Nachdem am vergangenen Donnerstag eine unbekannte Täterschaft einen Raub auf eine Bijouterie in Gstaad verübt hat, konnte das mutmassliche Fluchtfahrzeug noch am selben Tag in Rougemont aufgefunden werden.
Weiterführende Ermittlungen sind im Gang – Zeugen werden gesucht.
Auf der Autobahn A4 ist es im Morgenverkehr zu zwei Verkehrsunfällen gekommen. Darin involviert waren sechs Fahrzeuge. Zwei Personen wurden verletzt und mussten ins Spital eingeliefert werden.
Die Unfälle führten zu einem langen Rückstau.
Die A1 bei Mühleberg unterbricht einen wichtigen Wildtierkorridor. Nun starten die Arbeiten zum Bau einer Wildtierüberführung, um diesen Korridor wiederherzustellen.
Die Tragkonstruktion wird als Holzbau in einem Bogen über die Autobahn ausgeführt, was mehrere Vorteile mit sich bringt. Für den Verkehr entstehen keine grösseren Einschränkungen.
Nach einer Serie von Diebstählen in Hofläden im Kanton Thurgau nahm die Kantonspolizei Thurgau zwei Männer fest.
21 Tatbestände konnten geklärt werden, die Deliktsumme ist mehrere tausend Franken hoch.
Derzeit wird international diskutiert, ob gesperrte russische Vermögenswerte für den Wiederaufbau der Ukraine verwendet werden können.
Der Bundesrat hat die Verwaltung beauftragt, die entsprechenden Rechtsfragen zu klären.
Am Mittwoch (15.02.2023), um 06:45 Uhr, ist an der Soorstrasse, auf dem Dach eines Baustoffherstellers, ein Brand entdeckt worden. Die Brandursache ist unbekannt. Mehrere Feuerwehren konnten den Brand unter Kontrolle bringen.
Der Sachschaden beläuft sich auf über 100'000 Franken.
Immer öfter kopieren Betrüger Instagram-Accounts von öffentlichen Institutionen, Veranstaltungen oder Privatpersonen.
Das Ziel der Betrüger ist hierbei, die Follower des echten Accounts anzuschreiben und daraus Profit zu machen.
Ab Ende Februar 2023 wird die Gütsch-Brücke als erste Brücke auf der Schlagstrasse Schwyz – Sattel verbreitert und instand gestellt.
Die Arbeiten an den angrenzenden talseitigen Stützmauern haben bereits im August 2022 begonnen.
Bei einer Kollision mit einem Patrouillenfahrzeug der Kantonspolizei Zürich sind am Freitag (10.02.2023) zwei Personen verletzt worden.
Kurz nach 14:00 Uhr war ein 45-jähriger Fahrer eines zivilen Polizeifahrzeugs auf dringlicher Dienstfahrt auf der Dällikerstrasse unterwegs.
Gestern Mittag ereignete sich in Romoos ein Arbeitsunfall. Dabei wurde ein Mann während Wartungsarbeiten unter einem Fahrzeug eingeklemmt und verstarb.
Die Untersuchung führt die Staatsanwaltschaft Sursee.
Die Kilometerkosten steigen 2023 um vier Rappen gegenüber dem Vorjahr und liegen neu auf 75 Rappen pro gefahrenen Kilometer. Dies zeigt die jährliche Kilometerkostenberechnung des TCS. Die Lage bleibt aufgrund der unsicheren weltweiten Wirtschaftslage unstabil.
Autofahren ist in den letzten Monaten spürbar teurer geworden. Die Gründe dafür sind Lieferkettenprobleme, Halbleitermangel und höhere Rohstoffpreise, welche die Autohersteller zu teils massiven Preiserhöhungen veranlassten. Dazu sind neue Mindeststandards bei Assistenzsystemen und strengere Emissionsvorschriften für Verbrennungsmotoren gekommen. Auch der Krieg in der Ukraine und die harten Lockdowns in China haben die Verfügbarkeit von Bauteilen für die Hersteller erschwert.
