Auf dem Bahnhofplatz in Bern ist es in der Nacht auf Sonntag zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen. Ein Mann wurde dabei verletzt und zur Behandlung ins Spital gebracht.
Zur Klärung der Geschehnisse sucht die Kantonspolizei Bern Zeugen.
Am Samstag (10.12.2022) ereigneten sich in St.Gallen mehrere Verkehrsunfälle, bei denen Personen teils leicht verletzt wurden und erheblicher Sachschaden entstand.
Am Samstagmittag kurz vor 11:30 Uhr kam es auf der Zürcher Strasse zu einem Auffahrunfall, bei dem zwei Frauen leicht verletzt wurden. Die 43-jährige Lenkerin und ihre 40-jährige Beifahrerin waren auf der Zürcher Strasse stadtauswährts unterwegs und beabsichtigten links in die Lerchenfeldstrasse abzubiegen. Aufgrund von Gegenverkehr musste die 43-Jährige ihr Fahrzeug zum Stillstand bringen. Ein nachfolgender 23-jähriger Autofahrer bemerkte dies zu spät und es kam zum Auffahrunfall. Der 23-Jährige gab an, aufgrund von Übermüdung eingeschlafen zu sein. Die beiden Frauen verletzten sich eher leicht. An den beiden Fahrzeugen entstand mittlerer Sachschaden. Der 23-Jährige musste für eine Blut- und Urinprobe ins Spital. Zudem wurde im der Führerausweis vorläufig abgenommen.
Am Samstag haben sich im Kanton Luzern zahlreiche Unfälle ereignet. Bei einem Selbstunfall in Hasle verstarb ein Autofahrer.
Einige der unfallverursachenden Autofahrer waren mit Sommerreifen unterwegs.
Primo Inauen ist als Polizist bereits seit 1998 bei der Stadtpolizei St.Gallen und hat in dieser Zeit diverse Stufen durchlaufen und verschiedene Funktionen wahrgenommen.
Unter anderem war der heute 47-Jährige von 2010 bis 2021 Sektionsleiter bei der Frontpolizei, wo er rund 20 Polizistinnen und Polizisten führte und die Verantwortung für diverse Polizeieinsätze trug.
Die Polizei Basel-Landschaft hat in den letzten sieben Tagen auf dem gesamten Kantonsgebiet intensive Verkehrskontrollen in Bezug auf die Fahrfähigkeit durchgeführt. Dabei wurden mehrere Verkehrsteilnehmende kontrolliert, welche unter Alkohol- oder Drogeneinfluss am Steuer sassen.
Bei einer geplanten Grosskontrolle kontrollierten Mitarbeitende der Polizei Basel-Landschaft gestern Abend 104 Fahrzeuge. Dabei wurden zwei Personen im alkoholisierten Zustand und eine Person unter Drogeneinfluss festgestellt. Mit dieser Grosskontrolle endete die Kontrollwoche mit Fokus auf die Fahrfähigkeit, welche im Rahmen der internationalen Roadpol-Vereinigung europaweit stattfand und durch das Polizeikonkordat Nordwestschweiz unterstützt wurde.
Am Samstagnachmittag, 10. Dezember 2022, gegen 14.45 Uhr, fuhr eine 15-jährige Jugendliche mit einem landwirtschaftlichen Motorkarren auf einer Privatstrasse im Gebiet Pelzhalten in Schwyz talwärts.
In einer Linkskurve geriet sie von der schneebedeckten Fahrbahn ab und rutschte einen rund 60 Meter langen, bewaldeten Abhang hinunter.
Am Sonntag (11.12.2022), gegen 00:20 Uhr, ist es auf der Boalpstrasse zu einem Selbstunfall gekommen. Ein Auto hatte sich mehrfach überschlagen, nachdem es von der Fahrbahn abgekommen war.
Dabei wurden alle sechs Fahrzeuginsassen teils schwer verletzt. Die Strasse musste für die Dauer der Unfallaufnahme gesperrt werden. Die Rega stand mit zwei Helikoptern im Einsatz.
Am Samstagnachmittag (10.12.2022), zwischen 15:00 – 18:00 Uhr, brach eine unbekannte Täterschaft in eine Wohnung an der Spinnereistrasse ein.
Sie klettere auf einen Balkon im 1. Obergeschoss, schlug eine Balkontüre ein und verschaffte sich Zutritt zur Wohnung.
Am Samstag (10.12.2022), kurz nach 15:00 Uhr, musste in einem Restaurantbetrieb an der Gupfengasse ein Einbruch festgestellt werden.
Die unbekannte Täterschaft betrat ein Baustellengerüst, schlug ein Fenster ein und begab sich in die Liegenschaft.
Am Samstag (10.12.2022), kurz nach 19:00 Uhr, hat sich auf der Autobahn A1 ein Selbstunfall ereignet. Eine 20-jährige Autofahrerin prallte gegen eine Notrufsäule und die Leitplanke.
Dabei wurde eine 14-jährige Mitfahrerin leicht verletzt.
