Schweiz

St. Gallen SG: Festnahmen nach Gewalttat

Am Sonntag (26.09.2021), kurz nach Mitternacht, hat die Stadtpolizei St.Gallen die Meldung von einer verletzten Person in einem Mehrfamilienhaus an der Rorschacher Strasse erhalten. Diese dürfte gemäss jetzigen Erkenntnissen Opfer einer Gewalttat geworden sein. Im Zuge der eingeleiteten Ermittlungen konnten zwei mutmassliche Täter festgenommen werden. Die Hintergründe der Tat sind Gegenstand von Ermittlungen.

Weiterlesen

Altstätten SG: Einbruch in Sattelschlepper – Zeugenaufruf

In der Nacht von Freitag auf Samstag (25.09.2021), in der Zeit zwischen 19:30 Uhr und 8:30 Uhr, ist eine unbekannte Täterschaft in einen an der Bafflesstrasse abgestellten Sattelschlepper eingebrochen. Sie stahl die Namenstafel des Chauffeurs, ein Navigationsgerät sowie das Kontrollschild. Am Fahrzeug richtete sie massiven Sachschaden an. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

Weiterlesen

Kanton TG: Alkoholisiert unterwegs

Am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag mussten drei alkoholisierte Fahrzeuglenker in Amriswil, Dotnacht und Bischofszell ihrer Führerausweise abgeben. Kurz nach 20.30 Uhr kontrollierte eine Patrouille der Kantonspolizei Thurgau in Amriswil einen Autolenker, der zuvor durch seine unsichere Fahrweise aufgefallen war. Die Atemalkoholprobe ergab beim 46-jährigen Deutschen einen Wert von 1,19 mg/l.

Weiterlesen

Vierwaldstättersee Beckenried NW: Ausgelaufener Diesel führt zu grossflächiger Verschmutzung

Bei einem Tankvorgang eines konzessionierten Fährbetriebs ist es im Bereich Beckenried zu einem ungewollten Austritt von Dieselkraftstoff gekommen. Aufgrund des ausgelaufenen Kraftstoffs wurde eine grossräumige Ölsperre eingerichtet. Die Ursache ist Gegenstand laufender Ermittlungen.

Weiterlesen

Flums SG: Geplatzte Bremsscheibe verletzt mehrere Personen

Am Freitagabend (24.09.2021), um ca. 20 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale St.Gallen mehrere Meldungen von Unfällen im Bereich der Stationsstrasse / Bergstrasse erhalten. Wie sich herausstellte, hatte sich zuerst ein Selbstunfall eines Autos ereignet. Teile einer platzenden Bremsscheibe trafen daraufhin die Mitfahrerin eines Autos sowie einen Motorradfahrer. Die beiden Personen mussten mit teils schweren Verletzungen ins Spital gebracht werden.

Weiterlesen

Sirnach TG: Bei Unfall schwer verletzt

Nach einem Zusammenstoss mit einem Auto in Sirnach musste am Freitag ein E-Bike-Fahrer ins Spital geflogen werden. Ein 72-jähriger Autofahrer war kurz vor 15.30 Uhr auf der Kreuzstrasse in Richtung Gloten unterwegs und wollte nach links auf einen Parkplatz abbiegen. Beim Überqueren des parallel laufenden Radwegs kam es aus noch ungeklärten Gründen zur Kollision mit einem E-Bike-Lenker, der ebenfalls in Richtung Gloten fuhr.

Weiterlesen

Walenstadt SG: Bei Landung in Zaun geprallt

Am Freitagnachmittag (24.09.2021), kurz nach 16 Uhr, hat die Kantonale Notrufzentrale die Meldung von einem Gleitschirm-Unfall an der Waffenplatzstrasse erhalten. Ein 30-jähriger Gleitschirmpilot war bei der Landung gegen einen Zaun geprallt und hat sich dabei unbestimmte Beinverletzungen zugezogen. Er musste von der Rega ins Spital geflogen werden.