Am Dienstagabend, 14. Februar 2023, hat sich auf der Churerstrasse in Pfäffikon eine Auffahrkollision zwischen einem Motorrad und einem Personenwagen ereignet.
Eine 61-jährige Autolenkerin fuhr kurz nach 18:30 Uhr von Pfäffikon Richtung Altendorf und musste verkehrsbedingt anhalten.
Online-Marktplätze haben sich als Verkaufsplattformen im Internetetabliert. Auch man hier das ein oder andere Schnäppchen zu machen kann, sollten Käufer und Verkäufer vorsichtig sein, um nicht auf Betrüger hereinzufallen.
Die Kantonspolizei St. Gallen informiert zusammen mit der Schweizerischen Kriminalprävention zu Betrug auf Online-Marktplätzen und gibt wichtige Tipps.
Dieser Jack Russell Terrier war gestern Mittag alleine und verlassen auf dem Zugerberg unterwegs.
Natürlich haben wir uns um ihn gekümmert und nach seinem Besitzer umgeschaut.
Am Montag (06.02.2023), fiel ein jüngerer Mann Fahndern der Kantonspolizei St.Gallen auf. Sie unterzogen ihn im Krontal einer Personenkontrolle. Dabei schöpften sie den Verdacht, dass dieser Drogen im Köper versteckt haben könnte.
Eine CT-Röntgenuntersuchung bestätigte den Verdacht. Der 31-jährige Nigerianer führte über 100 Fingerlinge mit Drogen im Magen und Darm mit.
In Vals ist am Dienstagabend ein Personenwagen in ein Bachbett gestürzt. Der Lenker blieb unverletzt.
Der 71-jährige Mann beabsichtigte sein Fahrzeug bei der Örtlichkeit Valé rückwärts zu parken.
Bei der Kantonspolizei Wallis gingen in der Vergangenheit auf den Polizeiposten im gesamten Kantonsgebiet vermehrt Anzeigen in Zusammenhang mit Cyberkriminalität ein.
Allein die Polizisten der Hauptstadt zählen aktuell nicht weniger als drei bis fünf Anzeigen pro Tag für derartige Betrugsfälle. Um Privatpersonen aber auch Unternehmen vor diesem Phänomen zu schützen, ist es wichtig, präventive Massnahmen zu ergreifen. Die Kantonspolizei gibt Ihnen hierzu einige wertvolle Tipps.
Am frühen Mittwochmorgen, 15. Februar 2023, kurz vor 02.45 Uhr, ereignete sich in der Hohestrasse in Oberwil BL ein Selbstunfall, wobei ein Personenwagen nach einem Ausweichmanöver von der Strasse abkam und frontal mit einer Mauer kollidierte.
Person wurden dabei keine verletzt. Die Polizei sucht Zeugen.
Ein alkoholisierter Autofahrer hat sich nach einem Selbstunfall von der Unfallstelle entfernt. Um das verlorene Kontrollschild einzusammeln, kehrte er wenig später zu Fuss zur Unfallort zurück.
Dort wurde er von einer Polizeipatrouille in Empfang genommen.
Am Montag (06.02.2023) hat eine Frau ein Portemonnaie mit 6’500 Franken Bargeld auf der St. Gallerstrasse gefunden.
Die ehrliche Finderin brachte das Portemonnaie daraufhin zur Polizeistation Gossau.
In der Zeit zwischen Dienstagnacht und Mittwochnacht (15.02.2023) ist eine unbekannte Täterschaft in einen Betrieb an der Staatsstrasse eingebrochen.
Die Täterschaft hat sich gewaltsam Zutritt zu den Räumlichkeiten verschafft.
Am Dienstag (14.02.2023), kurz vor 18 Uhr, hat sich auf der A1 im Stephanshorntunnel ein Auffahrunfall mit drei Autos ereignet.
Eine 51-Jährige wurde dabei leicht verletzt.
Am Dienstag (14.02.2023), kurz nach 14:30 Uhr, ist es auf der A13 zwischen Oberriet und Kriessern zu einem Auffahrunfall mit einem Auto und einer Strassenreinigungsmaschine gekommen.
