„Shots fired, shots fired“, so sagen Polizeibeamte in den USA den Einsatz von Schusswaffen an.
Vergleichen wir die Anzahl der Ereignisse mit Schussabgaben proportional zur Bevölkerung zwischen den USA und der Schweiz, so ergeben sich gewaltige Unterschiede.
Am Donnerstagmorgen, 15. Februar 2024, brach ein Brand in einem Mehrfamilienhaus in Andermatt aus.
Eine Person, welche sich mutmasslich im Gebäude aufhielt, wurde noch vermisst.
In der Solothurner Weststadt ist am Donnerstagmorgen ein Mann bei einem Arbeitsunfall tödlich verunfallt.
Zur Klärung des genauen Hergangs wurde eine Untersuchung eingeleitet.
Am späteren Mittwochnachmittag (14.02.2024) sind ein 7-jähriger Knabe und seine 4-jährige Schwester von ihrem Wohnort in der ausgebüxt.
Nach einer grossangelegten Suchaktion konnten die beiden Kinder am Mittwochabend (14.02.2024) von der Kantonspolizei Basel-Stadt in Allschwil BS aufgefunden werden.
Im Tunnel Eich auf der Autobahn A2 in Fahrtrichtung Süden hat am Mittwochmorgen die Ladung eines Anhängers gebrannt.
Zwei Personen begaben sich zur Kontrolle selbstständig ins Spital. Ausgelöst wurde der Brand durch eine aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug weggeworfene Zigarette.
Zwischen Mitte 2023 bis heute stellten die Spezialisten des Schwerverkehrskompetenzzentrums (SVKZ) der Kantonspolizei Wallis mehrere gravierende Verstösse fest.
In einem Zeitraum von sechs Monaten haben die Spezialisten des SVKZ acht Fälle von AdBlue-Betrug bei ausländischen Lastwagen aufgedeckt und zur Anzeige gebracht.
Am Montag, 26. Februar 2024, beginnen die Bauarbeiten an der kantonalen Verbindungsstrasse Tübach – Horn im Abschnitt Kreisel Landhaus in Tübach bis zur Wiesenstrasse in Horn.
Das Strassenkreisinspektorat St.Gallen und das Tiefbauamt des Kanton Thurgau sowie die Gemeinde Tübach und der Abwasserverband Morgental gehen koordiniert vor. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Dezember 2024. Eine Umleitung ist signalisiert.
Keine Panik. Kurz Durchschnaufen und sachlich bleiben.
Wenn niemand verletzt ist, können sich die beiden Parteien darauf einigen, ein Europäisches Unfallprotokoll auszufüllen.
Nächste Woche wird es im Tunnel Eyholz zu Sperrungen kommen. Grund dafür ist der Austausch von Doppelbodenplatten.
Damit die Tunnel auf den Nationalstrassen stets betriebssicher geführt und befahren werden können, sind sie mit unzähligen elektronischen Systemen ausgestattet.
Die letzte Bausaison zur Pannenstreifen-Umnutzung und dem Bau der neuen Lärmschutzwände hat begonnen.
Im Bereich Ostring wird nächste Woche das Gerüst bei der Fussgängerpasserelle demontiert, weshalb es zu Sperrungen kommt.
Die Dienste der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega waren auch im Jahr 2023 sehr gefragt. Die Einsatzzentrale organisierte rund 21'000 Einsätze.
Im Durchschnitt halfen die Rega-Crews 37 Patientinnen und Patienten pro Tag. Sowohl die Rettungshelikopter als auch die Ambulanzjets waren fast so häufig in der Luft wie im Rekordjahr 2022.
Am Mittwoch (14.02.2024), kurz vor 20:20 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in einen Gerätecontainer an der Rosenhügelstrasse eingebrochen.
Sie verschaffte sich auf gewaltsame Art und Weise Zugang zum Gerätecontainer.
In der Nähe der Eisenbahnunterführung „Oesch“ in Recherswil haben Unbekannte diverses Mobiliar neben einem Feldweg entsorgt.
Die Polizei hat entsprechende Ermittlungen aufgenommen und sucht in diesem Zusammenhang Zeugen.
Bewachung des Flugfelds durch die Flughafenpolizei im Jahr 1975.
Dazu wurde ein Schützenpanzer M113 der Schweizer Armee für diese spezielle Aufgabe umgebaut und u.a. mit einem Regen-/Sonnenschutz ausgerüstet.