Weiterlesen

Felben-Wellhausen TG: Nach Auffahrkollision ins Spital gebracht

Bei einer Auffahrkollision zwischen zwei Autos wurden am Freitag in Felben-Wellhausen drei Personen verletzt. Eine 58-jährige Autofahrerin war kurz vor 16.30 Uhr auf der Hauptstrasse von Frauenfeld in Richtung Felben-Wellhausen unterwegs. Als sie nach der Brücke links in die Römerstrasse abbiegen wollte, musste sie verkehrsbedingt anhalten. Ein nachfolgender, 33-jähriger Autofahrer konnte nicht mehr rechtzeitig abbremsen und verursachte eine Auffahrkollision.

Weiterlesen

Kleinlützel SO: Selbstunfall eines Motorradlenkers, nach vorgängiger gegenseitiger Provokation

Am Freitagnachmittag fuhr ein Motorrad- und eine Autolenkerin / ein Autolenker von Frankreich in Richtung Kleinlützel. Dabei soll es zu gegenseitigen Provokationen gekommen sein, wodurch der Lenker die Herrschaft über sein Motorrad verlor, stürzte und sich verletzte. Die Polizei sucht Zeugen.

Weiterlesen

Kapo SO hautnah erleben - heute startet die Herbstmesse Solothurn (HESO)

Komm bis am 3. Oktober 2021 bei unserem Messestand, in der Reithalle (Halle 1), am Stand 103, vorbei. Dabei erfährst Du alles rund um das E-Bike, führe einen Test an einem Velohelm durch oder versuche dein Glück am Glücksrad. Neue Herausforderung gesucht? Wir suchen neue Polizistinnen und Polizisten, alle Informationen findest du unter www.meineinsatz.so oder bei unserem Messestand. Hier hast du die Möglichkeit allfällige Fragen rund um den Polizeiberuf zu stellen.

Weiterlesen

Haltikon SZ: Zwei Polizeianwärter vereidigt

Am Freitag, 24. September 2021, wurden in der Kapelle St. Katharina in Haltikon zwei Polizeianwärter nach Abschluss ihres ersten Ausbildungsjahres vereidigt. Oberstlt Damian Meier, Kommandant der Kantonspolizei Schwyz, hiess Mike Schönbächler, der auf dem Hauptposten Einsiedeln Dienst leisten wird, und Mario Zehnder, der auf dem Hauptposten Küssnacht seine polizeiliche Tätigkeit aufnimmt, im Korps herzlich Willkommen: "Ihr habt in der Polizeischule ein sehr gutes Rüstzeug für eure berufliche Tätigkeit erhalten.

Weiterlesen

Zug ZG: Kehricht-Lastwagen in Brand - Akku-Batterien sorgen für Feuerwehreinsatz

Während einer Sammeltour ist der geladene Abfall eines Kehricht-Lastwagens in Brand geraten. Ein Übergreifen auf das Fahrzeug konnte verhindert werden. Am Freitagmorgen (24. Februar 2021), kurz vor 08:15 Uhr, erreichte die Einsatzleitzentrale der Zuger Polizei die Meldung, dass im Bereich der «Untermüli» in der Stadt Zug der Inhalt eines Kehricht-Lastwagens brenne. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte vor Ort war das Feuer bereits durch die Lastwagenbesatzung sowie weiteren Personen mit einem Feuerlöscher und einem Wasserschlauch fast vollständig gelöscht worden.

Weiterlesen

Arth SZ: Fassadenbrand führt zu Evakuationen

Am Freitag, 24. September 2021, stellten Mitarbeitende eines Restaurationsbetriebes an der Gotthardstrasse in Arth um 11.15 Uhr eine Rauchentwicklung an der Hausfassade fest und alarmierten die Feuerwehr. Diese konnte den Brandherd zwischen zwei Mehrfamilienhäusern ausmachen und das Feuer löschen. Während des Feuerwehreinsatzes mussten die Bewohner dieser beiden Gebäude sicherheitshalber evakuiert werden. Die Gotthardstrasse war aufgrund des Feuerwehreinsatzes bis um 16 Uhr gesperrt.

