung fand die Polizei schliesslich zahlreiche Waffen, Waffenzubehör, sowie über 25 Marihuana-Pflanzen und eine geringe Menge Kokain. Der Besitzer wurde festgenommen.

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Starker Anstieg von Via Sicura - Fällen im Kanton Freiburg

Seit Anfang des Jahres stellt die Kantonspolizei einen deutlichen Anstieg von Via Sicura-Geschwindigkeitsüberschreitungen fest. Bereits neun Fälle wurden in knapp drei Monaten registriert, im Vergleich zu zehn Fällen im Jahr 2023. Die Polizei erinnert an die Konsequenzen und mahnt zu mehr Vorsicht.

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Stadt St.Gallen SG: Ungar (34) donnert mit 106 km/h über Innerortsstrecke

Am Donnerstag (21.03.2024) ist ein 34-jähriger Mann aus Ungarn auf der Speicherstrasse mit 106 km/h anstelle der erlaubten 50 km/h gemessen worden. Ihm wird der Führerausweis in der Schweiz für mindestens ein Jahr aberkannt und es wird ein Strafverfahren gegen ihn eröffnet.

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Der neue Bahnhof in Langenthal BE nimmt Form an

Die Bauarbeiten an der neuen Personenunterführung im Bahnhof Langenthal kommen voran, die eindrückliche Dimension der neuen Personenunterführung ist bereits sichtbar. Obwohl sich die Bauphasen innerhalb des Projektes verschieben, wird die Gesamtbaustelle (SBB und Stadt) aus heutiger Sicht trotzdem wie geplant 2027 abgeschlossen.

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Kanton Solothurn und SBB entwickeln Mobilität und Logistik integriert weiter

Heute haben Regierungsrätin Sandra Kolly und SBB CEO Vincent Ducrot die Gesamtperspektive Solothurn unterzeichnet. Damit wollen sie die Mobilität und Logistik im Einklang mit der Raumplanung und den bereits beschlossenen Ausbauten der Bahninfrastruktur weiterentwickeln. Mit konkreten Massnahmen sollen der Anteil der Personen und Güter auf der Schiene erhöht und die Erreichung der Klimaziele des Bundes unterstützt werden.

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Riaz FR: Verursacher (39) meldet sich nach Unfall

Nach dem Zeugenaufruf vom 27. März 2024 hat sich der mutmassliche Verursacher des Unfalls in Riaz bei der Polizei gemeldet. Nach dem am 27. März 2024 veröffentlichten Zeugenaufruf  hat sich der mutmassliche Verursacher des Verkehrsunfalls in Riaz, bei dem eine Trottinettfahrerin verletzt wurde, bei der Polizei gemeldet. Es handelt sich um einen 39-jährigen Mann, der in der Region wohnhaft ist.

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A5 bei Luterbach SO: Auffahrkollision mit drei Fahrzeugen – eine Person verletzt

Auf der Autobahn A5 bei Luterbach, in Fahrtrichtung Zürich, hat sich am Mittwochnachmittag, 27. März 2024, eine Auffahrkollision mit drei beteiligten Fahrzeugen ereignet. Dabei hat sich die Lenkerin eines Kleinwagens Verletzungen zugezogen, die eine Einweisung durch den Rettungsdienst in ein Spital erforderlich machten.

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Kapo Wallis: Zentralisieren oder dezentralisieren der Sicherheitskräfte

Der Föderalismus wird in unserem Land oft in Frage gestellt. Einige sehen darin ein völlig veraltetes System, das zur Bewältigung der zahlreichen Herausforderungen einer modernen Gesellschaft und der Kriminalitätsentwicklung ungeeignet ist. Für die Gegner des Föderalismus ist es eine Täuschung zu glauben, dass eine dezentrale Organisation der Ordnungskräfte zu einer effektiven Verbrechensbekämpfung beiträgt. Nur eine konsequente Zentralisierung der Ressourcen und der Befehlskette würde den Erfolg garantieren.

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Kapo Wallis und das BAZG - Seite an Seite

Nur gemeinsam sind wir stark. Jede Behörde innerhalb der Schweizer Sicherheitsarchitektur hat ihren spezifischen Auftrag, ihre ganz eigenen Herausforderungen und Aufgaben. Sicherheit war, ist und bleibt eine Verbundaufgabe der verschiedenen Behörden. Und gerade in einer Grenzregion ist die enge Zusammenarbeit zwischen der Kantonspolizei, den Gemeindepolizeien und dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) zentral.

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Kapo Wallis: Der blaue Führerausweis - das Ende eines Mythos!

Die meisten konnten es kaum erwarten, es mit 18 Jahren endlich in den eigenen Händen zu halten. Ein Papier, das Generationen geprägt hat (auch diejenigen, die es nicht in dieser Form gekannt haben)... Ein Papier, besser bekannt als "Ds blau Permis". Bald ist es Geschichte. Ab dem 31. Oktober 2024 wird der alt ehrenwerte blaue Führerausweis im Papierformat endgültig durch ein Dokument ersetzt, das den hohen internationalen und europäischen Sicherheitsstandards entspricht.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.