In den Winterwochen werden verschiedene Grünanlagen in der Stadt gepflegt.
Dabei müssen Gehölze zurückgeschnitten oder gefällt und ersetzt werden. Bei einigen geschieht der Eingriff aus Sicherheitsgründen, bei anderen wiederum zur Stärkung benachbarter Bäume.
Im Rahmen der Belagssanierung der Unteren Grabenstrasse werden auch die beiden Einmündungen aus der Altstadt – Bahnhofstrasse und Hellmühleeingang – erneuert.
Nachdem die Bahnhofstrasse am Freitag, 16. Februar 2024 wieder geöffnet werden kann, wird der Hellmühleeingang für den motorisierten Verkehr vom 19. Februar bis 22. März 2024 gesperrt.
Bevor es am kommenden Montag vier Uhr schlägt, bereitet sich die Stadt auf die „drei scheenschte Dääg“ vor.
Ein Teil dieser Vorbereitungen betrifft – wie vor jeder Fasnacht – die Veloparkfelder in der Innenstadt und entlang der Cortège-Routen.
Immer wieder werden bei uns Diebstähle aus verschlossenen oder unverschlossenen Fahrzeugen gemeldet.
Betroffen sind Fahrzeuge jeder Art und an ganz unterschiedlichen Örtlichkeiten.
Im Rahmen der vor einer Woche angekündigten Öffentlichkeitsfahndung, die von der zuständigen Staatsanwaltschaft verfügt wurde, werden verdeckte Bilder publiziert.
Die gezeigten Personen werden dringend verdächtigt, an einer Körperverletzung beteiligt gewesen zu sein. Hinweise zur Identität der Gesuchten nimmt die Kantonspolizei Bern entgegen.
Am Mittwoch, 14. Februar 2024, kurz nach 15.30 Uhr, kam es auf der Autobahn A3 bei Filzbach zu einem Selbstunfall mit Sachschadenfolge.
Eine 58-jährige Lenkerin war mit ihrem Personenwagen auf der Autobahn A3 in Fahrtrichtung Zürich unterwegs.
Am Mittwochabend wurde ein alkoholisierter Autofahrer in Bonau kontrolliert und aus dem Verkehr gezogen.
Gegen 22.45 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau einen Autofahrer.
Ein schwarzer Golf kam, auf dem Dach liegend, im Strassenbord zum Stillstand. Dies, da der Lenker aus noch unbekannten Gründen von der Strasse abkam.
Der Fahrer wurde mit leichten Verletzungen ins Spital gebracht.
Die Zentralschweizer Polizeikorps lancieren eine Kampagne gegen „Diebstahl aus Fahrzeugen“.
Plakate bei Parkplatzanlagen und Hinweise bei Parkuhren sollen auf die Problematik aufmerksam machen. Zusätzlich erhalten Fahrzeuglenkende auch von der Polizei entsprechende Verhaltenstipps.
Heute Donnerstag, 15. Februar 2024, kurz vor 04.00 Uhr, ging bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Uri die Meldung über einen Brand eines Wohnhauses an der Gotthardstrasse in Andermatt ein.
Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, stand ein Teil des Gebäudes bereits in Vollbrand.
Am Mittwochabend (14.02.2024) stürzte an der St.Jakob-Strasse ein Mann gemäss aktuellen Erkenntnissen ohne Dritteinwirkung aus dem 4. Stock eines Hauses.
Er verstarb noch am gleichen Abend im Spital. Die Stadtpolizei St.Gallen sucht Zeugen.
Nach der Winterpause werden die Arbeiten auf der Stadtautobahn in St. Gallen wieder aufgenommen.
Bis Ende Februar wird eine temporäre Verkehrsführung zwischen den Anschlüssen SG-St. Fiden und SG-Neudorf eingerichtet. Danach beginnen die Abschlussarbeiten zur Etappe 1.
Am Dienstagabend (13.02.2024) hat sich in Lohn ein Alleinunfall mit einem Auto ereignet. Dabei wurde der Neulenker schwer verletzt.
Seine drei Mitfahrenden wurden beim Alleinfall leicht verletzt.
Gestern Abend hat ein unbekannter Automobilist auf der Route de Morat in Granges-Paccot eine Fussgängerin angefahren.