Weiterlesen

Bönigen b. Interlaken BE: Tödlich verunglückter Mann gefunden

Im Zuge der Suche nach einem in Bönigen b. Interlaken als vermisst gemeldeten Mann wurde am Donnerstag ein lebloser Mann aufgefunden. Dieser war im Gebiet Loucherhorn über eine Felswand abgestürzt. Es dürfte sich um den Vermissten handeln. Bei der Kantonspolizei Bern ging am Donnerstag. 23. September 2021, kurz nach 13.30 Uhr, eine Meldung zu einem in Bönigen b. Interlaken (Gemeinde Bönigen) vermissten Mann ein. Umgehend eingeleitete Suchmassnahmen erlaubten es, den mutmasslichen Standort des Vermissten auf das Gebiet Loucherhorn einzugrenzen. Im Zuge eines Suchfluges konnte in steil abschüssigem Gelände ein menschlicher Körper lokalisiert werden. Die Rettungskräfte konnten indes nur noch den Tod feststellen.

Weiterlesen

Zug ZG: Drogendealer (Nigerianer, 43) festgenommen – Kokain sichergestellt

Zivile Fahnder der Zuger Polizei haben einen mutmasslichen Drogendealer festgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eröffnet und Antrag auf Untersuchungshaft gestellt. Am vergangenen Mittwochabend (22. September 2021) haben zivile Fahnder der Zuger Polizei in der Stadt Zug einen mutmasslichen Drogendealer festgenommen. Beim 43-jährigen Nigerianer wurde rund 27 Gramm Kokain gefunden und sichergestellt. Dieses war in verschiedenen Portionen abgepackt.

Weiterlesen

Ruswil LU: Radfahrer bei Kollision mit Auto erheblich verletzt

Heute Mittag ereignete sich bei der Einmündung Wolhuser-/Rüediswilerstrasse in Ruswil ein Verkehrsunfall zwischen einem Personenwagen und einem Radfahrer. Letzterer erlitt beim Unfall erhebliche Verletzungen und wurde durch den Rettungsdienst ins Spital gefahren. Am Freitag, 24. September 2021, kurz nach 12:30 Uhr fuhr ein Radfahrer in Ruswil auf der Rüediswilerstrasse in Richtung Hellbühlerstrasse. Gleichzeitig fuhr eine Autofahrerin auf der Wolhuserstrasse und beabsichtigte nach links, in die Rüediswilerstrasse abzubiegen.

Weiterlesen

Winterthur ZH: Geldwechseltrickdiebstahl - Trickbetrüger (Rumäne) festgenommen

Am Donnerstag, 23. September 2021, konnte ein zur Verhaftung ausgeschriebener Trickbetrüger festgenommen werden. Dies auch dank einer Meldung aus der Bevölkerung. Kurz nach 11.00 erhielt die Einsatzzentrale der Stadtpolizei Winterthur die Meldung einer Passantin, dass eine männliche Person in der Nähe des Lindenplatzes um Fahrzeuge schleiche. Ausserdem wollte der Verdächtige Geld bei der Anruferin wechseln, obwohl es im näheren Umkreis keine Münzzahlautomaten gibt.

Weiterlesen

Oftringen AG: Trickdiebe - alte Masche aufgefrischt

Auch findige Trickdiebe passen sich dem technologischen Fortschritt ständig an. Wie ein Fall aus Oftringen zeigt, funktioniert der alte Wechselgeldtrick am Ticketautomaten auch in Zeiten digitaler Zahlungsmethoden. Diese Woche an einer Bushaltestelle im Zentrum von Oftringen: Ein unbekannter Südländer spricht einen 79- jährigen Passanten an und bittet ihn, ihm mit der Kreditkarte ein Ticket zu lösen. Eine Zehnfrankennote in der Hand erklärt der Unbekannte, dass der Automat diese nicht annehme. Etwas überrumpelt lenkt der Senior ein und zückt seine Kreditkarte.