Ein 64-jähriger Autofahrer prallte mit seinem Auto in die Putzmaschine des Unterhaltsdienstes, welche auf dem Pannenstreifen unterwegs war. Der 64-Jährige wurde leicht verletzt.
Am Dienstagabend verlor ein Volvo Lenker die Herrschaft über sein Fahrzeug und kollidierte auf der Autobahn mit der Mitteleitplanke.
Der Lenker blieb unverletzt, war jedoch stark alkoholisiert.
Bald beginnt in verschiedenen Schweizer Regionen die Fasnacht mit Maskenbällen und bunten Kostümen. Die Fasnachtskleider und Dekorationen bestehen oft aus leicht entflammbaren Kunsttextilien.
Die Beratungsstelle für Brandverhütung BFB weist auf die Gefahren hin und zeigt auf, wie Fasnächtler und Veranstalter sicher feiern können.
Wie die Bauherrengemeinschaft des Projektes A4 Neue Axenstrasse kommuniziert, sind im Zusammenhang mit der Stahlbaumontage der Hilfsbrücke Gumpisch nächtliche Teil- und Vollsperrungen der Axenstrasse erforderlich.Nächtliche Vollsperrungen
Am Dienstagnachmittag mussten in Bern im Rahmen eines Polizeieinsatzes wegen eines verdächtigen Autos umfangreiche Sicherheitsmassnahmen ergriffen werden. Ein Mann, der einen Zusammenhang zum Auto aufwies, wurde vorgängig angehalten.
Sämtliche Massnahmen konnten am Abend aufgehoben werden, vom Auto ging keine Gefahr aus.
Am Dienstagnachmittag hat sich auf der Autobahn A1 bei Mattstetten eine Auffahrkollision mit fünf involvierten Fahrzeugen ereignet. Zwei Personen wurden leicht verletzt.
Der Unfall wird untersucht.
Am Montagabend, 13. Februar 2023, kurz vor 22.45 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn A2 in Sissach, Fahrtrichtung Bern/Luzern, ein Verkehrsunfall zwischen zwei Personenwagen.
Dies nachdem der unfallverursachende Lenker versucht hatte, sich einer Polizeikontrolle der Kantonspolizei Aargau zu entziehen. Eine Person konnte festgenommen werden, zwei Personen flüchteten von der Unfallstelle.
Am Montagnachmittag ist in einem Strohlager in Ins ein Brand ausgebrochen. Verletzt wurde niemand.
Es entstand Sachschaden. Ermittlungen zur Brandursache wurden aufgenommen.
Einsatzkräfte der Kantonspolizei Thurgau haben am Montag in Frauenfeld ein Auto mit gravierenden Mängeln aus dem Verkehr gezogen.
Die Kontrollschilder und der Fahrzeugausweis wurden eingezogen.
Wie schon an den Tagen zuvor dominierte auch am Dienstag ein kräftiges Hochdruckgebiet mit Zentrum über Mitteleuropa das Wetter in der Schweiz. Salopp ausgedrückt erlebten wir einen typischen Hochdrucktag Mitte Februar.
Doch was ist eigentlich typisch für einen Wintertag direkt unter einem Hoch?
Einige Fahrzeuge der Neuenburger Polizei sind nun mit On-Board-Kameras ausgestattet.
Die so gesammelten Bilder dienen in erster Linie als Einsatzhilfe bei Einsätzen, können aber auch als Beweismittel in Gerichtsverfahren verwendet werden. Die gesetzlichen Grundlagen wurden angepasst.
In der Nacht auf Dienstag, den 7. Februar 2023, wurde ein in England zugelassenes Fahrzeug auf der Autobahn Genf - Lausanne zweimal mit hoher Geschwindigkeit kontrolliert.
Der Fahrer, der auch eine Unfallflucht begangen hatte, wurde identifiziert und bei den zuständigen Behörden angezeigt.
Wie die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei mitteilen, kam es am 13.02.2023, kurz nach 17 Uhr, in der Via Tell in Chiasso zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personen.
