Schweiz

Solothurn SO: Mutmassliche Betrügerin (Ungarin, 42) festgenommen

Die Polizei konnte in Solothurn eine Frau anhalten, die mutmasslich in mehrere Betrugsfälle involviert ist. Vorausgegangen waren mehrere Meldungen aus der Bevölkerung über Telefonbetrüger. Die 42-jährige Ungarin befindet sich in Untersuchungshaft. Immer wieder geben sich Betrüger am Telefon als Polizistinnen oder Polizisten aus, um an Geld oder Wertsachen ihrer gutgläubigen Opfer zu gelangen. Über den so genannten Polizeitrick hat die Polizei bereits oft und ausführlich berichtet sowie gewarnt. Die Betrüger sind jedoch oft schwer zu fassen; die Hintermänner halten sich meist im Ausland auf.

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Hägendorf SO / A2: Lieferwagen gerät beim Belchentunnel in Brand

Auf der Autobahn A2 ist heute Mittag ein Lieferwagen kurz nach dem Belchentunnel in Brand geraten. Verletzt wurde niemand. Am Mittwoch, 10. November 2021, gegen 13.15 Uhr, ist auf der Autobahn A2 bei Hägendorf ein Lieferwagen aus noch unbekannten Gründen in Brand geraten. Der Lenker war in Richtung Egerkingen unterwegs, als er im Fahrzeug Rauch bemerkte und dieses kurz nach Tunnelende auf den Pannenstreifen lenkte.

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Soazza GR: Verunglückter Flughelfer (†34) im Spital verstorben

Am Montagnachmittag ist in unwegsamem Gelände in der Val de la Forcola in Soazza ein Flughelfer schwer verletzt worden. Er verstarb am Mittwoch im Spital Civico Lugano. In der Val de la Forcola in Soazza hatte am Montag ein Forstunternehmen den Auftrag mehrere gefallene Baumstämme aus dem Tal zu fliegen. Der 34-jährige Flughelfer befestigte jeweils die Stämme am Seil des Helikopters.

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Kriens LU: Selbstunfall eines Sattelmotorfahrzeuges – niemand verletzt

Heute Morgen kam ein Sattelmotorfahrzeug beim Befahren eines Kreisverkehrsplatzes in Kriens über den rechten Fahrbahnrand hinaus und prallte gegen einen Beleuchtungskandelaber. Verletzt wurde niemand. Die aufwändigen Bergungsarbeiten führten zu Verkehrsbehinderungen. Am Mittwoch, 10. November 2021, ca. 06:45 Uhr fuhr ein Sattelmotorfahrzeug von der Autobahnausfahrt Horw her auf der Ringstrasse in Kriens in Richtung Kreisverkehrsplatz „Steinibach“.

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Muolen SG: Kabelbrand in Einfamilienhaus

Am Dienstag (09.11.2021), um 10:45 Uhr, ist es im Ortsteil Rotzenwil zu einem Brand in einem Einfamilienhaus gekommen. Als Brandursache wird ein elektrotechnisches Problem in einer Steckdose vermutet. Die Kantonale Notrufzentrale erhielt eine Meldung über einen Brand in einem Einfamilienhaus. Dieser war im Bereich der Steckdose ausgebrochen und hat sich durch ein Kabel in der Wandverkleidung bis zur Decke ausgebreitet.

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St.Margrethen SG: Kollision zwischen E-Bike und Fussgänger

Am Dienstagabend (09.11.2021), kurz vor 19:55 Uhr, ist es auf der Rheinstrasse zu einem Unfall zwischen einem E-Bike und einem Fussgänger gekommen. Der 55-jährige E-Bikefahrer wurde dabei unbestimmt verletzt und musste vom Rettungsdienst ins Spital gebracht werden. Der 61-jährige Fussgänger verletzte sich leicht und wird, falls zu einem späteren Zeitpunkt notwendig, selbständig einen Arzt aufsuchen.