Weiterlesen

Liestal BL: Fahrbahn durch unbekanntes Fahrzeug verschmutzt – Zeugenaufruf

Am Freitagvormittag, 24. September 2021, kurz nach 10.00 Uhr, verlor ein unbekanntes Fahrzeug auf der Rheinstrasse in Liestal, beim Kreisel nach der Ausfahrt der A22, drei Kessel mit weissem Verputz. Die Fahrbahn wurde auf einer Länge von 300 Metern massiv verschmutzt. Die Polizei sucht Zeugen. Das unbekannte Fahrzeug verliess bei der Verzweigung Rheinstrasse/Schauenburgerstrasse in Liestal den Kreisel in Richtung Frenkendorf/Füllinsdorf.

Weiterlesen

Stadt Schaffhausen SH: Raubversuch am Bahnhof - Zeugenaufruf

Am Donnerstagnachmittag (23.09.2021) kam es am Bahnhof Schaffhausen zu einem Raubversuch durch einen unbekannten Mann. Die Schaffhauser Polizei bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise zu diesem Vorfall. Beim Raubversuch um ca. 15.45 Uhr in der Wartehalle des Bahnhofs Schaffhausen gab der Täter gegenüber seinem Opfer, einem 82-jährigen Schweizer, an, er sei Polizist. In der Folge forderte er sein Opfer auf, ihm den Inhalt der mitgeführten Tasche zu zeigen. Als dieser Aufforderung keine Folge geleistet wurde, versuchte der Täter, die Tasche zu entreissen und drohte dem Opfer zudem Gewalt an. Nach dem missglückten Raubversuch entfernte sich der Täter in Richtung der SBB-Schalter.

Weiterlesen

Zürich ZH: Schwerverletzte Velofahrerin (49) im Kreis 10 – Zeugenaufruf

Am Freitagmorgen, 24. September 2021, stürzte eine E-Bike Fahrerin bei der Verzweigung Michelstrasse/Am Holbrig und zog sich dabei schwere Verletzungen zu. Die Stadtpolizei Zürich sucht Zeuginnen und Zeugen. Gemäss bisherigen Erkenntnissen der Stadtpolizei Zürich fuhr eine Frau auf einem E-Bike um ca. 9.45 Uhr auf der Michelstrasse in Richtung Regensdorferstrasse. Auf Höhe der Verzweigung Michelstrasse/Am Holbrig kam sie aus bisher unbekannten Gründen zu Fall und zog sich schwere Kopfverletzungen zu.

Weiterlesen

Empfehlungen

Wappen der Schweiz



Die Polizei in der Schweiz

In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. Das System gliedert sich in drei verschiedene Bereiche: das Bundesamt für Polizei, die Kantonspolizeien und die Gemeinde- oder Stadtpolizeien. Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen.

Polizeihoheit der Kantone

Die Polizeihoheit im schweizerischen Polizeisystem liegt bei den einzelnen Kantonen. Die 26 Kantone sind für die Gewährleistung der Sicherheit zuständig. Eine nationale Polizeibehörde gibt es nicht, für landesübergreifende Aufgaben auf Bundesebene ist das Bundesamt für Polizei zuständig.


In der Schweiz kümmern sich verschiedene Dienststellen und Behörden um die Sicherheit der Bevölkerung. (Bildquelle: Philipp Ochsner)

Das Bundesamt für Polizei in der Schweiz

Das schweizerische Bundesamt für Polizei wird auch als fedpol bezeichnet. Der Begriff leitet sich von der Bezeichnung „federal office of police“ ab. Alle Aufgaben des Bundes sind bei fedpol konzentriert. Sitz des Bundesamts ist in Bern, insgesamt sind rund 973 Mitarbeitende bei der Behörde tätig.