Nach einer ersten Rekonstruktion und aus Gründen, die noch zu klären sein werden, erlitt ein 54-jähriger marokkanischer Staatsangehöriger, der im Mendrisiotto wohnt, bei der Auseinandersetzung eine (durch einen Teppichmesser verursachte) Halsverletzung, die einen Transport ins Krankenhaus erforderlich machte, aber nicht lebensbedrohlich war.
Am Montag, den 13. Februar, gegen 21:00 Uhr, fuhr ein Auto, das von einem 19-jährigen Einwohner von Lausanne gesteuert wurde, auf der Route de Chaumont in Neuenburg stadteinwärts.
In einer Linkskurve verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und fuhr in den Wald, wo er mit einer Bake und einem Schneepfahl kollidierte und einen Baum entwurzelte.
Heute Morgen brach in einem Bauernhaus in Oberdorf ein Brand aus. Dies führte zu starker Rauchentwicklung. Alle Hausbewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und wurden nicht verletzt.
Die Brandursache ist zurzeit nicht bekannt.
Die Rettung Basel-Stadt nahm am Dienstag, 14. Februar, ihre neue Einsatzzentrale im Lützelhof in Betrieb. In dieser sind nun die Sanitätsnotrufzentrale beider Basel 144 sowie die Einsatzzentrale der Berufsfeuerwehr Basel 118 zusammengeführt.
Basel-Stadt erhält damit eine sichere und zeitgemäss ausgestattete Einsatzzentrale.
Heute bin ich wieder einmal unterwegs auf Patrouille – über dem Nebelmeer am Sonnentanken.
Aber glaubt mir, so locker, wie das hier aussieht, ist meine Ausbildung zur Diensthündin nicht.
Gestern Abend kehrte die Rettungskette Schweiz nach ihrem bewundernswerten Einsatz aus dem Erdbebengebiet der Türkei zurück in die Heimat.
Mit einem Wasserbogen bei ihrer Ankunft durften wir unsere grosse Dankbarkeit über ihren Einsatz ausdrücken.
Die Kantonspolizei Zürich hat am Montag (13.2.2023) einen Mann verhaftet, der zirka 40 Kilogramm Khat über den Flughafen Zürich einführen wollte.
Ein 56-jähriger Engländer befand sich auf der Reise von Südafrika über Doha nach Zürich.
Fast alle erkennen, dass eine Leuchtweste beim Velo- oder E-Bike-Fahren in der Dämmerung oder Dunkelheit hilft, Kollisionen zu vermeiden. Trotzdem tragen nur 5 % eine, stellt die BFU fest.
Bei Tageslicht sind es sogar nur 3 %, wobei auch die Wirkung am Tag unterschätzt wird. Der Hauptgrund für das spärliche Tragen: Viele haben noch nie über das Benützen einer Leuchtweste nachgedacht. Die BFU lanciert nun eine neue Kampagne.
Bei der Kontrolle eines Reisenden im französischen Sektor des Bahnhofs Basel SBB stiessen Mitarbeitende des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit auf ungewöhnliches Gepäck:
In Koffer und Bauchtasche befanden sich diverse Smartphones, Laptops und weitere Elektronikartikel zweifelhafter Herkunft.
Am Dienstagmorgen (14.02.2023), kurz nach 7 Uhr, hat sich auf der Fürstenlandstrasse ein Auffahrunfall ereignet.
Ein 16-jähriger Motorradfahrer bemerkte das vor sich bremsende Auto zu spät und prallte dagegen. Er wurde leicht verletzt.
In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.
Polizeihoheit der Kantone
Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.
Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz
Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.
Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.
Die Aufgaben von fedpol
Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:
gerichtspolizeiliche Aufgaben
sicherheitspolizeiliche Aufgaben
verwaltungspolizeiliche Aufgaben
koordinative Aufgaben
Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.
Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.
Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.
Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.
Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.
Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei
Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:
weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
europäische Zusammenarbeit über EUROPOL
Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.
Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone
Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.
Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.
Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.
Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps
Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.
Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.
Die kommunale Polizei in der Schweiz
Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.
Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz
In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.
Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.
Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.
Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.
Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei
Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.
Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.