Die verletzte Fussgängerin wurde in ein Spital gebracht. Die Kantonspolizei bittet um Zeugenhinweise.
Am Mittwoch (14.02.2024) kam es auf der Fürstenlandstrasse zu einem Unfall zwischen einem Lastwagen und einem E-Bike-Fahrer.
Der Zweiradfahrer wurde dabei tödlich verletzt. Der genaue Unfallhergang ist noch nicht bekannt. Die Stadtpolizei St.Gallen sucht Zeugen.
Anfangs Februar führte die Polizei Oberes Fricktal in Ueken, im Innerortsbereich, während einer Woche eine Geschwindigkeitskontrolle durch. Insgesamt fuhren 148 Fahrzeuglenkende zu schnell.
Die höchste gemessene Geschwindigkeit betrug 104 km/h!
In den Gemeinden Baar und Steinhausen ist es zu je einer seitlich/frontalen Kollision zwischen jeweils zwei Autos gekommen. Zwei Person wurde leicht verletzt.
An den Fahrzeugen entstand hoher Sachschaden.
Die Kantonspolizei Wallis zieht eine positive Sicherheitsbilanz für die Fasnacht 2024.
Die Eröffnung der Fasnacht in Naters war am Abend des 2. Februar 2024 durch eine Auseinandersetzung getrübt worden. Drei Personen wurden durch eine Stichwaffe leicht verletzt; die mutmasslichen Täter konnten umgehend festgenommen werden (Polizei.news berichtete).
Auf einer seit dem 20. Dezember 2023 stillgelegten Baustelle im Gebiet Chli Linthili in Näfels wurde am 13. Februar 2024 durch anwesende Bauarbeitende festgestellt, dass eine Baubaracke aufgebrochen wurde.
Die unbekannte Täterschaft verschaffte sich mittels Aufwuchten des Vorhängeschlosses Zutritt zur Baubaracke.
Für die Umsetzung der Standesinitiative „Sicherere Strassen jetzt!“ sind neue Signale für den Lastwagen und Busse nötig.
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 14. Februar 2024 die notwendige Vernehmlassung zur Anpassung der Signalisationsverordnung und der Strassenverkehrskontrollverordnung eröffnet. Sie dauert bis am 22. Mai 2024.
Bei der Kantonspolizei Aargau ging am Dienstagabend die Meldung ein, dass sich ein Brand bei einem Kabelendverschluss in Birr ereignet hat.
Nach ersten Erkenntnissen geht man von einer technischen Ursache aus. Personen wurden keine verletzt.
Am Dienstag, 13. Februar 2024, kam es am Allschwilerweg in Binningen mutmasslich zu einem Gewaltdelikt. Dabei kam eine Person zu Tode.
Die Polizei Basel-Landschaft konnte eine der Tat verdächtigte Person festnehmen.
Am 14. Februar 2024 stürzte in Niouc ein Helikopter ab. Der Pilot, welcher alleine an Bord war, wurde verletzt.
Gegen 08:30 Uhr wurde ein Helikopter im Rahmen von Arbeiten an einer Druckleitung eingesetzt.
Am gestrigen Güdeldienstag, 13. Februar 2024, ging mit dem traditionellen „Üstrummet“ die Urner Fasnacht zu Ende.
Aus Sicht der Kantonspolizei Uri kann eine positive Bilanz gezogen werden.
Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei geben bekannt, dass in den letzten Tagen ein 30-jähriger moldawischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Moldawien verhaftet wurde.
Der Mann steht im Verdacht, einer der Täter des versuchten Einbruchs in einen Geldautomaten am 22.10.2019 in Comano zu sein [Polizei.news berichtete].
Die Fasnacht 2024 hat mit einer erneut grossen Anzahl Besucherinnen und Besuchern die Luzerner Polizei stark gefordert.
Die fast durchgehend trockenen und guten Wetterbedingungen lockten mehrere hunderttausend Fasnächtlerinnen und Fasnächtler an die diversen Veranstaltungen im ganzen Kanton Luzern.
An der Bahnhofstrasse in Bellach ist in der Nacht auf Mittwoch, 14. Februar 2024, ein Einbruch in eine Autowerkstatt verübt worden.
Die Polizei war mit mehreren Patrouillen rasch vor Ort und konnte den mutmasslichen Einbrecher anhalten. Der 45-jährige Schweizer wurde für weitere Ermittlungen vorläufig festgenommen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.