Im Jahr 2000 wurden alle Einheiten der einstigen Strupol unter dem neuen Namen fedpol zusammengefasst. Zwei Jahre später trat die sogenannte Effizienzvorlage in Kraft, mit der die Strafverfolgungsbehörden neue Kompetenzen erhielten und auch grenzüberschreitende Verfahren neu geregelt wurden. Im Mai 2008 gab es eine weitere Reorganisation, die nachrichtendienstliche Aufgaben regelte. Unter anderem wurden betriebliche Abläufe verbessert und Synergien genutzt.

Die Aufgaben von fedpol

Bei fedpol sind verschiedene Aufgaben konzentriert:

  • gerichtspolizeiliche Aufgaben
  • sicherheitspolizeiliche Aufgaben
  • verwaltungspolizeiliche Aufgaben
  • koordinative Aufgaben

Geht es um Ermittlungen im Auftrag der Bundesanwaltschaft, werden die Bediensteten der Bundeskriminalpolizei tätig. Die Behörde gehört zu fedpol und arbeitet bei komplexen Zusammenhängen in den Bereichen Terrorismus, Wirtschaftskriminalität oder organisierte Kriminalität. Nach Angaben der Bundespolizei ist insbesondere bei der technologischen Entwicklung und der Vernetzung ein deutliches Plus bei den Tätern zu verzeichnen.

Der Bundessicherheitsdienst ist zuständig, wenn es um den Schutz von Personen geht. Die Bediensteten übernehmen auch die Bewachung völkerrechtlich geschützter Personen und Einrichtungen. Auch Magistrate, Parlamentarier oder Bundesangestellte stehen unter der Obhut des Bundessicherheitsdienstes BSD.

Der Erlass von Verfügungen auf Bundesebene, das Verhängen von Einreisesperren oder auch die Koordination bei der Bekämpfung von Internetkriminalität gehören zu den verwaltungspolizeilichen Aufgaben. Auch die Meldestelle für Geldwäsche ist hier angegliedert. Zudem übernehmen die Bediensteten verschiedene koordinative Aufgaben rund um die Polizeiarbeit in der Schweiz. Unter anderem koordinieren eigens eingerichtete Stellen die Zusammenarbeit mit den Kantonen. Hier geht es neben der bereits genannten Internetkriminalität auch um die Bekämpfung von Kinderpornographie oder des Menschenhandels.

Ein wesentliches Thema der überregionalen Polizeiarbeit ist der Terrorismus. Seit 2015 gibt es in Europa immer wieder dschihadistische Terroranschläge, von denen auch die Schweiz, gelegen inmitten Europas, betroffen sein könnte. Vor allem radikalisierte Personen, die aus entsprechenden Gebieten eingereist sind, könnten die Schweiz zur Vorbereitung und Durchführung von Anschlägen nutzen. Die Schweiz arbeitet unter der Leitung fedpols aktiv gegen den Terrorismus. In einer speziellen Task Force, bezeichnet als TETRA, wurden verschiedene Behörden wie der Nachrichtendienst des Bundes, die Bundesanwaltschaft oder das Grenzkorps zusammengefasst. Bei dem Vorgehen gegen Terrorismus setzt die Schweiz auch auf die internationale Zusammenarbeit. Zudem ist auch die Mitarbeit der Bevölkerung gefragt, die angehalten ist, verdächtige Vorkommnisse wie den Diebstahl oder den Verlust von Vorläuferstoffen oder andere Vorkommnisse zu melden.

Die organisierte Kriminalität nutzt den Finanzplatz Schweiz, um Geld zu waschen und Geld in Immobilien oder im Gastgewerbe zu investieren. Die Bekämpfung dieser Strukturen zählt neben der Terrorismusbekämpfung und der Bekämpfung der transnationalen Kriminalität zu den priorisierten Arbeiten fedpols. Geht es um Vermögensdelikte oder Menschenhandel und Drogenschmuggel sind die Kantone verantwortlich. Da diese Straftaten jedoch regionsübergreifend sind, übernimmt fedpol die Koordination und kümmert sich um den Informationsaustausch und unterstützt die Kantone.