Beim Brand in einem ehemaligen "Wäschehäuschen" ist in der Nacht auf Sonntag (11.12.22) in Regensdorf ein Sachschaden von über einhunderttausend Franken entstanden. Verletzt wurde niemand.
Kurz nach 00.30 Uhr ging bei der Einsatzzentrale von Schutz & Rettung Zürich die telefonische Meldung ein, wonach in Regensdorf aus dem Dach eines kleinen Hauses Flammen lodern würden.
Heute fiel auf der Alpennordseite verbreitet Schnee bis in die Niederungen. Die Temperaturen sind mit dem Einfliessen von kälterer Luft aus Norden noch weiter gesunken. Diese Kombination führt auch für die "Flachländer" der Zentral- und Ostschweiz vermehrt zu schwierigen Strassenverhältnissen.
Deshalb befassen wir uns im heutigen Blog mit den verschiedenen Arten von Strassenglätte.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Freitagmittag (09.12.2022) im Flughafen Kloten einen Gepäckdieb verhaftet.
Um 11.15 Uhr meldete eine Frau am Schalter der Kantonspolizei Zürich, dass vor wenigen Minuten beim Check-In ihre Reisetasche entwendet worden sei. Aufgrund des geschilderten Signalements des mutmasslichen Täters wurden umgehend Fahndungsmassnahmen eingeleitet.
Am Freitag, 09.12.2022, ca. 18.00 Uhr, verlor ein Fahrzeuglenker in Näfels nach dem Kreisel Richtung Autobahnzubringer beim Beschleunigen die Beherrschung über sein Fahrzeug und kollidierte in der Folge mit einem Signalisationsträger.
Es entstand am Fahrzeug und am Signalisationsträger erheblicher Sachschaden.
Am Freitag, 09.12.2022, ca. 17.00 Uhr, fuhr ein Baufahrzeug von Netstal herkommend in Richtung Mollis, als ein Fahrradfahrer von der Abfallsammelstelle her die Molliserstrasse überqueren wollte.
Dabei kam es zur Kollision mit dem Baufahrzeug, durch welche sich der Fahrradfahrer Kopf- und Rückenverletzungen zuzog.
In der Nacht von Freitag auf Samstag hat in Zug eine Wohnung neben einer Tankstelle gebrannt. Zwei Personen mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital eingeliefert werden.
Die Wohnung ist aktuell unbewohnbar.
In der Zeit zwischen Freitagnachmittag und Samstagmorgen (10.12.2022), hat die Kantonspolizei St.Gallen anlässlich Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrollen mehrere fehlbare Verkehrsteilnehmende angehalten.
Sämtliche Verkehrsteilnehmende gelangen bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen zur Anzeige.
Ein 90-jähriger Fussgänger wurde am Freitag in Ermatingen von einem Lieferwagen erfasst und verletzt.
Ein 52-jähriger Lieferwagenfahrer bog um 16.45 Uhr von der Schiffländestrasse links in die Hauptstrasse ab.
Am Samstagvormittag hat sich auf der A5 im Ligerztunnel eine Auffahrkollision mit zwei beteiligten Autos ereignet. Eine Beifahrerin wurde beim Unfall schwer verletzt und musste mit einem Helikopter der Rega ins Spital geflogen werden.
Ein Lenker wurde verletzt mit der Ambulanz ins Spital gebracht. Der Tunnel blieb für mehrere Stunden gesperrt.
Am Samstag (10.12.2022), kurz nach Mitternacht, hat sich Höhe Pooalp ein Selbstunfall ereignet. Ein Auto war auf der schneebedeckten Fahrbahn von der Strasse abgekommen und überschlug sich mehrfach.
Vier Fahrzeuginsassen wurden leicht verletzt, eine weitere Person blieb unverletzt. Am Auto entstand Sachschaden im Wert von mehreren tausend Franken.
Am Freitag (09.12.2022), gegen 17:30 Uhr, ist es auf der Zürcherstrasse zu einem Unfall zwischen einem Auto und einer Fussgängerin gekommen.
Die 42-jährige Fussgängerin wurde leicht verletzt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.
Am Samstag (10.12.2022), kurz nach Mitternacht, hat sich auf der Staatsstrasse ein Selbstunfall ereignet. Der 20-jährige Autofahrer wurde dabei leicht verletzt.
Er war in fahrunfähigem Zustand unterwegs. Am Auto entstand Totalschaden.
Am Samstagmorgen (10.12.2022), kurz nach 06:00 Uhr, ist es auf der Autobahn A1 zu einer Frontalkollision gekommen. Eine 61-jährige Frau war mit ihrem Auto mutmasslich als Geisterfahrerin unterwegs von Oberbüren Richtung Wil. Sie prallte frontal gegen den korrekt entgegenkommenden Lieferwagen eines 31-jährigen Mannes.
Beide wurden verletzt und durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht.