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Buchs SG: Vier jugendliche Straftäter (12, 13) überführt

Die Kantonspolizei St.Gallen hat in einem aufwändigen Ermittlungsverfahren unter der Leitung der Jugendanwaltschaft des Kantons St.Gallen vier Jugendliche im Alter zwischen 12 und 13 Jahren überführt. Den vier Beschuldigten konnten mehrere Brandstiftungen, Sachbeschädigungen und Widerhandlungen gegen das Waffengesetz nachgewiesen werden. Es entstand Sachschaden von mehreren tausend Franken.

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Abtwil SG: 69-jähriger Mann bei Auseinandersetzung schwer verletzt

Am Dienstag (09.11.2021), kurz vor 15:30 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale die Meldung von einem verletzten Mann an der Bildstrasse erhalten. Wie sich herausstellte, dürfte ein 30-jähriger Mann gegenüber einem 69-jährigen Mann gewalttätig geworden sein und ihn schwer im Kopfbereich verletzt haben. Die Kantonspolizei St.Gallen ermittelt die Umstände der Tat, die bislang unklar sind. Der 30-Jährige wurde festgenommen.

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Flumserberg Bergheim SG: Mann (†60) mit Auto tödlich verunfallt

Am Dienstag (09.11.2021), vor 16:20 Uhr, ist ein Auto auf der Fäschstrasse von der Fahrbahn abgekommen und in den Tobelbach gestürzt. Ein 60-jähriger Mann verstarb noch auf der Unfallstelle. Ein 52-jähriger Mann wurde schwer verletzt. Das Auto war auf der Fäschstrasse Richtung Acherwiese unterwegs. Auf der Höhe des Hotel Bergheim kam es von der Fahrbahn ab und fuhr über ein abfallendes Strassenbord.

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Kanton SG: Öffentlichkeitsfahndung nach versuchter schwerer Körperverletzung in München

Am Mittwoch, 22.09.2021 hat sich in München (DE) eine Auseinandersetzung am Hauptbahnhof ereignet, bei welcher ein messerähnlicher Gegenstand zum Einsatz kam (Polizei.news berichtete). Die Bundespolizeiinspektion München fahndet entsprechend. Im Rahmen eines internationalen Rechtshilfeersuchen verbreitet die Kantonspolizei St.Gallen nun im Auftrag der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen ebenfalls eine Öffentlichkeitsfahndung nach dem bislang unbekannten Täter.

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Christian Dussey wird Direktor Nachrichtendienst des Bundes

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 10. November 2021 Christian Dussey zum Direktor Nachrichtendienst des Bundes per 1. April 2022 ernannt. Der heutige Schweizer Botschafter im Iran und frühere Direktor des Genfer Zentrums für Sicherheitspolitik (GCSP) übernimmt die Funktion von Jean-Philipp Gaudin, der auf den 31. August 2021 als Direktor NDB ausgetreten ist. Der 55-jährige Christian Dussey hat an der Universität Freiburg Wirtschafts- und Sozialwissenschaften studiert und 1990 mit dem Lizenziat (lic. rer. Pol) abgeschlossen. Ausserdem studierte er Internationale Beziehungen an der „School of Foreign Service“ an der Georgetown Universität in Washington, D.C., und an der „Fletcher School of Law and Diplomacy“ an der Universität in Boston, wo er 2003 einen Master-Abschluss in internationalen Beziehungen erwarb.

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Küsnacht ZH: Brand in Kindergarten verursacht erheblichen Sachschaden

Beim Brand in einem Kindergarten ist am frühen Mittwochmorgen (10.11.2021) in Küsnacht ein Sachschaden von über hunderttausend Franken entstanden. Vier Personen sind mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung zur Kontrolle ins Spital gebracht worden. Kurz nach 3 Uhr ging bei der Kantonspolizei Zürich die Meldung ein, dass aus einem Gebäude dichter Rauch dringen würde. Die sofort ausgerückten Löschkräfte konnten den Brand, der im Erdgeschoss der Liegenschaft ausgebrochen war, rasch löschen.