Schweizweit ist die Polizei unter dem Notruf 117 zu erreichen. (Bildquelle: Polizei ZH)

Die internationale Arbeit der Schweizer Polizei

Die Polizei in der Schweiz arbeitet grenzüberschreitend, denn Kriminalität macht nicht vor einzelnen Landesgrenzen Halt. Die internationale Polizeiarbeit ist daher von grosser Bedeutung. Die Schweiz nutzt drei verschiedene Wege, um die internationale Kriminalität zu bekämpfen:

  • weltweite Zusammenarbeit über INTERPOL
  • bilaterale Zusammenarbeit über Abkommen mit einzelnen Staaten
  • europäische Zusammenarbeit über EUROPOL

Das Bundesamt für Polizei koordiniert die internationale Polizeiarbeit und arbeitet zusammen mit den Kantonen an den einzelnen Aufgaben.

Polizei in der Schweiz – die Zusammenarbeit der Kantone

Auch wenn jedes Kanton für die eigene Polizeiarbeit zuständig ist, gibt es interkantonale Vereinbarungen, die gemeinsame Einsätze regeln. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über interkantonale Polizeieinsätze aus dem Jahr 2006, kurz IKAPOL-Vereinbarung. Konkret geht es um die Möglichkeit, Polizeikräfte aus anderen Konkordaten anfordern zu können, wenn bestimmte Ereignisse anstehen, die mit den eigenen Kräften nicht zu bewältigen sind. Es gibt eine eigene Arbeitsgruppe „Operationen“, die bei planbaren Grosseinsätzen die Koordination übernimmt. Darüber hinaus sorgt eine weitere Arbeitsgruppe „GIP“ für die politische Einbindung der verantwortlichen Kantonsbehörden im Rahmen der gesamtschweizerischen interkantonalen Polizeiarbeit bei Grosseinsätzen, kurz GIP.

Nach Angaben des Bundesamts für Polizei arbeiten die Kantone gemeinsam mit dem Bund an einer Harmonisierung der Informatik. Ziel ist, neue Anwendungen gemeinsam zu realisieren, um Synergien zu nutzen.

Auch die Ausbildung regelt die Polizei in der Schweiz gemeinsam. Die kantonalen Polizeischulen wurden durch vier regionale Ausbildungszentren ergänzt. Die Ausbildung an den Schulen soll nach einheitlichen Richtlinien erfolgen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Bekämpfung von Betäubungsmittel- und Wirtschaftskriminalität.

Die Polizei in der Schweiz – kantonale Polizeikorps

Im Kanton trägt der Polizeidirektor oder die Polizeidirektorin die politische Verantwortung für die Polizei. Der oder die Leitende ist Mitglied der Kantonsregierung. Nach Angaben des Bundesamts für Polizei sind die Polizeigesetze in den Kantonen weitgehend gleich. Die Kantone berücksichtigen bei den polizeilichen Massnahmen das schweizerische Verfassungsrecht und des internationalen Rechts. Zudem sind in der Praxis die Vorgaben des Bundesgerichts zu berücksichtigen.

Die Ausbildung, Bewaffnung, Ausrüstung und Uniformierung liegt in der Verantwortung der Kantonspolizeien. Trotz der Gestaltungsfreiheit gibt es bei der Organisation der Kantonspolizeien einige Gemeinsamkeiten: So teilen die deutschsprachigen Kantone Ihre Behörden in der Regel in die Kriminalpolizei, die Sicherheits- und die Verkehrspolizei. In den französischsprachigen Regionen gibt es eine Gendarmerie, die sich vor Ort um die Sicherheit kümmert. Die Verkehrspolizei ist der Gendarmerie unterstellt. Die Kriminalpolizei ist ein eigener Bereich. Darüber hinaus gibt es bei allen Kantonspolizeien verschiedene Interventions- und Spezialeinheiten.