In Rotkreuz, Zug und Menzingen kam es am Freitag und Samstag zu mehreren Verkehrsunfällen. Eine Person musste mit lebensbedrohlichen, eine Person mit erheblichen und zwei Personen mit leichten Verletzungen ins Spital überführt werden.
Es entstand teilweise beträchtlicher Sachschaden.
In der Nacht auf Samstag (10.12.2022) hat die Kantonspolizei Zürich auf der A1 / Milchbucktunnel sowie im Raum Dübendorf verkehrspolizeiliche Grosskontrollen durchgeführt und dabei über 210 Fahrzeuge und deren Insassen überprüft.
Ein Personenwagenlenker fuhr anstatt der erlaubten 60 km/h mit 102 km/h an der Messstelle vorbei.
Beim Brand in einer Tiefgarage ist am frühen Samstagmorgen (10.12.2022) in Wolfhausen (Gemeindegebiet Bubikon) ein Schaden von mehreren hunderttausend Franken entstanden.
Verletzt wurde niemand.
In der Nacht von Freitag auf Samstag, 9. / 10. Dezember 2022, kurz vor 02.30 Uhr, verursachte eine alkoholisierte Motorradlenkerin auf der Binningerstrasse in Oberwil BL einen Selbstunfall.
Die Lenkerin wurde dabei leicht verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.
Am Freitagnachmittag verlor eine Fahrzeuglenkerin in einer Linkskurve die Herrschaft über ihr Fahrzeug. Sie kam rechts von der Strasse ab, kollidierte mit einer Böschung, wodurch es ihr Fahrzeug auf die andere Strassenseite schleuderte.
Dort kam das Fahrzeug zum Stillstand. Es wurde niemand verletzt. Am Fahrzeug entstand Totalschaden.
Am Freitagnachmittag (09.12.2022), kurz nach 16:00 Uhr, ist es in Degersheim zum Selbstunfall eines Autos gekommen.
Der 77-jährige Autofahrer und seine 76-jährige Mitfahrerin verstarben trotz eingeleiteter Rettungsmassnahmen vor Ort. Das Auto erlitt Totalschaden.
Beim Brand eines Dachstocks in einem Mehrfamilienhaus ist am Freitagabend (9.12.22) in Regensdorf ein Sachschaden von mehreren hunderttausend Franken entstanden.
Verletzt wurde niemand.
Heute Morgen kam es auf der Kantonsstrasse in Oberdorf zu einem Verkehrsunfall.
Die beteiligte Radfahrerin wurde dabei mittelschwer verletzt. Am Fahrrad und am Personenwagen entstand Sachschaden.
Der Kantonspolizei Bern ist es gelungen, zwischen Dienstag und Donnerstag sieben Männer im Zusammenhang mit mehreren Diebstählen und Einbrüchen in Bern anzuhalten.
Die Beschuldigten werden sich vor der Justiz verantworten müssen.
Die Kantonspolizei und die Gemeindepolizei geben bekannt, dass in der Woche 50 vom 12.12.2022 bis zum 18.12.2022 an folgenden Orten mobile und halbstationäre Geschwindigkeitskontrollen im Sinne der Strassenverkehrsprävention durchgeführt werden:
Heute, am 09. Dezember 2022, gegen 16:45 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn A16, auf der Höhe der Verzweigung Bassecourt, ein Verkehrsunfall.
Ein Autofahrer, der von Delémont in Richtung Glovelier unterwegs war, bemerkte das Fahrzeug vor ihm nicht. Trotz eines Ausweichversuchs nach rechts prallte er mit der Front seines Wagens auf das Auto, das korrekt auf der rechten Spur fuhr.
Der erste Schneefall im Dezember sorgte im ganzen Kanton für rutschige Fahrbahnen.
Rund 20 Unfälle wurden von der Neuenburger Polizei aufgenommen, hauptsächlich auf dem sekundären Strassennetz, und es gab zwei Verletzte.
Die Polizei teilt mit, dass aufgrund der oben genannten Veranstaltungen mit Verkehrsbehinderungen im Stadtzentrum zu rechnen ist.
Freitag, 9. Dezember 2022: von 17.30 bis 20.30 Uhr
Sonntag, 11. Dezember 2022: von 15:00 bis 22:30 Uhr
Beim Zusammenstoss mit einem Auto wurde am Freitag in Eschlikon ein 7-jähriges Mädchen leicht verletzt und musste durch den Rettungsdienst ins Spital gebracht werden.
Eine 57-jährige Autofahrerin war kurz nach 12 Uhr auf der Bahnhofstrasse in Richtung Kreisel Hörnlistrasse unterwegs.
Die Räumungsarbeiten nach dem Felssturz zwischen Castaneda und Molina konnten früher als geplant abgeschlossen werden.
Die Strasse ist seit heute um 16 Uhr einspurig freigegeben.
Vermutlich Vandalen rissen am letzten Wochenende in Wettingen an einem halben Dutzend Autos die Kontrollschilder weg. Diese sind verschwunden.
Die Polizei sucht Augenzeugen.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.