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Brugg AG: Mutmassliche Streifkollision - Zeugenaufruf

Am Dienstag ereignete sich in Brugg mutmasslich eine Streifkollision. Auskunftspersonen werden gesucht. Am Dienstag, 09. November 2021 meldete eine Fahrzeuglenkerin, wonach sie kurz vor 14 Uhr in Brugg vermutlich eine Streifkollision verursacht habe. Sie habe mit ihrem Renault Kangoo grau in der Autogarage vorgesprochen, da sie der Meinung war, ihr Fahrzeug habe einen Steinschlag erlitten.

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Zürichsee: Im Sommer Hochwasser, jetzt Niedrigwasser

Im Juli gab es in grossen Teilen der Schweiz eine kritische Hochwasserphase zu überstehen. Auch der Zürichsee führte Hochwasser, die Gefahrenstufe erreichte 4 von 5. Zuvor im Frühling und bis in den Oktober hinein bewegte sich der Pegel des Zürichsees ungefähr im Schnitt des langjährigen Mittels. Der teils sehr trockene Herbst im Einzugsgebiet des Sees macht sich jetzt gegen Ende Jahr richtig bemerkbar.

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Neukirch-Egnach TG: Verkehrsunfall mit drei Autos - vier Personen verletzt

Bei einem Verkehrsunfall mit drei Autos wurden am Dienstag in Neukirch-Egnach vier Personen verletzt. Gegen 17.30 Uhr war eine 32-jährige Autofahrerin auf einer Nebenstrasse unterwegs und wollte bei Gaishäusern die Bahnhofstrasse in Richtung Glausenhaus überqueren. Eine 23-jährige Autofahrerin, die in Richtung Neukirch fuhr, wollte der Frau Vortritt gewähren und hielt an.

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Bundesrat verzichtet auf Einschränkung der Zuständigkeit der Militärjustiz für Zivilpersonen

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 10. November 2021 beschlossen, auf die Einschränkung der Zuständigkeit der Militärjustiz für Zivilpersonen zu verzichten. Mit der Stossrichtung der Vorlage wäre die Militärjustiz in weniger Fällen als heute für Straftaten von Zivilpersonen zuständig gewesen. Der Bundesrat zieht damit die Konsequenz aus der Vernehmlassung, in der die Vorlage mehrheitlich auf deutliche Ablehnung stiess.

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Kanton UR: Vorsicht vor Dieben im Gastgewerbe

Bei der Kantonspolizei Uri gehen seit geraumer Zeit vermehrt Meldungen zu Diebstählen von Serviceportemonnaies in Gastronomielokalitäten ein. Die unbekannte Täterschaft nutzt Momente der Unaufmerksamkeit sowie besondere Gelegenheiten für die Diebstähle. Die Erfahrungen der Kantonspolizei zeigen, dass das Personal des Gastgewerbes immer wieder mit solchen Delikten konfrontiert wird.

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Trimmis GR: Arbeiter (47) von Stahlträger getroffen und schwer verletzt

Am Dienstagmorgen hat sich in Trimmis ein Arbeitsunfall in einer Recycling Anlage ereignet. Ein Arbeiter wurde von einem Stahlträger getroffen und dabei schwer verletzt. Der 47-jährige Arbeiter nahm kurz vor Mittag Recyclingmaterial, das mit einem Lastwagen angeführt wurde, entgegen. Als er die Flügeltüren der Mulde öffnete, löste sich ein Stahlträger aus dem Inneren der Mulde und traf ihn am Kopf.

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Neuenhof AG: Streifkollision anlässlich Überholmanöver - Zeugenaufruf

Am Dienstag kam es in Neuenhof, anlässlich eines Überholmanövers, zu einer Streifkollision. Wie es zum Unfall kommen konnte, ist noch unklar. Auskunftspersonen werden gesucht. Am Dienstag, 09. November 2021, kurz nach 16.30 Uhr, kam es in Neuenhof, auf der Zürcherstrasse, infolge eines Überholmanövers, zu einer Streifkollision. Ein 76-jähriger Automobilist hielt vor der Bushaltestelle 'Landhaus' an, um dem herausfahrenden Bus den Vortritt zu gewähren.