Die kommunale Polizei in der Schweiz

Vor Ort sind die Gemeinde- und Stadtpolizeien in der Schweiz für die Wahrung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Neben den kantonalen Korps gibt es in der Schweiz 300 Gemeindepolizeien. Vor allem in Regionen, in denen einzelne Ortschaften weit auseinanderliegen, sind die Gemeindepolizeien ein wichtiger Bestandteil. Einige Kantone sind bestrebt, die Gemeindepolizeien in die Kantonspolizei zu integrieren. Teilweise haben sich die Gemeindepolizeien in der Schweizerischen Vereinigung des städtischen Polizeichefs SVSP zusammengeschlossen.



Die Ausbildung bei der Polizei in der Schweiz

In den meisten Schweizer Kantonen ist der Ablauf der Ausbildung gleich. Dazu gibt es verschiedene interkantonale Polizeischulen, die für insgesamt 11 Kantone zuständig. Die Ausbildung setzt sich aus vier Modulen zusammen. Im ersten Modul durchlaufen die Aspiranten und Aspirantinnen eine dreiwöchige Ausbildung im jeweiligen Kanton. Danach folgt eine elfmonatige Teilnahme an einer Polizeischule, wo neben theoretischen Grundlagen auch die körperliche Fitness auf dem Stundenplan steht. Nach dem Ende der ersten Phase folgt die Vereidigung.

Nun folgt ein Einblick in die praktische Arbeit, bei denen die Anwärter und Anwärterinnen an der Seite erfahrener Kollegen arbeiten. Dieses Modul dauert rund fünf Monate.

Im dritten Modul übernehmen die Mitarbeitenden für zwölf Monate die Arbeit in einem bestimmten Bezirk. Dazu zählt beispielsweise der Patrouillendienst oder die Mitarbeit im Innendienst. Das vierte Modul dient dazu, die Arbeit auf der Strasse kennenzulernen. Dabei sind die Anwärter und Anwärterinnen im Team unterwegs.

Innerhalb der Polizei in der Schweiz gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Karriere zu verfolgen. Nach der regulären Ausbildung ist beispielsweise die Arbeit im Streifendienst, aber auch ein Studium möglich. Im Laufe der Zeit haben die Mitarbeitenden die Option, in eine Spezialeinheit zu wechseln oder bei der Kriminalpolizei oder der Bundeskriminalpolizei zu arbeiten. Grundsätzlich hängt die Laufbahn von den Fähigkeiten und den eigenen Wünschen ab.

Voraussetzungen für die Arbeit bei der Schweizer Polizei

Wer bei der Polizei Schweiz arbeiten möchte, muss Schweizer Staatsbürger sein und mindestens 21 Jahre alt sein. Eine abgeschlossene Lehre, ein Schulabschluss oder ein höherer Abschluss sind ebenso erforderlich, wie ein Führerausweis der Kategorie B. Bei der Sehschärfe gelten bestimmte Obergrenzen. Zudem benötigen die Auszubildenden einen einwandfreien Leumund und einen gesunden körperlichen Zustand. Wichtig sind eine gute sportliche Leistungsfähigkeit und gute Leistungen beim Schwimmen. Selbstverständlich gehören sehr gute Deutschkenntnisse und eine gute Allgemeinbildung zu den Voraussetzungen. Erwartet werden in den deutschsprachigen Kantonen mündliche Kenntnisse der französischen Sprache.

Bei einem Eignungstest werden die Fähigkeiten der Bewerber und Bewerberinnen genau geprüft. Zunächst ist ein Online-Test zu absolvieren, wobei die Teilnehmer nach erfolgreichem Abschluss die Möglichkeit erhalten, sich bei einer Polizeibehörde zu bewerben. In einem persönlichen Gespräch werden dann alle weiteren Optionen genau besprochen.