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Aargau AG: Einbrecher auf frischer Tat überrascht

Dass Einbrecher aktiv sind, zeigen drei Fälle von gestern Abend. Bei Wohnhäusern in Zeihen, Rheinfelden und Gränichen überraschten die Bewohner ungebetene Gäste. Trotz Fahndung gelang den Tätern die Flucht. Die Polizei mahnt zu erhöhter Wachsamkeit. Die Bewohnerin eines Einfamilienhauses in Zeihen hörte am Dienstag, 9. November 2021, gegen 18 Uhr verdächtige Geräusche. Sie schaute nach und bemerkte, dass sich jemand an der Haustüre zu schaffen gemacht hatte. Richtigerweise rief die Frau sofort die Polizei, welche umgehend eine Fahndung einleitete. Allerdings blieb die unbekannte Täterschaft verschwunden.

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Chaumont NE: Fahrzeug prallte gegen Baum - geriet in Brand - Mann (23) verletzt

Am Dienstag, 9. November 2021, gegen 13:50 Uhr, fuhr ein Auto, das von einem 23-Jährigen aus Les Fins/Frankreich gelenkt wurde, auf der Route de Chaumont in Neuchâtel in Richtung Chaumont. Das Fahrzeug prallte gegen eine Markierung am rechten Fahrbahnrand und landete gegen einen Baum in einer Böschung, wo es in Brand geriet.

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Bellinzona TI: Autodiebstahl und -beschädigung - 15-Jähriger festgenommen

Das Jugendamt und die Kantonspolizei geben bekannt, dass in den letzten Tagen ein 15-jähriger Schweizer mit Wohnsitz im Raum Bellinzona festgenommen wurde. Die Festnahme erfolgte nach der Entdeckung von zwei schwer beschädigten und dann in den Stunden unmittelbar davor in einem Autohaus in der Region gestohlenen Autos.

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Hünenberg ZG: Auto prallt in parkiertes Fahrzeug

Eine Autofahrerin ist von der Strasse abgekommen und auf einem Parkplatz in ein Auto gefahren. Dieses wurde in ein weiteres Fahrzeug geschoben. Der Unfall ereignete sich am Dienstag (9. November 2021), kurz nach 11:15 Uhr. Eine 79- jährige Lenkerin hat beim Schulhaus „Eichmatt“ in Hünenberg die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren, ist von der Strasse abgekommen und beim dortigen Parkplatz unkontrolliert in ein Auto geprallt. Dieses wurde wiederum in ein zweites, ebenfalls parkiertes Auto geschoben.

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Sevelen SG: Mit vereisten Scheiben Kind (7) angefahren

Am Dienstagmorgen (09.11.2021), kurz vor 07:40 Uhr, ist auf der Bahnhofstrasse ein Auto mit einem 7-jährigen Jungen auf einem Scooter zusammengestossen. Der Junge wurde dabei leicht verletzt und vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. Ein 23-jähriger Mann fuhr mit seinem Auto auf der Bahnhofstrasse in Richtung Liechtenstein. Zeitgleich überquerte ein 7-jähriger Junge auf einem Scooter die Strasse auf einem Fussgängerstreifen.

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Arlesheim BL: PW-Lenkerin (36) kollidiert mit Reklameständer und kippt auf Seite

Am Dienstagmorgen, 09. November 2021, kurz vor 07.00 Uhr, ereignete sich in der Talstrasse in Arlesheim BL ein Selbstunfall, wobei ein Personenwagen auf die Seite kippte. Die Lenkerin wurde dabei verletzt. Gemäss den bisherigen Erkenntnissen der Polizei Basel-Landschaft fuhr die 36-jährige Personenwagenlenkerin in der Talstrasse Richtung Arlesheim / Dornach.

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Eschenz TG: Brand selbst gelöscht - Ermittlungen zur Brandursache laufen

Beim Brand auf einer Terrasse in Eschenz entstand in der Nacht zum Dienstag Sachschaden, verletzt wurde niemand. Gegen 4 Uhr stellten Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Hauptstrasse Feuer auf ihrem Sitzplatz fest und konnten dieses selber löschen. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden am Gebäude und dem verbrannten Mobiliar beträgt mehrere tausend Franken.

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Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.